Stadt Land Kunst Folge 1669: Das ungeschönte Madagaskar von Nicolas Fargues\ / Die Ariège, Land der Utopie / Brasilien: Seokas Fisch mit Chili / Japan: Jagd auf Schwerter
Folge 1669
Das ungeschönte Madagaskar von Nicolas Fargues\ / Die Ariège, Land der Utopie / Brasilien: Seokas Fisch mit Chili / Japan: Jagd auf Schwerter
Folge 1669 (45 Min.)
(1): Das ungeschönte Madagaskar von Nicolas Fargues Im Jahr 2002 begab sich der Schriftsteller Nicolas Fargues in die madegassische Hafenstadt Antsiranana, wo ihn ein seltsames Déjà-vu erwartete. Nachdem ihn seine spitze Feder zuvor nach Indonesien geführt hatte, sollte der 32-jährige Weltenbummler auf dem afrikanischen Kontinent seinen vierten Roman „Rade Terminus“ schreiben. Aus dem Blickwinkel seines Protagonisten Philippe zeichnet Nicolas Fargues darin ein unbarmherziges Porträt der französischen Expats in Antsiranana, das früher Diego Suarez hieß und ein vergessenes Überbleibsel der Kolonialzeit war. (2): Die Ariège, Land der Utopie Die Ariège mit ihren einladend grünen Landschaften erstreckt sich südlich von Toulouse bis zur spanischen Grenze. Obwohl die Gebirgskette der Pyrenäen wie eine natürliche Barriere wirkt und die Region von Außenstehenden oft als abgeschieden und unzugänglich wahrgenommen wird, pflegen ihre Bewohner seit Jahrtausenden eine Kultur der
gegenseitigen Unterstützung und Solidarität. In der Vergangenheit wurde die Ariège zu einer Hochburg für Visionäre, die bereit waren, sich auf das Land einzulassen, und den Mut hatten, hier neue Formen des Zusammenlebens jenseits der üblichen Unterdrückungsmechanismen zu wagen. (3): Brasilien: Seokas Fisch mit Chili Im großen Gemeindehaus von Manaus bereitet Seoka eine lokale Spezialität zu: Quinhanpira. Dafür lässt sie den Fisch eineinhalb Stunden lang in Salzwasser köcheln, das sie zusätzlich mit Chilischoten gewürzt hat. Als weitere Zutaten kommen Maniokmehl und Ameisen hinzu. Traditionell wird Quinhanpira mit dünnen Maniokfladen gereicht und mit den Fingern gegessen. (4): Japan: Jagd auf Schwerter Die berühmten Katana-Schwerter sind seit Jahrhunderten der Stolz der japanischen Samurai. Um jeden Versuch einer Revolte der japanischen Schwertkämpfer im Keim zu ersticken, wurde im 16. Jahrhundert als besonders erniedrigende Maßnahme Jagd auf ihre Schwerter gemacht … (Text: arte)