Opening Credits: Der Serienvorspann in modernen Qualitätsserien

    Zweiter Teil unserer Reihe über Serienvorspänne

    Jana Bärenwaldt
    Jana Bärenwaldt – 14.07.2019, 08:00 Uhr

    Seite
    Bahnbrechend: die Opening Credits von „Game of Thrones“, „True Blood“ und „Mad Men“ – Bild: HBO/HBO/AMC
    Bahnbrechend: die Opening Credits von „Game of Thrones“, „True Blood“ und „Mad Men“

    Ein Lied spielt im Radio und sofort ist man in Gedanken bei einer Serie, die diesen Song in ihrem Intro verwendet. Genauso charakteristisch wie die Musikauswahl ist bei den Opening Credits moderner Qualitätsserien die Optik. Nicht selten ist der Vorspann selbst ein kleines Kunstwerk oder erzählt eine eigene Geschichte.

    „Dexter“-Vorspann:

    Das Intro der Krimiserie „Dexter“ (2006–2013) zeigt eigentlich nur die Morgenroutine des gleichnamigen Protagonisten. Durch bestimmte Kameraeinstellungen und Schnitte wirkt das Ganze allerdings weitaus bedrohlicher und lässt im Zuschauer eine erste Ahnung aufkommen, in welche Richtung die Serie geht.

    „Desperate Housewives“-Vorspann:

    Im Vorspann der Dramaserie „Desperate Housewives“ (2004–2012) werden bekannte Gemälde abgewandelt, um die Rolle der Frau während verschiedenen Zeitepochen zu visualisieren. Auch die Opening Credits der Dramedy „New Girl“ (2011–2018) und der Mystery-Serie „Pretty Little Liars“ (2010–2017) erzählen eine jeweils eigene Geschichte, die den Zuschauer auf die Serie einstimmt.

    Einige Vorspänne moderner TV-Serien sind so künstlerisch ambitioniert, dass der Inhalt der Serie fast schon verschleiert wird. Oftmals werden dazu verschiedene Bilder und Videos aneinandergereiht, die sich entweder Material aus der Serie selbst als Vorbild nehmen oder aber komplett unabhängig von dieser sind.

    „Sense8“-Vorspann:

    Während im Intro von der Zombieserie „The Walking Dead“ (2010-) sowie den Dramaserien „Sense8“ (2015–2018) und „Californication“ (2007–2014) noch auf Handlungsorte aus der Serie, vermischt mit anderen Bildern, zurückgegriffen wird, löst sich die Vampirserie „True Blood“ (2008–2014) vom Ursprungsmaterial. Der Vorspann wirkt auf den ersten Blick fast unabhängig von der Serie und schafft eher eine metaphorische Verbindung.

    „True Blood“-Vorspann:

    weitere Meldungen