Quoten: Champions League schlägt am Valentinstag den „Bachelor“

    Neue Tiefstwerte für VOX-Serie „Gone“, ProSieben und Sat.1 gehen mit Filmen baden

    15.02.2018, 09:25 Uhr – Dennis Braun

    Quoten: Champions League schlägt am Valentinstag den "Bachelor" – Neue Tiefstwerte für VOX-Serie "Gone", ProSieben und Sat.1 gehen mit Filmen baden – Bild: ZDF/Marianne Müller
    Die Champions League bescherte dem ZDF am Mittwochabend tolle Quoten.

    Der Valentinstag fiel in diesem Jahr auf einen Mittwoch – der Tag, an dem bei RTL „Der Bachelor“ seine Rosen verteilt. Und das auch diesmal wieder mit Erfolg: 2,03 Millionen 14- bis 49-Jährige trieben den Marktanteil auf sehr gute 19,2 Prozent, damit musste man sich nur knapp der Champions League im ZDF geschlagen geben. Auch insgesamt sah es mit 3,33 Millionen Zuschauern und 10,5 Prozent ordentlich aus. „stern TV“, das vertretungsweise von Nazan Eckes für den erkrankten Steffen Hallaschka moderiert wurde, konnte den Schwung nicht mitnehmen und fiel auf 10,6 Prozent in der Zielgruppe zurück.

    Den glasklaren Gesamtsieg schnappte sich derweil das ZDF, das die Champions-League-Partie zwischen Real Madrid und Paris Saint-Germain übertrug. 6,78 Millionen Fußballfans sahen den 3:1-Erfolg der Königlichen, womit herausragende 22,2 Prozent erzielt wurden. Bei den Jüngeren waren 2,12 Millionen mit dabei, mit 20,6 Prozent lag man wie erwähnt auch hier vorne. Das „heute journal“ wurde in der Halbzeitpause von 5,74 Millionen Gesamtzuschauern (17,9 Prozent) mehr oder weniger aufmerksam verfolgt. Nach dem Abpfiff blieben noch zwischen 4,56 Millionen und 5,07 Millionen für die Zusammenfassung weiterer Spiele dran, die Marktanteile bewegten sich mit über 21 Prozent weiter auf hohem Niveau.

    Das Erste hatte hingegen mit dem Drama „Aufbruch ins Ungewisse“ keine Chance und blieb bei insgesamt 3,08 Millionen Zuschauern und mauen 9,5 Prozent hängen. In der Zielgruppe war der Film angesichts 4,6 Prozent ebenfalls kein Erfolg. „Wer weiß denn sowas?“ sprach am Vorabend sogar knapp eine Million Zuschauer mehr an, genauer gesagt waren exakt vier Millionen dabei, womit richtig starke 18,9 Prozent erzielt wurden. Im weiteren Verlauf des Abends konnte man übrigens auch nicht mehr viel retten: Nachdem sich die „Tagesthemen“ gegen die zweite Halbzeit der Champions League mit gerade mal noch 1,91 Millionen Zuschauern und miesen 6,6 Prozent begnügen mussten, talkte „Maischberger“ angesichts 2,04 Millionen immerhin vor ein paar mehr Menschen. Der Marktanteil betrug dennoch unterdurchschnittliche 10,4 Prozent.

    Einen sehr schlechten Start in den Abend erwischten indes ProSieben und Sat.1 mit ihren Filmen. Letztgenannter Sender konnte mit der passenden Romantikkomödie „Valentinstag“ nur 690.000 Jüngere anlocken, was ziemlich miesen 6,8 Prozent entsprach. „Couchgeflüster“ kam anschließend sogar nicht über 6,3 Prozent hinaus. ProSieben fiel zur besten Sendezeit mit dem Thriller „Disturbia – Auch Killer haben Nachbarn“ auf die Nase, der mit 670.000 Zuschauern nur 6,4 Prozent generierte. Immerhin ging es für „Gesetz der Rache“ nachfolgend deutlich nach oben, 9,6 Prozent standen hier zu Buche.

    Bei VOX ist die internationale Ko-Produktion „Gone“ mittlerweile im roten Bereich angekommen. Diesmal setzte es mit nur noch 4,8 Prozent bei 510.000 werberelevanten Zuschauern neue Tiefstwerte. Ein Doppelpack an „Rizzoli & Isles“-Wiederholungen war später auch nur für 4,8 und 5,4 Prozent gut. Als Leidensgenosse erwies sich RTL II, wo „Babys! Kleines Wunder – großes Glück“ und „Die Babystation“ mit 4,2, 4,0 und 3,6 Prozent die starke Konkurrenz ebenfalls deutlich zu spüren bekamen. Und auch kabel eins konnte mit den Filmen „Next – Tödliche Aussichten“ und „Final Destination“ angesichts 4,0 und 3,2 Prozent nichts reißen. Viel besser machte es ZDFneo, wo eine alte Folge von „Ein starkes Team“ fantastische 9,8 Prozent beim Gesamtpublikum erreichte. Mit insgesamt 3,16 Millionen Zuschauern landete man deutlich vor vermeintlich größeren Konkurrenten wie ProSieben und Sat.1, sogar den ARD-Film konnte man letztlich hinter sich lassen.

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