2026

  • Folge 456 (45 Min.)
    Logo ‚planet e‘ – Bild: Superblak /​ ZDF
    Logo ‚planet e‘
    Die Ozeane am Wendepunkt: Meeresschutz gewinnt weltweit an Bedeutung, doch die Ausbeutung der Weltmeere schreitet trotzdem weiter voran. Besonders betroffen: Wale, Haie und Delfine. Zwischen ökologischer Verantwortung, wirtschaftlicher Not und politischer Realität entsteht ein globaler Konflikt, der sich in vielen Regionen der Welt zuspitzt. Die Dokumentation „planet e.: Delfine, Wale und Haie im Visier“ begleitet zwei investigative Reporter bei einer internationalen Recherche. Ihre Mission ist es, die lebensbedrohliche Situation vieler Meeresbewohner sichtbar zu machen – und zugleich die Perspektiven der Menschen zu zeigen, deren Existenz eng mit diesen Tieren verknüpft ist. Die Reise führt nach Senegal, Spanien und Norwegen. Drei Schauplätze, an denen sich die globale Krise der Meere exemplarisch beobachten lässt. Im Senegal verfolgt Reporter Michael Nieberg Praktiken, die meist im Verborgenen stattfinden: den Fang von Delfinen. Viele Fischer betrachten ihn als letzte Überlebensstrategie angesichts leergefischter Küstengewässer und zunehmender ökonomischer Belastung. Gleichzeitig gehören Delfine zu den wichtigsten Schlüsselarten des Ozeans. Ihr Rückgang destabilisiert Nahrungsketten – mit langfristigen Folgen auch für die Küstengemeinden, die heute von ihrem Fang abhängig sind. In Spanien dokumentiert das Team den Umgang mit Haien. Trotz wachsender internationaler Bemühungen, die bedrohten Arten zu schützen, werden jährlich weiterhin Millionen Haie gefangen. Für Teile der Fischerei ist der Handel mit ihnen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, während Wissenschaftler eindringlich vor den Konsequenzen warnen. Ohne Haie verlieren Meere ihre regulatorischen Spitzenprädatoren – ein Dominoeffekt, der die Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringt und sich direkt auf die Zukunft der Fischerei auswirkt. Ein besonders exklusiver Einblick gelingt in Norwegen, wo die Reporter einen Walfänger auf offener See begleiten. Der traditionelle Walfang wird dort bis heute als legitime Einkommensquelle verteidigt, steht jedoch international unter scharfer Kritik. Wale spielen eine entscheidende Rolle im globalen Klimasystem: Sie fördern das Wachstum von Phytoplankton, das enorme Mengen CO₂ bindet, und tragen damit wesentlich zur Gesundheit der Ozeane bei. Der Film zeigt, wie eng menschliche Existenzen, ökologische Verantwortung und politische Entscheidungen miteinander verwoben sind – und stellt die zentrale Frage, wie Lösungen aussehen können, die sowohl die Meere bewahren als auch den Menschen eine Zukunft ermöglichen. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 13.03.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 15.03.2026 ZDF
  • Folge 457 (45 Min.)
    Energiewende: Wer trägt die Kosten? Wer profitiert?
    Wir stecken mitten in der Energiewende. Lange ging es nur um den Ausbau erneuerbarer Energien. Jetzt schiebt sich eine andere Frage in den Vordergrund: Wer zahlt den Preis dafür? Daten zeigen: Die Zustimmung zur Transformation sinkt besonders bei Haushalten, die unter Kostendruck stehen. Viele spüren es an ihrer Strom- und Heizrechnung: Der Umbau zur Klimaneutralität wird maßgeblich durch private Haushalte finanziert. Die Energiewende ist die Hauptursache, warum Deutschland aktuell den höchsten Strompreis in Europa hat – ein Problem für Unternehmen und Verbraucher. Für viele ist das inzwischen sogar die neue soziale Frage. „Transformationen haben Verteilungseffekte“, erklärt Andreas Goldthau von der Willy Brandt School of Public Policy in Erfurt, „es gibt Verlierer und es gibt Gewinner. Und Verlierer sollten nicht alleine dastehen, und Gewinner sollten nicht alles abschöpfen. Der Wohlfahrtsstaat hat eine wichtige Rolle zu spielen. Und all das muss zusammengreifen, sonst gelingt die Wende nicht.“ Die Doku zeigt mit exklusiven Berechnungen der Hochschule Bochum am Beispiel von drei Haushalten: Der CO2-Preis trifft besonders Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen, die nicht einfach auf E-Auto oder selbst produzierten Solarstrom umsteigen können. Brigitte Knopf vom Berliner Thinktank Zukunft KlimaSozial kritisiert eine „Förderpolitik mit der Gießkanne“ wie beispielsweise beim bisherigen Umweltbonus für Elektroautos, „wo wir dann gesehen haben, dass obere Einkommen viel mehr davon profitiert haben.“ Eine Untersuchung von Brigitte Knopf macht klar, dass vor allem Haushalte mit Eigenheim und höherem Einkommen, die in nachhaltige Technologien wie Wärmepumpe oder Solardach investieren können, Zuschüsse bekommen haben. Lediglich rund 14 Prozent der Ausgaben hatten explizit einen sozialen Fokus. Die Doku sucht nach Lösungsansätzen und schaut sich an Beispielhaushalten an, wie eine Umverteilung der Lasten aussehen könnte. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 10.04.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 19.04.2026 ZDF
    Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 12.04.2026
  • Folge 458 (43 Min.)
    Für den Ornithologen Bernd Petri ist es keine Überraschung, dass Störche auch im Winter in Deutschland bleiben: „Das warme Klima ist für die Störche gut, weil die Böden ‚stocherfähig‘ sind. Da kann der Storch immer genug Nahrung finden, wie Würmer zum Beispiel. Zusätzlich hat er im Winter offene Mülldeponien.“
    Der Storch ist zurück. Einst war er selten, jetzt breitet er sich immer mehr aus. Das birgt Konflikte: Der Glücksbringer wird auch mal zur Nervensäge. Früher machten sich die Naturschützer Sorgen um den Storch, jetzt ist er eine Erfolgsgeschichte. Heute geht es den Vögeln gut. Einige überwintern sogar bei uns. In vielen Regionen Deutschlands sind die Störche zurückgekehrt. Die Bestände wachsen kontinuierlich. Doch gerade in der Nähe von Dörfern oder Siedlungen gibt es immer wieder Probleme. Denn manche – vor allem junge – Störche haben auch eine rabiate Seite. Sie hacken auf Autos ein oder attackieren Fenster. Der Grund: Ihr Spiegelbild halten sie für einen Kontrahenten, der bekämpft werden muss. In Burgdorf in Niedersachsen ist zur Zeit Storch „Hans-Werner“ unterwegs. Anwohnerin Celina und ihre Familie beobachten und filmen, was der Storch so treibt. Celina meint: „In der Paarungszeit wird er richtig aktiv, das alles hier ist sein Gebiet, das verteidigt er auch.“ Die junge Familie mag es, den Storch zu beobachten. Eine Nachbarin findet „Hans-Werner“ nicht so lustig: „Jeder sagt, ach, ist der niedlich. Aber wenn der hier die Autos demoliert und gegen die Fenster klopft, ist das schon heftig.“ Hinzu kommt: Storchennester blockieren Dächer und Schornsteine. Zum Ärger einiger Bewohner. Auch auf Strommasten bauen sie gerne. Mit Folgen: Immer wieder sorgen die Nester für Probleme mit der Statik, verursachen Kurzschlüsse und sogar Brände. Für die Störche kann das tödlich enden, Stromschläge sind keine Seltenheit. Die Nester müssen oft aufwendig entfernt werden. „Wenn man nichts tut und die Störche hier immer weiter brüten, gefährdet das die Stromversorgung. Dann sind bald nicht mehr 20, sondern 40 Masten mit Nestern besetzt und irgendwann dann das gesamte Netz. Das wäre eine Katastrophe“, sagt Bernd Petri, der Sprecher Weißstorchschutz vom NABU. Vor 40 Jahren war der Weißstorch in Deutschland fast ausgestorben, es gab nur noch 3000 Paare bundesweit. Im Jahr 2024 geht der NABU von 13.000 Storchenpaaren aus. Ein Hot-Spot: das hessische Büttelborn. Bis zu 500 Störche verweilen hier. Der deutliche Zuwachs wird hauptsächlich auf ein verändertes Zugverhalten zurückgeführt. Viele Störche fliegen nicht mehr bis nach Afrika, sondern überwintern in Spanien, Frankreich und zunehmend auch in Deutschland. Experten führen dies auf mildere Winter und ein verbessertes Nahrungsangebot zurück, dazu gehören auch offene Mülldeponien. Für den Ornithologen Bernd Petri ist es keine Überraschung, dass Störche auch im Winter in Deutschland bleiben: „Das warme Klima ist für die Störche gut, weil die Böden „stocherfähig“ sind. Da kann der Storch immer genug Nahrung finden, wie Würmer zum Beispiel. Zusätzlich hat er im Winter offene Mülldeponien. Die sind für ihn immer verfügbar, als „Fast-Food-Stellen“. Es geht für den Storch immer um Nahrungsverfügbarkeit, da zieht er hin. Kalte Temperaturen machen ihm selbst eigentlich nichts aus.“ Maßnahmen wie die Renaturierung von Feuchtwiesen und Schutzstationen helfen dem Storch zusätzlich. Die Dokumentation zeigt, wie skurril sich manche Störche verhalten, wie Anwohner mit ihnen umgehen und warum die wachsenden Bestände – neben manchem Ärger – auch ein Grund zur Freude sind. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 10.07.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 12.07.2026 ZDF
  • Folge 459 (45 Min.)
    Wachsende Spannungen im urbanen Raum: Möwen und Tauben geraten zunehmend in Konflikt mit Menschen – die Ursachen liegen oft näher, als es auf den ersten Blick scheint. Im städtischen Alltag rücken Mensch und Tier immer näher zusammen. Möwen verteidigen ihre Brut, Tauben kämpfen ums Überleben – und vieles davon ist menschengemacht. Ein eindringlicher Blick auf Ursachen, Vorurteile und mögliche Lösungen. Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit, ein Fischbrötchen zu nah am Gesicht – und schon schießt eine Möwe im Flug herab, entreißt die Beute und lässt überraschte manchmal verärgerte Touristen zurück. Was vielerorts als dreiste Attacke wahrgenommen wird, ist in Wahrheit Teil eines komplexen Zusammenlebens von Mensch und Tier, das zunehmend aus dem Gleichgewicht gerät. In Städten und Küstenregionen verdichten sich die Begegnungen zwischen Menschen und Vögeln wie nie zuvor. Möwen haben gelernt, menschliche Lebensräume gezielt als Nahrungsquelle zu nutzen. Besonders während der Brutzeit zeigen sie ein ausgeprägtes Verteidigungsverhalten: Sie reagieren sensibel auf Annäherung und wirken dadurch oft aggressiver, als sie tatsächlich sind. Gleichzeitig tragen offene Essensreste, achtloses Füttern und ein Überangebot an Nahrung dazu bei, dass solche Situationen überhaupt erst entstehen. Parallel dazu prägt ein anderes Stadtbild den Alltag: Tauben, oft unbeachtet oder abgelehnt, bewegen sich wie selbstverständlich durch Bahnhöfe, Plätze und Innenstädte. Ihr Ruf ist schlecht, geprägt von Vorurteilen und dem abwertenden Bild der „Ratten der Lüfte“. Dabei handelt es sich um eine Tierart, deren Geschichte untrennbar mit dem Menschen verbunden ist. Über Jahrhunderte hinweg als Nutz- und Brieftauben gezüchtet, haben sie sich an die Strukturen angepasst und behaupten sich heute unter oft schwierigen Bedingungen. Ihre Präsenz ist kein Zufall, sondern das Ergebnis menschlicher Einflussnahme. In eindrücklichen Bildern und mit fundierten Einordnungen entsteht ein vielschichtiges Porträt urbaner Tierwelten. Konkrete Hinweise zum Umgang im Alltag zeigen, wie sich Begegnungen entschärfen lassen, ohne zusätzlichen Stress für die Tiere zu schaffen. So eröffnet sich ein Perspektivwechsel: weg von Zuschreibungen und Schuldfragen, hin zu einem besseren Verständnis der Dynamiken, die das Zusammenleben in unseren Städten bestimmen. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 17.07.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 19.07.2026 ZDF
  • Folge 460 (45 Min.)
    Die Dokumentation zeigt, wie Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und politische Interessen miteinander verwoben sind und warum die Antworten auf die Klimakrise so unterschiedlich ausfallen. Zur COP31 beleuchtet die ZDF-Dokumentation, welche Herausforderungen die Klimakrise in Äthiopien, Indien und Deutschland mit sich bringt.
    Deutschland, Indien, Äthiopien – drei Länder, drei Ausgangslagen, dieselbe Herausforderung: Klimawandel. Und doch könnten die Strategien unterschiedlicher kaum sein. Deutschland ringt um die Transformation seiner Industrie, Indien um Wachstum und steigenden Energiebedarf. Äthiopien hat die Klimakrise kaum verursacht, spürt ihre Folgen aber schon heute. Pünktlich zum Auftakt der Weltklimakonferenz COP31 fragt die Dokumentation: Wie begegnen diese drei Länder den Herausforderungen durch den Klimawandel? Deutschland und die Europäische Union verstehen sich als Vorreiter der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft. Die Ziele sind ambitioniert, die gesellschaftlichen Spannungen wachsen. Zwischen Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit wird zunehmend kontrovers über den richtigen Weg gestritten. Mit einem Tankrabatt will die Politik das Fahren mit Verbrennerautos für die Bevölkerung bezahlbar halten. Parallel wächst bei Autokunden die Nachfrage nach E-Autos. Immer mehr chinesische Modelle beanspruchen ihren Platz in deutschen Autohäusern, machen bei Neuverkäufen von Stromern und Hybriden zuletzt einen Anteil von rund 20 Prozent aus. So wie sich Verbraucher zwischen dem Alten und dem Neuen entscheiden müssen, steht die Industrie vor einer ähnlichen Frage: Wie konsequent richten Unternehmen ihre Geschäftsmodelle auf die Energiewende aus? Welche Rolle werden fossile Energieträger künftig noch spielen? Indien ist die bevölkerungsreichste Nation – und die am schnellsten wachsende große Volkswirtschaft der Welt. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg steigt auch der Energiehunger. Millionen Menschen zuverlässig und günstig versorgen, dabei die ehrgeizigen Ziele der Regierung Modi im Ausbau erneuerbarer Energien. Der Film besucht eines der spektakulärsten Energieprojekte des Landes: den Pinnapuram Integrated Renewable Energy Park in Andhra Pradesh. Dort werden Solar- und Windenergie mit moderner Speichertechnologie kombiniert, um erneuerbaren Strom rund um die Uhr verfügbar zu machen. In krassem Gegensatz zu diesem Hightech-Projekt steht der traditionelle Abbau von Kohle in den riesigen Tagebauminen von Jharkhand. Kohle bleibt mit rund 70 Prozent das Rückgrat der indischen Stromversorgung und steht sinnbildlich für den Zielkonflikt zwischen Wachstum und Dekarbonisierung. Indien verfolgt dabei einen eigenen Weg. Die Energiewende soll möglichst „Made in India“ sein und eine heimische Industrie für Zukunftstechnologien schaffen. Doch wie erfolgreich wird diese Strategie sein, wenn der große Rivale China bei vielen grünen Technologien bereits den Weltmarkt dominiert? Berührungsängste mit chinesischen Produkten hat Äthiopien auf seinem Weg in die Zukunft nicht. Im Gegenteil – man nutzt sie. Zum Beispiel für die Mobilitätsstrategie: Das Land setzt auf E-Autos, den Ausbau der Ladesäulen und den Aufbau einer entsprechenden Industrie. Kernelement ist ein Importverbot von Autos mit Verbrennungsmotor – mithin das Gegenteil des europäischen Verbrenner-Aus. In den Autohäusern der Hauptstadt Addis Abeba werben heute chinesische E-Autos um Kunden. Deutschland, Indien und Äthiopien stehen vor derselben globalen Herausforderung, wählen jedoch unterschiedliche Wege. Die Dokumentation zeigt, wie Klimaschutz, wirtschaftliche Entwicklung und politische Interessen miteinander verwoben sind und warum die Antworten auf die Klimakrise so unterschiedlich ausfallen. Im Hintergrund spielt dabei ein Akteur eine zentrale Rolle: China – das dank strategischer Planung für fast jedes Problem die passende Lösung im Angebot hat. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 06.11.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 08.11.2026 ZDF
  • Folge 461 (45 Min.)
    Der deutsche Wald ist massiv von den Klimaveränderungen betroffen: Dürre, Hitze, Schädlinge setzen ihm zu. Der Wald wird damit zu einem Beispiel für die Krise: Einerseits leidet er unter steigenden Temperaturen, andererseits wird er als CO₂-Speicher dringend benötigt. Experten sprechen deshalb von einem Wettlauf gegen die Zeit: Kann der Wald sich schnell genug anpassen, um seine Rolle als Klimaschützer zu behalten?
    Weltklimakonferenzen bringen zu wenig Erfolge, sagen Kritiker. Doch bislang gibt es keine Alternative. Was hat das Klima wirklich von den Verhandlungen? Anlässlich der Weltklimakonferenz COP31 beschreibt und analysiert der Film die Verhandlungen und Austauschprozesse. Die Dokumentation begleitet Konferenzteilnehmer und spiegelt das Geschehen in Antalya. Dazu besuchen wir einige Umweltschutzprojekte in verschiedenen Regionen und gleichen ab: Wo liegen die Probleme bei der Umsetzung? Ein großes Thema sind die Nationalen Klimaziele (NDCs). Um das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten, müssten die Pläne verschärft und konkretisiert werden. Auch die Finanzierung der Klimaschutzmaßnahmen und der Umbau zu erneuerbaren Energien werden diskutiert. In vielen Ländern gibt es darüber gesellschaftliche und politische Diskussionen. In diesem Spannungsfeld bewegen sich Institutionen, die sich mit Umwelt- und Klimaschutzprojekten beschäftigen. Sie sind häufig von langwierigen politischen Entscheidungen und öffentlichen Geldern abhängig. Und sie müssen dazu noch mit ganz praktischen Problemen umgehen. Dabei zeigen sich die Folgen der Klimaveränderung gerade in diesem Jahr deutlich. Welche Entscheidungen braucht es, um die Auswirkungen zu beherrschen? Wo und wie schnell müssen sie getroffen werden? Wie weit klaffen Debatten und Ergebnisse auseinander? Darüber spricht in der Dokumentation auch Bundesumweltminister Carsten Schneider und eine der bekanntesten Klimadiplomatinnen, Jennifer Morgan. Als positives Gegenbeispiel zu den oft schwierigen Klimaverhandlungen wird häufig das Ozonloch genannt. In den 1980er-Jahren stellten Wissenschaftler fest, dass Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) die Ozonschicht zerstören. Die Staatengemeinschaft reagierte überraschend schnell: Mit dem Montrealer Protokoll von 1987 verpflichteten sich nahezu alle Länder der Welt, diese Stoffe schrittweise zu verbieten. Heute gilt das Abkommen als eine der erfolgreichsten internationalen Umweltvereinbarungen überhaupt. Autor Andreas Weise beschreibt die Situation der Wälder. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der CO2-Reduktion, da sie als gigantische Kohlenstoffspeicher dienen. Auf der Klimakonferenz 2025 in Brasilien stand der Regenwald im Fokus. Mit Hilfe eines Fonds (TFFF) sollen Länder belohnt werden, die ihren tropischen Regenwald bewahren. Noch ist die Finanzierung nicht gesichert. Ob das von Brasilien und Norwegen gewünschte Anschubkapital von 10 Milliarden Dollar bis Ende 2026 erreicht wird, ist fraglich. Die Dokumentation führt auch nach Mexiko. Dort will ein Zementhersteller tonnenweise CO2 einsparen. Unterstützt wird er dabei von einem KI-Start-up aus Berlin. Mit Hilfe deutscher Computerexperten sollen Industrieprozesse in Lateinamerika klimafreundlicher werden. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 13.11.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 15.11.2026 ZDF

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