1790 Folgen erfasst, Seite 34

  • Little Odessa liegt an der südlichsten Spitze von Brooklyn in New York City. Der Stadtteil, der eigentlich Brighton Beach heißt, bekam seinen Spitznamen Little Odessa bereits in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Denn die ersten Einwanderer aus Russland stammten aus Odessa am Schwarzen Meer. Sie ließen sich in Brighton Beach nieder, weil der Strand und die Promenade sie an ihren Heimatort erinnerten. Sie schrieben in die alte Heimat – Verwandte und Freunde kamen nach. Heute leben hier – am Rande Manhattans – rund 200.000 Menschen, deren Muttersprache Russisch ist. Es ist die größte russischsprachige Enklave außerhalb der Ex-Sowjetunion. Vor allem unter den älteren Menschen, und unter jenen, die aus der Ukraine ausgewandert sind, stammen die meisten noch immer aus Odessa. In Little Odessa spielen Familie, Freunde und entfernte Verwandte eine große Rolle. Daher sind auch Feiern, Essen und Restaurantbesuche ein integraler Bestandteil des Lebens in Brighton Beach. Die Familie Gerber umfasst vier Generationen. Die Gerbers besitzen ein gut gehendes Fischgeschäft, in dem sich russisch-jüdische Einwanderer nicht nur zum Fischkauf treffen, sondern auch um Neuigkeiten auszutauschen. Nach „Amerika“ fahren sie nur dreimal in der Woche, um frischen Fisch auf dem Fulton Fish Market in Manhattan zu kaufen. Am Abend des jüdischen Neujahrsfestes Rosh Hashana trifft sich die 17-köpfige Familie zum Festessen, zum Ausklang des Abends werden jiddische, russische und ukrainische Lieder gesungen. Yelena Makhnin ist elegant, charmant und intelligent. Sie spricht fließend englisch, eine Seltenheit in Brighton Beach. Doch wie die meisten Russen genießt auch sie das Nachtleben von Brighton Beach. Besonders liebt Yelena den Boxsport. Am Abend vor Rosh Hashana steht ein besonderer Kampf auf dem Programm: Der Held des Abends ist ein junger jüdischer Boxer aus Odessa – genannt „The Hebrew Hammer“. Dann ist da noch die 84-jährige Genya Peretyatko, vielfach ausgezeichnete Veteranin des Zweiten Weltkriegs, die mit den anderen stolz ihre Veteranentreffen zelebriert. (Text: hr-fernsehen)
  • Drottningholm, der Wohnsitz des schwedischen Königspaares am Mälarsee bei Stockholm, wird auf die Taufe von Prinzessin Leonore vorbereitet. Kein Kiesel bleibt dort ungeputzt, jede Hecke ist frisch getrimmt und kein Grashalm zu lang gewachsen. Paulina Landin und ihr Gartenteam arbeiten ohne Unterlass, pflanzen, mähen, korrigieren und wissen doch: „Der Garten ist ein lebendiger Organismus, auf den Tag hin lässt er sich nicht so einfach perfektionieren.“ Wie ein schwedischer Mittsommernachtstraum liegen das Schloss Drottningholm und seine Parkanlage da, strenge barocke Ordnung und kunstvoll ungeordnete englische Gartenkultur nebeneinander. Maler Peter Tucker hat hier im hohen Norden sein Stück britischer Heimat wiedergefunden. Er liebt die Parklandschaft mit ihren bildschön gewundenen Wegen und hat die Elektrokästen im Park allesamt so bemalt, dass sie im Gesamtbild perfekt verschwinden. Wegen zweier Gebäude gehört die „Königinneninsel“, so heißt Drottningholm übersetzt, zum UNESCO Weltkulturerbe. Eines davon ist das Kina Slott, ein kleines Sommerschloss im chinesischen Stil, das Schwedenkönig Adolf Fredrik 1753 über Nacht als Geburtstagsgeschenk für die Königin Lovisa Ulrika errichten ließ. In Stockholm waren die Holzteile vorgefertigt worden, so konnte die Überraschung perfekt inszeniert werden. In den Pavillons findet sich eine versteckte Maschinerie, mit der sich der Tisch für intime Diners im Boden versenken lässt. Ähnlich fantasievoll geht es auf, über und unter der Bühne des Schlosstheaters von 1766 zu. Loa Falkman, der schwedische Starbariton, hat als Schüler hier Karten abgerissen und kann sich auch nach ungezählten Auftritten immer wieder für die original erhaltene Bühnenmaschinerie begeistern. Da werden donnernde Unwetter simuliert, aus dem Bühnenboden springen Skelette und der Theaterhimmel wirkt wie ein gigantisches Segelboot mit all seinen Vertäuungen für die Bühnenbilder, die sich in Sekundenschnelle wechseln lassen. Drottningholm ist nicht dem Königshaus allein vorbehalten. Die Anlage ist frei zugänglich für die Öffentlichkeit, einzig ein kleiner Gartenteil bleibt Privatgelände. „Irgendwo hier ist die Welt in Ordnung“, sagt Königin Silvia, die Drottningholm auch als Rückzugsort von den täglichen Pflichten genießt. Es sei denn, es wird zum Schauplatz royaler Festlichkeiten wie eben der Taufe, zu der eine illustre Gästeschar angereist kommt. Danach aber geht alles hier wieder seinen ruhigen Gang in diesem schwedischen Traum. (Text: NDR)
  • Unter William III. und Königin Mary erblühte Hampton Court zu einem der schönsten Barockgärten Englands. Über die Jahrhunderte verfiel der Garten, bis er in den 1990er-Jahren prachtvoll restauriert wurde. Heinrich VIII. war der erste König, der im Hampton Court Palace residierte. Der Park des Palastes sollte ein Stück vom Paradies auf Erden sein und die Allmacht seines Besitzers zeigen. Unter William III. und Königin Mary erblühte der Garten zu einem der schönsten Barockgärten Englands. Meistergärtner Henry Wise schuf eine raffinierte Terrassenanlage, und der französische Kunstschmied Jean Tijou gestaltete berückende Tore zur Themse hin. Künstliche Kanäle durchzogen den Park, ein ausgeklügeltes Pumpwerk sorgte für grandiose Fontänen zwischen exakt gestutzten Eiben. Über die Jahrhunderte verfiel der Garten, bis er in den 1990er-Jahren restauriert wurde. Jetzt kümmert sich Terry Gough um das Prachtstück. Seine Gärtner sind so verbunden mit dem Park, dass sie sich auch im Rentenalter nicht von der floralen Wunderwelt verabschieden wollen. Ähnlich geht es den Volunteers wie Melanie Peterson, die zeitlebens mit dem Park verbunden war. Der Rosengarten hat es ihr besonders angetan, obwohl er erst 100 Jahre alt ist. Jedes Jahr im Juli ruft die berühmte Hampton Court Flower Show für eine Woche zu floralem Taumel auf. Die Royal Horticultural Society veranstaltet die Show für alle Gartenfreunde, um zu zeigen, wie die Gartenkunst das Leben und die Welt ein wenig besser machen könnte; und zwar auf ganz natürliche Weise wie Society-Mitglied James Alexander-Sinclair sagt: „Die Franzosen haben ihr Essen, ihren Wein, wir Briten haben Gärten – so ist es nun einmal …“ (Text: BR Fernsehen)
  • Heinrich VIII. war der erste König, der im Hampton Court Palace residierte. Der Park des Palastes sollte ein Stück vom Paradies auf Erden sein und die Allmacht seines Besitzers zeigen. Unter William III. und Königin Mary erblühte der Garten zu einem der schönsten Barockgärten Englands. Meistergärtner Henry Wise schuf eine raffinierte Terrassenanlage, und der französische Kunstschmied Jean Tijou gestaltete berückende Tore zur Themse hin. Künstliche Kanäle durchzogen den Park, ein ausgeklügeltes Pumpwerk sorgte für grandiose Fontänen zwischen exakt gestutzten Eiben. Über die Jahrhunderte verfiel der Garten, bis er in den 1990er Jahren restauriert wurde. Terry Gough leitet nun das Prachtstück. Seine Gärtner sind so verbunden mit dem Park, dass sie sich auch im Rentenalter nicht von der floralen Wunderwelt verabschieden wollen. Ähnlich geht es den Volunteers wie Melanie Peterson, die zeitlebens mit dem Park verbunden war. Der Rosengarten hat es ihr besonders angetan, obwohl er erst hundert Jahre alt ist. Der Duft berauscht jeden Besucher, von denen manch einer verfügt, man solle seine Asche nach dem Ableben bitte hier ausstreuen. Jedes Jahr im Juli ruft die berühmte Hampton Court Flower Show für eine Woche zu floralem Taumel auf. Die Royal Horticultural Society veranstaltet die Show für alle Gartenfreunde, um zu zeigen, wie die Gartenkunst das Leben und die Welt ein wenig besser machen könnte; und zwar auf ganz natürliche Weise, wie Society-Mitglied James Alexander-Sinclair sagt: „Die Franzosen haben ihr Essen, ihren Wein, wir Briten haben Gärten – so ist es nun einmal …“ (Text: ARD-alpha)
  • Der barocke Park von Schloss Het Loo in Apeldoorn besticht durch Blütenpracht und Farbenrausch. Wasserspiele, Kaskaden, Fontänen, exotische Orangenbäume und rare Pflanzen spiegeln das goldene Zeitalter Wilhelms von Oranien wieder. Seit 1980 wird der berühmte Garten restauriert, eine Aufgabe, in der Chefgärtner Willem Zeeleman vollkommen aufgeht: „Het Loo ist ja kein einfacher Garten, es muss immer alles perfekt sein.“ In seinem Team arbeiten 16 Gärtner, allesamt Fachleute, um die Anlage in barocker Perfektion erstrahlen zu lassen. Gert Jonkers kümmert sich um die genaue Ausrichtung der wasserspeienden Tritonen und Schwäne in den Brunnen. Bewegliche Kopien der schweren bleiernen Originale erleichtern ihm die Arbeit erheblich. Hightech hilft, die Fontänen zu korrigieren. Het Loo war zur Bauzeit berühmt für die damals höchste künstliche Wassersäule Europas. Täglich eine halbe Stunde lang konnte die Fontäne prächtig sprudeln, dann war der Zauber vorbei, aber Wilhelm von Oranien hatte bewiesen, dass er die Elemente beherrschte. Het Loo, das Schloss und der Garten galten seinerzeit als das Schaustück überhaupt für die niederländische Monarchie, erzählt Konservator Paul Rem. Er arbeitet hier, seitdem das Schloss vom Staat als Museum übernommen wurde und kennt neben der Geschichte jeden Winkel, jedes Kunstwerk. Ein Leben ohne Het Loo kann er sich nicht so recht vorstellen. Ebenso wenig die freiwilligen Helfer und Helferinnen, die die Gärtner bei ihrem Tun unterstützen, Unkraut zupfen, jäten und die Kieswege harken. „Einige von uns wohnen gleich hier um die Ecke, aber es gibt auch Leute, die von weit her kommen, um sich dem Garten hier zu widmen, einfach weil er so schön ist“, sagt Rentnerin Dichnah Senten, die seit Jahren jede Woche Unkrautzupfdienst macht. Als Prinzessin Margriet Het Loo noch bewohnte, war der Barockgarten verdeckt von einer englischen Parkanlage. Mit Freuden sieht sie daher die Restaurierung. Sie selbst habe einmal mit ihrem Mann ein wenig aus Spaß gegraben und dabei Teile der alten barocken Anlagen entdeckt. Damals war es zu teuer, professionell weiterzumachen, jetzt aber sei die Anlage perfekt wiederhergestellt. Ein Abbild des Paradieses sollte der Garten sein, den Wilhelm von Oranien vor über 400 Jahren angelegt hat. Für seine Besucher aus aller Welt ist er heute ein tatsächlicher Garten Eden. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Der Norden von Jordanien besticht mit seiner mediterranen Landschaft. Überall finden sich Zeugnisse vergangener Epochen. Die Ruinenstadt Gerasa stammt aus der Zeit der Römer. Nicht weit entfernt: Amman, die Hauptstadt des Königreichs. Seit ein paar Jahren brechen bunte Malereien, die sich oft über ganze Häuserfassaden ziehen, das Stadtbild auf. Und immer mehr junge Frauen drängen in diese Szene. Die Street-Art-Künstlerin Dalal Mitwali ist eine von ihnen. Nach einer internationalen Ausbildung und Erfahrungen in der Fashion-Industrie von Florenz und New York kehrt Tania Haddad nach Amman zurück, um ihr eigenes Label zu gründen. Die Marke ist eine Hommage an Jordanien und das Erbe des Landes: in den Geschichten, die sie mit ihrer Mode erzählt. In den „Royal Hills“ lebt eine besondere Spezie: Araberpferde. Sie gehören zu den ältesten Pferderassen der Welt. Hier kümmern sich Experten aus aller Welt um den Fortbestand der edlen Tiere. Der Brite Mark Gamlin arbeitet seit 10 Jahren als Pferdetrainer auf dem Gestüt ihrer königlichen Hoheit, Prinzessin Alia Bint Al Hussein. Der Fastenmonat Ramadan ist fast vorbei. Letzte Vorbereitungen im Haus der Familie Bani Hani. Yasmine und ihre Mutter stecken mitten in den Vorbereitungen für das Essen zum Fastenbrechen. Hoffentlich wird alles pünktlich zum Sonnenuntergang fertig. Das Tote Meer: Wer an seinem Ufer steht, befindet sich rund 400 Meter unter dem Meeresspiegel. Wegen des hohen Salzgehalts ist es unmöglich, hier unterzugehen. Trotzdem braucht es Rettungsschwimmer wie Mohammed Al Amazing. Oft hat er mehr zu tun als erwartet. (Text: NDR)
  • 45 Min.
    Der Süden Jordaniens steckt voller Wunder: zwischen dem Toten Meer und dem Roten Meer liegt die Felsenstadt Petra. Mit ihren steinernen Grabkammern ist sie eines der „sieben neuen Weltwunder“. Die einzigartige Sandwüste Wadi Rum ist Drehort zahlreicher Sciene-Fiction-Filme. In Akaba, der einzigen größeren Stadt im Süden des Landes, hat Jordanien einen wichtigen Zugang zum Roten Meer. Jährlich kommen rund eine Million Besucherinnen und Besucher in die Stadt Petra. Viele von ihnen nutzen für die Erkundung des Areals Esel, Pferde oder Kamele. Vor einigen Jahren schlugen Tierschützer Alarm, viele der Tiere waren in schlechtem Zustand. Deshalb wurde die PETA Veterinary Clinic gegründet, Dr. Mini Aravind und ihr Tierarztteam ist seitdem jeden Tag in Petra unterwegs. In Wadi Rum leben noch heute Beduinen, die Nomadenvölker Arabiens. Faisal Al Zaraydeh pflegt hier eine alte Tradition: Sandtherapie. Der Wüstensand gilt als mineralienreich. Faisal behandelt mit ihm Gelenk- oder Rückenbeschwerden, aber auch Erkältungen und Magenprobleme. Mehrmals pro Jahr treten in Wadi Rum die schnellsten Kamele zum Rennen gegeneinander an. Entscheidend ist die perfekte Einstellung des Jockey-Roboters. Mit ihm wird das Kamel sozusagen ferngesteuert. Mutlaq Bani Abieh hat mit seinem Rennkamel nun das erste große Rennen. Jordanien ist eines der trockensten Länder der Erde. Wie sich unter solchen Bedingungen nachhaltig Landwirtschaft betreiben lässt, erforschen Wissenschaftler in sogenannten Greenhouses. In der Anlage verdunstet Meerwasser. So kühlt die Luft ab und die Luftfeuchtigkeit steigt. Die Pflanzen benötigen nur wenig frisches Wasser. (Text: NDR)
  • Deutsche TV-Premiere Mi. 13.04.1994 S3
    von Bodo Knifka und Man Mohan Bhattrai
  • Deutsche TV-Premiere Mi. 20.04.1994 S3
    von Bodo Knifka und Man Mohan Bhattrai
  • „Der König von Tonga kommt aus Buxtehude“, so heißt es. Glaubt man Gerüchten und Überlieferungen, dann hat das Oberhaupt der Südseeinsel seine familiären Wurzeln in Niedersachsen und stammt von einem Seemann ab, der sich im 19. Jahrhundert in Polynesien niederließ. Bewiesen ist das jedoch nicht. Tatsache ist allerdings, dass im Laufe der Jahrhunderte eine Reihe von Deutschen in die Südsee kamen. Sie gründeten auf Tonga Handelsposten, Geschäfte und Familien. Spuren davon sind noch heute dort zu finden. Da sind zum Beispiel die Blumenfelds. Deren Urahn kam im 19. Jahrhundert aus Hamburg auf die abgelegene Insel. Der Hanseat hatte einen Sinn für das Geldverdienen, brachte seinen Familienmitgliedern das ordentliche Münzenzählen und das Bügeln von Geldscheinen bei und galt als strenger Patriarch. Seine Nachkommen sind sich bis heute sicher, dass sie nur durch die harte deutsche Erziehung alle gute Geschäftsleute geworden sind. So ähnlich sieht das auch Finnau Walter. Er schaut alles andere als „typisch deutsch“ aus und spricht kein Wort Deutsch. Trotzdem ist er stolz darauf, dass seine Vorfahren aus Europa kommen. Walter ist eine Art Hafenmeister, Flugplatzchef, Hotelier und Bäcker in einer Person – auf einem winzigen Außenposten des Tongaarchipels. Tonga ist eines der schönsten, unbekanntesten und ungewöhnlichsten Königreiche der Welt. Der idyllische Archipel, östlich von Neuseeland, wird von rund 100.000 Insulanern bewohnt. Sie sind vor allem eines: entspannt. Die Tonganer preisen ihren „Tongan Lifestyle“ als äußerst „relaxed“, was sich nicht immer mit den „deutschen Tugenden“ vereinbaren lässt. Zurzeit wächst Unmut im Königreich: Manche machen den autoritären Führungsstil des Königs und seine angebliche Vetternwirtschaft für die Armut auf der Insel verantwortlich. (Text: BR Fernsehen)
  • Radjasthan ist Indiens farbigster Bundesstaat, Herzland der Rajputen, der stolzen „Königssöhne“. Ihre Maharadjas regierten mehr als 1.000 Jahre lang. Ihre Geschichte, ihre Macht, ihr Reichtum faszinieren bis heute. Die mächtigen Burgen und prächtigen Herrensitze der Rajputenkönige und -fürsten sind Attraktionen des internationalen Tourismus. Doch Radjasthan ist nicht nur das Land der Radjas und Maharadjas. Eine für den Europäer kaum zu überblickende Zahl von Völkern und Kasten bevölkert die Wüstenregionen im Norden des Staates. Ihre bunten Saris, ihre Feste, ihre Lieder und Geschichten, ihr immer noch fast mittelalterlicher Lebensstil – auch in Indien ist Vergleichbares kaum zu finden. Eine Rajputen-Hochzeit auf Burg Mandawa steht im Mittelpunkt des Dokumentarfilms, doch er zeigt mehr: das Volk der Raijka etwa – Kamelhirten seit Jahrhunderten oder das der Bhopa-Bänkelsänger, die die Heldengeschichten der kriegerischen Maharadjas seit Jahrhunderten auf Jahrmärkten erzählen. (Text: SWR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 10.04.2002 Südwest Fernsehen
    von Horst Cramer
  • Deutsche TV-Premiere Mo. 02.04.1990 S3
    von Edy Klein und Karl Schüttler
  • Lautes Kinderlachen hallt von jedem Platz, auf dem César Romoleroux mit seiner Kirmes Station macht. Zu seinem fahrbaren Vergnügungspark gehören unter anderem ein Riesenrad, ein Autoscooter und mehrere Kinderkarussells. Seit zehn Jahren reist er mit seinen Fahrgeschäften quer durch die kolumbianischen Anden, eine Gegend, die bis vor kurzem noch Bürgerkriegsgebiet war. (Text: WDR)
  • Bombi Cordoba, ein 17-jähriger Junge aus den Slums von Medellín, unternimmt eine Traumreise in die weitgehend unbekannte Urwald-Region Kolumbiens, den Chocó. Bombis Vorfahren sind Sklaven, die vor etwa 500 Jahren dorthin gebracht wurden. Als Sklaven, die für Spanien nach Gold suchen sollten. Bombi ist Musiker und sucht in Chocó nach seinen Wurzeln und denen seiner Musik – mit dem naiven Blick eines jungen Erwachsenen, der das erste Mal den Ozean, den Urwald und die Traditionen seines Volkes entdeckt. Seine Gastgeberin und Führerin durch diese Gegend ist Josefina Klinger, eine Tourismusmanagerin. Hier gibt es viel unberührte Natur und Traumstrände, aber auch die Drogenmafia. Die Region leidet unter Vertreibung und Landflucht. Josefina will mit dem Tourismus den Chocó aus den Fängen der Mafia befreien. Bombi hat dafür einen anderen Weg: die Musik. Auch in den Slums von Medellín tobt der Mafiakrieg und die Musik ist das Wunder, das Jugendliche wie Bombi von der Gewalt befreit. Die Geschichte von Bombi und Josefina erzählt von Sklaven, Gold und Drogen. Eine Geschichte, für die Europäer den Nährboden geschaffen haben. Es ist eine imposante Landschaft, wo der Urwald bis zum Ozean reicht und die Kieselsteine, die der Pazifik an die schwarzen Strände spült, tausend Farben haben. (Text: ARD-alpha)
  • Deutsche TV-Premiere Sa. 04.02.1984 S3
    von Anna Soehring
  • Was ist „korsisch“? Dieser Frage geht der Filmemacher Sven Rechnach und trifft auf eine alte, aber höchst lebendige Kultur – und auf Menschen, die stolz für diese Kultur eintreten und um ihre Anerkennung ringen. Entstanden ist ein Film über die ungebändigte Schönheit einer Insel im Mittelmeer. Kalliste, die „Schönste“, haben einst griechische Seefahrer Korsika genannt. Napoleon beteuerte, seine Heimat allein am Duft zu erkennen. Und jedes Jahr schwören drei Millionen Touristen, im nächsten Jahr wiederzukommen. Aber was, wenn man die Insel nicht mehr verlassen darf? Für Patrizia Gattaceca, Sängerin, Korsin von Geburt und aus Überzeugung, ist sie zum Gefängnis geworden. Weil sie einen gesuchten Mordverdächtigen bei sich versteckt hatte, darf sie Korsika nicht verlassen, bevor das Gerichtsverfahren gegen sie beendet ist. Fast immer in ihrer 6.000 Jahre langen Besiedlungsgeschichte wurde Korsika von außen, von fremden Mächten beherrscht. Und schon immer gab es Widerstand dagegen – bis heute. Die Menschen treten stolz für diese Kultur ein und ringen um ihre Anerkennung – oder leben sie einfach, ob sie nun bis tief in die Nacht den traditionellen Hirtengesang, die Paghjella, praktizieren Wildschweine jagen, Bier aus Kastanien brauen oder einem Weltkonzern wie Coca Cola ein Schnippchen schlagen. „Wir fühlen uns zuerst und vor allem als Korsen,“ sagt Patrizia Gattaceca. (Text: BR Fernsehen)
  • Carlos Barría ist Kapitän und Eigner eines kleinen Fischerbootes, mit dem er jedes Jahr mitten im antarktischen Winter den schützenden Hafen verlässt und wochenlang auf Krabbenfang geht. Es ist Centolla-Saison. Die großen Königskrabben sind die Haupteinnahmequelle der Fischer von Feuerland. Die Tiere können bis zu acht Kilogramm schwer werden und einen Durchmesser von mehr als einem Meter erreichen. Die Besatzung des kleinen Bootes hat mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Schneestürme und hohe Wellen machen den Fang oft unmöglich. Nicht selten finden die Männer zudem leere Krabbenfallen vor. Denn die Großen Seespinnen werden immer seltener. „360° Geo Reportage“ begleitet die chilenischen Fischer bei der Centolla-Jagd und taucht dabei in die faszinierende Unterwasserwelt von Kap Hoorn ein. Das Kamerateam erhält Einblick in das geheime Reich der Krustentiere am nächtlichen Meeresboden. Riesige Kelpwälder bieten den Tieren dort unten Schutz und Nahrung. Doch so reich das Unterwasserleben an der Südspitze Südamerikas auch ist, an Land herrschen lebensfeindliche Bedingungen. Trotz der heftigen Stürme und der Eiseskälte besiedelte der Volksstamm der Yagan als Seenomaden über 9.000 Jahre lang diese raue Inselwelt. Ihre Kultur gilt heute als fast ausgelöscht. Die letzten Nachfahren wohnen in Ukika, dem Heimatdorf des Fischers Carlos Barría, auf der zu Chile gehörenden Insel Navarino am Beagle-Kanal. Carlos’ fast 80-jährige Nachbarin Cristina Calderón gilt als die letzte lebende Yagan, die noch die Ursprache ihres Volkes beherrscht. Ihrer kleinen Enkelin erzählt sie die alten Legenden und lehrt sie so ganz nebenbei die Yagan-Wörter und Begriffe. (Text: arte)
  • Die Roten Landkrabben sind ausgesprochen friedlich und eine Rarität. Sie sind nur auf der Weihnachtsinsel im Indischen Ozean zu Hause, dort allerdings in Massen. Sechs von ihnen versucht der britische Forscher Steve Morris einen Monat lang im Auge zu behalten, indem er ihnen Sender auf den Panzer montiert. Er will untersuchen, wie die Krabben ihren Weg vom Regenwald an die Küste finden, wo sie sich alljährlich zur Paarung treffen. Auf ihrem Weg über steile Klippen, Straßen und Gärten riskieren sie immer wieder ihr Leben. Obwohl Ranger des Nationalparks Straßensperren und kilometerlange Zäune errichten, um die kleinen Wanderer vor Autos zu schützen, kommen zahlreiche Tiere unter die Räder. Auch entwaldete Flächen und mangelnde Feuchtigkeit sind lebensbedrohlich. Noch gefährlicher sind jedoch Begegnungen mit Yellow Crazy Ants, eingeschleppten Ameisen, die in den vergangenen Jahren riesige Kolonien gebildet und bereits 35 Millionen Krabben getötet haben. Bis zu acht Kilometer weit ist der Weg der Krabben an die Küste, wo die Männchen Paarungshöhlen bauen. Zwölf Tage nach der Befruchtung laichen die Weibchen im Meer. Gelingt es den gepanzerten Gärtnern des Waldes nicht, sich fortzupflanzen, verändert sich langfristig das gesamte Ökosystem – mit unabsehbaren Folgen für die einzigartige Pflanzen- und Tierwelt der Weihnachtsinsel. (Text: hr-fernsehen)
  • Ein Filmteam zeigt die Welt der Kräuter im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne und stellt die Menschen vor, die mit und von Kräutern leben. Sie stehen im sich schnell wandelnden Indien vor der Herausforderung, dass die Nachfrage an Kräutern zunehmend das Angebot übersteigt. Heiler und Händler, Patienten und Ärzte sind darauf angewiesen, dass es Indien gelingt, seine Vielfalt an Kräutern zu bewahren. 6.000 Pflanzenarten werden in Indien genutzt. Auf dem Subkontinent mit seinen 1,3 Milliarden Bewohnern steigt der Bedarf an Pflanzenmedizin stetig und die wachsende Mittelschicht verlangt zudem nach Kosmetika auf Kräuterbasis. Als Folge sind manche Kräuter bereits selten, einige bereits ganz verschwunden. Die meisten der Kräuter Indiens werden wild gesammelt. Erst langsam beginnt man mit dem Anbau. Vor allem die ländliche Bevölkerung Indiens braucht günstige, verträgliche Arznei, Arznei auf Kräuterbasis. In Kerala zeigt das Filmteam einen Familienbetrieb, der Pflanzenheilmittel in Handarbeit für den lokalen Markt herstellt, und hoch oben im Himalaya beobachtet es einen Dorfheiler bei der Arbeit. 5.000 Jahre alt ist die Wissenschaft der ayurvedischen Medizin. Heute erfährt die alte Heilkunst einen Boom, nicht nur in Indien. In der Altstadt Delhis besucht das Filmteam einen Großhändler, der den weltweit rasant wachsenden Kräutermarkt bedient und Labore des weltweit größten Herstellers ayurvedischer Medikamente. In Kerala trifft es eine Ärztin einer kleinen Ayurvedaklinik und in Nordindien steigt es mit einer Studentin der tibetischen Medizin in die Berge. (Text: BR Fernsehen)
  • Im Südosten Europas wächst in unberührter Natur und mildem Klima eine einzigartige Vielfalt von Wildpflanzen. Fernab von Großindustrie und verschmutzten Böden haben sich die Länder des Balkans zum größten Kräuterexporteur Europas entwickelt. Allein in Bulgarien arbeiten mehr als 300.000 Menschen mit heimischen Pflanzen. Auf der kroatischen Adria-Insel Cres lebt der Bienenzüchter Mladen Dragoslavic. Wenn im Mai der Salbei zu blühen beginnt, hat er einen Monat Zeit, um sein Einkommen für das gesamte Jahr zu erarbeiten – mit dem Ziel, den besten Salbeihonig des Balkans zu erzeugen. Freiwillig würden sich die Bienen den Salbei nicht aussuchen, denn sie gelangen nur schwer in die Blüte hinein und wieder heraus. Spätestens nach drei Wochen muss Mladen sie von der Insel bringen. Sonst würden sie an Erschöpfung sterben. In Skopje, der Hauptstadt von Mazedonien, lebt Iva Josifova. Für sie ist die Stockmalve der Rohstoff für ihre Kunstobjekte. Das Kraut besitzt Schleimstoffe, die vielen Hustentee-Mischungen beigefügt sind. Iva dagegen stellt aus der Stockmalve Papier her. Dank der langen Fasern des Krauts lässt sich das Papier auf Objekte legen und modellieren. So entstehen filigrane Skulpturen, so zerbrechlich wie die Natur. In Trigrad, einem kleinen Dorf in den bulgarischen Rhodopen, gilt der wilde Bergtee bei den Einheimischen als Wundermittel, das potenzfördernd wirkt und ein langes Leben garantiert. Die hohe Nachfrage führte beinahe zur Ausrottung des Krauts. Filmautor Sebastian Lindemann besucht Michaela Yordanowa, die in ihrem Gartenlabor den wilden Bergtee kreuzt, bis die Pflanzen so widerstandsfähig sind, dass sie vermehrt werden können. Die neue Zucht soll den Bewohnern ermöglichen, das wertvolle Kraut auch im heimischen Garten oder auf dem Feld anzubauen. Im bulgarischen Balkangebirge trifft der Filmemacher auf Nikola Nikolow. Der Lehrer aus dem Dorf Chiprovzi hat mit seinen Schülern einen Garten für den Färberkrapp angelegt. Die Pflanze starb in Chiprovzi aus, obwohl ihre Wurzel jahrhundertelang zur Färbung von Wolle genutzt worden war. Die Bewohner des Ortes produzierten vor allem Teppiche, deren Kräuterfarben aus jedem Stück ein Unikat machten. Den Färberkrapp will Nikola wieder in Erinnerung rufen. Seine Arbeit mit den Schülern bringt neuen Schwung ins Dorf. Die Farben lassen das alte Weberhandwerk neu aufleben. (Text: BR Fernsehen)
  • Heimische Duftblüten und Würzkräuter machen die Provence weltweit zur Marke. Das heilsame Duftöl des Lavendels nutzte die Klostermedizin bereits im Mittelalter. Heute gründet sich eine ganze Industrie auf dem Geschäft mit der aromatischen Blüte. Doch die Existenz der provenzalischen Lavendelbauern ist bedroht. Im größten Lavendelanbaugebiet Frankreichs, dem Plateau de Valensole, hat es Gérard Blanc besonders hart getroffen. Der Lavendelbauer verlor 60 Prozent seiner Ernte an ein winziges Insekt: die Glasflügelzikade. Bereits die Hälfte der Anbaufläche hat die Zikade zerstört und Frankreich von Platz eins der Weltmarktproduktion für Lavendelöl gefegt. Auch die Parfümindustrie verdankt ihren Erfolg dem Klima, die duftenden Rohstoffe wachsen direkt vor der Haustür. Parfümeurin Delphine Thierry entführt in die würzig riechenden Hügel um Nizza. Das Filmteam durfte sie beobachten bei der Kreation eines exquisiten Parfüms, das das Aroma der Côte d’Azur in sich trägt. Catherine Pisani macht ihre Sammelleidenschaft zum Geschäftsmodell, sie züchtet 60 Sorten Basilikum. Exotisch wird es auch in einer Restaurantküche in Aix-en-Provence. Der Molekularkoch Pierre Reboul transformiert erdige Küchenkräuter in ein knallbuntes Produkt der Haute Cuisine und würzt zum Beispiel seine Aniskreation mit Oregano. Würzige Almkräuter locken im Sommer Tausende Schafe in die Alpen. Das Filmteam verfolgte die Transhumanz, den Almauftrieb, eine jahrhundertealte Tradition. Aus den Alpen kommt auch ein Hoffnungsträger der Provence. In 1.000 Metern Höhe beginnt das Reich des wilden Lavendels, er heißt auch der Echte Lavendel. Die junge Bäuerin Claire Chastan erntet die duftenden Kräuterbüschel an steilen Berghängen mühsam von Hand. Sie weiß, was ihre Kunden mit der wild wachsenden Pflanze verbinden: „Es ist ein Weg zurück zur Natur. Man kauft einen kleinen Traum.“ (Text: BR Fernsehen)
  • In unzugänglichen Alpentälern hatten die Menschen über Jahrhunderte hinweg keine andere Möglichkeit, als auf die Heilkraft der Natur zu vertrauen. Das Kräuterwissen war tief im Alltag der Bergbewohner verwurzelt – bis es im 20. Jahrhundert von der modernen Schulmedizin verdrängt wurde. Heute erleben die Kräuter der Alpen eine Renaissance. In den Berchtesgadener Alpen übt „Wurzengraber“ Hubsi Ilsanker einen Knochenjob aus – fast wie vor 400 Jahren. Für die älteste Enzianbrennerei Deutschlands gräbt Hubsi im Berchtesgadener Nationalpark nach den geschützten Enzianwurzeln. Der Gelbe Enzian ist eines der bittersten Heilkräuter der Welt, gut für Schnaps und zur allgemeinen Stärkung. In Graubünden in der Schweiz baut Drogistin Astrid Thurner ein ganzes Edelweißfeld an, um die antioxidativen Wirkstoffe dieser hochalpinen Pflanze für ihre eigene Kosmetiklinie zu nutzen. Im Centrum für Biomedizin in Innsbruck haben Forscher eine neue Edelweiß-Substanz entdeckt: Leoligin, ein Stoff, der die Behandlung von Gefäßkrankheiten revolutionieren könnte. Die Naturheilpraktikerin Astrid Süßmuth weiht die Zuschauer in die „Outdoor-Apotheke“ der Ötztaler Alpen ein. Dabei erfährt man auch etwas über das giftigste Kraut Europas, den Blauen Eisenhut – auch das „Arsen des Mittelalters“ genannt. Im Benediktinerstift Admont besucht das Filmteam die größte Klosterbibliothek der Welt und in Heiligenblut am Großglockner beobachtet es die Trachtenfrauen bei der „Kräuterweihe“. In den Dolomiten in Südtirol bringt Gourmetkoch Franz Mulser den Geschmack der Alm auf die Teller. Das Heu der Seiser Alm, das beim Koch in der Suppe landet, wird in Völs am Schlern für ein Heubad aufbereitet, in dem sich die Kräuteressenzen entfalten, hilfreich bei Gelenk- und Rückenschmerzen. Im Tauferer Ahrntal sammelt Anneres Ebenkofler von den Einheimischen geheime Rezepte und Heilmethoden. Ihr Hotel führt sie nach dem Prinzip der „Alpenländischen Lehre“, ihr Lieblingskraut spielt dabei eine wichtige Rolle: das Johanniskraut. Filmautorin Bärbel Jacks besucht Menschen, die sich dafür einsetzen, dass das alte Kräuterwissen nicht verlorengeht und eine moderne Anwendung in unserer heutigen Zeit findet. (Text: BR Fernsehen)
  • In kaum einem anderen Land der Welt bestimmen Kräuter den Alltag der Menschen so, wie in Indien. Sie lassen Räucherstäbchen duften, aromatisieren Seifen, würzen die Küche und heilen. Die SWR Dokumentation gibt Einblicke in die Wildkräuterwelt des Subkontinents. Brahmi, der indische Wassernabel regt den Geist an und beugt Depressionen vor. Tulsi, Heiliges Basilikum, hilft bei so vielen Krankheiten, dass es „das Unvergleichliche“ genannt wird. Und der indische Baldrian, der nur im Hochgebirge wächst, bringt innere Ruhe. 6.000 Pflanzenarten werden auf dem Subkontinent genutzt, die meisten wachsen wild und werden langsam knapp. Denn bei 1,3 Milliarden Bewohnern steigt der Bedarf an Pflanzenmedizin stetig. Zudem verlangt eine wachsende Mittelschicht nach Kosmetika auf Kräuterbasis. Als Folge sind einige Kräuter bereits verschwunden. Langsam beginnt man deshalb mit dem Anbau. Hoch oben im Himalaya zeigt der Film einen Dorfheiler bei der Arbeit. 5.000 Jahre alt ist die Wissenschaft der ayurvedischen Medizin. Heute erfährt die alte Heilkunst einen Boom. In der Altstadt Delhis besuchen die Zuschauer einen Großhändler, der den weltweit rasant wachsenden Kräutermarkt bedient und die Zuschauer blicken in die Labore des weltweit größten Herstellers ayurvedischer Medikamente. In Kerala lernen die Zuschauer die Ärztin einer kleinen Ayurvedaklinik kennen und in Nordindien steigen die Zuschauer mit einer Studentin der tibetischen Medizin in die Berge, wo sie sich auf einen Test in Kräuterkunde vorbereitet. Die SWR Dokumentation „Kräuterwelten Indien“ zeigt die Welt der Kräuter im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne und porträtiert Heiler, Händler, Patienten und Ärzte, die mit und von Wildkräutern leben. (Text: SWR)

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