Quoten: „Jenke-Experiment“ schlägt „Big Bang Theory“, „Survivor“ stürzt ab

    ZDF-Thriller „Flucht durchs Höllental“ dominiert, „Late Night Berlin“ kehrt mit Rekord zurück

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 24.09.2019, 09:46 Uhr

    Jenke von Wilmsdorff mitten im Plastikwahnsinn – Bild: TVNOW/Elena Ezhova
    Jenke von Wilmsdorff mitten im Plastikwahnsinn

    Das Thema Plastikmüll gehört zu den zentralen Problemen unserer Zeit, dem sich auch Jenke von Wilmsdorff am gestrigen Montagabend in seinem „Jenke-Experiment“ bei RTL widmete. Das Interesse war groß: 1,56 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren machten die Doku-Reihe zur meistgesehenen Sendung des Tages in der Zielgruppe, der Marktanteil betrug starke 17,5 Prozent. Noch dazu gelang es dem Magazin „Extra“ im Anschluss – dank Live-Interview mit dem Reporter -, den Erfolg zu verlängern: 950.000 Zuschauer blieben dran, das entsprach ebenfalls tollen 16,0 Prozent.

    ProSieben musste sich trotz neuer Folge von „The Big Bang Theory“ hinten anstellen, kam aber dennoch auf sehr gute 15,5 Prozent bei 1,42 Millionen jungen Zuschauern. „Young Sheldon“ verzeichnete nachfolgend zufriedenstellende 13,1 Prozent, ehe zwei Folgen der „Simpsons“ bei mageren 9,2 und 7,9 Prozent hängenblieben. „TBBT“ ließ den Marktanteil dann wieder auf bis zu 12,0 Prozent steigen. „Late Night Berlin“ meldete sich um 23.10 Uhr sogar mit herausragenden 14,7 Prozent aus der Sommerpause zurück – damit wurde ein neuer Bestwert für das Format mit Klaas Heufer-Umlauf aufgestellt.

    Insgesamt sicherte sich das ZDF mit deutlichem Vorsprung den Tagessieg. Der Thriller „Flucht durchs Höllental“ mit Hans Sigl in der Hauptrolle wurde von 7,07 Millionen Menschen gesehen, die für sagenhafte 23,6 Prozent sorgten. Noch dazu saßen angesichts toller 9,6 Prozent überdurchschnittlich viele Jüngere vorm Bildschirm. Das „heute journal“ brachte es später auf 5,38 Millionen Zuseher (20,5 Prozent) und selbst der Film „Der Spezialistin“ hielt noch insgesamt 2,85 Millionen bei sehr guten 16,3 Prozent vorm Bildschirm.

    Das Erste hatte seine stärkste Phase bereits vor Beginn der Primetime: Die „Tagesschau“ informierte um 20.00 Uhr allein im Hauptprogramm 5,13 Millionen Menschen (18,1 Prozent beim Gesamtpublikum und 15,7 Prozent in der Zielgruppe), bevor der „Brennpunkt“ zur Pleite des Touristikkonzerns Thomas Cook 3,53 Millionen Interessierte zählte. Während insgesamt unspektakuläre 11,7 Prozent erzielt wurden, fiel der Marktanteil bei den Werberelevanten mit 11,4 Prozent fast genauso hoch aus. Die Dokumentation „Hirschhausen im Knast“ wollten um 20.30 Uhr jedoch lediglich 2,54 Millionen Menschen sehen, mehr als maue 8,4 Prozent waren nicht drin. Auch hier sah es erstaunlicherweise bei den 14- bis 49-Jährigen mit 8,3 Prozent ziemlich gut aus.

    Große Ernüchterung dürfte bei VOX beim heutigen Blick auf die Quoten herrschen: Das Abenteuerformat „Survivor“ scheint auch in seiner x-ten deutschen Adaption kein großes Publikum anzuziehen, die zweite Folge stürzte nach ohnehin ausbaufähigem Start auf katastrophale 4,6 Prozent in der Zielgruppe ab – nur noch 430.000 Zuschauer waren dabei. Die Schützenhilfe durch „Die Höhle der Löwen“, die der Wiederholung der ersten Folge am vergangenen Dienstag etwas mehr Aufmerksamkeit beschert hatte, hat sich somit nicht bezahlt gemacht.

    Gar nichts zu melden hatte auch Sat.1, das mit der Tragikomödie „Der geilste Tag“ nicht über miese 5,8 Prozent in der Zielgruppe hinauskam. „akte.“ versagte anschließend mit 4,5 Prozent und trat den Beweis an, dass nach wie vor das Vorprogramm über Wohl und Wehe des Reportermagazins entscheidet und bisher kein Einschaltimpuls erzeugt werden kann. Noch dazu wies Kabel Eins den größeren Schwestersender in die Schranken und verbuchte mit „Transformers“ gute 6,8 Prozent. Für „Predator“ ging es zu später Stunde sogar noch leicht auf 7,0 Prozent nach oben.

    RTL II muss derweil feststellen, dass „Love Island“ zwar auch in diesem Jahr recht erfolgreich läuft, die Bestwerte aus der zweiten Staffel jedoch in weiter Ferne liegen. Die gestrige Primetime-Folge der Datingshow unterhielt nur 560.000 junge Zuschauer, der Marktanteil hielt sich mit 6,1 Prozent gerade mal im Bereich des Senderschnitts. Eine alte Folge von „Reeperbahn privat!“ generierte danach den gleichen Wert, womit man in Grünwald angesichts des kostengünstigen Programms aber zufrieden sein kann.

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      Tja Sat1 hättet ihr mal besser den Serien Montag gelassen. Dann würde ich Sat1 schauen.
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