Himesh Patel („Station Eleven“) und Danielle Deadwyler („Rooster“)
Bild: HBO
In der Kultserie „Akte X“ erforschten die beiden Hauptdarsteller David Duchovny und Gillian Anderson als FBI-Agenten Dana Scully und Fox Mulder unheimliche und mysteriöse Fälle des FBI. Nun tritt schon bald ein neues Team an ihre Stelle für eine geplante Neuauflage des Originals: Danielle Deadwyler („Paradise Lost“) und Himesh Patel („Station Eleven“) wurden inzwischen als die beiden Hauptdarsteller für das Serienreboot bestätigt.
Deadwyler und Patel spielen – ähnlich wie ihre beiden großen Vorbilder, aber dennoch als grundlegend neue Charaktere – zwei hochdekorierte, aber grundverschiedene FBI-Agenten, die ein eigenwilliges Team bilden, als sie einer seit Langem geschlossenen Abteilung zugeteilt werden. Ihr neuer Aufgabenbereich befasst sich mit unerklärlichen Phänomenen, die als sogenannte „X-Akten“ („The X-Files“) eingeordnet werden. In der Mutterserie war etabliert worden, dass in einem Aktenschrank des FBI das Fach U wie ungeklärt überlief und die Fallakten eben nach X ausgelagert worden waren.
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Hinter dem Projekt steht der Oscar-prämierte Drehbuchautor und Regisseur Ryan Coogler („Blood & Sinners“, „Black Panther“), der für den Streaminganbieter Hulu/Disney+ die einstige Fox-Serie neu auflegen soll. Als Showrunnerin fungiert Jennifer Yale („Dexter“, „Legion“). An der Produktion beteiligt ist auch der Schöpfer des Originals, Chris Carter, der neben Coogler, Sev Ohanian, Zinzi Coogler und Simone Harris von Proximity Media und Onyx Collective für 20th Television die Serie produzieren wird.
Bislang hat Hulu lediglich eine Pilotfolge bestellt, die Coogler selbst schreiben und in Szene setzen wird. Sollte das Konzept den Verantwortlichen von Hulu/Disney+ gefallen, würde die Bestellung einer ersten Staffel folgen.
Der Brite Himesh Patel wurde 2022 für seine Hauptrolle in der Serie „Station Eleven“ für einen Emmy Award nominiert, wo er bereits gemeinsam mit Danielle Deadwyler in einer weiteren Hauptrolle vor der Kamera stand. Bekanntheit erlangte er auch hierzulande durch seine Hauptrollen in den Filmen „Yesterday“ (2019), „Tenet“ (2020) und „Don’t Look Up“ (2021). Zuvor spielte er in den britischen Serien „EastEnders“ (2007–2016) und „Damned“ (2016–2018) mit. Zuletzt war er in der HBO-Satire „The Franchise“ (2024) zu sehen und ist aktuell Teil der neuen Amazon-Comedyserie „Bait“ von und mit Riz Ahmed bei Prime Video.
Seine Schauspielkollegin Danielle Deadwyler machte zunächst mit ihrer Rolle in Tyler Perrys „The Haves and the Have Nots“ (2016–2020) auf sich aufmerksam. Es folgten weitere Film- und Serienrollen, etwa in „Atlanta“ (2018), „Watchmen“ (2019) und „Paradise Lost“ (2020). Zuletzt spielte sie – neben „Station Eleven“ – mit Hauptrollen in der Miniserie „From Scratch“ (2022), „The Bear: King of the Kitchen“ (2025) und aktuell in der neuen HBO-Comedyserie „Rooster“ an der Seite von Steve Carell.
Das Original „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ („The X-Files“) wurde zwischen 1993 und 2002 mit bis dahin 202 Episoden in neun Staffeln für den US-Sender Fox produziert. Rasch entwickelte sich der Serienhit, der das neue Genre Mystery als eine Mischung aus Sci-Fi, Horror und Fantasy etablierte, zur Kultserie. Im Jahr 2016 und 2018 wurde schließlich die Serie mit zwei weiteren Staffeln in der Originalbesetzung fortgesetzt. Hinzu kommen die beiden dazugehörigen Kinofilme „Akte X: Der Film“ (1998) und „Akte X – Jenseits der Wahrheit“ (2008) sowie Comics, Videospiele und mehr.
Was für ein armseliges Leben müssen Menschen haben, die hier in erster Linie über die Hautfarben der Hauptdarsteller diskutieren...
Zeus2001 (geb. 1966) am
Hätte mal gerne vorher "Debris" https://www.wunschliste.de/serie/debris Hat es bisher nicht nach Deutschland geschafft, sollte ja in Richtung Akte X gehen.
Martin FC-Fan (geb. 1976) am
In nahezu jedem Reboot sind die Darsteller nun schwarz. Das grenzt für mich an Rassismus. 🙄
"Rassismus" ist per Definition die Unterdrückung/Benachteiligung einer Minderheit oder sozial schwache Gruppe durch eine einflussreichere/dominierende "Mehrheit"; die gewachsene Präsenz/Prominenz von (amerikanischen) Bevölkerungsminderheiten in (amerikanischen) Serien folgt letztendlich weitgehend der Tatsache, dass diese Minderheiten in den letzten Jahrzehnten deutlich an Kaufkraft gewonnen haben: Es geht in der Unterhaltungsindustrie nämlich vor allem darum, möglichst viel Content oder Werbung zu verkaufen. Daneben unterstellt der Begriff "Rassismus", dass es unterschiedliche menschliche "Rassen" däbe, was schlichtweg nicht der Fall ist - es gibt zwar Gruppen von Menschen mit unterschiedlichem Erscheinungsbild (was leider für Diskriminierung sorgt) aber unter der "Haut" sind wir alle weitgehend "gleichförmig".
MysterMask (geb. 1923) am
"In nahezu jedem Reboot sind …"
Dein Kommentar sagt sehr viel über dich und deine Denkweise. Es gibt nämlich deutlich mehr Serien mit nur weissen Darstellern. Komischerweise fehlt da aber dein Lamento-Kommentar "In nahezu jeder Serie sind die Darsteller …".
Weshalb?
Einfach mal darüber nachdenken und ehrlich sein zu dir selbst. Erkenntnis?
(Und das gleiche gilt auch für die ganz Rotte, die hier auf Woke-Hysterie macht. Diesen Leuten muss man einfach nur den Spiegel vor's Gesicht halten um ihnen zu zeigen, dass sie sich hier über etwas beklagen, dass vor alle _ihr Problem_ mit _ihrem_ festgefahrenen stereotypen Denken ist. Nichts weiter.)
Ja, Hollywood und andere mögen bei Besetzungen und Drehbücher mehr auf Diversität setzen. Genauso, wie lange Zeit einseitig Hauptdarsteller und Drehbücher aus der anderen Gruppe bevorzugt wurden. Niemand hat das gestört. Die Welt ändert sich. Hat sie immer. Wird sie immer. Komm damit klar.
Unter dem Strich: Ist die Serie nun gut/schlecht wegen der sexuellen Orientierung einer Figur oder der Hautfarbe eines Darstellers? Wohl kaum.
User_656862 (geb. 1990) am
"Daneben unterstellt der Begriff "Rassismus", dass es unterschiedliche menschliche "Rassen" däbe," Tatsächlich ist das die ursprüngliche Definition des Begriffs, mit der auch die meisten heute lebenden Menschen aufgewachsen sind, was Kommentare wie den von Martin-FC-Fan erklären kann. Die von dir zuerstgenannte Definition ist eine stipulative Neu-Definition, die erst seit etwa 30 Jahren im Umlauf ist, und eigentlich ein anderes, wenn auch verwandtes Phänomen beschreibt. Die meisten diesbezüglichen unversöhnlichen Diskussionen der letzten Jahrzehnte beruhen meines Erachtens auf der Tatsache, dass sich beide Parteien auf je unterschiedliche Definitionen berufen.
Albern ist es zu behaupten, wie es manche Kommentatoren andeuten, dass die neue "Akte-X"-Serie hier "einem Trend" folgen würde. Erstens geht der "Trend" ja gerade in die andere Richtung, denn um Trump zu gefallen schaffen zunehmend mehr Unternehmen ihre DEI-Richtlinien ab. Besonders paradox, wenn man bedenkt, dass die "Anti-Woken" es ja immer besonders schlimm fanden, wenn entsprechende Maßnahmen angeblich "von oben" durchgesetzt worden seien. Und zweitens war die Ur-Serie bereits ein Vorreiter in Sachen Diversifizierung: Eine der beiden Hauptrollen war eine Frau, was für Ermittler-Serien bis dahin eine Seltenheit war; außerdem wurde diese auch noch gezielt gegen die Klischees geschrieben: Sie war die "Vernünftige" und die Naturwissenschaftlerin, der Mann hingegen war der "Irrationale" ("Spooky Mulder") und der Psychologie- und Kultur-Experte. Und auch die Liebesbeziehung war nie das explizite Ziel der Macher, sondern ergab sich erst im Laufe der Zeit aus der Chemie der Hauptdarsteller und blieb auch immer nur im Hintergrund. Und spätestens mit Agent Reyes erhielt dann auch eine nicht-weiße Schauspielerin eine Hauptrolle (in Staffel 9). Jetzt einen "braunen" und eine schwarze Ermittlerin zu haben ist also mehr eine logische Folge als ein Trend.
Unabhängig davon ist es leider in der Tat schade, dass das wieder einmal das Hauptthema der öffentlichen Debatte über dieses Revival zu sein scheint. Problematischer finde ich hingegen, dass die neue Serie zu einem Zeitpunkt kommt, zu dem Verschwörungstheorien Hochkonjunktur haben. Zwar blieb die Originalserie immer bei weitgehend unverfänglichen Themen wie Monster und Außerirdischen, zum jetzigen Zeitpunkt kann man das Thema Verschwörungstheorien aber meines Erachtens nicht mehr so sorglos angehen wie früher, wenn man nicht problematische gesellschaftliche Tendenzen indirekt verstärken will.
Ich glaube auch nicht, dass sich der Erfolg von damals nochmal wiederholen lässt, denn unabhängig davon, dass das Konzept nun nicht mehr neu ist, fiel die Serie damals auch in ein gesellschaftspolitisches Vakuum zwischen dem Ende des "Kalten Kriegs" und dem "Krieg gegen den Terror", wo tatsächlich viele Leute anfingen sich für nicht-reale Bedrohungen wie Außerir...
chris40 am
Sie ist aber doch bitte 100 pro lesbisch! Sonst macht ja die ganze Serie keinen Sinn! Wo kämen wir denn da hin wenn nicht!? :-)
Ekowon (geb. 2001) am
Und mit Sicherheit durch und durch für ein modernes Publikum zugeschnitten, welches kaum existent ist und sowieso kein Interesse daran hat.
SerienFan_92 (geb. 1992) am
Offenbar möchte man sich möglichst weit vom Original-Team unterscheiden.
Nun gibt es also zwei farbige Emittler...
Irgendwie habe ich da schon jetzt Angst, dass die Community dies nicht gut aufnehmen wird.
MysterMask (geb. 1923) am
Traurig, wenn das einzige Thema die Hautfarbe der Hauptdarsteller ist. Inwiefern sie das "möglichst weit weg vom Original-Team" macht, spricht Bände über die Denkweise der Kommentarschreiber. Bedenklich ...
Cable am
👍
Horatio (geb. 1966) am
Das wäre jetzt also den Serientradition nach: Akte X – the Next Generation. . Tatsächlich finde ich es in Ordnung, dass die neuen farbigen Ermittler komplett anders sind als Mulder und Scully. . So werden Vergleiche gleich im Keim erstickt. . Übrig bleiben neue übernatürliche Fälle, die mit heutigen Computervideoeffekten sehr viel besser dargestellt werden können. . Ich bin dabei. Schaun wir mal. 🙂
Sorrmo (geb. 1967) am
Ich tippe mal darauf, daß das Hauptunterscheidungsmerkmal sein wird, daß diesmal ER der Skeptiker im Team ist.