„Counterpart“: Deutschlandpremiere Ende Spetember bei Starz Play

    Anspruchsvolle Dramaserie mit J.K. Simmons

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 04.09.2018, 10:54 Uhr

    Die Himmel über den Berlins – „Counterpart“ – Bild: Starz
    Die Himmel über den Berlins – „Counterpart“

    Durch den Streaminganbieter Starz Play kommt am 28. September die aktuelle US-Serie „Counterpart“ nach Deutschland. J.K. Simmons spielt in dem speculative science-Thriller gleich zwei Rollen auf einmal. In den USA konnte die Serie einige Wellen schlagen, der große Kritikererfolg blieb aber verwehrt. Starz Play ist über Amazon Prime abonnierbar.

    Spätestens seit „Orphan Black“ ist es mehr und mehr in Mode gekommen, Darsteller in Serien vor die spannende Herausforderung zu stellen, mehrere Rollen auf einmal zu spielen. In „Counterpart“ wurde dafür der Oscar-prämierte Darsteller Simmons engagiert, dessen Figur Howard Silk entdecken muss, dass es neben unserer Welt noch eine parallele gibt – in der der dortige Howard Silk eine ganz andere Entwicklung genommen hat. Bonus für deutsche Zuschauer: Handlungsort ist weitgehend die deutsche Bundeshauptstadt Berlin, dort wurde auch ein Gutteil der Serie gedreht.

    Der Amerikaner Howard Silk ist ein unbedeutendes Zahnrad in einer merkwürdigen, staatlichen Verwaltung in Berlin. Unter großer Geheimhaltung, mit strengem Protokoll und militärischen Sicherheitsvorkehrungen trifft er täglich in einem Raum – aber durch eine Scheibe getrennt – auf einen anderen Menschen und verliest kryptische Mitteilungen.

    Als seine Frau Emily (Olivia Williams, „Broadchurch“) bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt wird und in einem längeren Koma liegt, ändert sich sein Leben schlagartig. Howard wird unsanft eine Beförderung verweigert mit dem Hinweis, dass der Karrierezug für ihn schon lange abgefahren und er einfach nicht der Typ sei, dem man „mehr Verantwortung“ geben wolle. Kurz darauf muss er die Bekanntschaft eines anderen Howard Silk machen und erfährt den Hintergrund seiner bisherigen Beschäftigung.

    In den letzten Tagen des Kalten Krieges war es in Berlin zu einem Experiment gekommen, aus dem zwei zum damaligen Zeitpunkt identische Welten hervorgegangen waren – die sich seitdem unterschiedlich entwickelt haben, Stück für Stück und persönliche Entscheidung um persönliche Entscheidung. Einzig ein Übergang in Berlin ermöglicht den physischen Wechsel zwischen beiden Welten, zwischen denen sich die Beziehungen „kompliziert“ gestalten. Das erinnert durchaus an einen kalten Krieg, bei dem beide Seiten den Kontakt auf ein Minimum beschränken und sich vor allem an Industriespionage versuchen – sich das abschauen, was auf der anderen Seite besser funktioniert.

    Während Howard in seiner Organisation ein unbedeutender Niemand ist, ist sein Gegenstück ein Meister der Geheimnisse und ein Spion, der über eine Verschwörung gestolpert ist und der nun Howards Hilfe braucht – oder eher dessen Stillhalten. Denn der „andere Howard Silk“ hat die Gegenspionage von Howards Seite von der Bedrohung überzeugt und soll nun insgeheim in das Leben Howards schlüpfen, um sich „bei uns“ frei bewegen zu können.

    Das ist nur der Auftakt für Howards Eintauchen in eine verwirrende Welt, in der er sehen muss, dass sein Gegenstück es trotz gleicher Ausgangslage weiter gebracht hat, dafür aber auch einen hohen Preis zahlen musste.

    In den USA wurden gleich zwei je zehnteilige Staffeln der Serie bestellt, die Auftaktstaffel lief dort Anfang 2018. Auch weitere Darsteller übernehmen in der Serie Doppelrollen und zeigen die unterschiedliche Entwicklung, die ein Leben nehmen kann.

    Zu den Darstellern gehören unter anderen Harry Lloyd (Viserys Targaryen aus „Game of Thrones“), Nazanin Boniadi, Ulrich Thomsen („Banshee“), Mido Hamada, Guy Burnet, die italienische Darstellerin Sara Serraiocco sowie in wiederkehrenden Rollen die Deutsche Liv Lisa Fries („Babylon Berlin“), Sarah Bolger („Once Upon a Time“) und Richard Schiff („The Good Doctor“, „The West Wing“).

    Bei den Nominierungen zu den diesjährigen Emmys wurde die Serie aber nicht goutiert und nur für die Titelsequenz nominiert, die anhand des Spiels Go die Vielfältigkeit an unterschiedlichen Entwicklungen darstellt.

    Openig Credits zu „Counterpart“

    Trailer zu „Counterpart“

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