2025, Folge 39⁠–⁠56

  • Folge 39 (55 Min.)
    Jimmy Wales – Bild: SRF
    Jimmy Wales
    Jimmy Wales liebte schon als Kind Enzyklopädien – und er war ein Computernerd. Mit viel Wagemut, Know-how und „pathologischem Optimismus“, wie der US-Amerikaner und Wahlbrite von sich sagt, hat er das grösste frei zugängliche Online-Nachschlagewerk der Welt geschaffen, mit dem heute auch viele KI-Modelle trainiert werden. Für Wales gibt es nichts Grossartigeres, als die Welt zu verstehen und das Wissen zu bewahren und um möglichst viele Perspektiven zu erweitern. Deshalb arbeitet das Unternehmen nicht kommerziell und unabhängig von Werbung. Doch der „Tempel für den Geist“ wird immer wieder attackiert – nicht nur von Elon Musk, sondern auch von seinem ehemaligen Mitstreiter Larry Sanger, die Wikipedia eine linksliberal geprägte Voreingenommenheit nachsagen. Jimmy Wales glaubt dennoch an sein Werk und wirbt in seinem soeben erschienenen Buch „Die 7 Regeln des Vertrauens“ für den Glauben an die Kraft der Kooperation. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 23.11.2025 3satOriginal-TV-Premiere So. 16.11.2025 SRF 1
  • Folge 40
    Barbara Bleisch Moderatorin Zimmer 42
    Eifersucht, Besitzansprüche oder Kontrolle – in vielen Zweierbeziehungen werden sie zu Fallen. Toni Loh, Professur für Angewandte Ethik an der Hochschule Bonn-Rhein-Siegen, plädiert im «Zimmer 42» für eine offenere Form der Liebe, die nicht auf Zweisamkeit reduziert ist und viele Beziehungsarten einschliesst. Sogenannt polyamor Liebende müssten nicht zwingend eifersüchtig auf neue Liebschaften sein, so Toni: «Liebe ist eine unbegrenzte Ressource. Wenn ich mich in eine neue Person verliebe, liebe ich die andere deswegen doch nicht weniger!» Ein Argument, das Barbara Bleisch überzeugt. Dennoch kontert sie: Hat die Exklusivität der Zweierbeziehung nicht ihren ganz eigenen Zauber? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mo. 17.11.2025 SRF 1
  • Folge 41
    v.li.: Anne-Sophie Moreau, Philosophin und Autorin, und Giulia Enders, Ärztin und Autorin
    Die Hälfte unserer Zellen am Körper sind keine menschlichen Zellen, sondern die Zellen von kleinsten Mikroorganismen, vor allem von Bakterien. Sie sind auf unserer Haut, auf der Zunge, und natürlich im Darm, unserem «zweiten Gehirn», wie Forschende herausgefunden haben. Bakterien beeinflussen sogar unser Unbewusstes, sollen für Depressionen und Ängste mitverantwortlich sein. Es sind Bakterien, Viren und Pilze, die alle dafür sorgen, dass der Kreislauf des Lebens überhaupt funktioniert – ein Kreislauf, in dem Kooperation, nicht Konkurrenz, das Grundprinzip ist. Wie verändert das Wissen über die Macht der Mikroben unser Bild vom Menschen? Wie frei sind Menschen überhaupt in ihren Entscheidungen angesichts dieser Abhängigkeiten? Und was steckt hinter dem aktuellen Trend, eigenes Sauerteigbrot zu machen und Gemüse zu fermentieren? Ein Gespräch unter der Leitung von Yves Bossart mit Giulia Enders, Ärztin und Bestsellerautorin («Darm mit Charme», «Organisch») und mit Anne-Sophie Moreau, Philosophin und Autorin («Fermentations»). (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 23.11.2025 SRF 1
  • Folge 42
    Barbara Bleisch Moderatorin Zimmer 42
    An Orten wie im Café, im Tanzkurs oder in seiner Lieblingskneipe in Berlin entstehe so etwas wie «anlasslose Vergemeinschaftung», sagt Sozialpsychologe Harald Welzer. Wir spielen dort nicht die Rolle, die wir in der Familie oder im Beruf innehaben, brauchen keinen wirklichen Grund, um dort zu sein. In diesem Gemeinschaftsgefühl entsteht auch häufig Smalltalk, der uns – so irrelevant er scheinen mag – oft gut gelaunt zurücklässt und der allgemeinen Auffassung, die Welt sei voller Hass und Hetze, etwas entgegenhalten könne. Ein weiterer Punkt: Nur wer gute Orte erkennt und innehat, ist auch bereit für Veränderung. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mo. 24.11.2025 SRF 1
  • Folge 43
    Iris Radisch, Literaturkritikerin und Autorin, und Manfred Koch, Literaturwissenschaftler
    Rilke war ein Suchender und führte ein ruheloses Leben, getrieben von Angst und der Suche nach Schönheit, geprägt von intensiven Beziehungen zu starken Frauen, künstlerischen Krisen und von einer Sensibilität, die zugleich Bürde und Quell seines dichterischen Genies war. Seine Texte thematisieren die existenziellen Fragen des Menschseins, kreisen um Gott und preisen Natur und Tierwelt. Was macht Rilke zu einem generationenübergreifenden Phänomen? Was hat es mit der extensiven Liste an Geliebten auf sich, und was hätte Rilke zu Krisen unserer Zeit zu sagen? Olivia Röllin im Gespräch mit der Literaturkritikerin und Autorin Iris Radisch und dem Literaturwissenschaftler und Rilke-Biograf Manfred Koch. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 30.11.2025 SRF 1
  • Folge 44
    Barbara Bleisch Moderatorin Zimmer 42
    Im Titelsong von «Barbie» von 2023 heisst es: «Life in plastic, it’s fantastic». Wer den Film gesehen hat, weiss, dass Barbie irgendwann genug hat vom künstlichen Leben in der Plastikwelt und das echte Leben für sich entdeckt. Für Niklaus Brantschen findet sich das echte Leben in der Verbundenheit mit der Natur und mit anderen Menschen, aber auch mit sich selbst und einem grösseren Ganzen, wie immer man es nennen mag. Barbara Bleisch öffnet ihr Zimmer 42 in dieser Episode einem Gast, der immer schon Grenzen gesprengt hat, und findet heraus, warum selbst Fluchen uns verbinden kann. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mo. 01.12.2025 SRF 1
  • Folge 45 (60 Min.)
    Sternstunde Philosophie Hannah Arendt – Die Jahrhundertdenkerin Grit Strassenberger, Professorin für Politische Theorie und Autorin der neuen Biografie «Die Denkerin. Hannah Arendt und ihr Jahrhundert»
    Hannah Arendt gilt als eine der einflussreichsten politischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts – unkonventionell, ideologiekritisch, streitbar. Ihr Denken, entstanden aus den Erschütterungen von Flucht, Exil und Staatenlosigkeit, bleibt 50 Jahre nach ihrem Tod von erstaunlicher Gegenwartskraft. „Denken ohne Geländer“ – diesem Anspruch widmete Arendt ihr ganzes Leben. Sie durchlebte die Katastrophen des 20. Jahrhunderts, floh vor den Nationalsozialisten, stellte sich in den USA neu auf und widmete ihr Leben der Suche nach Wahrheit und Freiheit. Sie beharrte auf intellektuelle Beweglichkeit statt Zugehörigkeit und war konsequent ideologiekritisch. Freundschaft wurde für sie zur politischen Tugend, Pluralität zum Grundprinzip menschlichen Zusammenlebens. Wie wirken die biografischen Brüche und Neuanfänge in ihr Werk hinein? Warum spielen Zwischenmenschlichkeit und Freundschaft eine so zentrale Rolle in ihrer politischen Theorie? Und weshalb gewinnen Arendts Ideen gerade heute so an Brisanz? Olivia Röllin im Gespräch mit Grit Straßenberger, Professorin für Politische Theorie und Autorin der neuen Biografie „Die Denkerin. Hannah Arendt und ihr Jahrhundert“. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 14.12.2025 3satOriginal-TV-Premiere So. 07.12.2025 SRF 1
  • Folge 46
    Christof Koch, Neurowissenschaftler, mit Moderatorin Barbara Bleisch
    Das menschliche Gehirn besteht aus eineinhalb Kilo Wasser, Fett und Eiweiss. Wie erzeugt diese wabernde Masse inneres Erleben? Dass sich Dinge für Menschen wohlig oder beängstigend anfühlen, dass Musik sie berührt und sie betroffen reagieren, wenn jemandem Unrecht widerfährt? Der Erforschung dieser Frage hat der deutsch-amerikanische Neurowissenschaftler Christof Koch fast sein ganzes bisheriges Leben gewidmet. Für seine wissenschaftliche Arbeit ist er weltbekannt. Er, der als Katholik aufgewachsen ist und viele Jahre in der Kirche Halt fand, ist heute überzeugt: Eine unsterbliche Seele gibt es nicht. Nach einem Selbstversuch mit einer psychedelischen Substanz, die für ihn einer Nahtoderfahrung gleichkam, ist er sich aber auch sicher: Sterben ist nicht schlimm, und die Auflösung des eigenen Ichs gehört zum Schönsten, was Menschen erleben können. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 14.12.2025 SRF 1
  • Folge 47 (65 Min.)
    Sternstunde Philosphie Wer versteht die neue Weltunordnung? Historiker und Russland-Experte Karl Schlögel
    Die Zeit ist aus den Fugen. Trumps USA wenden sich von Europa ab. Putins Krieg gegen die Ukraine geht ins vierte Jahr. Wie lässt sich die neue, unheimliche Gegenwart auf den Begriff bringen? Ein Gespräch mit dem Historiker Karl Schlögel über den Beginn einer neuen weltgeschichtlichen Epoche. Nichts ist schwieriger, als zu sagen, was die eigene Gegenwart ausmacht. Auch der mehrfach preisgekrönte Historiker und Russland-Experte Karl Schlögel gesteht offen, noch auf der Suche nach den richtigen Begriffen für unsere Jetztzeit zu sein. Eine Zeit neuer Kriege und Kriegsdrohungen inmitten Europas, schwankender Demokratien, zerbrechender Sicherheitsbündnisse und schamlos autokratischen Machtzugriffs. Wie lässt sich die drohende Selbstaufgabe der amerikanischen Demokratie begreifen? Was, wenn überhaupt, ist neu an Putins Gewaltherrschaft? Wie konnte Zentraleuropa sich so lange in Sicherheit wähnen? Haben „wir“ denn gar nichts aus der Geschichte gelernt? Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger spricht Karl Schlögel, Chronist des 20. Jahrhunderts und Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels 2025, über das Dunkle des gegenwärtigen Augenblicks – und mögliche Ausgänge in eine hellere Zeit. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 04.01.2026 3satOriginal-TV-Premiere So. 21.12.2025 SRF 1
  • Folge 48
    Sternstunde Philosophie Alles Klasse? – Wie Status unser Leben ordnet Hanno Sauer, Philosoph
    Fast alles, was wir tun, ist ein Statussignal. Das zumindest behauptet der Philosoph Hanno Sauer. Klasse sei nicht nur eine ökonomische Kategorie, sondern auch Bildung, Wohnort, Netzwerke und Geschmack entscheiden darüber, wer oben und wer unten steht. Schon an Aussprache, Körperhaltung oder scheinbar banalen Höflichkeitsgesten lasse sich ablesen, wo jemand in der sozialen Hierarchie rangiert. Dieser Hierarchisierung sei kein Fehler des Systems, sondern Teil unseres menschlichen Wesens. Deshalb argumentiert Sauer, dass es moderne Gesellschaften ohne Klassenunterschiede nicht geben kann. Für ihn stellt sich nicht die Frage, wie man Klassen abschafft, sondern wie sich mit sozialer Ungleichheit und Ungerechtigkeit leben lässt, zumal Klassenunterschiede immer wichtiger werden. Im Gespräch mit Olivia Röllin erklärt er, warum Klassismus die vielleicht meistübersehene Form der Diskriminierung ist, was geschieht, wenn zu viele Personen eine Rolex tragen und wie selbst moralische Haltungen zu Mitteln des Statuswettbewerbs geworden sind. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Fr. 26.12.2025 SRF 1
  • Folge 49
    Sternstunde Philosophie Keyvisual
    Der deutsche Philosoph Tobias Litterst hat noch nie eine Farbe gesehen, noch nie den Sternenhimmel betrachtet. Und doch hat er eine Idee davon. In seinem Buch «Blind sein – Ein philosophischer Erfahrungsbericht» beschreibt er seine Welt als konturlos, als flüchtig und als ständigen Widerspruch zwischen Nähe und Distanz. Die schöne Landschaft ist ungreifbar weit weg, das Hindernis dagegen gefährlich nah. Seiner Welt fehlt die Vorhersehbarkeit und die Übersicht. Er ist notgedrungen auf Hilfe angewiesen, fragt sich nur: Wie hilft man richtig? Was können sehende Menschen von Blinden lernen? Und welches Weltbild hat man ohne Bild? Darüber spricht Tobias Litterst mit Yves Bossart. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 28.12.2025 SRF 1
  • Folge 50
    Daniel Schreiber, Schriftsteller, mit Moderatorin Barbara Bleisch
    Der preisgekrönte Essayist Daniel Schreiber spürt in seinem neuen Buch der Frage nach: Was bedeutet die Liebe zur Welt – und warum fällt es uns heute oft so schwer, sie zu empfinden? Bezugnehmend auf philosophische Stimmen wie Hannah Arendt oder Erich Fromm und persönliche Beobachtungen ruft Schreiber dazu auf, die derzeit bei vielen vorherrschende Resignation zu durchbrechen und sich radikal zurückzubesinnen auf Empathie, Solidarität und Verbundenheit. Doch können solch selbstverständlich klingende Appelle in der derzeitigen politischen Grosswetterlage etwas ausrichten? Barbara Bleisch fragt nach, ob nicht Wut die wirkungsvollere Kraft wäre für echte Veränderung und ob die Liebe in der Politik tatsächlich etwas verloren hat. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 04.01.2026 SRF 1
  • Folge 51 (61 Min.)
    Sternstunde Philosophie Weiterleben nach einem Trauma – Crans-Montana und darüber hinaus Traumaforscher Andreas Maercker und Barbara Bleisch
    Andreas Maercker ist einer der renommiertesten Traumaforscher der Welt – und hat als politischer Häftling selbst Traumatisches erlebt. Wie lassen sich traumatische Erlebnisse bewältigen? Andreas Maercker weiß, wovon er spricht: Als Professor an der Universität Zürich hat der Psychologe und Arzt während vieler Jahre erforscht, wie Menschen traumatische Erfahrungen verarbeiten und unter welchen Umständen sie Folgeerkrankungen ausbilden. Seine viel beachteten Studien – unter anderem mit Kriegsopfern, politischen Gefangenen und ehemaligen Verdingkindern – zeigten, dass die Anerkennung des Geschehenen für eine erfolgreiche Bewältigung zentral ist. Im Gespräch mit Barbara Bleisch erklärt der renommierte Wissenschaftler, was die Betroffenen der Brandkatastrophe von Crans-Montana jetzt brauchen und weshalb Gesten wie der nationale Gedenktag ebenso wichtig sind wie die Klärung der Schuldfrage. Und er erzählt von seiner persönlichen traumatischen Geschichte, wie er als junger Mann von der Stasi in einem Gefängnis in der DDR festgehalten wurde. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 25.01.2026 3satOriginal-TV-Premiere So. 11.01.2026 SRF 1
  • Folge 52
    Sternstunde Philosophie Keyvisual 2021 SRF
    Noch immer verbringen in der Schweiz viele Kinder während der Schulzeit mindestens eine Woche in den Bergen, rund 35 Prozent der Schweizer Bevölkerung fahren regelmässig Ski. Und wenn Ausnahmetalente wie Marco Odermatt oder Lara Gut die Piste runterbrettern, fiebert die Nation mit. Wie wurde Skifahren zum Kulturgut? Und weshalb werden Rennfahrerinnen und Rennfahrer immer schneller: Liegt es am Material oder am Können? Zu Gast sind die Skilegende Bernhard Russi, der auch als Architekt von Rennstrecken die Skiwelt über Jahrzehnte geprägt hat, und die Schriftstellerin Antje Rávik Strubel, die einst Skilehrerin werden wollte und Langlauf als Übung des Denkens versteht. Olivia Röllin fragt, worin der Reiz des Tempos besteht, wie Hightech-Sport zur Idee der unberührten Natur passt und ob Hundertstelsekunden im Abfahrtsrennen punkto Können wirklich einen Unterschied machen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 18.01.2026 SRF 1
  • Folge 53 (60 Min.)
    v.li.: Ole Nymoen, Podcaster und Autor, Georg Häsler, Sicherheitsexperte und Journalist «NZZ», Katja Gentinetta, Politische Philosophin und Publizistin
    Europa und die Schweiz rüsten auf. Doch es fehle Soldaten. Wer kämpft, wenn es hart auf hart kommt? Braucht es wieder eine Wehrpflicht? Und darf der Staat überhaupt zum Töten zwingen? Darüber spricht Yves Bossart mit der Philosophin Katja Gentinetta, dem Militärexperten Georg Häsler und mit dem deutschen Autor und Podcaster Ole Nymoen. Aufrüstung kostet nicht nur. Jemand muss all die Waffen auch bedienen können. Wer stellt sich also an die Grenze, wenn Russland angreift? „Ich sicher nicht“, sagt Ole Nymoen. Sein Buch „Warum ich niemals für mein Land kämpfen würde. Gegen die Kriegstüchtigkeit“ sorgte unlängst für hitzige Debatten. So wie er argumentieren viele junge Menschen. Auch in der Schweiz ist die Bereitschaft, Wehrdienst zu leisten, gesunken. Ausgerechnet jetzt, da auf dem europäischen Kontinent seit fast vier Jahren Krieg geführt wird. Deshalb soll der Zivildienst nun unattraktiver gemacht und eventuell die Gewissensprüfung wieder eingeführt werden. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 3satOriginal-TV-Premiere So. 25.01.2026 SRF 1
  • Folge 54
    Nils C. Kumkar, Soziologe
    Laut einer aktuellen Erhebung sind annähernd drei Viertel der befragten Internet-User überzeugt, binnen der letzten Woche mit Fake News konfrontiert worden zu sein. Diese gezielt gestreuten Falschinformationen haben meist unklare Absender, breiten sich rasend schnell aus und benebeln die Urteilskraft. Nicht zuletzt wird es im Zuge neuerer KI-Technologien immer schwieriger, diese Fälschungen und Fakes als solche zu erkennen und zu entlarven. Was also tun? Wem oder was kann man, gerade in der digitalen Sphäre, überhaupt noch trauen? Und wie sähe eine Demokratie aus, deren mündige Bürger sich nicht mehr verlässlich informieren können? Der Soziologe Nils Kumkar, Autor von Büchern wie «Alternative Fakten» und «Polarisierung», forscht seit vielen Jahren über Dynamiken digitaler Desinformation. Im Gespräch mit Wolfram Eilenberger klärt er über Wesen und Wirkung von Fake News auf – und räumt gleichzeitig zahlreiche Fehlannahmen aus dem Weg. Entlarvt sich die angenommene Bedrohung unserer Demokratie durch Fake News am Ende gar selbst als «Fake»? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 01.02.2026 SRF 1
  • Folge 55
    Ihre Bücher sind in über 30 Sprachen übersetzt, ihre Stücke werden weltweit gespielt. Für ihr Werk wurde Sibylle Berg – oft als weibliche Antwort auf Michel Houellebecq bezeichnet – vielfach ausgezeichnet: unter anderem mit dem Schweizer Buchpreis, dem Bertolt-Brecht-Preis und dem Grand Prix Literatur. Als Mitglied des EU-Parlaments für «Die Partei» mischt sie neuerdings auch den politischen Betrieb auf – und zögert nicht mit Kritik: zu viel Bürokratie, zu wenig Gestaltungsraum, zu viel Besitzstandswahrung, zu wenig Aufbruch und Mut. «Frau Berg», wie sich die Künstlerin nennt, will den Kapitalismus abschaffen und der Überwachung den Kampf ansagen. Dabei agiert sie nicht nett, nicht mild, nicht versöhnlich – sondern klug, wütend und unterhaltsam. Barbara Bleisch fragt nach, wie ernst es der Künstlerin ist mit ihren Vorstössen, Ratschlägen und Interventionen und ob uns eher die Kunst oder die Politik zu retten vermögen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 08.02.2026 SRF 1
  • Folge 56
    Sternstunde Philosophie – „Du kannst nichts gegen die Klimakrise tun!“ Frauke Rostalski, Rechtsphilosophin und Juristin
    Original-TV-Premiere So. 15.02.2026 SRF 1

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