Kevin McCarthy mit 96 Jahren gestorben

    Von der „Invasion der Körperfresser“ auf die „Flamingo Road“

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 14.09.2010

    Kevin McCarthy mit 96 Jahren gestorben – Von der "Invasion der Körperfresser" auf die "Flamingo Road" – Bild: PR

    Serienfans kennen ihn in markanten Gastrollen, stets mit grimmigem Gesichtsausdruck und markigem Kinn. Kevin McCarthy hatte in seiner sieben Jahrzehnte langen Karriere als Charakterdarsteller nie eine große Hauptrolle in einer Fernsehserie. Dennoch war er im US-Fernsehen omnipräsent und tauchte in dutzenden Formaten auf. Außerdem war er in mehr als 100 Filmen zu sehen. Nun ist McCarthy am vergangenen Samstag im Alter von 96 Jahren gestorben.

    Seinen Durchbruch als Schauspieler hatte Kevin McCarthy Ende der 40er Jahre als Biff, der oberflächliche Bruder von Willy Loman in „Tod eines Handlungsreisenden“. Diese Rolle verkörperte er nicht nur auf der Bühne, sondern auch in der Filmversion. 1951 erhielt er für diese Leistung eine Oscar-Nomninierung. 1956 war McCarthy dann in dem Science-Fiction-Kultklassiker „Invasion der Körperfresser“ zu sehen, in dem er als Landarzt auf die Spur außerirdischer Invasoren gerät.

    In den 60-er Jahren begann McCarthy eine schier endlose Reihe von Gastauftritten in diversen Kultserien. So war er in den nächsten Jahrzehnten unter anderem in „Twilight Zone“, „Kobra, übernehmen Sie“, „High Chaparral“, „Cannon“, „Love Boat“, „Golden Girls“ und „Mord ist ihr Hobby“ zu sehen. Eine feste Rolle hatte Kevin McCarthy Anfang der 80-er Jahre in der Soap „Flamingo Road“ als machtbesessener Millionär Claude Weldon. Auch danach blieb er diesem Genre mit wiederkehrenden Rollen beim „Denver-Clan“ und bei den „Colbys“ treu. Dort machte er als jähzorniger Schwiegervater Miles Colby (Maxwell Caulfield) das Leben schwer.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Ui, einer meiner Lieblingsschauspieler ist von uns gegangen.
      Kevin McCarthy werde ich allein schon wegen der wunderbaren darstellung in "Invasion der Körperfresser" nicht vergessen, aber er war auch ein brillanter Schurkendarsteller und überhaupt ein großartiger Schauspieler. Vor allem in "Flamingo Road" und der bereits erwähnten "Die Macht des Geldes" gefiel er mir sehr gut, aber der mann konnte eigentlich spielen, was er wollte - sein charismatisches Auftreten und sein markantes gesicht machten seine Rollen immer zu einem Vergnügen für den Zuschauer.

      Danke, Kevin, für viele wunderbare Fernsehstunden und einige unvergleichliche Rollen. Vergessen werde ich dich sicherlich nicht, und ein Platz im Kreise all jener Kollegen, die vor dir in den Schuspielerhimmel eingegangen sind, dürfte dir sicher sein.

      Der Lonewolf Pete
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        Er hatte auch einen Gastauftritt in Dallas als "Vater" von Ray Krebbs. Später stellte sich dann herraus, dass Jock Ewing sein leiblicher Vater war.
        Hätte nicht gedacht, dass er schon das biblische Alter von 96 erreicht hatte.
        R.I.P.
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          Oh nein! Den mochte ich sehr gern.

          Für mich ist seine beste Rolle die des Philipp Hastings in "Die Macht des Geldes" (leider nicht aufgeführt im Wunschliste-Artikel), in der er den bösen Ehemann von Lana Turner spielte. Ohne ihn wäre das nur halb so schön gewesen.

          Aber 96 ist ein sehr schönes Alter, und er schien ja bis zuletzt relativ fit gewesen zu sein.
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            war er schon so alt? Meine Güte ....
            Ich habe ihn auch sehr gerne gesehen

            R.I.P.
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            Ein Bösewicht mit einprägsamer Visage. Sehr gerne mochte ich ihn u.a. in Die Reise ins Ich.
            Aber immerhin ist 96 ein stolzes Alter.

            Möge er in Frieden ruhen!
            Snake
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            Ich schliese mich Euch an !



            Gruß Sir Hilary

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