unvollständige Folgenliste (Seite 59)

  • «Was, wenn Sie so reich wären, dass Sie keine einzige Stunde in Ihrem Leben arbeiten müssten? Was würden Sie mit Ihrer freien Zeit anfangen? Und was, wenn Sie zwar zur Arbeit gehen müssten, dort aber keine Aufgabe, sondern nur ein leerer Schreibtisch auf Sie warten würde?» Beide Szenarien mögen absurd klingen – und doch sind sie für manche Menschen Realität. Etwa für Armando Pizzoni Ardemani, Erbe einer italienischen Adelsfamilie, der sich um den Garten von Valsanzibio?kümmert, einen der bekanntesten und bedeutendsten Parks Italiens. Er mäht den Rasen, giesst die Blumen und schneidet eigenhändig die Hecken des Labyrinths, das als Herzstück des Gartens gilt. «Mein Vater wurde immer wütend auf mich, wenn er mich im Garten arbeiten sah», erzählt er. «Er fand, ich solle das jenen überlassen, die etwas davon verstehen.» Doch Nichtstun, das berühmte «dolce far niente», ist für Armando Pizzoni Ardemani keine Option, auch wenn er es sich problemlos leisten könnte: «Nichtstun … Das gibt es nur im Tod.» Für Meqdad Al-Kout?hingegen war das Nichtstun sechs Jahre lang Alltag. Al-Kout ist in Kuwait aufgewachsen, das aufgrund seiner Erdölvorkommen in den letzten Jahrzehnten zu immensem Reichtum gekommen ist. Die kuwaitische Verfassung garantiert jeder Bürgerin, jedem Bürger das Recht auf Arbeit. Das führt dazu, dass manchmal zwanzig Personen eine Arbeitsstelle besetzen, die eigentlich für eine einzige Person vorgesehen wäre. Das Resultat: zehrende Langeweile. «Lange Zeit habe ich meine innere Leere mit Essen gefüllt und meine Einsamkeit durch Videospiele kompensiert», erinnert Meqdad Al-Kout sich an die Zeit, als er offiziell als Übersetzer für ein Ministerium arbeitete, jedoch stundenlang in einem Keller sass, der eher an einen Lagerraum für Mitarbeitende als an ein Büro erinnerte. Mit «Work, Work, Work» taucht «SRF DOK» neben Italien und Kuwait auch ein in die Arbeitswelt von Südkorea und den USA. Filmemacher Erik Gandini interviewt eine junge südkoreanische Frau, die sich um ihren Vater sorgt, weil er sein Leben für seinen Beruf aufgegeben hat. Oder einen US-amerikanischen Coach, der Kurse gibt, die die Arbeitsmoral der Mitarbeitenden steigern sollen – und gleichzeitig sagt, dass es ein Fehler sei, anzunehmen, dass Arbeit Spass machen müsse. Was also ist der Sinn der Arbeit? Und wie wird sich dieser verändern, wenn Roboter und KI-Systeme immer mehr Arbeiten übernehmen und diese schneller und präziser ausführen können als Menschen? Wäre ein universelles Grundeinkommen – wie es etwa Tech-Unternehmer Elon Musk propagiert – eine mögliche Lösung? Doch ist eine Gesellschaft bereit, auch jene mitzufinanzieren, die offen zugeben, ihr Leben lieber am Strand oder im Club zu verbringen, statt an der Arbeit? Indem der Film in verschiedene Arbeits- und Lebenswelten eintaucht, wirft er Fragen auf, die letztlich alle betreffen: «Was bedeutet mir meine Arbeit? Und was ist ein glückliches, erfülltes Leben?» (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 28.04.2024 SRF 1
  • Julia Schramm hat die Kündigung bekommen – zusammen mit rund 730 anderen Mietenden. Ihre Siedlung in Zürich-Altstetten wird abgerissen, um einem Neubau Platz zu machen. Die Marketingberaterin weiss: Statt wie bisher 1500 Franken wird sie vermutlich mehr als doppelt so viel Miete zahlen müssen, wenn sie im Quartier bleiben will. Nirgendwo in der Stadt Zürich wurden zwischen 2013 und 2022 mehr Mieterinnen und Mieter verdrängt als im Quartier Altstetten, laut einer Studie der ETH Zürich. Julia Schramms Vermieterin ist die Halter AG. Die Erben von Bauunternehmer Wilhelm Halter besitzen mehrere dutzend Liegenschaften in Altstetten. Sie profitieren von in den letzten Jahrzehnten stark gestiegenen Bodenpreisen. Im Stadtparlament wird über preiswerte Wohnungen gestritten, die Immobilienkonzerne als Gegenleistung schaffen sollen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 22.01.2026 SRF 1
  • Rehe und ihre Kitze werden vom unwiderstehlichen Geruch von frischen Weinblättern aus dem Wald gelockt, einmal, um die Blätter zu fressen, dann ein zweites Mal, um die süssen Trauben zu verzehren. Marienkäfer schützen die Reben vor Blattläusen, denn sie fressen bis zu fünfzig Stück dieser kleinen Tiere pro Tag – sofern sie selbst den Angriffen der Ameisen entkommen können! Im Universum der Weingärten leben Jäger und Gejagte auf engstem Raum miteinander. Im Frühling spielen junge Kaninchen und Baby-Füchse miteinander, aber im Sommer wird das Spiel zu einer erbarmungslosen Jagd. Bussarde beäugen Feldhamster und Mäuse. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 08.08.2021 SRF 1
  • Der Frühling kann eine Herausforderung sein, aber vielen Tieren bietet er den perfekten Start ins Leben. Wenn im Frühling die Kraft der Sonne zunimmt, erwacht die Tier- und Pflanzenwelt zu neuem Leben. Es ist eine arbeitsintensive Zeit für die Tiere: Es gilt, neue Energie zu tanken und für Nachwuchs zu sorgen. Aber für viele ist schon das Aufstehen eine Herausforderung. In den Bergen von Alaska wachen zu Frühlingsbeginn zigtausend Grizzlybären auf und verlassen schwerfällig ihre Höhlen. Sie haben die härteste Zeit des Winters verschlafen. Ein winziges Lebewesen in Mexiko erlebt das Frühlingserwachen von wahrhaft gigantischen Ausmassen. Die Bäume in den Wäldern der bergigen Sierra Madre sind über und über mit Monarchfaltern behangen. Sie haben den Winter schlafend verbracht, eng aneinandergeschmiegt, um sich zu wärmen. Es sind Abermillionen. Wenn die Sonne ihre Körper auf über 13 Grad erwärmt hat, fangen sie an zu fliegen. Über Hundertmillionen steigen gleichzeitig in die Luft auf. Die Kirschbaumblüte in Japan ist eines der spektakulärsten Frühlingsereignisse auf der Welt. Die Bäume müssen Insekten anlocken, um ihren Blütenstaub zu verbreiten. Und da sie nur ein paar Tage lang fruchtbar sind, blühen sie alle zur gleichen Zeit und bieten ein prächtiges Schauspiel. (Text: SRF)
  • In einem Waldgebiet in Minnesota sind 40’000 Honigbienen eines Bienenvolks fleissig bei der Arbeit. Der im Sommer gesammelte Honig wird gelagert und bringt sie über den Winter. Jede Biene produziert in ihrem Leben etwa einen Zwölftel-Teelöffel Honig. Um die schlimmste Sommerhitze zu überstehen, reicht es manchmal aus, ihr Ende abzuwarten. Manchmal muss man sich aber auch holen, was man braucht. Für die grössten Schätze des Sommers legen einige Tiere Tausende von Kilometern zurück, sie ziehen buchstäblich bis ans Ende der Welt. Millionen Dunkler Sturmtaucher aus Neuseeland unternehmen eine weite Reise, um ihren Nachwuchs in Alaska grosszuziehen. Denn das Meer ist dort im Sommer sehr fischreich. Buckelwale schwimmen von Hawaii aus mehr als 5000 Kilometer, um den Sommer in denselben nahrungsreichen Gewässern bei Alaska zu verbringen. Es ist die weiteste Säugetierwanderung der Welt. In den warmen Gewässern vor Nordaustralien versammeln sich im Hochsommer mehr als 20’000 weibliche grüne Meeresschildkröten. Sie kehren an den Strand ihrer Geburt zurück. Ihr Weg hierher war womöglich über 2000 Kilometer lang. Sobald ideale Bruttemperaturen herrschen, gehen sie an Land. Bei Anbruch der Nacht drängeln sie sich im warmen Sand, um einen Platz für ihr Gelege zu finden. Jede Schildkröte legt hundert Eier oder mehr. Ihren Nachwuchs werden die Mütter nie sehen, denn bei Tagesanbruch kehren sie ins Meer zurück. Das Brutgeschäft überlassen sie dem warmen Sand. (Text: SRF)
  • Die Menschen besitzen vielleicht das komplexeste Gehirn aller Lebewesen, doch sie haben nahe Verwandte in der Tierwelt, die ihnen fast das Wasser reichen können: die Menschenaffen, zu denen Gorillas, Orang-Utans und Schimpansen gehören. Die Dokumentation untersucht, welche Auswirkungen die Entwicklung ihrer verschiedenen Gehirnareale auf ihre Anatomie, ihren Einfallsreichtum und ihr Sozialverhalten hat. Denn die drei Faktoren sind massgeblich für den Erfolg dieser Tiergruppe verantwortlich. Ob es der geschickte Einsatz von selbst gefertigtem Werkzeug ist oder das aussergewöhnlich empathische Verhalten im Gruppenverband einiger Affenarten – die Menschenaffen gehören definitiv zu den intelligentesten Tieren des Planeten. (Text: SRF)
  • Bären sind wahre Meister der Anpassung, denn sie finden immer die hochwertigste und ergiebigste Nahrung an den unwahrscheinlichsten Orten, wo andere nicht einmal suchen würden. Ihre Findigkeit bei der Nahrungssuche basiert auf drei wesentlichen Faktoren: einer aussergewöhnlichen Anatomie, unglaublicher Intelligenz und einem erstaunlich effektiven Zusammenspiel ihrer körperlichen Funktionen. Die Dokumentation zeigt die einzigartigen Tiere in facettenreichen Lebensräumen, etwa dem indischen Dschungel, den mit starken Schwankungen einhergehenden Jahreszeiten der nordamerikanischen Bergwelt, den chinesischen Bambuswäldern und – natürlich – der Arktis. (Text: SRF)
  • Diese Dokumentation wirft ein ganz neues Licht auf eine ganz besondere Gruppe von Tieren, die sich von allen anderen abhebt. Delfine tummeln sich in fast allen Unterwasserwelten des Blauen Planeten – egal ob tropische Gewässer, trübe Lagunen oder eisige Polarmeere. Keine andere Meeressäugerfamilie ist so verbreitet wie sie. Und für diesen Erfolg gibt es einen Grund: Delfine sind nicht nur in der Lage, komplexe Aufgaben zu lösen – sie arbeiten auf ungewöhnliche Art zusammen und verfolgen dabei ein gemeinsames Ziel. Und sie können Gefühle wahrnehmen, eine Fähigkeit, die bisher nur Menschen oder Menschenaffen zugestanden wurde. Deshalb gehören Delfine zu den echten Superhirnen des Tierreichs. (Text: SRF)
  • Pinguine wirken auf den ersten Blick tollpatschig und ungeschickt. Beobachtet man sie jedoch in ihren speziellen Lebensräumen, wird es schnell deutlich: Die drolligen Vögel sind echte Überlebenskünstler. Ob undurchdringliche Wälder, tropische Gewässer, geschäftige Städte oder eine der unwirtlichsten Klimazonen der Welt: Wo andere Tiere ums nackte Überleben kämpfen, blühen die Pinguine erst richtig auf – denn ihre Anatomie hat sich perfekt an die extremen Lebensbedingungen angepasst, in denen sie zu Hause sind. Die Dokumentation beleuchtet die verblüffenden Fertigkeiten, die ihnen das Überleben sichern. (Text: SRF)
  • Das macht sie zu den Königen des Dschungels. Doch wie gelingt es den Grosskatzen eigentlich, so unangefochten zu herrschen? Dieser Film geht den erstaunlichen Details auf den Grund, die die Raubkatzen entwickelt haben, um ihren Lebensraum zu dominieren. Kraft und Schnelligkeit sind bei der Jagd unverzichtbar. Entscheidend sind erstaunliche Details, die die Raubkatzen entwickelt haben. Das erkennt man beispielsweise an den drei Jagdphasen jeder Raubkatze: Pirschen, reissen und töten. (Text: SRF)
  • Raubvögel sind zu Recht gefürchtet: Sie jagen mit effektiv eingesetzter Kraft, unerreichter Schnelligkeit und beispielloser Präzision. Diese Fähigkeiten unterscheiden sie von allen anderen Vögeln und machen sie zu den Herrschern der Lüfte. Doch welche anatomischen Besonderheiten sind erforderlich, um einen Lebensraum so zu dominieren, wie es den Raubvögeln gelingt? Ob es die kräftigen, gekrümmten Klauen mancher Greifvögel sind oder ihr ultraleichtes, direkt mit dem Atmungssystem verbundenen Skelett – Raubvögel sind für die in ihrem speziellen Lebensraum erforderliche Jagd immer perfekt ausgerüstet. Das macht sie unbesiegbar – und zu einem Wunder der Tierwelt. (Text: SRF)
  • Diese Dokumentation zeigt skurrile Geschöpfe, vom Aussterben bedrohte Tiere sowie Kreaturen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten – perfekt an ihre Umwelt angepasst und mit ausgeklügelten Überlebensstrategien ausgestattet. Mehr als die Hälfte Australiens ist von Wüste bedeckt. Im Januar und Februar, zur wärmsten Zeit des Jahres, können die Temperaturen hier auf weit über 45 Grad Celsius steigen. Es ist ein Paradies für Reptilien. Für den Dornteufel zum Beispiel, eine kleine, vollständig mit Dornen gespickte Echse, die nicht viel Wasser zum Überleben braucht, oder für den Riesenwaran, mit zwei Metern Länge die grösste Echse Australiens. Aber auch Säugetiere – wie die berühmten Kängurus und Koalas oder eierlegende Säugetiere und extrem giftige Insekten – können sich in diesem extremen Klima behaupten. (Text: SRF)
  • Im Mittelpunkt stehen die Merkmale und faszinierenden Fähigkeiten dieser Insekten. Schmetterlinge haben vier wichtige Entwicklungsphasen: vom Ei über die Raupe und Puppe bis zum fertigen Falter. Speziell die Metamorphose von der Puppe zum Schmetterling ist eines der grössten Rätsel der Natur ? die Forscher kennen noch immer nicht alle Details. Heute gibt es weltweit rund 20’000 verschiedene Schmetterlingsarten. Fast jede zeigt ein charakteristisches Erscheinungsbild, das in erster Linie von den unterschiedlichen Färbungen und Zeichnungen der Flügel geprägt ist. Egal ob Ei, Raupe, Puppe oder Falter: In jedem Stadium sind sie ein gefundenes Fressen für Vögel, Reptilien oder kleine Säugetiere. Doch die Schmetterlinge schlagen mit ihren eigenen Waffen zurück ? sie haben im Laufe der Evolution raffinierte Verteidigungsstrategien entwickelt. Die Dreharbeiten zu diesem Film waren eine ganz besondere Herausforderung. Wenn sich Schmetterlinge in die Luft schwingen, flattern sie scheinbar zufällig, hektisch und ziellos durch die Gegend. Dabei stösst man mit normalen Kameras rasch an Grenzen. Um die Schmetterlinge zu verlangsamen, hat das Filmteam deshalb modernste UHD-Phantom-Highspeed-Kameras verwendet. In Superzeitlupe wird jeder Flügelschlag und jedes Flugmanöver festgehalten ? und das Leben der Schmetterlinge erstmals bis ins Detail sichtbar. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere SRF 1
  • In der Schweiz findet die Ehe für alle zunehmende Unterstützung. Heute können homosexuelle Paare in der Schweiz noch nicht offiziell heiraten, nur ihre Partnerschaft rechtlich eintragen lassen. Sie dürfen nach wie vor keine Kinder bekommen oder gemeinsam adoptieren. Dennoch haben viele von ihnen Wege gefunden, trotzdem Eltern zu werden. Offiziell gibt es in der Schweiz 21’000 Haushalte mit gleichgeschlechtlichen Paaren, in mindestens 1200 davon sollen ein oder mehrere Kinder leben. Statistisch gesehen mag es sich um ein Randphänomen handeln, doch gesellschaftlich und kulturell ist es von Bedeutung, denn es bringt das traditionelle Familienbild ins Wanken. Wie entwickelt sich ein Junge oder ein Mädchen, das mit zwei Müttern oder zwei Vätern aufwächst? Welche Fragen haben sich die Partner gleichen Geschlechts gestellt, bevor sie sich auf das Abenteuer einliessen? Und wie reagierten ihre Angehörigen auf die Ankunft dieser Kinder? Die gleichgeschlechtlichen Paare Claire und Sophie, Nicole und Christine, Christophe und Brian erzählen von ihrem Familienleben, das dem von Heterosexuellen gar nicht so unähnlich ist. Und die Kinder schildern, was in ihren Augen eine völlig normale Situation ist. «DOK» begleitet die beiden Waadtländer Patrick und Jérôme nach Arizona, zu ihrem Treffen mit ihrer Leihmutter, einer Frau, die ihre Familie möglich gemacht hat. Ihre Babys sind gerade geboren, die beiden Väter sind die glücklichsten Männer der Welt. (Text: SRF)
  • 1911 schloss sich der junge Basler Xavier Mertz der legendären Expedition des Australiers Douglas Mawson an, die die Küste der Ostantarktis erforschen wollte. Als erster Schweizer setzte Mertz einen Fuss in diese menschenfeindliche Gegend, doch er bezahlte einen hohen Preis dafür. An sein tragisches Schicksal erinnert nur noch ein antarktischer Gletscher, der seinen Namen trägt. Im Film versucht nun sein Biograph an den Ort zu gelangen, an dem Mertz die letzten Monate seines Lebens verbracht hat. Auch gut 100 Jahre später wird dabei deutlich: Hier hat die Natur das Sagen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mo. 21.09.2020 SRF 1
  • Die Biber drängen aus ihrem Bau und füllen sich die Bäuche mit dem jungen Grün. Ein Bisonkalb wagt seine ersten wackeligen Schritte, und die Grizzlybären-Jungen kommen aus ihrer Höhle, um diese grüne neue Welt zu erkunden. Doch der Frühling ist auch eine gefährliche Zeit. Und die Wölfe sind nach den kargen Mahlzeiten im Winter halb verhungert und auf Beute aus. Die steigenden Temperaturen lassen den Schnee auf den Berghängen schmelzen, und die Flüsse verwandeln sich in reissende Ströme. Nur die Stärksten überleben. (Text: SRF)
  • Eine Biberkolonie ist gezwungen, in ein neues Zuhause umzuziehen, da ihr Fluss ausgetrocknet ist. Werden die erst 10 Wochen alten Jungen das überleben? Um der Hitze zu entkommen, sind viele Beutetiere in höhere Lagen gezogen, und die Wölfe müssen all ihre List anwenden, um ihre Welpen dennoch satt zu bekommen. Im Hochsommer droht ausserdem eine weitere Gefahr: Waldbrände geraten außer Kontrolle und bedrohen eine Bartkauzfamlie. (Text: SRF)
  • Kaum irgendwo auf der Welt sind die Winter so hart wie im Yellowstone Nationalpark. Und dieses Jahr ist er besonders heftig. Ein Grizzlybär wacht zu früh aus dem Winterschlaf auf und verlässt seine Höhle. Hat er damit einen tödlichen Fehler begangen? Für ein Rudel hungriger Wölfe erweist sich die ungewöhnlich dicke Schneeschicht bei der Jagd zu ihrem Vorteil. Die Wapitis, auf die sies abgesehen haben, kämpfen sich mit grosser Mühe durch die Schneeverwehungen und sind geschwächt. Amerikanische Bisons entstammen der Eiszeit und überwintern im Yellowstone Nationalpark schon seit Jahrtausenden. Doch auch sie warten verzweifelt auf das Tauwetter. Der Bartkauz dagegen hat durch den hartgefrorenen Schnee Schwierigkeiten, an Nahrung heranzukommen. Und damit wird auch seine Partnersuche auf die Probe gestellt. Viele andere Tierwarten vermeiden die Herausforderungen des Winters. Stattdessen halten sie Winterschlaf oder wandern in wärmere Regionen. Doch eine Tierart scheint diese Kälte regelrecht zu geniessen. Nordamerikanische Fischotter sind den ganzen Winter über aktiv. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere 2019
  • Die südöstliche Provinz erstreckt sich über mehrere verschiedene Ökosysteme – von kalten Klimazonen bis zu tropischen Regenwäldern. Dementsprechend variieren auch ihre Bewohnenden. In den Bergen Yunnans sind beispielsweise Schwarze Stumpfnasen beheimatet, eine stark vom Aussterben bedrohte Primatenart. Und während im Dschungel asiatische Elefanten umherstreifen, beherbergen die Bambuswälder den ebenfalls gefährdeten Kleinen Panda, ein Marderverwandter, der auch unter dem Namen Roter Panda bekannt ist. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 02.05.2021 SRF 1
  • «Z’Alp» zeigt, welchen Belastungsproben die Bauern beim alljährlichen Umzug der Herden ausgesetzt sind – von den Vorbereitungen bis zur Auffuhr. Die harte Arbeit dafür beginnt nach dem Winter damit, tagelang den Weg zu räumen. Wer sich für das Alpleben entschieden hat, muss sich der Natur anpassen. Manche legen beim Aufzug 30 Kilometer und 1800 Höhenmeter zurück – mit 1000 Schafen oder 100 Kühen und Geissen ein Kraftakt. Stirbt jemand in der Familie, werden die Glocken der Tiere zu Hause gelassen. (Text: SRF)
  • Wohl jeder hat schon eimal seine Bordkarte selbst ausgedruckt, sein Gepäck selbst aufgegeben, mühevoll selbst Möbel aufgebaut oder sich mit einer Selbstbedienungskasse herumgeschlagen. Und wohl jeder hat sich schon einmal gefragt, wer hier eigentlich wen bezahlen sollte für die getane Arbeit. Die Dokumentarfilmerin Cosima Dannoritzer ist um die Welt gereist und zeigt, wie Zeit zu einem Marktwert wurde, wie die tickende Uhr die Macht über unser Arbeits- und Privatleben übernommen hat. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde im Zuge der Industrialisierung die Stempeluhr erfunden – der Beginn von Produktivitätssteigerung und Optimierung von Arbeitsprozessen. 1912 legte das Pariser Observatorium die Universalzeit für die ganze Welt fest. Seitdem gibt sie immer mehr den Takt vor. Um Zeit zu sparen, reduzierte eine Firma der Geflügelindustrie in den USA die Toilettenpausen ihrer Arbeiter auf sieben Minuten pro Tag. In Japan sind 40 Prozent der Japaner von einem Burn-out betroffen; Suizide häufen sich. Dabei hatte der gesellschaftliche Druck, immer mehr zu arbeiten und infolgedessen überhaupt keinen Urlaub mehr zu nehmen, so verheerende ökonomische Folgen, dass die Regierung gegensteuerte. In Frankreich ermöglicht das Mathys-Gesetz, Kollegen einen Teil seiner Urlaubstage zu spenden, wenn diese schwerkranke Angehörige betreuen. Ihnen wird mehr Zeit für ihre Familie geschenkt. Im Laufe eines Jahrhunderts ist Zeit zu Geld geworden – eine Folge des Kapitalismus und der Globalisierung. Der Dokumentarfilm beschreibt diese Entwicklung: von der Einrichtung von Zeitzonen im 19. Jahrhundert bis hin zu unserer modernen Gesellschaft, in der viele meinen, Auszeiten könnten vor allem der Produktivität schaden. (Text: SRF)
  • «Zucker macht süchtig, denn Zucker aktiviert im Hirn die gleichen Rezeptoren wie andere Drogen», sagt die Basler Ärztin Bettina Wölnerhanssen. Darum sei es auch so schwierig, Eigenverantwortung zu übernehmen, und den eigenen Zuckerkonsum zu reduzieren. Wir alle lieben Süsses. Auch die Familie Rechsteiner mit drei Kindern im Teenageralter aus Döttingen ist der süssen Verführung nicht abgeneigt. Allerdings will die Familie nun herausfinden, was der Zuckerkonsum bei ihnen bewirkt, und lässt sich auf einen Versuch ein: Alle fünf Familienmitglieder wollen einen ganzen Monat lang auf Lebensmittel mit zugefügtem Zucker verzichten. Das ist einfacher gesagt als getan. Denn in vier von fünf Lebensmitteln versteckt sich zugefügter Zucker. Selbst in solchen, die gar nicht besonders süss schmecken. In der Schweiz ist jedes sechste Kind zu dick. Eine halbe Million Schweizerinnen und Schweizer leiden an Diabetes. Vielen Menschen ist zu wenig bewusst, dass sie Zucker aus gesundheitlichen Überlegungen meiden oder nur in geringen Mengen konsumieren sollten. Eine staatlich verordnete Zuckerreduktion stösst auf wenig Akzeptanz: 2019 wurde die Einführung einer Zuckersteuer von den eidgenössischen Räten abgelehnt. In England hingegen hat man das Problem erkannt und reagiert. Mit der Einführung einer happigen Zuckersteuer konnte dort der Zuckergehalt in Süssgetränken massiv gesenkt werden. Heute enthält beispielsweise eine Orangenlimonade in London nur noch halb so viel Zucker wie eine Limonade derselben Marke in Zürich oder Genf. Erwachsenen Menschen empfiehlt die Weltgesundheits-Organisation nicht mehr als 50 Gramm Zucker pro Tag. Für Kinder die Hälfte. In der Schweiz sind wir mit der doppelten Zuckermenge alarmierend weit von den WHO-Richtwerten entfernt. Die Politik macht wenig Druck auf die Nahrungsmittelproduzenten. Sie setzt auf die Eigenverantwortung der Konsumentinnen und Konsumenten. Wie schwierig das ist, musste auch Familie Rechsteiner feststellen. (Text: SRF)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 12.05.2021 3satOriginal-TV-Premiere Do. 14.01.2021 SRF 1
  • Alegra schwingend über dem Ozean
    Vor 25 Jahren stachen die Eltern in See, um Feldforschung in den entlegensten Regionen der Welt zu betreiben und die nächste Generation für die Natur zu begeistern. Unterwegs kamen ihre sechs Kinder zur Welt, alle geboren in einem anderen Winkel der Erde. Auf 20 Quadratmetern Wohnraum verbringen sie 24 Stunden zusammen, sieben Tage die Woche. Jedes Familienmitglied spielt eine wichtige Rolle in diesem eingespielten Gespann. Nur so funktioniert das System. Doch das Heranwachsen der Kinder bringt neue Herausforderungen und Zweifel. Die Filmemacherin begleitete die Familie Schwörer sieben Jahre lang und dokumentierte, wie die Schwörers und ihre sechs Kinder konventionelle Normen von Erziehung, Bildung, Heimat und Sicherheit infrage stellen. Bis ein Sturm sie zwingt, ihre Lebensentscheidungen und Familienkonstellation zu überdenken. Erstausstrahlung: 03.04.2026 (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Fr. 03.04.2026 SRF 1
  • 2024 wurde zu einem energiepolitischen Schicksalsjahr für die Schweiz: Atomkraft soll keine Technologie der Vergangenheit sein, von der wir uns endgültig verabschieden, sondern wieder eine Option für die Zukunft darstellen. So will es Albert Rösti – und mit ihm die Mehrheit des Bundesrates. «DOK» hat Rösti durch dieses Jahr begleitet und fragt: Welche Chancen haben seine Pläne für die Energiezukunft der Schweiz? Politikwissenschaftler Michael Hermann sagt, Rösti könne damit durchaus eine Mehrheit finden. Die vergangenen Jahrzehnte hätten nämlich gezeigt, dass die Einstellung der Bevölkerung zu Atomkraft massgeblich von äusseren Ereignissen abhänge: Ein Ereignis wie Tschernobyl oder Fukushima führe zu Skepsis und Ablehnung, diese gerate aber schnell wieder in den Hintergrund, wenn es längere Zeit kein solches Unglück mehr gebe. DOK über die Neuausrichtung der Schweizer Energiepolitik. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 12.12.2024 SRF 1
  • Im Gegensatz zur UBS überstand die Credit Suisse die Finanzkrise ohne staatliche Unterstützung. Doch dann sanken ihre Erträge, mit ihrer viel zu grossen Investmentbank geriet die CS ins Hintertreffen. Führungs- und Strategiewechsel brachten die Bank nicht zur Ruhe, Skandale häuften sich, Verluste waren schmerzhaft. Im Film blicken ehemalige Führungskräfte auf die turbulenten Jahre zurück. Wie kam es so weit, dass am 19. März 2023 die Spitzen von Nationalbank, Finma und Bundesrat die Übernahme der CS durch die UBS verkündeten? Warum wählten sie diesen Weg, von dem heute viele sagen, dass er der UBS ein Schnäppchen ermöglichte? Und: Wie geht es weiter in der Schweiz mit nur einer Grossbank – was bedeutet es für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, wenn die neue UBS ins Straucheln gerät? Die Geschichte der Credit Suisse ist noch nicht fertig erzählt. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 13.03.2025 SRF 1

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