Quoten: Maus-Geburtstagsshow schwingt sich zu neuen Rekorden auf

    „DSDS“ und „The Voice Kids“ haben das Nachsehen, „Helen Dorn“ holt deutlichen Gesamtsieg

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 07.03.2021, 09:59 Uhr

    „Frag doch mal die Maus“: (v. l.) Mark Forster, die Maus, Stephanie Stumph und Eckart von Hirschhausen – Bild: WDR/Ben Knabe
    „Frag doch mal die Maus“: (v. l.) Mark Forster, die Maus, Stephanie Stumph und Eckart von Hirschhausen

    Am heutigen Sonntag (7. März) wird „Die Sendung mit der Maus“ stolze 50 Jahre alt – gefeiert wurde aber schon am Samstagabend. In der Geburtstagsshow von „Frag doch mal die Maus“ spielten etwa Günther Jauch, Barbara Schöneberger, Stephanie Stumph und Elton um 25.000 Euro für den guten Zweck – und Sänger Mark Forster stellte seinen neuen Maus-Song vor. Der Lohn: Mit insgesamt 5,59 Millionen Zuschauern und hervorragenden 18,6 Prozent stellte die Spielshow neue Rekorde auf. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen lief es so stark wie noch nie. Hier kamen weit überdurchschnittliche 18,2 Prozent bei 1,41 Millionen zusammen – das reichte übrigens, um mal eben „Deutschland sucht den Superstar“ und „The Voice Kids“ deutlich hinter sich zu lassen.

    RTL kam mit dem zweiten Teil des Auslands-Recalls seiner Castingshow dennoch auf gute 15,5 Prozent und 1,26 Millionen junge Zuschauer, im Vergleich zur vergangenen Woche ging es um 0,6 Punkte nach unten. Die Gesamtreichweite betrug 3,05 Millionen. „Take Me Out“ konnte sich wie gewohnt im Anschluss steigern und überzeugte mit 17,4 Prozent in der Zielgruppe, während es für „Täglich frisch geröstet“ um Mitternacht noch zu erfreulichen 13,2 Prozent reichte – der Markanteil im Vergleich zur Donnerstagsausgabe wurde hier fast verdoppelt.

    Unzufrieden muss auch Sat.1 nicht sein – zumindest mit seinem Primetime-Programm: „The Voice Kids“ unterhielt dort insgesamt 1,98 Millionen Menschen und 870.000 zwischen 14 und 49 Jahren, die für 10,8 Prozent sorgten. „Die schönsten Momente“ der Show holten später noch 9,0 Prozent. Als absolute Katastrophe erwiesen sich jedoch der Nachmittag und der Vorabend, wo nun Doppelpacks der Gameshows ihr Glück versuchen. Zwei neue Folgen des zurückgekehrten Formats „5 Gold Rings“ blieben bei erschreckend schwachen 2,4 und 1,4 Prozent hängen – gerade mal 150.000 Werberelevante erreichten beide Ausgaben zusammen. Das „Buchstaben Battle“ brachte es ab 18:00 Uhr auf ebenfalls desaströse 1,5 und 3,2 Prozent. Kaum vorstellbar, dass sich der Bällchensender dieses Elend allzu lange anschauen wird.

    Der ungefährdete Gesamtsieg ging indes ans ZDF, wo „Helen Dorn“ vor 7,98 Millionen Zuschauern ermittelte und bärenstarke 23,9 Prozent erzielte – seit der ersten Folge vor sieben Jahren lief es für die Krimireihe nie besser. Bei den Jüngeren kamen zudem gute 9,2 Prozent zustande. Auch eine Wiederholung von „Die Chefin“ war anschließend angesichts 5,61 Millionen Gesamtzuschauern und 18,4 Prozent gefragt, ehe das „heute journal“ noch 3,71 Millionen (14,1 Prozent) informierte. Tagsüber waren für die stundenlangen Wintersportübertragungen wieder Spitzen-Quoten drin. So siegten etwa ab 17:00 Uhr die DSV-Adler im Teamspringen bei der WM in Oberstdorf vor 4,16 Millionen Skisprungfans, die famosen 21,0 Prozent entsprachen.

    Wenig zu holen gab es für die übrigen Privatsender: Auf ProSieben kam das Drama „Verborgene Schönheit“ nicht über 6,1 Prozent in der Zielgruppe hinaus, die Wiederholung von „Jack Ryan: Schatten-Rekrut“ ging danach mit 5,4 Prozent unter. „Hulk“ konnte bei RTL Zwei seine Superkräfte ebenfalls kaum entfalten und blieb bei 3,2 Prozent hängen. Ähnlich erfolglos war VOX unterwegs, wo „Night School“ nur sehr schwache 3,7 Prozent generierte. Schlusslicht war jedoch Kabel Eins, das mit Doppelfolgen von „Hawaii Five-0“ und „Lucifer“ teilweise sogar unter der 3-Prozent-Marke durchs Ziel kam.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      TV Wunschliste schrieb:
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      > Am heutigen Sonntag (7. März) wird "Die Sendung
      > mit der Maus" stolze 50 Jahre alt - gefeiert wurde
      > aber schon am Samstagabend. In der Geburtstagsshow
      > von "Frag doch mal die Maus" spielten etwa
      > Günther Jauch, Barbara Schöneberger, Stephanie
      > Stumph und Elton um 25.000 Euro für den guten
      > Zweck - und Sänger Mark Forster stellte seinen
      > neuen Maus-Song vor. Der Lohn: Mit insgesamt 5,59
      > Millionen Zuschauern und hervorragenden 18,6
      > Prozent stellte die Spielshow neue Rekorde auf.
      > Auch bei den 14- bis 49-Jährigen lief es so stark
      > wie noch nie. Hier kamen weit
      > überdurchschnittliche 18,2 Prozent bei 1,41
      > Millionen zusammen - das reichte übrigens, um mal
      > eben "Deutschland sucht den Superstar" und "The
      > Voice Kids" deutlich hinter sich zu lassen.
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      Die Maus-Show hatte starke Momente - keine Frage. Tolle Gäste, interessante Themen, v.a. die Nummer mit Dr. Gerst fand ich gut und dass "die Maus" früher sogar mal gesprochen hat - mit dieser Info hat mich Armin Maiwald dann doch überraschen können.

      Insgesamt hatte ich aber doch das Gefühl, beim WDR tut man sich etwas schwer, was grosse Samstagabendunterhaltung angeht. Die Aktionspiele wirken zum Teil sinnfrei, und mir ist auch nicht klar geworden, nach welchen Kriterien die Kinder mit Fragen im Studio ausgewählt wurden. Teilweise wurde grosses Theater inszeniert bei eher belanglosen Fragen, andere interessante Themen wurden nur kurz abgehandelt. Insofern kam beim Quiz und dem Punktestand diesmal nicht so recht Spannung auf. Aber egal.

      Enttäuscht hat mich auch der Jubiläumssong von Mark Forster. Über Stunden als Highlight und Ohrwurm angeteast liess er mich dann doch ziemlich kalt. Der Raab-Knaller von vor 25 Jahren sitzt mir noch im Ohr, von "Ich frag die Maus" hab ich mir vom Text nicht viel merken können. Und das die direkt anschliessende Maus-Nacht im WDR von Hirschhausen keine Silbe wert war war auch etwas sonderbar.

      Allgemein aber ein netter Abend und es bleibt die Erkenntnis: es ist wichtig, neugierig zu bleiben und Fragen zu stellen.


      > Als absolute
      > Katastrophe erwiesen sich jedoch der Nachmittag
      > und der Vorabend, wo nun Doppelpacks der Gameshows
      > ihr Glück versuchen. Zwei neue Folgen des
      > zurückgekehrten Formats "5 Gold Rings" blieben
      > bei erschreckend schwachen 2,4 und 1,4 Prozent
      > hängen - gerade mal 150.000 Werberelevante
      > erreichten beide Ausgaben zusammen. Das
      > "Buchstaben Battle" brachte es ab 18.00 Uhr auf
      > ebenfalls desaströse 1,5 und 3,2 Prozent. Kaum
      > vorstellbar, dass sich der Bällchensender dieses
      > Elend allzu lange anschauen wird.
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      War ja leider nicht anders zu erwarten. Ich frage mich, ob "5 Gold Rings" einfach ein schwaches Konzept ist, oder ob es mit den identischen Fragen und Kandidaten, aber von Pflaume moderiert und in der ARD gesendet, nicht doch ein paar Millionen Zuschauer anlocken würde?!
      • (geb. 1998) am

        Ganz ehrlich: Warum setzt Sat.1 sich nicht einfach komplett ab?

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