Quoten: „The Voice“ verabschiedet sich versöhnlich, „Das Netz“ verliert weiter Zuschauer

    ZDF-Krimi beim Gesamtpublikum stark, „Ninja Warrior Germany“ bei den Jüngeren vorn

    Vera Tidona – 05.11.2022, 11:08 Uhr

    „The Voice of Germany“: (v. l.) Calum Scott, Anny Ogrezeanu und Coach Mark Forster – Bild: ProSieben/SAT.1/Claudius Pflug
    „The Voice of Germany“: (v. l.) Calum Scott, Anny Ogrezeanu und Coach Mark Forster

    Am Freitagabend verabschiedete sich die zwölfte Staffel von „The Voice of Germany“ in Sat.1 versöhnlich von den Zuschauern. Während die letzten Ausgaben der Musikshow eher im einstelligen Bereich zu finden waren, konnte das gestrige Finale insbesondere in der Zielgruppe wieder etwas zulegen.

    Insgesamt 1,80 Millionen Musikfans verfolgten den Triumph von Kandidatin Anny Ogrezeanu aus dem Team Mark Forster, die schließlich als Siegerin der neuen „The Voice“-Staffel hervorging. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen legte das Finale mit 520.000 Umworbenen etwas zu und erreicht erstmals wieder – wenn auch nur knapp – mit 10,0 Prozent einen zweistelligen Marktanteil. Von den einstigen Spitzen-Quoten der vergangenen Jahre blieb das Musikformat dennoch auch in diesem Jahr weit entfernt.

    RTL durfte sich derweil über anhaltend großes Interesse an „Ninja Warrior Germany“ freuen. In der Zielgruppe lockte der Kölner Sender 850.000 Neugierige bei starken 15,4 Prozent an. Insgesamt verfolgten 1,89 Millionen die Geschicke der Teilnehmer im Parcours.

    Für den Zielgruppen-Tagessieg reichte es dennoch nicht, der ging an eine neue Ausgabe von der „heute-show“ am späteren Abend. Die beliebte ZDF-Satire erzielte mit 1,02 Millionen aus dieser Altersklasse hervorragende 20,7 Prozent. Insgesamt verfolgten 3,86 Millionen die Sendung mit Oliver Welke, was für ebenso stolze 18,6 Prozent reichte.

    Das ZDF dominierte beim Gesamtpublikum auch den kompletten Freitagabend. Den Anfang machte der Krimi „Jenseits der Spree“ zur Primetime mit insgesamt 5,27 Millionen Krimifans und hohen 19,2 Prozent. Bei den Jüngeren verzeichnete man mit 9,2 Prozent gar einen neuen Rekord. Im Anschluss übernahm das Team der „SOKO Leipzig“ und ermittelt vor 4,30 Millionen Krimifans (16,4 Prozent), wovon 360.000 auf die Zielgruppe (6,3 Prozent) entfielen.

    Zu später Stunde durfte sich Jan Böhmermann einmal mehr über tolle Quoten für sein „ZDF Magazin Royale“ freuen. Nachdem er gerade erst seinen Vertrag mit dem Mainzer Sender für weitere Jahre verlängert hatte, wollten erstmals seit dem Frühjahr wieder mehr als zwei Millionen Menschen, genauer gesagt 2,03 Millionen, das kontroverse Magazin sehen, damit kamen genau zwölf Prozent zustande. Noch deutlich besser sah es wie gewohnt bei den 14- bis 49-Jährigen aus, wo satte 20,2 Prozent bei 820.000 zu Buche standen.

    Das Erste zeigte indes zunächst die Komödie „Meine Mutter raubt die Braut“ und erreichte insgesamt 3,37 Millionen Zuschauer bei einem soliden Marktanteil von 12,4 Prozent. Mit 340.000 Jüngeren kam man hingegen nicht über 5,8 Prozent hinaus. Die im Anschluss gezeigten Folgen 3 und 4 des prestigeträchtigen Mehrteilers „Das Netz“, der als deutscher Beitrag eines groß angelegten internationalen Projekts die Abgründe des Fußballsports kurz vor der WM in Katar beleuchten soll, taten sich danach noch schwerer als am Donnerstag. Mit gerade mal noch 1,39 Millionen Gesamtzuschauern und mauen 5,9 Prozent lief es sehr schwach, bei den Jüngeren sah es mit 140.000 und 2,5 Prozent Marktanteil sogar noch schlechter aus. Um 22:30 Uhr ging es noch weiter auf 1,22 Millionen zurück.

    Unter den übrigen Sendern unterhielt etwa ProSieben mit dem Actionfilm „Hard Powder“ insgesamt 1,72 Millionen Zuschauer, in der Zielgruppe waren aber nur mäßige 7,8 Prozent drin. Bei RTL Zwei lockten die „Gods of Egypt“ 860.000 Filmfans ab drei Jahren an, was bei den Umworbenen guten 5,1 Prozent entsprach.

    VOX zeigte zunächst eine weitere Folge von „Goodbye Deutschland!“ und brachte 670.000 Neugierige zum Einschalten, in der Zielgruppe blieb die Doku-Soap jedoch bei miesen 4,7 Prozent hängen. Mehr Gesamtzuschauer, nämlich 780.000, erreichte Kabel Eins mit „Navy CIS“, bei den Umworbenen blieb man zunächst angesichts 3,3 Prozent aber ziemlich schwach auf der Brust.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Julian Pförtner ? also ich finde der sieht eher aus wie Calum Scott ;) .
      • (geb. 1989) am

        In der Tat, vielen Dank für den Hinweis - wir haben die Bildunterschrift korrigiert. ;-) (DB)

    weitere Meldungen