Für die Oasenbewohner sind Datteln eine Art Superfood und zählen zu den Hauptnahrungsmitteln in der Wüste.
Bild: NDR/Daniela Pulverer/K22film
Siwa: eine sagenumwobene Oase inmitten der ägyptischen Sahara. Hier sprudeln Hunderte Quellen aus dem Boden und machen das schier Unmögliche möglich: Leben inmitten von Sand, extremer Hitze und Trockenheit. Ein geschichtsträchtiger Ort voller Gegensätze und pulsierender Lebenskraft. Über 200.000 Dattelpalmen gedeihen dank fossilen Wassers, das seit 40.000 Jahren unter der Erde ruht. Palmen waren schon immer die Lebensgrundlage der Anwohner. Menschen wie Abdou Mohammed pflegen sie wie Kostbarkeiten mit einem handwerklichen Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde.
Salz ist allgegenwärtig, das Vermächtnis eines urzeitlichen Meeres. Ausgedehnte Salzseen sind die Quelle für den Abbau des „weißen Goldes“. Der salzhaltige Schlamm ist das urtümliche Baumaterial der Oasenstadt. Fatma Essa lebt vom Salzgestein, sie fertigt kunstvolle Lampen und Skulpturen in ihrer Salzwerkstatt an. In der endlosen Wüste rund um die Oasenstadt, wagt Survival-Experte Mohammed Shahin ein extremes Selbstexperiment: Ganz allein streift er durch das Große Sandmeer auf der Suche nach Wasser, Nahrung und Überlebensstrategien.
Natürlich will er in das lebensspendende Grün der Oase zurückkehren. Trotz der extremen Abgeschiedenheit in der lebensfeindlichen Wüste ist Siwa äußerst lebendig: mit traditionellen Hochzeitsbräuchen, Palmherzen als Liebesgabe, imposanten Lehmtürmen zur Taubenzucht, Spuren uralter Zivilisation und überraschendem Wasserüberfluss. Siwa ist mehr als eine Oase, sie ist ein Symbol für Widerstandskraft, kulturelle Identität und das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. (Text: NDR)
Auch wenn sie in letzter Zeit selten gute Nachrichten transportieren: Fast täglich laufen in den Medien Bilder aus der US-Hauptstadt Washington D.C. Sie wirkt auf diesen „Fernblick“ manchmal wie ein surreales Freiluftmuseum voller weltberühmter Wahrzeichen, die ihren Besuchern seltsam vertraut vorkommen. Das politische Herz der USA atmet den Geist der Geschichte und wimmelt geradezu von ikonischen Bauwerken und Denkmälern – vom Weißen Haus über das Kapitol bis hin zum Lincoln Memorial, von dessen Stufen herab Martin Luther King Jr.
den Amerikanern von seinem Traum einer gerechten Gesellschaft erzählt hat. Doch die Nähe zu den Korridoren der Macht ist nur ein Grund für die Anziehungskraft der Wiege der amerikanischen Demokratie. Abseits der monumentalen Alleen und Boulevards versteckt sich eine lebendige Kulturszene, die zum Takt des Go-go tanzt, eine Erfindung lokaler afroamerikanischer Musiker, die bis heute die Funkclubs auf dem sogenannten „schwarzen Broadway“ im U-Street-Viertel zum Beben bringt.
Washington D.C. ist eine Stadt der Gegensätze, deren nicht-weiße Bevölkerungsmehrheit ihr in den 1970er-Jahren den Spitznamen „Chocolate City“ verpasst hat. Hier ringen die großen Ideen der Menschheit um Aufmerksamkeit und Erfolg: Freiheit, Gleichheit, Demokratie und Menschenrechte. D.C. ist kein Zufallsprodukt, sondern eine politische Idee aus Marmorstein und Monumenten, die mehr zu bieten hat als viele denken. Und das gilt auch für den Blick hinter manch bekannte Fassade, der diesem Film gelingt. (Text: NDR)