Ricky Harris, Moderator
Vom US-Bundesstaat Michigan in die deutschen Wohnzimmer: Der in Detroit geborene Moderator Ricky Harris gilt seit seiner Talkshow „Ricky!“ als TV-Ikone. Doch abseits der Kamera und dem großen Erfolg erlebt er schwere Jahre und prägende Tiefpunkte. Eine chronische Nierenerkrankung wird nur durch eine lebensrettende Organspende von seiner Schwester Robin und langwierige Behandlungen gestoppt, was ihm einen radikalen Neuanfang ermöglicht. Heute ist der stolze Vater von Malik Harris, der Deutschland beim Eurovision Song Contest 2022 vertreten hat, im sozialen Bereich angekommen. Nach Jahren als Rettungsschwimmer arbeitet der ehemalige Fernsehstar mittlerweile als Betreuer in einer offenen Ganztagsschule eines Gymnasiums. Über seinen bewegten Weg vom Rampenlicht in den sozialen Dienst berichtet Ricky Harris sowohl in der ARD Dokumentation „Lebenslinien: Ricky Harris – Überlebenslustig“ als auch in der „NDR Talk Show“.
Gregor Kurtz alias Roger G, Comedian
Aus einem Einkauf in einer Kaufhalle in Mecklenburg-Vorpommern werden sechs Millionen Videoaufrufe: Der Rostocker Gregor Kurtz veröffentlicht vor zwei Jahren in den sozialen Medien einen Film, in dem er mit seinen Kindern grünen Kindersenf probiert und wird quasi über Nacht zum Star. Mit Social Media fängt der 42-Jährige schon 2018 an, inzwischen folgen ihm mehr als eine halbe Million Menschen. „Ich war ja schon immer eine kleine Rampensau“, sagt Kurtz, der sich den Künstlernamen Roger G zugelegt hat. Er ist Maler, Künstler, Performer, Influencer und seit mehr als einem Jahr auch erfolgreicher Comedian. Mit seiner Liebe zu skurrilen Geschichten, wilden Zeichnungen, lustigen Einblicken ins Familienleben und einer großen Portion Schnurrbartliebe sorgt er auf der Bühne für eigensinnige Unterhaltung. Anfang letzten Jahres gibt Gregor Kurtz seinen Job als Ergotherapeut auf, um sich ganz der Kunst zu widmen. Jetzt ist er auf großer Live-Deutschlandtour mit seinem Programm „So Freunde!“.
Anja Schüte, Schauspielerin
Anja Schüte zählt lange Zeit zu den bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands. 1980 startet sie ihre Karriere mit dem Film „Zärtliche Cousinen“ und ist danach in vielen TV-Produktionen wie „Der Trotzkopf“, „Um Himmels Willen“, „Forsthaus Falkenau“ oder „Das Traumschiff“ zu sehen. Eine ihrer bekanntesten Rollen spielt die gebürtige Hamburgerin vor genau 40 Jahren in der Erfolgsserie „Die Wicherts von nebenan“. In den vergangenen Jahren ist es jedoch ruhiger um sie geworden. Der Grund: Sie pflegt ihre krebskranke Mutter, die im Alter von 86 Jahren verstirbt.
„Ich musste mich nach dem Tod erst wieder selbst finden“, sagt Anja Schüte, die einen erwachsenen Sohn aus ihrer Ehe mit Roland Kaiser hat. In dem Leben der 61-Jährigen gibt es viele Auf und Abs. Nach der Trennung von Roland Kaiser ist sie als alleinerziehende Mutter auf sich selbst gestellt. Auch die Pflege der Mutter bringt sie an ihre Belastungsgrenze. Über ihre Erfahrungen mit einem überforderten Pflegesystem und ihre Pläne für die nächsten Lebensjahre spricht sie in der „NDR Talk Show“.
Matthias Steiner, Olympiasieger und Weltmeister
Olympiasieger, Weltmeister, Europameister: Er hat in seiner Sportart, dem Gewichtheben, alles erreicht, was zu erreichen ist: Matthias Steiner. Der wohl emotionalste Moment seiner Karriere: Am 19. August 2008 gewinnt er mit 25 Jahren bei den Olympischen Sommerspielen in Peking die Goldmedaille im Superschwergewicht. Anschließend lässt er seinen Emotionen nach schwerer Zeit freien Lauf und hält das Foto seiner kurz zuvor verstorbenen Frau in die Kameras und widmet ihr den Sieg. 2013 beendet er seine aktive Sportlerkarriere.
Während viele ehemalige Spitzensportler danach eher an
Gewicht zulegen, ist es bei Matthias Steiner genau andersherum: Er nimmt 50 Kilo ab. Er gründet ein Unternehmen, schreibt Bücher und gründet eine Stiftung, bei der es um „mehr Freude am Leisten“ geht. Jetzt war der 43-Jährige in anderer Sache unterwegs, und zwar mit Bettina Tietjen im Campingbus für die NDR Sendung „Tietjen campt“. Wie er sich dabei geschlagen hat, das verrät der Vater von zwei Söhnen in der „NDR Talk Show“.
Katja Just, Autorin
„Hallig Hooge ist kein Bullerbü und trotzdem der einzige Ort, an dem ich sein möchte“, sagt die Autorin Katja Just, die seit 25 Jahren auf der Hallig lebt. Im Alter von 25 Jahren tauscht Katja Just das Großstadtleben in München gegen das Leben mit Schafen, Kühen und eigensinnigen Menschen im Angesicht der Naturgewalten. Dafür gibt sie ihren sicheren Job, ihren großen Freundeskreis und ihr geliebtes Motorrad auf. Bis 2023 ist sie ehrenamtliche Bürgermeisterin, heute vermietet sie Ferienwohnungen. Zwei Bestseller hat sie bereits über Hallig Hooge geschrieben. Nun erscheint ihr neustes Werk „Gegenwind auf dem Sommerdeich“. Darin geht es um das Leben der Halligbewohner im Rhythmus der Gezeiten und um zauberhafte Landschaft in Zeiten des Klimawandels. Wie sie die 25 Jahre Halligleben verändert haben und was härter war, die Launen der Menschen oder die der Natur, erzählt Katja Just in der „NDR Talk Show“.
Sabin Tambrea, Schauspieler, und Alina Armonas-Tambrea, Musikerin
Diese beiden Geschwister sind echte Künstler: Sabin Tambrea und seine ältere Schwester Alina Armonas-Tambrea. Sabin ist einer der gefragtesten Schauspieler des Landes. In der TV-Reihe „Ku’damm“ wird er zum Publikumsliebling und beweist auch sonst Wandlungsfähigkeit – in Rollen als Jesus, Kafka, Siegfried, Vampir, Stalker, Liebhaber, Mordverdächtiger und Rübezahl. Alina ist Violinistin und blickt auf eine über 20 Jahre andauernde Karriere als Solistin, Kammermusikerin und Konzertmeisterin zurück. Sie hat ihre Kunst der klassischen Musik in weltweiten Orchestern gezeigt und zahlreiche Preise erhalten.
Beide stammen aus einer überaus musikalischen Familie, deren Wurzeln in Rumänien liegen. 1985 verlässt der Vater ohne ihr Wissen die Heimat und setzt sich schließlich in Deutschland ab, bevor der Rest der Familie zwei Jahre später nachkommt. Diese Familiengeschichte und die gemeinsame Liebe zur Musik verbindet Sabin und Alina bis heute – darüber, über ihre nächsten Projekte und was sie täglich voneinander lernen können, erzählen sie in der „NDR Talk Show“.
Vincent Goymann und Tim Hund, Weltumsegler
Obwohl sie kaum Erfahrung haben, segeln Tim Hund und Vincent Goymann nach ihrem Schulabschluss einfach drauf los. Dumm, gefährlich oder total naiv? Die „Segeljungs“ aus Bayern müssen sich damals einiges anhören, bevor sie von Fehmarn aus in See stechen. Die erste Etappe werden sie noch von einem Skipper begleitet, dann nicht mehr. Von der Ostsee über die Nordsee und den Atlantik in die Karibik, weiter in den Pazifik und die Südsee, über Asien in den Indischen Ozean und durchs Rote Meer zurück nach Europa – die Route steht grob fest, mehr Plan braucht es nicht. Denn das eigentliche Ziel ist die Reise selbst: „Mehr haben vom Leben, Freiheit, Freundschaft, Entdeckergeist, Selbstfindung, erwachsen werden ohne den ganzen gesellschaftlichen Druck“.
Tim und Vincent bringen sich unterwegs vom Navigieren und Nachtfahren, von Hafenmanövern bis hin zum Reparieren kaputter Segel alles Wichtige selbst bei. 38 Länder und 40.000 Seemeilen legen sie in den folgenden fünf Jahren zurück. Vom ersten Ablegen bis zur vollendeten Weltumsegelung erleben sie viele Abenteuer. Von schweren Gewitternächten und vermeintlichen Piraten, vom Tauchen mit Walen, von glutroten Sonnenaufgängen, einsamen Inseln und Korallenriffen erzählen sie in ihrem Film „Segeljungs – Mit Null Ahnung um die Welt“ und in der „NDR Talk Show“. (Text: NDR)