The CW prüft „The Beautiful Bureaucrat“ mit Executive Producers von „Under the Dome“

    Neal Baer („Emergency Room“) und Alexandra McNally („White Collar“) stiften Verwirrung

    Stefan Genrich – 21.11.2015, 18:00 Uhr

    Neal Baer und Alexandra McNally lassen eine Stadt in „Under the Dome“ leiden und planen neue Qualen für „The Beautiful Bureaucrat“

    The CW hat bei „The Beautiful Bureaucrat“ schnell zugeschlagen: Erst im August ist der rätselhafte und unheimliche Roman von Helen Phillips erschienen, und jetzt schon ordert das US-Network ein Konzept für eine TV-Adaption bei Neal Baer („Law & Order: Special Victims Unit“) sowie Alexandra McNally („White Collar“).

    Neal Baer mit seiner langen Erfahrung etwa bei „Emergency Room“ schreibt zudem das Drehbuch. Allerdings haben die beiden Produzenten bisher nur einen Entwicklungsauftrag erhalten. Ob also tatsächlich ein Pilotfilm, eine MIniserie oder sogar eine erste Staffel entsteht – entgegen den Trend im US-Fernsehen hin zu frühzeitigen Bestellungen legt sich The CW noch nicht fest. Aber ein größeres Projekt ist durchaus zu erwarten, zumal Neal Baer als Showrunner mit Unterstützung von Alexandra McNally bereits „Under the Dome“ zum Erfolg führte.

    CBS TV Studios („Blue Bloods – Crime Scene New York“) sind als Dauerpartner von Baer Bones Productions („A Gifted Man“) ins Boot eingestiegen, denn die Firma von Neal Baer ist mit der Produktionsgesellschaft durch einen sogenannten Overall Deal verbunden. Im Gespann verkauften die beiden Executive Producers im vergangenen Jahr eine Arztserie an CBS. Für The CW realisierte Neal Baer bislang zusammen mit Marc Cherry einen letztlich durchgefallenen Pilotfilm „Cheerleader Death Squad“ (fernsehserien.de berichtete).

    In „The Beautiful Bureaucrat“ freut sich eine junge Frau, dass sie und ihr Ehemann neue Jobs in einer anderen Stadt gefunden haben. In einem fensterlosen Riesengebäude muss sie für ein geheimnisvolles Unternehmen scheinbar sinnlose Daten eingeben. Doch irgendwie beeinflussen diese Computerinformationen den Alltag der Bürgerinnen und Bürger . Dabei hilft Technik nicht einfach bei Voraussage der Zukunft wie in „Person of Interest“ oder im glücklosen „Minority Report“ (fernsehserien.de berichtete). Die Zusammenhänge mit dem persönlichen Schicksal sind mysteriöser, und die Datatypistin erlebt bald die verborgenen Auswirkungen ihrer Arbeit am eigenen Leibe.

    Im Roman stellt sie vorerst keine Fragen, als lediglich eine schemenhafte Figur wie einst „Dr. Mabuse“ im Kino das Vorstellungsgespräch mit ihr führt. Doch während der Tipperei von zusammenhanglosen Zahlenkolonnen, Namen und Begriffen nimmt langsam Klaustrophobie von ihr Besitz. Die Daten führen ein Eigenleben im Kopf der Hilfskraft. Und welcher Beschäftigung geht eigentlich der Gatte nach? Wieso verschwindet er plötzlich für einige Tage ohne Erklärung? Eine Institution streckt ihre Tentakel in jede Ecke der Stadt aus und durchdringt das Leben aller Bewohner. Indes konzentriert sich diese versteckte Organisation nicht auf das Abhören von Telefongesprächen oder eine andere Form der Datenschnüffelei. Kontrolle selbst sinnloser Kleinigkeiten ist viel wichtiger! „The Beautiful Bureaucrat“ sucht nach Erklärungen. Psychologie und Soziologie haben tiefe Spuren im Buch mit surrealistischem Einschlag hinterlassen, das in Deutschland bislang völlig unbekannt ist. Bei der Umsetzung für den Bildschirm könnten „Twin Peaks“ und „Haven“ als Vorbilder dienen.

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