Rose McIver („iZombie“) hat „Ghosts“, James Wolk („Zoo“) wird „Ordinary Joe“

    Neue Serien erhalten grünes Licht bei CBS und NBC

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 01.04.2021, 16:34 Uhr

    James Wolk in „Ordinary Joe“ – Bild: NBC
    James Wolk in „Ordinary Joe“

    Die Mitte Mai anstehenden Upfronts werfen ihre Schatten voraus: Die Serienpiloten „Ghosts“ bei CBS und „Ordinary Joe“ bei NBC haben nun Serienbestellungen erhalten.

    Für beide Projekte gilt, dass sie bereits im vergangenen Frühjahr bestellt wurden, aufgrund der in den USA akut werdenden Corona-Krise zunächst nicht gedreht werden konnten und nun in der Zeit seit Lockerung der Beschränkungen produziert wurden. Dazu gehörte auch, dass zentrale Darsteller damals schon verpflichtet worden waren – und ihre Vorverträge zwar wegen der ungewöhnlichen Situation verlängert wurden, diese nun aber zum 1. April ausliefen (bei den in diesem Jahr bestellten Projekten ist die Deadline nach den Upfronts, genauer gesagt am 1. Juni.)

    Ghosts

    Die Comedyserie „Ghosts“ ist eine Adaption der gleichnamigen britischen Serie. Rose McIver („iZombie“) spielt Samantha, die mit ihrem Ehemann Jay (Comedian Utkarsh Ambudkar, „White Famous“) vom Ausbruch aus dem Hamsterrad des Großstadtlebens träumt. Als beide ein geräumiges Landhaus erben, wollen sie es zum Beherbergungsbetrieb machen und damit den Neuanfang wagen. Doch zahlreiche Probleme tun sich auf. Das Größte davon ist, dass in dem Landhaus auch zahlreiche Geister von Personen existieren, die dort im Verlauf der Jahrhunderte verstarben. Die neuen „Besitzer“ müssen sich mit den alten „Mietern“ arrangieren. Rebecca Wisocky, Brandon Scott Jones, Danielle Pinnock, Asher Grodman, Richie Moriarty, Sheila Carrasco und Román Zaragoza spielen die Geister. In der britischen Vorlage kam als weiteres Problem hinzu, dass die ererbte Immobilie doch sehr baufällig war und die Renovierung als DIY-Projekt das Ehepaar stark forderte.

    Hinter „Ghosts“ steht Lionsgate TV, das mit BBC Studios einen Rahmenvertrag über Adaptionen von dessen Projekten hat. CBS Studios ist ebenfalls mit an Bord.

    Ordinary Joe

    In „Ordinary Joe“ porträtiert James Wolk den Protagonisten Joe Kimbrough, dessen Leben drei unterschiedliche Wendungen hätte nehmen können – die nun in der Serie parallel als „Was wäre wenn?“ gegenübergestellt werden. Weitere Hauptrollen haben Natalie Martinez („Under the Dome“, „Kingdom“), Charlie Barnett („Chicago Fire“, „Matrjoschka“) und Elizabeth Lail („Once Upon a Time – Es war einmal…“, „You – Du wirst mich lieben“).

    Die Serie bedient sich dabei eines Stilmittels, das durch den Film „Sliding Doors“ (deutsch: „Sie liebt ihn – Sie liebt ihn nicht“) populär wurde: Die Frage danach, wie ein kleiner Unterschied zu deutlich anderen Ergebnissen führt. Im Film wurde Helen (Gwyneth Paltrow) überraschend entlassen. Eine kleine Verzögerung auf ihrem Heimweg an einer Tür trennt zwei Lebenswege: In einem kriegt sie die Bahn nach Hause gerade noch und überrascht so mit ihrer unerwartet frühen Heimkehr den Ehemann beim Seitensprung – Job weg, Ehe futsch, alles schrecklich. Im anderen stolpert sie über einen charmanten Mann, verpasst die Bahn, erfährt nichts von der Untreue ihres Ehemanns und lebt ein nicht ganz so schlimmes, aber unerfülltes Leben an seiner Seite. Der Film hat allerdings die Moral, dass Helen so oder so am Ende mit dem charmanten Fremden (John Hannah) ihr Glück findet – die unterschiedlichen Entwicklungen also nichts an ihrem „Schicksal“ änderten.

    In „Ordinary Joe“ steht der Protagonist nach seinem Collegeabschluss am Scheideweg, die drei Handlungen entwickeln sich je nachdem, ob er sich hier für Liebe oder für Loyalität entscheidet oder ob er seiner Leidenschaft folgt. Ein erstes Promofoto zur Serie zeigt Joe als frischgebackenen Polizisten, als Rock-Star und als Arzt.

    Die Idee zu „Ordinary Joe“ stammt vom alten J.J. Abrams-Kollegen Matt Reeves, der die Idee zu „Felicity“ gab. Während Abrams daraus relativ schnell eine Karriere aufbauen konnte, dauerte es bei Reeves fast 15 Jahre, bis er mit Großprojekten seinen Durchbruch in Hollywood hatte. Zuletzt produzierte er die Serien „The Passage – Das Erwachen“ und „Tales from the Loop“ und verfasste das Drehbuch zum kommenden Blockbuster „The Batman“.

    Produziert wird „Ordinary Joe“ von 20th Television, Universal Television, Reeves Firma 6th & Idaho sowie 3 Arts.

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