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Padre Pio und die Wundmale – Porträt eines umstrittenen Heiligen
Kaum ein anderer, der zur Ehre der katholischen Altäre erhoben wurde, wird so hochverehrt und kritisiert wie Pater Pio von Pietrelcina (1887–1968). Der Kapuzinerpater, der die Stigmata, die Wundmale Christi, am eigenen Leib trug, galt vielen als charismatischer und wundertätiger Mann. Doch der Vatikan selbst verbot Pio zeitweise das öffentliche Auftreten, und Kritiker warfen dem Pater vor, er rufe die Stigmata mit einer ätzenden Substanz selbst hervor. ORF-Regisseurin Cornelia Vospernik zeichnet in ihrer Doku ein differenziertes Bild des schillernden Ordensmannes, der vor allem in der emotionalen süditalienischen Volksfrömmigkeit enorme Resonanz gefunden hat. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 20.06.2023 ORF 2 Päpstlicher als der Papst – Die Piusbruderschaft
Die Piusbruderschaft, 1970 von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet, sieht die katholische Kirche auf einem Irrweg des Modernismus und lehnt die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils als zeitgeistige Verwässerung des katholischen Glaubens ab. Ihr Festhalten an der alten tridentinischen Liturgie ist nur das deutlichste äußere Merkmal ihrer innersten Überzeugungen. Dennoch laufen seit vielen Jahren Gespräche mit dem Vatikan, um die volle Einheit der einst exkommunizierten Bruderschaft mit der katholischen Kirche wieder herzustellen – bisher ohne Durchbruch. Nach welchen Prinzipien leben die Mitglieder der Piusbruderschaft – Priester und Laien – und wie begründen sie ihre Sicht auf Kirche, Welt und Gesellschaft? Der Film von Peter Beringer geht diesen Fragen nach und skizziert dabei auch die schwierige Geschichte der Beziehung zu Rom. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 16.09.2025 ORF 2 Pakistans starke Frauen
Bild: ORF/JourneymanFeministinnen in Pakistan nehmen ihr Leben selbst in die Hand: Mit dem „Marsch der Frauen“ kämpfen sie für ein Leben ohne Unterdrückung und Gewalt, die nicht zuletzt von der religiösen Rechten in ihrem Land immer wieder befeuert wird. Die Doku zeigt die engagierten Aktionen der Frauen und den unbeugsamen Mut, den sie für ihr gesellschaftspolitisches Engagement aufbringen. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 24.01.2023 ORF 2 Palliativ
Original-TV-Premiere ungesendet Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 03.05.2022Der Papst und seine Diplomatie
Bild: ORF/metafilmIm kleinsten Staat der Welt laufen die Fäden aus aller Herren Länder zusammen wie in keinem anderen. Der Papst gehört somit zu den bestinformierten Persönlichkeiten der Welt. Die Dokumentation von Peter Beringer zeigt, wie Papst Franziskus die Schwerpunkte seiner Außenpolitik setzt – speziell im Ukraine-Krieg -, und blickt zurück, warum frühere Päpste mit ihrer Friedensdiplomatie scheiterten oder Erfolg hatten. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 14.03.2023 ORF 2 Pflegeimport aus Indien
Deutschkurs schon in Indien – Aleena Johnson, Anjeetha Joseph und Vinaya Joseph mit Deutschkursunterlagen beim Farmhaus in den Cardamom Bergen.Bild: ORFÜberalterung der Gesellschaft, bevorstehende Pensionswelle und fehlende Fachkräfte: Die Pflegekrise in Ländern wie Österreich ist in aller Munde. Lösungsideen entstehen mitunter an überraschenden Orten: Unter der Leitung ihres Provinzials Saji Mullankuzhy entwickelte die österreichische Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder ein Programm, um in Indien ausgebildete Pflegekräfte in Österreichs Spitäler zu holen. Doch die Hürden sind groß. Peter Beringer hat die jungen Pflegerinnen getroffen und sie einen Teil des Weges und bei ihrer Arbeit in Österreich begleitet. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 30.09.2025 ORF 2 Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 03.06.2025Pflegende Kinder
Auch für die Teenager Denise und Fabienne gehört es fest zum Alltag, ihren an MS erkrankten Vater gemeinsam mit ihrer Mama zu unterstützen. Als Belastung erleben die Kinder ihre Situation nicht: „Ob das gut oder schlecht ist – darüber denke ich gar nicht nach“, so Fabienne. Die größte Angst: Dass der Vater in ein Pflegeheim ziehen müsste. Bevor das passiert, da sind sie sich einig, würden sie versuchen, noch mehr anzupacken und zu helfen. Egal ob Zähne putzen, umsetzen, waschen, Medikamente verabreichen und Ähnliches oder auch psychologische Unterstützung – in Österreich leisten diese unbezahlte Care-Arbeit etwa 43.000 Kinder und Jugendliche, sogenannte „Young Carers“, also „Pflegende Kinder“.Es ist ein verstecktes Phänomen: „Ich glaube, dass vielen Familien sehr bewusst ist, dass das, was sie machen, nämlich dass ihre Kinder selber Pflegeverantwortung übernehmen, etwas ist, das gesellschaftlich nicht erwünscht ist“, sagt Martin Nagl-Cupal, Leiter des Instituts für Pflegewissenschaften und Autor von Studien zu diesem brisanten Thema. „Lange Zeit war man ungläubig und hat gesagt: So etwas gibt es doch nicht! Nicht bei uns in Österreich!“, erzählt der Wissenschafter: „Mittlerweile ist ein Bewusstsein für das Thema da.“ Zahlreiche Maßnahmen unterstützen pflegende Kinder in Österreich, allein sie zu erreichen ist aufgrund der Tabuisierung des Themas aber immer noch schwer. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Di. 03.10.2023 ORF 2 The Pope and Hitler – Opening the Secret Files on Pius XII
Der Vatikan öffnete vor zwei Jahren die geheimen Archive aus der Zeit Papst Pius XII. (1939–1958) für Historiker und Wissenschaftler: Somit ist es möglich, noch genauer auf eine Persönlichkeit zu blicken, die während der der dunkelsten Epoche des 20. Jahrhunderts Oberhaupt der Katholischen Kirche war. Warum hat der Papst zum Holocaust in der Öffentlichkeit geschwiegen? War er, wie vielfach behauptet wird, ein furchtsamer Zögerer und Zauderer? Oder hat der gelernte Diplomat gerade durch sein bedachtsames Auftreten viele Menschenleben, auch das vieler Juden, während der NS-Zeit gerettet? Bereits die ersten Funde in den Archiven führten zu neuen Erkenntnissen. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 06.09.2022 ORF 2 Die Rattenlinie – Nazis auf der Flucht durch Südtirol
Die Dokumentation „Die Rattenlinie“ begibt sich auf die Spuren führender Nazi-Größen des Dritten Reichs. Am Ende des Zweiten Weltkriegs stand bei vielen dieser Nazis vor allem eine Region auf ihrem Fluchtplan: Südtirol. Ebenso wie Adolf Eichmann, Cheforganisator des Holocaust oder Martin Bormann, engster Vertrauter Adolf Hitlers, wählten viele NS-Funktionäre den Weg über die Dolomiten. Es war die sogenannte Rattenlinie. Unterstützung bekamen sie aus der Region: Hier eine kleine Diözese oder der Wirt eines Gasthofs am Grenzübergang, dort das Netzwerk des Vatikans oder ehemaliger Parteigenossen und alte Sympathisanten. Südtirol war territorial und staatsrechtlich Niemandsland. Nur hier war es nach dem Krieg möglich, so ein engmaschiges Unterstützernetz zu knüpfen.Ein Schwerpunkt dieser Dokumentation ist die Darstellung der Rolle katholischer Würdenträger bei der Fluchthilfe. Im damaligen Südtirol spielte der Kampf gegen den Kommunismus, die Fokussierung auf die nationale Frage und die Solidarität mit dem Deutschtum eine große Rolle. In diesem Kontext müssen die damaligen Aktivitäten eingeordnet werden. Der Film reift dabei neue Forschungsergebnisse von österreichischen Historikern auf und begleitet exklusiv die Urenkelin von Martin Bormann bei ihrer Spurensuche in der Durchgangsschleuse Südtirols. Die Gestalterin Karin Duregger begibt sich mit Zeitzeugen aus Yindig zu den alten Schauplätzen. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Di. 31.01.2023 ORF 2 Reinigung von innen – Fasten in den Religionen
Es scheint fast ein die gesamte Menschheit verbindender Grundvollzug des Lebens zu sein: das Fasten. In den meisten Religionen spielt der periodische Verzicht auf Nahrung eine bedeutsame Rolle. Für den Körper und auch für die Seele. Denn Fasten ist seit jeher beides – medizinische Anwendung und religiöser Akt. Der Film begleitet Christen, Muslime, Hindus, Juden und Aleviten durch Zeiten des Verzichtes, Theologen geben Einblick in Begründung und Geschichte des Fastens. Gezeigt werden auch die neuen Erkenntnisse über die gesundheitlichen Vorteile des Nahrungsverzichts. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 19.03.2024 ORF 2 Religion ohne Sexualität – Die Shaker
Die Shaker sind ein Stück amerikanischer Geschichte, es sind Menschen, die vor 200 Jahren auszogen, um die Welt zum Guten zu verändern. Bis heute sind die Shaker bekannt für ihre Musik, aber auch für die außergewöhnliche Designkunst. Gegründet wurde diese christliche Bewegung von einer Frau – Ann Lee, die in den 1780er Jahren aus Manchester in die USA kam, um dort mit ihren Anhängern ihren Glauben zu verwirklichen. Einer der zentralen Punkte ihrer Religion war ein zölibatäres Leben von Frauen und Männern in gemeinsamen Siedlungen. Die Gleichheit der Geschlechter, die Gleichwertigkeit von Frauen- und Männerarbeit, war von Beginn an ein zentrales Anliegen.Es gibt viele Bereiche, in denen die Shaker Vorreiter waren: Sie waren Pazifisten und lehnten jede Art von Rassismus ab. Zudem waren die Shaker geniale Erfinder und Konstrukteure. Eigentum des Einzelnen war tabu. Die Shaker lebten mit Gemeinbesitz und werden oft als die ersten „Kommunisten“ Amerikas bezeichnet. Die Shaker waren auch die ersten Samenhändler und -produzenten der Vereinigten Staaten, sie waren Vorreiter der Elektrifizierung und erfanden eine Vielzahl von Maschinen. In ihrer Blütezeit (Mitte des 19. Jahrhunderts) gab es Tausende Shaker, heute sind es nur mehr ganz wenige Menschen, die ein Leben in der traditionellen Form aufrechterhalten können. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Di. 07.06.2022 ORF 2 Die Retter des Toten Meeres
Das Tote Meer, das einzigartige Gewässer am tiefsten Punkt der Erde mit extrem hohem Salzgehalt, droht durch Austrocknung zu verschwinden. Doch drei Männer aus Palästina, Israel und Jordanien beschließen eine spektakuläre Rettungsaktion: Sie wollen das Tote Meer schwimmend überqueren und damit auf dessen dramatische Situation hinweisen. Aufgrund der politischen und religiösen Konflikte zwischen ihren Herkunftsländern ist es nicht einfach, Menschen für ihr Projekt zu gewinnen. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 16.05.2023 ORF 2 Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 12.05.2023Sagt der Blau zum Grün … – Einiges über den jüdischen Humor
45 Min.Traditionell wird der Ausklang des Schabbats mit einem fröhlichen Abendessen begangen: dem Melaveh Malkah. Eine Runde von Freunden und Freundinnen – unter ihnen der Musiker Roman Grinberg, der Historiker Awi Blumenfeld, die Psychotherapeutin Ruth Werdigier und die Künstlerinnen Tania Golden und Shlomit Butbul – treffen einander, um Moti Zilbermanns koschere Deilikatessen und „Restln“ des Schabbat-Abends zu genießen. Im Mittelpunkt des Abends steht der Humor: Humor als Lebenselixier, als Waffe gegen Unterdrückung und zur Bewältigung der alltäglichen Zores. Humor als Möglichkeit, gegen zweifelhafte Autoritäten auf- und für Menschlichkeit einzutreten. Und so bewegt sich der Abend durch 4000 Jahre jüdischen Lachens, Lebens, Singens, Träumens und Hoffens. (Text: ORF)Deutsche TV-Premiere Fr. 04.08.2023 3sat Original-TV-Premiere Di. 03.05.2022 ORF 2 Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 19.04.2022Sankt Martin – Soldat, Asket, Menschenfreund
Der heilige Martin (Paul Matic) versteckt sich im Gänsestall.Bild: ORF 2Gallien, im Jahr 394. Der 40 Jahre alte Advokat Severus Sulpicius aus Aquitanien ist auf Pilgerreise, denn seine Frau ist gestorben. Sein Ziel: die Stadt Tours und ihr berühmter Bischof Martin. Von ihm erhofft sich Sulpicius Heilung für seine Seele. Zudem hat Sulpicius ein Projekt: Er möchte das erste Buch über Martin schreiben, der weithin als Heiler und echter Mann Gottes bekannt ist. Nach anfänglichem Zögern beginnt Martin zu erzählen. Es ist die unglaubliche Geschichte eines Mannes, der vom Soldaten des Kaisers zum Soldaten Gottes, und damit auch zum Heiler, Asketen, Missionar und umstrittenen Bischof von Tours wird. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 11.11.2025 ORF 2 Sardinien – Insel der Hundertjährigen
In den Dörfern an den steilen Berghängen der Ostküste Sardiniens, in der Region Ogliastra, werden die Menschen so alt wie kaum woanders auf der Welt. Wissenschaftler weltweit versuchen herauszufinden, was die Gründe dafür sind. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 22.07.2025 ORF 2 Satans Rauch. Die Gegner des Papstes
40 Min.Seit dem Amtsantritt von Papst Franziskus schienen offene Diskussionen wieder möglich. Aber aber die Reformkräfte sind zunehmend frustriert, weil konkrete Schritte ausbleiben. Letzteres liegt auch an entgegengesetzten Front: Aus dieser Richtung, die jede Reform unterbinden will, hagelt es Angriffe auf Papst Franziskus – aus dem deutschsprachigen Raum ebenso wie aus den USA und anderen Ländern: Reaktionäre Gruppen – international gut vernetzt – gehen so weit, dem Papst vorzuwerfen, er verbreite selbst Irrlehren, er sei somit ein „papa haereticus“.Die Gefolgschaft verweigern sie ihm – denn sie sehen mit dem Reformgeist auch „den Rauch Satans“ in die Kirche eingedrungen, wie es schon Papst Paul VI. bald nach dem Konzil formuliert hatte. Diese Angriffe kommen ausgerechnet aus Milieus, die sich unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. als die einzig „Papsttreuen“ bezeichnet hatten. Wer sind diese Gegner des gegenwärtigen Papstes? Was ist ihr Kirchen- und Weltbild? Und von wem werden sie – und aus welchen Gründen – unterstützt? (Text: ORF) Original-TV-Premiere Di. 17.01.2023 ORF 2 Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 23.05.2025Scheidung verweigert – Frauen kämpfen um ihre Freiheit
Frauen kämpfen um ihre Freiheit. Gemäß jüdischem Recht kommt eine gültige, koschere Scheidung nur zustande, wenn der Ehemann dieser ausdrücklich zustimmt. Er muss seine Frau freigeben. Verweigert er seine Zustimmung, so bleibt die Frau durch die Ehe an ihn gebunden. In Israel müssen alle Scheidungen gemäß jüdischem Recht vor einem Rabbinatsgericht durchgeführt werden. Und immer wieder gibt es Fälle, in denen Frauen teils jahrelang um ihre Freiheit kämpfen. Batya Kahana-Dror ist orthodoxe Jüdin – und Feministin. Die Anwältin gehört zu den wenigen Frauen, die eine Zulassung für die israelischen Rabbinatsgerichte haben. Sie nutzt jede rechtliche Möglichkeit für Frauen wie Noa, Sarah und Oshrat in ihrem Streben nach Freiheit. Die Dokumentation porträtiert die drei Fälle, die stellvertretend stehen für all jene Israelinnen, die die Scheidung wollen, deren Männer aber ihre Einwilligung verweigern. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 16.05.2023 ORF 2 Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 09.05.2023Schicksal
Man muss nicht an Gott glauben, um an Schicksal zu glauben. An Wendungen des Lebens – wie Krankheit, Tod oder Trennung – stellen sich Menschen oft die Frage, ob das ihr Schicksal sei. Wie verhält sich der Glaube an ein unveränderliches Schicksal zu Freiheit und Verantwortung? Wann macht es Sinn, sein Schicksal zu akzeptieren, wann, dagegen anzukämpfen? Und wann wird der Glaube an ein Schicksal hinderlich, wann befreiend? Auch wenn die Quantenphysik die Existenz des reinen Zufalls längst bewiesen hat, hält der Mensch doch gerne an der Vorstellung fest, dass das Leben mehr ist als Zufall, so der katholische Theologe Prof. Thomas Prügl von der Universität Wien: „Das Leben braucht das Schicksal. Das Schicksal ist die Summe der Dinge, die sich unvorhergesehen mir darbieten. Aber das Leben ist das, was ich aus dem Schicksal mache.“ (Text: 3sat)Deutsche TV-Premiere Fr. 10.02.2023 3sat Original-TV-Premiere Di. 27.11.2018 ORF 2 Schicksalsglaube
Das Leben ist wie ein Labyrinth, wo die Wege nicht eindeutig sind, aber es ein Ziel gibt.Bild: ORF/Metafilm GmbHAn die Stelle des Glaubens an einen Gott tritt heute nicht selten der Glaube an das Schicksal – so zeigen es neuere Untersuchungen zum Wandel religiöser Einstellungen. Hat der „Glaube an das Schicksal“ Konsequenzen für die Lebensgestaltung? Führt er in einen passiven Fatalismus oder zur Auflehnung gegen eine anonyme Macht, die letztlich alles vorherbestimmt? Ein Reporter hat sich auf eine Spurensuche begeben. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 09.09.2025 ORF 2 Der Schneider des Papstes
Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, was der Papst bei seinen öffentlichen Auftritten trägt und vor allem, wer die Roben und Accessoires anfertigt. Filippo Sorcinelli ist international renommierter Designer für sakrale Gewänder in Italien, er ist bekennender Katholik und lebt offen homosexuell. Ein Spagat, der nicht immer einfach zu bewältigen ist. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 13.05.2025 ORF 2 Die Schweizergarde – Das geheime Leben im Vatikan
Die Soldaten der Schweizergarde, die in ihren einzigartigen Uniformen sofort erkennbar sind, schwören persönlich, den Papst zu schützen. Offiziell gegründet wurde die Schweizergarde 1506. Heute wie damals verlässt der Papst sich auf diese kleine Armee engagierter Männer, die ihn vor den ständigen Bedrohungen einer instabilen Welt schützen. Die Dokumentation blickt auf die Vergangenheit und Gegenwart der Schweizergarde. Der Film erinnert daran, wie dieses besondere Militärkorps vor 500 Jahren entstand, und zeigt erstmals Dokumente aus den Privatarchiven der Schweizergarde, die von einer geheimen Mission auf dem Höhepunkt des Zweiten Weltkriegs erzählen: Ein Offizier der Schweizergarde fuhr eine Lkw-Ladung Waffen von der Schweiz zum Vatikan und riskierte es dabei, von deutschen Truppen und alliierten Bomben getötet zu werden.Alles nur, um Papst Pius XII. vor der Entführung durch Adolf Hitler zu retten. Außerdem geht der Film der Frage nach, warum sich junge Männer auch heute noch für die Schweizergarde entscheiden, und gibt exklusive Einblicke in das Leben der Soldaten in ihrer Kaserne im Vatikan. Er zeigt ihre alltäglichen Aufgaben, sowohl innerhalb des päpstlichen Palastes als auch zum Schutz des Papstes auf seinen Reisen ins Ausland. Die Dokumentation „Die Schweizer Garde – Das geheime Leben“ wurde in Italien, im Vatikan und in der Schweiz gedreht. Sie enthält Interviews mit namhaften Historikern, Sicherheitsexperten, Journalisten, Veteranen der Schweizergarde, den Gardisten selbst und ihren Familien. Der Filmemacher Jesús Garcés Lambert wurde in Italien mit einem „Golden Globe Award“ ausgezeichnet. Seine Filme sind in über 60 Ländern zu sehen und wurden auf wichtigen internationalen Filmfestivals ausgezeichnet. (Text: ORF) Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 02.12.2025Schwester Courage
Ihr Widerstand gegen Zwangssterilisation und gegen die NS-Euthanasie gilt als einer der mutigsten Proteste der katholischen Kirche gegen das Nazi-Regime: Anna Bertha Königsegg, Vinzentinerin und Visitatorin des Ordens, agierte erstaunlich offen und dennoch geschickt gegen die Anweisungen des Terrorregimes. So gut sie konnte, stemmte sich die ausgebildete Krankenschwester gegen Abtransporte ihrer geistig behinderten Patienten in den sicheren Tod. Ein Film über eine außergewöhnliche Frau. (Text: ORF)Original-TV-Premiere Di. 22.11.2022 ORF 2 Sind wir allein im All?
„Ich bin mir relativ sicher, dass es auch jenseits der Erde Leben gibt“, erklärt der Wiener Astronom Franz Kerschbaum. „Allerdings wird das vorwiegend einfaches Leben sein. Intelligentes Leben wird es wahrscheinlich auch geben im Kosmos, es dürfte aber deutlich seltener sein, als wir denken.“ Das „James-Webb-Teleskop“ – im Dezember 2021 ins All geschossen – könnte da Aufklärung bringen. Der Zehn-Milliarden-Dollar-„Sternengucker“ wird nicht nur tief in die Vergangenheit unseres Universums blicken, er wird auch die Atmosphären von Hunderten und Aberhunderten von Exoplaneten untersuchen können.„Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte haben wir damit die Möglichkeit, nach Spuren von Leben im All zu suchen und das Vorhandensein von Leben nun auch wissenschaftlich nachzuweisen“, erklärt die Salzburger Astrophysikerin Lisa Kaltenegger, Leiterin des „Carl Sagan Institutes“ an der Cornell-University in den USA. Die Chancen dafür seien hoch, so die Forscherin. Sollte die Menschheit irgendwann tatsächlich Hinweise auf extraterrestrische Lebensformen finden, würde das unser Bild des Universums auf revolutionäre Weise verändern. Aber noch ist es nicht so weit. Spekulationen über Aliens und außerirdische Spezies aller Art müssen bis auf weiteres Science-Fiction bleiben – ein wissenschaftliches Gerücht, das die Phantasien von Millionen Menschen befeuert. Die Beschäftigung mit den Geheimnissen des Kosmos hat aber auch eine religiöse Komponente. Manche werden von einem existenziellen Gefühl des Staunens ergriffen, wenn sie sich die Dimensionen des Universums vergegenwärtigen. Andere meinen, die Beschäftigung mit kosmologischen Fragen lehre den Menschen vor allem Demut. Und wieder andere halten den Kosmos für ein lebendiges Wesen oder – auch diese Hypothese gibt es – für ein riesiges, überdimensionales Gehirn. Der in Bern lehrende Theologie Andreas Losch hat seine persönliche Antwort auf eine der Urfragen der Menschheit gefunden: „Wenn Sie mich fragen, wo ist Gott? Dann sage ich: jenseits, wo immer das ist. Aber auch: in allem drin.“ (Text: ORF) Original-TV-Premiere Di. 17.05.2022 ORF 2 Österreichische TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 10.05.2022Sister Mary von Nairobi
Die kleine Mary wächst in der Nachkriegszeit in einem Vorort Dublins in ärmlichen Verhältnissen auf. Sie ist eines von sieben Kindern. Ihr Weg scheint vorgezeichnet – in einem erzkonservativen, katholischen Umfeld und Elternhaus. Die Schule, die erste große Liebe – vielleicht schon der Partner fürs ganze Leben? Doch diese Perspektive ist für Mary wenig attraktiv. Sie sucht das Abenteuer, wenn auch auf ungewöhnliche Weise: Der Orden „Sisters of Mercy“ bietet ihr eine Chance, das traditionsverhaftete Irland hinter sich zu lassen. Sie lässt sich nach Afrika versetzen und taucht dort ein, in eine nahezu unüberschaubare Welt der Not und Armut.Hier findet die temperamentvolle Frau ihr neues Zuhause – in den größten Armenvierteln Afrikas. Jenen von Nairobi. Das ist nun vierzig Jahre her . Heute gilt die mittlerweile 73 jährige als „Mutter der Kinder von Mukuru“. 800.000 Menschen leben in diesem – neben Kibera – größten Slum Nairobis. Sie gründet Schulen und Berufszentren für die Ärmsten der Armen gibt ihnen damit eine realistische Hoffnung auf ein Leben außerhalb dieser Hölle aus Elend, Gewalt und Verbrechen. (Text: ORF) Original-TV-Premiere Di. 28.03.2023 ORF 2
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