Quoten: RTL-Jahresrückblick markiert historisches Tief

    Letzter Bodensee-“Tatort“ triumphiert beim Gesamtpublikum

    Quoten: RTL-Jahresrückblick markiert historisches Tief – Letzter Bodensee-"Tatort" triumphiert beim Gesamtpublikum – Bild: RTL/Stefan Gregorowius
    Günther Jauch präsentierte „Menschen, Bilder, Emotionen 2016!“

    Alle Jahre wieder blickt RTL Anfang Dezember in „Menschen, Bilder, Emotionen“ auf die zurückliegenden zwölf, bzw. streng genommen eigentlich nur elf, Monate zurück. Nachdem im vergangenen Jahr schon ein Allzeit-Tief aufgestellt wurde, sah es diesmal sogar noch ein Stück weit schlechter aus. Insgesamt interessierten sich lediglich 3,74 Millionen Zuschauer für den Jahresrückblick, binnen Jahresfrist ging somit mehr als eine halbe Million verloren. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum betrug dennoch ordentliche 12,6 Prozent, in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen waren 15,3 Prozent drin – hier musste man sich mit dem Ersten, ProSieben und Sat.1 gleich drei Konkurrenten geschlagen geben. Von den mehr als 20 Prozent, die bis vor wenigen Jahren noch die Regel waren, ist die Show mittlerweile weit entfernt.

    Das lag nicht zuletzt auch an der überaus starken Konkurrenz. Der ProSieben-Film „Edge of Tomorrow“ saß Günther Jauch und seinen Gästen beispielsweise mit 3,59 Millionen Zuschauern (10,3 Prozent) im Nacken, in der Zielgruppe schlug man die Konkurrenz aus Köln mit starken 17,2 Prozent sogar klar. In Sat.1 kam „The Voice of Germany“ zur selben Zeit mit 15,7 Prozent ebenfalls vor RTL durchs Ziel, insgesamt hatten hier 3,05 Millionen Zuschauer eingeschaltet, die 9,6 Prozent entsprachen. „Luke! Die Woche und ich“ lief nachfolgend mit 14,0 Prozent ebenfalls erfolgreich.

    Kein Vorbeikommen gab es beim Gesamtpublikum allerdings wie gewohnt am „Tatort“. Der letzte Bodensee-Fall „Wofür es sich zu leben lohnt“ mit Eva Mattes als Kommissarin Klara Blum lockte 8,86 Millionen Zuschauer ins Erste, womit starke 24,3 Prozent erzielt wurden. Auch bei den Werberelevanten fuhr man mit 2,43 Millionen Krimifans und 18,6 Prozent den Tagessieg ein. Anne Wills Talkshow sahen im Anschluss allerdings nur noch 3,25 Millionen Zuschauer, der Marktanteil ging auf durchwachsene 11,0 Prozent zurück und fiel auch in der Zielgruppe mit 4,8 Prozent reichlich ernüchternd aus. Tagsüber war dagegen erneut das Wintersport-Programm gefragt. Am erfolgreichsten lief es mal wieder für die Biathleten, die zur Mittagszeit mehr als drei Millionen Zuschauer vor dem Fernseher versammelten.

    Größter Verfolger bei allen war zur besten Sendezeit das ZDF mit der neuesten „Inga Lindström“-Schmonzette „Zurück ins Morgen“, die auf 4,56 Millionen Zuschauer und 12,5 Prozent kam. Junges Publikum schaltete angesichts 4,2 Prozent dagegen wenig überraschend kaum ein. Dies galt auch für „Modus – Der Mörder in uns“, das nach dem „heute journal“ sogar nur auf 4,0 Prozent in der Zielgruppe kam. Auch insgesamt sah es mit 2,37 Millionen Zuschauern und 9,7 Prozent nicht wirklich gut aus.

    Auf nach wie vor unbefriedigendem Niveau steigerten sich unterdessen „Die spektakulärsten Kriminalfälle“ bei kabel eins, die diesmal auf 5,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen kamen. „Abenteuer Leben am Sonntag“ ließ den Marktanteil anschließend leicht auf 4,7 Prozent sinken. Den gleichen Wert fuhr VOX bereits zur Primetime mit seiner „Promi Shopping Queen“ ein, womit man allerdings ganz und gar nicht zufrieden sein kann. Insgesamt interessierten sich lediglich 880.000 Zuschauer für eine Wiederholung der Doku-Soap. Ungleich erfolgreicher war man am Vorabend mit „Hot oder Schrott: Die Allestester“, das sehr gute 10,3 Prozent holte, nachdem „Unser Traum vom Haus“ im Vorfeld solide 7,9 Prozent verzeichnete. Schlusslicht am Abend war hingegen RTL II, wo das Drama „Wenn ich bleibe“ mit 3,7 Prozent in der Zielgruppe völlig versagte.

    05.12.2016, 09:21 Uhr – Dennis Braun/fernsehserien.de

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