Stadt Land Kunst Folge 1852: Elif Shafak: Flüsternde Feigenbäume auf Zypern / Puerto Rico: Bomba, der Tanz der Befreiung / Curaçao: Synthys Rindfleischeintopf / Vietnam: Eine antikoloniale Sprache
Folge 1852
Elif Shafak: Flüsternde Feigenbäume auf Zypern / Puerto Rico: Bomba, der Tanz der Befreiung / Curaçao: Synthys Rindfleischeintopf / Vietnam: Eine antikoloniale Sprache
Folge 1852 (45 Min.)
(1) Elif Shafak: Flüsternde Feigenbäume auf Zypern In ihrem Roman „Das Flüstern der Feigenbäume“ verwebt die britisch-türkische Autorin Elif Shafak Fantasie und Wirklichkeit, Liebesmärchen und historische Vergangenheit. Zypern im Juli 1974: Ein Putschversuch spaltet die Insel und errichtet eine unüberwindbare Grenze zwischen türkischer und griechischer Gemeinschaft. Mittendrin ein Liebespaar, das durch den Krieg auseinandergebracht wird. Shafak schildert, welch brutale Schneise der Konflikt ins Leben ihrer Figuren reißt.
Als wolle sie die vom Menschen gezogenen Grenzen überwinden, lässt sie die Natur sprechen. (2) Puerto Rico: Bomba, der Tanz der Befreiung Die Bomba pulsiert in den Adern der Menschen in Puerto Rico. Ihr Rhythmus ist mal melancholisch, mal kämpferisch. Zwar sind Salsa oder Reggaeton bekannter, doch schon lange davor gab es die Bomba, die Percussion, Gesang und Tanz vereint. Es war die Musik der Sklaven, und so trägt sie bis heute das afrokaribische Gedächtnis eines Volkes in sich, das viele
Wurzeln hat.
Die Bomba wurde lange stiefmütterlich behandelt, doch jetzt kehrt sie dank einer neuen, feministischen Generation ins Rampenlicht zurück. (3) Curaçao: Synthys Rindfleischeintopf Auf Curaçao besucht Synthy ihre Großmutter, um gemeinsam ein Gericht zuzubereiten, das von der Widerstandskraft ihrer Vorfahren zeugt. Für ihren Rindfleischeintopf braten die Frauen zunächst Gemüse an, geben das am Vortag eingelegte Fleisch hinzu und lassen das Ganze köcheln. Dazu servieren sie Reis mit Bohnen, Kochbananen und Avocado.
Das Fleisch ist unfassbar zart und schmeckt köstlich! (4) Vietnam: Eine antikoloniale Sprache In den 1930er Jahren war Hanoi die Hauptstadt von Französisch-Indochina. Auf der einen Seite die schicken europäischen Viertel, auf der anderen die ausgebeuteten Einheimischen, die die Kolonialmaschinerie am Laufen hielten. Die Gesellschaftsordnung schien festgefahren – bis ein Idealist auf dem Fahrrad begann, unterschiedslos mit allen in einer unbekannten Sprache zu sprechen … (Text: arte)