45 Jahre „Der Alte“ im ZDF

    Am 11. April 1977 lief der erste Fall des Krimi-Dauerbrenners

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 11.04.2022, 11:00 Uhr

    Der vierte „Alte“ und das alte Team: 2012 übernahm Jan-Gregor Kremp (2. v. l.) die Hauptrolle ZDF/​Michael Marhoffer

    Die kurze Ära Rolf Herzog endete mit einigen Sätzen zu Beginn der Episode „Königskinder“ (366). Herzog sei nach Südamerika gereist, wo sein Sohn einen schweren Autounfall gehabt habe. So lernten Heymann, Richter und Riedmann mit Richard Voss ihren neuen Chef kennen. Der kam aus Essen, wo er gegen das organisierte Verbrechen ermittelte, und zeichnete sich durch Warmherzigkeit und Menschenkenntnis aus. Ähnlich wie Leo Kress konnte aber auch Voss aufbrausend sein, vor allem, wenn ihm der Geduldsfaden riss. Allerdings geschah dies auch hier auf eine Art und Weise, die nie die Verantwortung für sein Team vermissen ließ.

    Als Voss in der Folge „Des Todes kalte Finger“ (375) erstmals auf die neue Gerichtsmedizinerin Dr. Franziska Sommerfeld (Christina Rainer) traf, war es der erste Schritt zu einer Liebesbeziehung. Voss und Sommerfeld hatten eine wunderbare Chemie und die intelligent geschriebene Beziehung zwischen den beiden älteren Liebenden beeindruckt bis heute mit ihrer verspielten Herzlichkeit. Und: „Der Alte“ hatte erstmals eine Frau im festen Ensemble. Nach mehr als 35 Jahren war das überfällig.

    2014 kam es dann zu einem weiteren großen Einschnitt bei dem Traditionskrimi. Mitte September 2014 verkündete Pierre Sanoussi-Bliss, dass er und Markus Böttcher nach 18 beziehungsweise 28 Jahren aus der Serie entlassen worden waren. Der Sender bestätigte, dass jüngere Nachfolger einen Generationenwechsel beim „Alten“ vollziehen würden. Drei Jahre später scheiterten Sanoussi-Bliss und Böttcher mit einer Klage vor dem Bundesarbeitsgericht gegen das Vorgehen der Produktionsfirma, die zuvor die Schauspieler jahrelang mit Kettenverträgen an sich gebunden hatte.

    In einem späteren Interview mit der „Webtalkshow“ sagte Pierre Sanoussi-Bliss, dass das Bittere nicht die Umbesetzung an sich gewesen sei, so etwas gehöre zum Beruf. Die Art und Weise, wie das geschah, sei allerdings „unterste Schublade“ gewesen. So habe man ihn und Böttcher unter einem erlogenen Vorwand nach München eingeladen, ihnen gesagt, man wolle an der Figurengestaltung arbeiten. Stattdessen sei ihnen dort aber das abrupte Ende ihrer langjährigen Tätigkeit verkündet und danach gleich das letzte Drehbuch in die Hand gedrückt worden. Sanoussi-Bliss ging mit seiner Kritik am Verhalten der Produktionsfirma noch am Tag des Rauswurfs mit einem Facebook-Video an die Öffentlichkeit. Böttcher äußerte sich dagegen nie zu den damaligen Vorgängen, die seine Ermittler-Karriere so unredlich beendet hatten.

    Neuanfang mit jüngerem Team: „Der Alte“ ab 2017 ZDF/​Henrik Heiden

    „Der Alte“ ging weiter. Und Richard Voss bekam ein neues Team an seine Seite gestellt, das sich durchaus sehen lassen konnte. Mit Stephanie Stumph („Stubbe – Von Fall zu Fall“) und dem Charakterdarsteller Ludwig Blochberger wurden zwei bekannte Schauspieler verpflichtet, um die neuen Assistenten Annabell Lorenz und Tom Kupfer zu verkörpern. Während der sportliche und gesund lebende Kupfer gerne mit seinem Klapprad auf Verbrecherjagd ging, wollte Lorenz lieber mit dem Kopf durch die Wand und sagte gerade heraus, was sie denkt. Dabei stieß sie bei ihrem Chef nicht immer auf Gegenliebe.

    Kremp, Stumph, Blochberger und Rainer bildeten ein überaus stimmiges Team, zu dem zunächst auch noch Michael Ande als unverwüstlicher Gerd Heymann gehörte. In der Folge 403 „Paradiesvogel“ ging das Urgestein, der „eigentliche Alte“, dann schließlich doch in Ruhestand. In einem berührenden Moment fragte ihn sein jüngerer Chef Voss: Was bleibt nach 39 Jahren Mordkommission? Für Heymann vor allem die Erinnerung an Menschen, die um ein gutes Leben kämpften. Eine vorbereitete Feier lehnte der Dienstälteste ab,verließ das Polizeipräsidium recht abrupt. Letztendlich warf er aber doch einen herzlichen Blick zurück und sah seine Kollegen am Fenster stehen.

    Seit März 2022 neu im Team: Yun Huang als IT-Spezialistin Julia Lulu Zhao ZDF/​Henrik Heiden

    Um die Lücke zu schließen, kam Recherche-Talent Lenny Wandmann ab 2017 ins Team, verkörpert von Thimo Meitner. Wandmann war allerdings kein klassischer Ermittler, sondern ein Informatiker mit Asperger-Syndrom, der vom Schreibtisch aus neue Ermittlungs-Ansätze für sein Team auftat. Seine Nachfolgerin in einer ähnlichen Position ist seit der aktuellen Staffel die „Rote Rosen“-Veteranin Yun Huang als Julia Lulu Zhao, die gerne in Uniform zum Dienst erscheint.

    Während sich die 450. Folge von „Der Alte“ mit großen Schritten nähert, bahnt sich bei dem ZDF-Dauerbrenner ein weiterer Wechsel an. Jan-Gregor Kremp zieht sich nach zehn Jahren als Richard Voss zurück, Anfang März wurde Thomas Heinze als Nachfolger verkündet (fernsehserien.de berichtete). Bereits in diesem Sommer wird er für seine neue Hauptrolle vor der Kamera stehen, die Bildschirmpremiere steht dann 2023 an. Der Kultkrimi am Freitagabend lebt also weiter, wieder einmal unter anderen Vorzeichen. Den letzten Fall haben die Ermittler der Münchner Mordkommission II noch längst nicht geklärt.

    zurück

    Über den Autor

    Ralf Döbele ist Jahrgang 1981 und geriet schon in frühester Kindheit in den Bann von „Der Denver-Clan“, „Star Trek“ und „Aktenzeichen XY…ungelöst“. Davon hat er sich als klassisches Fernsehkind auch bis heute nicht wieder erholt. Vor allem US-Serien aus allen sieben Jahrzehnten TV-Geschichte haben es ihm angetan. Zu Ralfs Lieblingen gehören Dramaserien wie „Friday Night Lights“ oder „The West Wing“ genauso wie die Prime Time Soaps „Melrose Place“ und „Falcon Crest“, die Comedys „I Love Lucy“ und „M*A*S*H“ oder das „Law & Order“-Franchise. Aber auch deutsche Kultserien wie „Derrick“ oder „Bella Block“ finden sich in seinem DVD-Regal, das ständig aus allen Nähten platzt. Ralf ist als freier Redakteur für fernsehserien.de tätig und kümmert sich dabei hauptsächlich um tagesaktuelle News und um Specials über die Geschichte von deutschen und amerikanischen Kultformaten.

    Lieblingsserien: Six Feet Under, Star Trek – Enterprise, Aktenzeichen XY…ungelöst

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am via tvforen.de

      Ich gucke derzeit alte Krimiserien und muss sagen, dass ich ein richtiger Köster-Fan geworden bin und leider schon mit allen Kösters durch bin. Ich mag aber auch Leo Kress, auch wenn der nicht so "brummelig" ist wie Köster :-)
      • am via tvforen.de

        Ich fand auch Walter Kreye sehr gut! Leider hatte man ihn damals wegen seiner Krankheit abserviert!
      • am via tvforen.de

        Mir war Köster auch am liebsten. Wobei ich ihn als Mensch, soweit ich das beurteilen kann, nicht sympathisch fand. Direkt sympathisch fand ich den Kommissar auch nicht, aber eben unterhaltsam-verschroben.
      • am via tvforen.de

        Beim Kommissar merkt man das Altbackene an. Da war Derrick wohl eine Art "Gegenangriff". In einer Folge erwähnt der Kommissar doch, dass es ganz normal ist, seine Frau auch mal zu schlagen. Die habe ich abgebrochen, genauso eine Folge, in der religiöse Doppelmoral am laufenden Band kam.

        Ich dachte anfangs, dass der Kommissar deutlich älter ist als Derrick und Anfang der 60er gedreht wurde. Dabei startete er auch erst 1969.

        Spannend finde ich den Kommissar durchaus und ich gucke ihn auch, aber so richtige Sympathieträger habe ich in der Serie nicht gefunden.
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > In einer Folge erwähnt der Kommissar doch, dass es ganz
        > normal ist, seine Frau auch mal zu schlagen.

        Das fand ich auch nicht ok, wobei er es aber so nicht gesagt hat. Wenn Du schon zitierst, dann bitte richtig.

        Aber trotzdem finde ich, dass "Der Tod fährt 1. Klasse" eine der besten Folgen ist.
      • am via tvforen.de

        Meiner Meinung nach wurde es durch die Blume so gesagt. Gut, vielleicht nicht mit dem Begriff okay, aber es würde angedeutet, dass so etwas eben mal passieren kann und mehr oder weniger normal sei. Und zwischen Verharmlosen und etwas in Ordnung finden ist der Unterschied oft nicht groß.

        Würde in einem heutigen Krimi nur ansatzweise so ein Satz fallen, wäre der Shitstorm riesig und das wäre in dem Fall auch gut so.

        Man merkte den Unterschied der Generationen: Der junge Fritz Wepper fand es furchtbar, der alte Kommissar verharmloste es.

        In einer Serie (wenn ich nur wüsste, welche es war) lief eine junge Frau in sehr kurzem Rock vorbei und jemand (ich weiß nicht mehr, ob es ein Mann oder eine Frau war), dass "solche Mädchen sich doch nicht wundern müssten, wenn sie dann vergewaltigt werden". Einerseits ein widerlicher Satz, andererseits passte es in dem Fall zum ekelhaften Charakter der Person, die ja möglichst authentisch dargestellt werden soll.
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Meiner Meinung nach wurde es durch die Blume so
        > gesagt. Gut, vielleicht nicht mit dem Begriff
        > okay, aber es würde angedeutet, dass so etwas
        > eben mal passieren kann und mehr oder weniger
        > normal sei.

        Ich habe es auch so in Erinnerung, was ja auch bedeutet, dass die Szene über Jahrzehnte im Gedächtnis hängengeblieben ist. Ich meine, dass Erik Ode es so gespielt hat, dass dieser Punkt der Rollenfigur Keller unangenehm ist. Und das finde ich wichtig. In Krimis müssen die Ermittler nicht durch und durch einwandfrei auftreten, auch dann nicht, wenn sie, wie die Vaterfigur Keller, im Kern eine positive Rolle haben. Wichtig ist dann aber, dass ihre Fehler, ihr Fehlverhalten nicht so stehen bleiben, sondern als solche kenntlich gemacht werden. Die Figuren bekommen durch ihre Fehlbarkeit (wie wir alle) erheblich mehr Tiefe.

        Ein Beispiel aus einem frühen Tatort: Der Münchner Kommissar Veigl (Gustl Bayrhammer) war auch eine durch und durch positive Identifikationsfigur. In einer Episode ("Blau-weiße Turnschuhe" ?) verhält er sich gegenüber Gastarbeitern aber alles andere als respektvoll. Dafür bekommt er aber am Schluss die Quittung - und wird nachdenklich. Schluss. So zumindest habe ich es in Erinnerung. - Fand ich gut.

        > Man merkte den Unterschied der Generationen: Der
        > junge Fritz Wepper fand es furchtbar

        Daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Kann jemand die Stelle genau benennen?
      • am via tvforen.de

        Kaschi schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Ein Beispiel aus einem frühen Tatort: Der
        > Münchner Kommissar Veigl (Gustl Bayrhammer) war
        > auch eine durch und durch positive
        > Identifikationsfigur. In einer Episode
        > ("Blau-weiße Turnschuhe" ?) verhält er sich
        > gegenüber Gastarbeitern aber alles andere als
        > respektvoll. Dafür bekommt er aber am Schluss die
        > Quittung - und wird nachdenklich. Schluss. So
        > zumindest habe ich es in Erinnerung. - Fand ich
        > gut.

        Die Veigl-Tatort-Folge war "Wohnheim Westendstraße" von 1976.

        https://youtu.be/UIzyHB3avBo

        Da spricht Veigl von "Itakern" und tischt schlimme Vorurteile auf. Eine Dolmetscherin spiegelt ihm sein Verhalten und bringt ihn zum Nachdenken.

        By the way: Die Dolmetscherin Frau Welponer wird von Margot Leonard gespielt, die Diana Rigg als Emma Peel synchronisiert hat. Und auch Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Katherine Hepburn ...
      • am via tvforen.de

        Hier einmal der Link zum Youtube Video.

        https://youtu.be/097tjE9zCyA

        Bei 37:00 etwa ist das Gespräch zwischen Keller und Harry. Harry sieht in der Gewalt ein Motiv, Keller sieht das nicht so extrem.
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > In einer Serie (wenn ich nur wüsste, welche es
        > war) lief eine junge Frau in sehr kurzem Rock
        > vorbei und jemand (ich weiß nicht mehr, ob es ein
        > Mann oder eine Frau war), dass "solche Mädchen
        > sich doch nicht wundern müssten, wenn sie dann
        > vergewaltigt werden". Einerseits ein widerlicher
        > Satz, andererseits passte es in dem Fall zum
        > ekelhaften Charakter der Person, die ja möglichst
        > authentisch dargestellt werden soll.

        Könnte das in der ersten Derrick-Folge "Waldweg" gewesen sein?
      • am via tvforen.de

        Falscher Thread, sorry.
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Hier einmal der Link zum Youtube Video.
        >
        > https://youtu.be/097tjE9zCyA
        >
        > Bei 37:00 etwa ist das Gespräch zwischen Keller
        > und Harry. Harry sieht in der Gewalt ein Motiv,
        > Keller sieht das nicht so extrem.

        Die Szene ist aber doch schon bei 21:40 Minuten zu sehen.
      • am via tvforen.de

        Das war kein Krimi.

        Ich bin mir jetzt fast sicher, dass das Heinz Becker gewesen ist.

        Zu dem passt es ja auch 🙈
      • am via tvforen.de

        siebentöter schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Ich fand auch Walter Kreye sehr gut! Leider hatte
        > man ihn damals wegen seiner Krankheit abserviert!


        Das habe ich damals auch sehr bedauert. Obwohl ich Kremp sehr mag. Aber Kreye hätte ich gerne etwas länger gesehen. Man hätte ihm ja auch eine andere Hauptrolle in einer Krimiserie anbieten können..
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Meiner Meinung nach wurde es durch die Blume so
        > gesagt. Gut, vielleicht nicht mit dem Begriff
        > okay, aber es würde angedeutet, dass so etwas
        > eben mal passieren kann und mehr oder weniger
        > normal sei. Und zwischen Verharmlosen und etwas in
        > Ordnung finden ist der Unterschied oft nicht
        > groß.
        >
        > Würde in einem heutigen Krimi nur ansatzweise so
        > ein Satz fallen, wäre der Shitstorm riesig und
        > das wäre in dem Fall auch gut so.
        >
        > Man merkte den Unterschied der Generationen: Der
        > junge Fritz Wepper fand es furchtbar, der alte
        > Kommissar verharmloste es.
        >
        > In einer Serie (wenn ich nur wüsste, welche es
        > war) lief eine junge Frau in sehr kurzem Rock
        > vorbei und jemand (ich weiß nicht mehr, ob es ein
        > Mann oder eine Frau war), dass "solche Mädchen
        > sich doch nicht wundern müssten, wenn sie dann
        > vergewaltigt werden". Einerseits ein widerlicher
        > Satz, andererseits passte es in dem Fall zum
        > ekelhaften Charakter der Person, die ja möglichst
        > authentisch dargestellt werden soll.


        Vielleicht sollten diese Beispiele aber damals schon einen sozialkritischen Kontext herstellen, der nur nicht gut rüber gekommen ist.
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Hier einmal der Link zum Youtube Video.
        >
        > https://youtu.be/097tjE9zCyA
        >
        > Bei 37:00 etwa ist das Gespräch zwischen Keller
        > und Harry. Harry sieht in der Gewalt ein Motiv,
        > Keller sieht das nicht so extrem.

        Da höre ich jetzt aber absolut nichts heraus, das Keller das schlagen von Frauen rechtfertigen würde, auch nicht unterschwellig. Aber cool wie ihm so die Asche von der Kippe auf den Boden fällt ,-))
      • am via tvforen.de

        Kaschi schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Wikki schrieb:
        > --------------------------------------------------
        > -----
        > > Hier einmal der Link zum Youtube Video.
        > >
        > > https://youtu.be/097tjE9zCyA
        > >
        > > Bei 37:00 etwa ist das Gespräch zwischen
        > Keller
        > > und Harry. Harry sieht in der Gewalt ein Motiv,
        > > Keller sieht das nicht so extrem.
        >
        > Die Szene ist aber doch schon bei 21:40 Minuten zu
        > sehen.


        OK, hier hört es sich ganz anders an. Das ist schon heftig. Heute könnte Keller nach dieser Folge einpacken, zurecht!
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Das war kein Krimi.
        >
        > Ich bin mir jetzt fast sicher, dass das Heinz
        > Becker gewesen ist.
        >
        > Zu dem passt es ja auch 🙈


        Ei sinn doch selver Schuld, was laafe die auch rum, als hätte se kei Geld für Klääder. Wenn mir friher halb nackt durchs Dorf gelaufe wären, ei da hätscht mol sien solle, was mei Vadder gesaht hätt. Aver heut wolle se alle Freiheidde, aver die Konze.. dings do, die wolle se nit traje...
      • am via tvforen.de

        Ja es war wohl wirklich schon gegen 21:00.

        Man kann es natürlich, wie jemand bereits schrieb, auch als Kritik an der damaligen Zeit betrachten.

        Die andere Folge, die ich zuletzt genervt abbrach, war "Jähes Ende einer interessanten Beziehung".

        Doppelmoral, so widerlich. Die katholische Pfarrhaushälterin und das junge Fräulein Lehrerin haben panische Angst, dass jemand erfahren konnte, dass sie in der Disco waren und Männer mit nach Hause genommen haben.

        In der Folge, in der eine Schülerin ermordet wurde und der Schulleiter so respektlos mit den Schülern sprach, als hätten diese nur zu gehorchen, gehört auch zu denen, die man als Kritik an der damaligen Gesellschaft ansehen könnte.

        Harter Tobak war natürlich "Fährt der Zug nach Italien". Gewalt an Kindern war damals leider viel zu wenig verachtet, ist heute zwar endlich gesetzlich verboten, kommt aber natürlich immer noch viel zu oft vor.
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Ja es war wohl wirklich schon gegen 21:00.
        >
        > Man kann es natürlich, wie jemand bereits
        > schrieb, auch als Kritik an der damaligen Zeit
        > betrachten.
        >
        > Die andere Folge, die ich zuletzt genervt abbrach,
        > war "Jähes Ende einer interessanten Beziehung".
        >
        > Doppelmoral, so widerlich. Die katholische
        > Pfarrhaushälterin und das junge Fräulein
        > Lehrerin haben panische Angst, dass jemand
        > erfahren konnte, dass sie in der Disco waren und
        > Männer mit nach Hause genommen haben.
        >
        > In der Folge, in der eine Schülerin ermordet
        > wurde und der Schulleiter so respektlos mit den
        > Schülern sprach, als hätten diese nur zu
        > gehorchen, gehört auch zu denen, die man als
        > Kritik an der damaligen Gesellschaft ansehen
        > könnte.
        >
        > Harter Tobak war natürlich "Fährt der Zug nach
        > Italien". Gewalt an Kindern war damals leider viel
        > zu wenig verachtet, ist heute zwar endlich
        > gesetzlich verboten, kommt aber natürlich immer
        > noch viel zu oft vor.



        Genau was Du beschreibst, und noch viele Beispiele mehr, lassen mich immer mit den Augen rollen, wenn ältere Menschen sagen: "Früher war alles besser:" Ein Scheiß war besser....
      • am via tvforen.de

        Nein, nein! Früher war alles schlechter!

        Wusste schon Opadeldok!

        https://www.dailymotion.com/video/x6kejfc
      • am via tvforen.de

        Kaschi schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Nein, nein! Früher war alles schlechter!
        >
        > Wusste schon Opadeldok!
        >
        > https://www.dailymotion.com/video/x6kejfc


        ;-))) Vor den Kasten hatte ich als Kind Angst ! ! !
      • am via tvforen.de

        Selbstverständlich war früher alles besser. Sieht man sehr gut beim Kommissar. Da gab es jedenfalls noch echte Männer, keine veganen Lastenrad-Luschen.
      • am via tvforen.de

        Touch-Down schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Selbstverständlich war früher alles besser.
        > Sieht man sehr gut beim Kommissar. Da gab es
        > jedenfalls noch echte Männer, keine veganen
        > Lastenrad-Luschen.

        Echte Männer gibt es auch heute . Ich definiere "echter Mann" auch mit körperlicher Fitness und der Befähigung eine körperliche Auseinandersetzung zu bestehen. Ansonsten und grundsätzlich sollte ein "echter Mann" eine klare Haltung haben, und diese auch vertreten, wenn es ungemütlich wird. Ein echter Mann ist NICHT, wer 60 Kippen am Tag raucht, und bis 18 Uhr schon 6 Cognacs intus hat.

        Obwohl gegen einen guten Cognac nichts zu sagen ist ;-)
      • am via tvforen.de

        Ein Mann, der offen zugibt, auch mal Angst zu haben und einer körperlichen Auseinandersetzung aus dem Weg geht, ist für mich ein Mann. Ein Mann ist keiner, der sich nur so verhält, weil es ihm so vorgegeben wurde.

        Leute, die Wörter wie Weichei oder Lusche in einem solchen Zusammenhang nutzen, könnte ich manchmal virtuell treten.

        Zum Glück werden diese Militaristen (Helden müssen kämpfen und wer flieht, ist ein Feigling) ja weniger.
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Ein Mann, der offen zugibt, auch mal Angst zu
        > haben und einer körperlichen Auseinandersetzung
        > aus dem Weg geht, ist für mich ein Mann. Ein Mann
        > ist keiner, der sich nur so verhält, weil es ihm
        > so vorgegeben wurde.
        >
        > Leute, die Wörter wie Weichei oder Lusche in
        > einem solchen Zusammenhang nutzen, könnte ich
        > manchmal virtuell treten.
        >
        > Zum Glück werden diese Militaristen (Helden
        > müssen kämpfen und wer flieht, ist ein Feigling)
        > ja weniger.

        Ähnlich denke ich. Ein Mann muss eine gewisse Reife haben.
        Und wenn er sich noch sehr mit den Fäusten behaupten kann, fehlt ihm die Reife, dann ist er für mich lediglich ein großer Junge - aber kein Mann.
      • am via tvforen.de

        Ansichtssache. Ich als überzeugter Ewiggestriger lebe und liebe den Zeitgeist der 70er und bin allergisch gegen diese neue Korrektheit, vegane Öko-Fritzen, Gesundheitsapostel, Gender-Affen und dergleichen.
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Ein Mann, der offen zugibt, auch mal Angst zu
        > haben und einer körperlichen Auseinandersetzung
        > aus dem Weg geht, ist für mich ein Mann. Ein Mann
        > ist keiner, der sich nur so verhält, weil es ihm
        > so vorgegeben wurde.
        >
        > Leute, die Wörter wie Weichei oder Lusche in
        > einem solchen Zusammenhang nutzen, könnte ich
        > manchmal virtuell treten.
        >
        > Zum Glück werden diese Militaristen (Helden
        > müssen kämpfen und wer flieht, ist ein Feigling)
        > ja weniger.


        Ich habe nur auf Touch-Down geantwortet. Deine Beschreibungen sind auch richtig!
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        >
        > Zum Glück werden diese Militaristen (Helden
        > müssen kämpfen und wer flieht, ist ein Feigling)
        > ja weniger.


        Wer allerdings als regulärer Soldat einer demokratischen! Armee flieht, wenns gefährlich wird, und wer seine Kameraden im Stich lässt, für den habe ich kein Verständnis!
      • am via tvforen.de

        Touch-Down schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Ansichtssache. Ich als überzeugter Ewiggestriger
        > lebe und liebe den Zeitgeist der 70er und bin
        > allergisch gegen diese neue Korrektheit, vegane
        > Öko-Fritzen, Gesundheitsapostel, Gender-Affen und
        > dergleichen.

        Dazwischen gibt es auch ein gesundes Mittelmaß, in dem ich mich bewege. Aber das dein politischer und gesellschaftlicher Kompass nicht richtig tickt, hast du ja hier schon oft genug unter Beweis gestellt. Wir wissen es...
      • am via tvforen.de

        Ich meine damit auch die, die gezwungen werden. Allerdings habe ich auch Verständnis für die halben Kinder, die in den Weltkriegen zunächst freiwillig Held sein wollten und dann begriffen haben, wie wenig das Ganze mit einem Abenteuer zu tun hat.

        Die Brücke von Bernhard Wicki kommt mir in den Sinn.
      • am via tvforen.de

        Wikki schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Ich meine damit auch die, die gezwungen werden.
        > Allerdings habe ich auch Verständnis für die
        > halben Kinder, die in den Weltkriegen zunächst
        > freiwillig Held sein wollten und dann begriffen
        > haben, wie wenig das Ganze mit einem Abenteuer zu
        > tun hat.
        >
        > Die Brücke von Bernhard Wicki kommt mir in den
        > Sinn.


        Ja, aber da war Fahnenflucht legitim. Da sie ja einem Unrechtsstaat dienten. Bei der Bundeswehr gibt es eine Vorschrift, die die Dienstverweigerung außer Strafe stellt, wenn der Befehl gegen die Menschenwürde verstößt. Auch russische Soldaten dürften jetzt desertieren, auch sie dienen einem Unrechtsstaat, einem Verbrecher.
      • am via tvforen.de

        Touch-Down schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Ansichtssache. Ich als überzeugter Ewiggestriger
        > lebe und liebe den Zeitgeist der 70er

        Aber schon in den 70er Jahren lernten Kinder bei "Wickie und die starken Männer", dass wahre Stärke eben nicht die körperliche ist.
      • am via tvforen.de

        Touch-Down schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Ansichtssache. Ich als überzeugter Ewiggestriger
        > lebe und liebe den Zeitgeist der 70er und bin
        > allergisch gegen diese neue Korrektheit, vegane
        > Öko-Fritzen, Gesundheitsapostel, Gender-Affen und
        > dergleichen.

        Ach, du bist ein Schnacker. Was hast du schon für eine Ahnung vom Zeitgeist der 70er! Du bist Jahrgang 77 und hast die Zeit sicher nicht mehr bewusst erlebt.
      • am via tvforen.de

        Touch-Down schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Ansichtssache. Ich als überzeugter Ewiggestriger
        > lebe und liebe den Zeitgeist der 70er und bin
        > allergisch gegen diese neue Korrektheit, vegane
        > Öko-Fritzen, Gesundheitsapostel, Gender-Affen und
        > dergleichen.

        Dafür bist du in sehr vielen Bereichen tatsächlich "ewiggestrig"... ist ja ein Wunder, das du einen PC bedienen kannst :-)
        Stecken wir uns ne Kippe an.

        Snake
      • am via tvforen.de

        Touch-Down schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Ansichtssache. Ich als überzeugter Ewiggestriger
        > lebe und liebe den Zeitgeist der 70er und bin
        > allergisch gegen diese neue Korrektheit, vegane
        > Öko-Fritzen, Gesundheitsapostel, Gender-Affen und
        > dergleichen.

        Also, da ist schon ein Unterschied zwischen dem Zeitgeist der 70er und verbitterter Respektlosigkeit, die du an den Tag legst. Aber wenn es dir hilft, sie in etwas "Cooles" umzudeuten, dann deklariere dich halt so.
    • am via tvforen.de

      Wenn es schon Jahre her ist und die Hauptfigur "Der Alte" heißt, dann müsste sie doch schon gestorben sein, lasst mich mal gucken, tatsächlich:

      Siegfried Lowitz (* 22. September 1914 als Siegfried Wodolowitz in Berlin; † 27. Juni 1999 in München)
      • am via tvforen.de

        kleinbibo schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Wenn es schon Jahre her ist und die Hauptfigur
        > "Der Alte" heißt, dann müsste sie doch schon
        > gestorben sein, lasst mich mal gucken,
        > tatsächlich:
        >
        > Siegfried Lowitz (* 22. September 1914 als
        > Siegfried Wodolowitz in Berlin; † 27. Juni 1999
        > in München)

        Schon so lange her.
        Aber wenn wir von der Hauptfigur reden: Erwin Köster starb bereits Anfang 1986 in der 100. Folge nach einer Schießerei.
      • am via tvforen.de

        Was war dieser Erwin Köster doch für ein Spitzentyp. Jedes Mal wieder eine Freude, ihn zu sehen und hören.
      • am via tvforen.de

        Köster perfektionierte seinen ironischen Ermittler, den er schon in "Der Frosch mit der Maske" kreiert hatte. Die Figuren sind sich sehr ähnlich.
      • am via tvforen.de

        Besonders die Kabbeleien mit Henning Schlüter waren ein Genuss! Soweit meine Erinnerung noch stimmt.
      • am via tvforen.de

        Sir Hilary 2.0 schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Köster perfektionierte seinen ironischen
        > Ermittler, den er schon in "Der Frosch mit der
        > Maske" kreiert hatte. Die Figuren sind sich sehr
        > ähnlich.

        Ja, Kösters sympathischer trockener Humor mochte ich auch sehr.
        Hatte erst vor einiger Zeit wieder mehrere Folgen gesehen.
        Sein Chef: wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
        köster, das kann ich doch nicht, da bin ich nicht dazu in der Lage, oder so ähnlich.
        Vor dem Ende der köster Ära, konnte ich keinen Qualitätsmangel der Folgen feststellen, was lowitz jedoch mehrmals deutlich öffentlich beklagte.

        Die Musik war auch sehr gut, eine großartige gutgemachte Serie, fast zehn Jahre, das ist traumhaft spitze.

        Gruß

        Kornelson
      • am via tvforen.de

        kornelson schrieb:
        -------------------------------------------------------
        >
        > Ja, Kösters sympathischer trockener Humor mochte
        > ich auch sehr.
        > Hatte erst vor einiger Zeit wieder mehrere Folgen
        > gesehen.
        > Sein Chef: wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
        > köster, das kann ich doch nicht, da bin ich nicht
        > dazu in der Lage, oder so ähnlich.

        In einer Folge hatte er einen dicken Verband um den Zeigefinger, weil er sich beim Reibekuchen machen tief in den Finger geschnitten hat. Als sein Chef fragte, was er da gemacht hat, war die Antwort:
        "Ich dachte, ich kriege einmal von meinem Chef was Gutes zu hören. Da hab ich mich geschnitten!"

        Kann man heute auch noch im Alltag gebrauchen :-)

        Snake
      • am via tvforen.de

        burchi schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > Besonders die Kabbeleien mit Henning Schlüter
        > waren ein Genuss! Soweit meine Erinnerung noch
        > stimmt.

        Henning Schlüter moserte auch schon in "John Klings Abenteuer" als Inspektor Bradley rum, aber nur dreimal. Leider.
      • am via tvforen.de

        Kaschi schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > burchi schrieb:
        > --------------------------------------------------
        > -----
        > > Besonders die Kabbeleien mit Henning Schlüter
        > > waren ein Genuss! Soweit meine Erinnerung noch
        > > stimmt.
        >
        > Henning Schlüter moserte auch schon in "John
        > Klings Abenteuer" als Inspektor Bradley rum, aber
        > nur dreimal. Leider.


        Ja, die ersten Folgen als Köster - sichtbar- noch selbst einen Chef hatte, war sehr interessant. Später agierte Köster ja selbst "nur" noch als Chef, da sein Vorgesetzter nicht mehr als Person in der Serie in Erscheinung trat.

        Schlüter war geboren für die Rolle des strengen, grantelnden Chef!
      • am via tvforen.de

        Snake Plissken schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > kornelson schrieb:
        > --------------------------------------------------
        > -----
        > >
        > > Ja, Kösters sympathischer trockener Humor
        > mochte
        > > ich auch sehr.
        > > Hatte erst vor einiger Zeit wieder mehrere
        > Folgen
        > > gesehen.
        > > Sein Chef: wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
        > > köster, das kann ich doch nicht, da bin ich
        > nicht
        > > dazu in der Lage, oder so ähnlich.
        >
        > In einer Folge hatte er einen dicken Verband um
        > den Zeigefinger, weil er sich beim Reibekuchen
        > machen tief in den Finger geschnitten hat. Als
        > sein Chef fragte, was er da gemacht hat, war die
        > Antwort:
        > "Ich dachte, ich kriege einmal von meinem Chef was
        > Gutes zu hören. Da hab ich mich geschnitten!"
        >
        > Kann man heute auch noch im Alltag gebrauchen :-)
        >
        > Snake


        Die Frage bekam er zweimal gestellt. Beim ersten Mal war die Antwort: "Den Finger hab ich mir durchgescheuert, als ich mein Gehalt gezählt habe."

        Ist übrigens aus Folge 8 "Lohngeld", eine der besten Folgen überhaupt.
      • am via tvforen.de

        Snake Plissken schrieb:
        -------------------------------------------------------
        > kornelson schrieb:
        > --------------------------------------------------
        > -----
        > >
        > > Ja, Kösters sympathischer trockener Humor
        > mochte
        > > ich auch sehr.
        > > Hatte erst vor einiger Zeit wieder mehrere
        > Folgen
        > > gesehen.
        > > Sein Chef: wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
        > > köster, das kann ich doch nicht, da bin ich
        > nicht
        > > dazu in der Lage, oder so ähnlich.
        >
        > In einer Folge hatte er einen dicken Verband um
        > den Zeigefinger, weil er sich beim Reibekuchen
        > machen tief in den Finger geschnitten hat. Als
        > sein Chef fragte, was er da gemacht hat, war die
        > Antwort:
        > "Ich dachte, ich kriege einmal von meinem Chef was
        > Gutes zu hören. Da hab ich mich geschnitten!"
        >
        > Kann man heute auch noch im Alltag gebrauchen :-)
        >
        > Snake

        Ja, da stimmte ich Dir zu.
    • (geb. 1967) am

      Mmh ...
      Sicher haben alle Darsteller aus DER ALTE positive Charakteren. 
      Aber warum musste man tatsächlich nach jedem Abgang eines ALTEN einen neuen Darsteller verpflichten?
      Wäre es nicht spätestens nach dem Abgang von Leo Kress (Rolf Schimpf) an der Zeit gewesen, Gerd Heymann (Michael Ande) zu befördern und zum Chef-Alten zu machen?
      • (geb. 1968) am

        "Der Alte" ist ein wahrer Klassiker und Weggefährte in meinem Leben. Der Beste war freilich Siegfried Lowitz als knorriger Kommissar Köster, gefolgt von Rolf Schimpf als Leo Kress.
        Auch auf die Gefahr, dass die jüngere Generation schimpft: Danach ging´s abwärts. Walter Kreye war noch ganz gut, auch Jan-Gregor Kremp spielt solide. Doch mit ihm sind die Drehbücher leider anders geworden. Der typische Ringelmann-Stil mit noblen Vorort-Villen, gehobener Atmosphäre und starken Schauspielern ist abhanden gekommen. Schon der Rauswurf von Kreye, Sanoussi-Bliss und Böttcher war mehr als unglücklich. Der Ausstieg von Michael Ande alias Gerd Heymann bedeutete schließlich das endgültige Aus. Die alten Folgen machen um Längen mehr Spaß, als die aktuellen Folgen, die beliebig und austauschbar sind, wie viele andere Krimis heute. Schade, aber trotzdem: Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum und danke für die vielen guten Jahre!
        • am

          Da schließ ich mich doch an!
          Vielleicht ist mal das ZDF endlich bereit auch die alten Lowitz und Schimpf Folgen zu wiederholen und nicht immer die letzten Staffeln oder auf Neo Wilsberg in Endlosschleife! Aber anscheinend herrscht da immer noch die Meinung "Die ollen Kamellen will eh keiner mehr sehen - und unser junges Publikum braucht anderes!" vor. Doch weit gefehlt, denn diese Wiederholungen kann man doch gut mit Medikamentenwerbung für Oppa und Omma vollstopfen! Das ZDF braucht doch Geld für die Pensionskasse, Sportrechte und Gottschalks Hals der gestopft werden muß! Wetten?
        • (geb. 1958) am

          schon mal was von ZDF Select in der Mediathek gehört, da kann man die alten Serien hoch und runter schauen
        • am

          Danke, aber leider kostenpflichtig. Die Serien etc. wurden doch mit meinem Geld gedreht, also nochmal zahlen??????

      weitere Meldungen