„Salto Postale“-Darsteller Achim Wolff ist tot

Theater-, Film- und Fernsehschauspieler wurde 87 Jahre alt

Christopher Diekhaus
Christopher Diekhaus – 10.07.2026, 11:27 Uhr

Achim Wolff (1938⁠–⁠2026) – Bild: IMAGO/APress
Achim Wolff (1938⁠–⁠2026)

Schauspieler und Theaterregisseur Achim Wolff, der sowohl zu DDR-Zeiten als auch im wiedervereinten Deutschland Erfolge auf der Bühne, im Kino und im Fernsehen feiern konnte, ist am 7. Juli nach schwerer Krankheit im Alter von 87 Jahren gestorben. Das gab seine Ehefrau und Kollegin Rita Feldmeier bekannt. Auch seine Agentur 60plus veröffentlichte auf Instagram eine Trauermeldung (siehe weiter unten!).

Seine darstellerische Ausbildung absolvierte der 1938 geborene Wolff zwischen 1958 und 1961 an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam. Im Anschluss führten ihn Engagements an unterschiedliche Schauspielhäuser, darunter den Friedrichstadt-Palast Berlin, das Theater am Kurfürstendamm, die Komödie Winterhuder Fährhaus in Hamburg und die Comödie Dresden. Seine erste eigene Inszenierung erfolgte am Brandenburger Theater.

Parallel zu seiner Bühnentätigkeit trieb Achim Wolff auch seine Film- und Fernsehkarriere voran. Im Anschluss an sein TV-Debüt in Wolfgang Luderers „Toter Winkel“ aus dem Jahr 1960 war er vor allem im DDR-Kino in diversen Nebenrollen zu sehen, etwa in „Der Fall Gleiwitz“ (1961), „Einfach Blumen aufs Dach“ (1979), „Kaskade rückwärts“ (1984) und „Grüne Hochzeit“ (1989).

Nach dem Fall der Mauer konnte sich der gebürtige Berliner einem gesamtdeutschen Publikum in vielen unterschiedlichen Projekten präsentieren, wobei er der großen Leinwand nun fast komplett den Rücken kehrte. Bekanntheit erlangte Wolff besonders durch die ZDF-Sitcom „Salto Postale“, in der er als Postbeamter Rudi Renschke neben Wolfgang Stumph agierte. In der Fortsetzung „Salto Kommunale“ bekleidete er abermals diesen Part. Jüngeren Zuschauern dürfte sein Gesicht aus dem KiKA-Programm vertraut sein, wo er beispielsweise in „Beutolomäus sucht den Weihnachtsmann“ und „Beutolomäus und der doppelte Weihnachtsmann“ den Herrn mit Rauschebart und rotem Mantel verkörperte.

Neben diesen prominenten Darbietungen hatte Wolff auch zahlreiche Gast- und Episodenauftritte in anderen TV-Produktionen. In seiner Vita stehen unter anderem „Unser Lehrer Doktor Specht“, „Liebling Kreuzberg“, „Wolffs Revier“, „Der Landarzt“, „Der letzte Zeuge“, „Ein Fall für zwei“, „In aller Freundschaft“, „SOKO Leipzig“ und „Die Drei von der Müllabfuhr“. Letztmals tauchte er im Fernsehen in der Sat.1-Serie „Die Spreewaldklinik“ und der ZDF-RomCom „My Ex“ mit Palina Rojinski auf.

Noch 2025 spielte Achim Wolff auf der Freilichtbühne Beelitz in dem Stück „Maxe Baumann: Ferien ohne Ende“ an der Seite seiner Ehefrau Rita Feldmeier. Unter seinen Theatereinsätzen der vergangenen Jahre sticht sicherlich auch die Hauptrolle des an Alzheimer erkrankten Amandus in der Theaterfassung von Til Schweigers Kinohit „Honig im Kopf“ hervor.

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