„Family Law“ mit Jewel Staite und „Moonshine“ mit Jennifer Finnigan erhalten Verlängerung

    CBC bestellt zudem neue Serie „Skymed“

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 21.09.2021, 18:17 Uhr

    Verlängert: „Family Law“ (l.) und „Moonshine“ laufen bei CBC aus 2022/​23 – Bild: CBC
    Verlängert: „Family Law“ (l.) und „Moonshine“ laufen bei CBC aus 2022/​23

    Der öffentlich-rechtliche kanadische Sender CBC („Heartland – Paradies für Pferde“, „Murdoch Mysteries – Auf den Spuren mysteriöser Mordfälle“) stellt Weichen für die Zukunft: Seine gerade erst in der vergangenen Woche gestarteten Serien „Family Law“ und „Moonshine“ wurden frühzeitig für je eine zweite Staffel verlängert. Daneben hat CBC in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Streamingdienst Paramount+ die Nothelferserie „Skymed“ bestellt, die vom Luftransoprt von Patienten aus dem kanadischen Norden in Krankenhäusern in zivilisierten Gegenden berichtet.

    Skymed

    Aaron Ashmore („Killjoys“) führt einen Cast aus zumeist jungen kanadischen Darstellern an. „Motive“-Autorin Julie Puckrin entwickelte „Skymed“ auf Basis der Arbeit ihrer Schwester und ihres Schwagers, die sich im Job für Air-Ambulanzen im Norden Kanadas kennengelernt hatten.

    Leben, Tod und Drama 20.000 Fuß über dem Boden heißt es in der Ankündigung. Die charakterbasierte Serie will die Geschichten des Pflegepersonals und der Piloten zeigen, die im abgelegenen Norden Kanadas den Lufttransport von Kranken stemmen und daneben gleichzeitig auch die spannenden medizinischen Fälle einbinden. Für die Beteiligten gibt es Höhen und Tiefen, der Job bringt immer überraschende Herausforderungen und man kann sich auf nichts verlassen – außer auf einander.

    Weitere Hauptrollen haben Natasha Calis („Nurses“), Ace Bhatti („Baptiste“), Aason Nadjiwan, Morgan Holmstrom („Day of the Dead“), Praneet Akilla („Motherland: Fort Salem“), Thomas Elms („The Order“), Mercedes Morris („Between“), Kheon Clarke, Rebecca Kwan und Braeden Clarke („Outlander“).

    „Skymed“ soll in der Season 2022/​23 bei CBC laufen beziehungsweise bei Paramount+ veröffentlicht werden. Piazza Entertainment produziert gemeinsam mit CBS Studios, die ViacomCBS Global Distribution Group übernimmt den Vertrieb.

    Family Law

    Am vergangenen Freitag (17. September 2021) ist in Kanada die Serie „Family Law“ offiziell an den Start gegangen. Im Zentrum steht die erfolgreiche Anwältin Abigail Bianchi (Jewel Staite), die an einer Wegkreuzung ihres Lebens angekommen ist und sich mit ihrem entfremdeten Vater auseinandersetzen muss:

    Sneak Peek auf „Family Law“

    Als Abigail sieben Jahre alt war, verließ ihr Vater Harry Svensson (Victor Garber) überraschend sie und ihre Mutter Joan (Lauren Holly): Er hatte seine Geliebte geschwängert. Joan wurde zynisch, griff zur Flasche und suchte zeitlebens nach einem anderen Mann, der ihr Status verschaffen könnte. Abigail übernahm vom Vater den Anwaltsberuf und von der Mutter den Zynismus sowie den Hang zum Alkohol. Das sorgte später dafür, dass ihr Gatte Frank (Luke Camilleri) sich in eine Affäre flüchtete und Abigail schließlich zum Wohl der gemeinsamen Kinder aus dem Haus verbannte – am Tag vor einem größeren Verfahren übernachtete die Anwältin besoffen in ihrem Auto. Als sie dann verspätet bei Gericht auftauchte, übergab sie sich auf ihren Klienten – die Anwaltsvereinigung suspendierte sie für mehrere Monate und erlegte ihr eine Probezeit von einem Jahr auf, in der sie nur unter Aufsicht praktizieren darf.

    Während Abigail nun bei ihrer Mutter eingezogen ist und auf eine Aussöhnung mit ihrem Gatten – und den beiden Kindern – hofft, kommt sie bei ihrem Vater unter: Der einzige Anwalt, der ihr überhaupt einen Job gibt. Für Abigail bedeutet das zunächst trotzdem, Hilfsarbeiten „unter ihrer Würde“ zu erfüllen (zumal sie als auf Schadenersatz spezialisierte Anwältin auf das Familienrecht herabblickt) sowie den Erstkontakt mit ihren beiden Geschwistern, die aus den beiden weiteren Ehen von Harry stammen: Daniel (Zach Smadu) – der Sohn aus dem Seitensprung – kümmert sich in der Kanzlei um Schlichtungen und Lucy (Genelle Williams) kümmert sich als hervorragend ausgebildete Psychologin um Beratungen. Mehr noch: Lucys Mutter verstarb jung und daher vergöttert die Tochter ihren Vater, der sie „alleine“ groß zog. Powerfrau Abigail schaut eher verächtlich auf sie alle hinab. Aber gleichzeitig hat sie „die Kontrolle“ verloren, vor allem ihre Teenager-Tochter Sofia (Eden Summer Gilmore) ist abweisend und wehrt sich gegen die zwischen ihren Eltern vereinbarten Besuche bei der Mutter.

    Die Produktion zur ersten Staffel von „Family Law“ war von Corona unterbrochen worden, so dass CBC frühzeitig vor dem Start der Serie gleich auch schon Staffel zwei beauftragte.

    Moonshine

    Auch in der Dramedy „Moonshine“ steht eine Frau am Scheideweg und ihre schwierige Familie im Zentrum. CBC vergleicht das Format mit HBOs „Succession“, nur dass es bei der hier zentralen Finley-Cullen-Familie nicht um Milliarden, sondern ein kleines, heruntergekommenes Sommer-Resort namens Moonshine geht, das vor 40 Jahren vielleicht auch mal gute Zeiten hatte. Die Serienpremiere fand vor Wochenfrist statt, die Dreharbeiten zur zweiten Staffel laufen schon.

    Lidia (Jennifer Finnigan) ist in dieser Familie von schwarzen Schafen „aus der Art geschlagen“: Mit ihrem Architektur-Studium verließ sie das hinterwäldlerische Nova Scotia und das Moonschine und schaute nur selten zurück. Mit ihren Eltern kommt sie mäßig zurecht, mit ihren Geschwistern, Halbgeschwistern und Adoptiv-Geschwistern mehr oder weniger gut.

    Trailer zu „Moonshine“

    Lidias eigenes Leben in New York City scheint erfolgreich: Verheiratet, zwei Kinder und gerade mit ihrem Gatten als Architektin gefeiert. Doch der Schein trügt – und ihr Ehemann (dargestellt von Finnigans realem Gatten Jonathan Silverman) betrügt sie.

    Als Lidias Tante Felicia, die Schwester ihrer Mutter Bea (Corrine Koslo) stirbt, kommt Lidia mit ihrer Familie zur Abschiednahme nach Nova Scotia. Bei der kleinen Testamentsverlesung kommt heraus, dass die Verstorbene überraschend nicht nur 43 Prozent Anteil am Moonshine hat, sondern auch, dass sie ihrer am wenigsten gehassten Nichte vermacht: Lidia.

    Vor allem Lidias ältere Halbschwester Rhian (Anastasia Phillips) ist außer sich: sie hält den Laden nämlich als Mädchen für alles am Laufen. Lidias leibliche Schwester Nora (Emma Hunter) fungiert lieber als Radio-DJ in der örtlichen Kleinstadtstation. Deren Zwillingsbruder Ryan (Tom Stevens) ist Dauergast im Entzug und träumt mit Gefährtin Crystal (Erin Darke) von einem lukrativen, kleinen Drogenhandel. Aber Träume hat Ryan immer neue…

    Zur Familie gehören noch Beas und Kens (Peter MacNeill) Adotivsohn Sammy (Alexander Nunez), der vor allem das Leben ohne große Verantwortung und die häufigen Partys schätzt. Lidias Kinder Finn (Calem MacDonald) und Eleanor (Celia Owen) sind die einzigen Enkel von Lidias Eltern.

    Als Lidia bei ihrem Besuch bei der Familie schließlich auch einen handfesten Beweis für die Untreue ihres Gatten findet, beschließt sie – teils verbittert, teils optimistisch – den Neuanfang: Hier zu bleiben und ihre Fähigkeiten als Architektin (sowie den Anteil am Familienbetrieb) dazu zu nutzen, das Moonshine wieder zu einem funktionierenden Betrieb zu machen.

    Nachdem Matriarchin Bea zudem durch eine Mischung aus Medikamenten und Alkohol einen kleinen Schlaganfall erleidet, schlägt auch Gatte Ken vor, vielleicht kürzerzutreten und die Verantwortung an die Kinder zu übergeben – auch, wenn die allesamt unterschiedliche Vorstellungen für die Zukunft haben.

    Daneben gibt es noch ein altes Familiengeheimnis, einen auffällig neugierigen Gast, jede Menge Schulden und eine explosive außereheliche Affäre, deren Enthüllung für viel Stress sorgen würde.

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