„Nachtschwestern“: Corona besiegelt Ende der RTL-Serie

    Eigenproduktion erhält keine dritte Staffel

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 11.08.2020, 16:40 Uhr

    Der Cast der „Nachtschwestern“ – Bild: TVNOW/Ruprecht Stempell
    Der Cast der „Nachtschwestern“

    Für die „Nachtschwestern“ ist die letzte Klappe gefallen, es wird keine dritte Auflage der RTL-Eigenproduktion geben. Das berichtet DWDL unter Berufung auf den Sender.

    Offiziell lautet die Begründung aus Köln demnach, dass die Corona-Krise die Produktions- und Programmplanung nachhaltig beeinflusst habe. Dadurch sei es bei zuvor bestellten Produktionen zu Verzögerungen teils um Monate gekommen. So sehe man sich gezwungen, zunächst diese Produktionen abzusichern, bevor man grünes Licht für weitere Serienstaffeln geben könne.

    Man muss aber auch festhalten, das die zweite Staffel von „Nachtschwestern“ sich mit Zielgruppen-Quoten um die Zweistelligkeit nicht unbedingt als vermutlich verhältnismäßig teures Aushängeschild aufgedrängt hat. So folgt „Nachtschwestern“ nun nach zwei Staffeln und 20 Episoden den eingestellten Dienstagsdramen „Jenny – echt gerecht!“, „Sankt Maik“ und „Beck is back!“, die es auch alle auf diese Laufzeit gebracht haben.

    Zuvor hatte auch schon VOX auf die veränderten Rahmenbedingungen durch Corona reagiert und die zuvor bestellte zweite Staffel von „Rampensau“ wieder abbestellt: Der Sender hatte der quotenschwachen Serie eigentlich eine zweite Chance geben wollen, doch unter anderem die zu erwartenden Einbußen bei der Werbung wegen der durch Corona zu erwartenden Wirtschaftskrise führten zur Umentscheidung.

    Die Krankenhausserie „Nachtschwestern“ wurde von UFA Fiction in Berlin gedreht. Die Hauptrollen hatten Ines Quermann als Schwester Ella Fink, Mimi Fiedler als Schwester Nora Altmeyer, Oliver Franck als Dr. Sebastian Sander, Nassim Avat als Pfleger Karim Asfari, Marc Dumitru als Dr. Jan Kühnert und Valerie Huber als Schwesternschülerin Kiki Schmitz sowie ab der zweiten Staffel Linda Marlen Runge als Assistenzärztin Dr. Leonie Mertens und Sarah Hannemann als Krankenschwester Meike Lutz.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      RTL hat nicht genügend Rückrad, ehrlich zu sagen, warum die Serie abgesetzt wird: zu wenig Einschaltquoten und damit zu wenig interresierte Werbepartner. Typisch für RTL: Bringt nicht genug Werbeeinnahmen, also wird die Serie einfach abgesetzt. Nachvollziehbar. Das RTL aber die Zuschauer auf einen Cliffhänger sitzen lässt, finde ich zum ko**zen.  Und dann die Corona- Pandemie als Ausrede zu nutzen ist wirklich ein schwaches Verhalten von RTL.
      • (geb. 1976) am

        Tja, Corona ist die neue Ausrede Nummer eins! So kann man sich wenigstens hinstellen und behaupten es wären nicht die schlechten Quoten schuld.

        Wäre ja eigentlich auch nicht schlimm, wenn man nicht mal wieder mit so einem beschissenen Cliffhanger sitzen gelassen wird. Diese Marotte ist einfach nur zum KO**EN!!!
        • am via tvforen.de

          Na ja, für eine RTL-Serie war die schon nicht schlecht gemacht. Natürlich waren die beiden Hauptdarstellerinnen sehr schablonenhaft gezeichnet, der Cast vorwiegend aus RTL-Soaps rekrutiert (wobei "Nachtschwestern" auch nichts anderes war - hier ging es nicht um Patienten oder Geschichten um ein Krankenhaus, hier ging es immer, und zwar in jeder Folge, um persönliche Betroffenheit der Hauptpersonen), aber spannend war das mitunter schon. Ich habe mich wirklich ertappt, wissen zu wollen, wie es weiter geht.

          Unglücklich finde ich, dass das ganze mit einem Cliffhanger endete (natürlich geht es mal wieder um eine der Nachtschwestern, die lebensgefährlich verletzt wurde und wo offen ist, ob sie überlebt). Bei Unsicherheiten, ob so eine Serie weitergeht, lieber erst mal eine Folge weniger drehen und die letzte dann später. Völlig egal, wie sie ausgeht, und offene Enden sind auch nicht immer schlecht, aber hier hat es einfach nicht gepasst.
          • am via tvforen.de

            Kein Verlust!
            • am via tvforen.de

              aber doch irgendwie eine Ironie des Schicksals

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