2026

Episodenführer und Sendedaten unvollständig
  • Folge 1
    Einstein Was macht die Schweiz zum Helikopterland? Moderator Tobias Müller vor einem Helikopter – Bild: SRF
    Einstein Was macht die Schweiz zum Helikopterland? Moderator Tobias Müller vor einem Helikopter
    «Einstein»-Moderator Tobias Müller steigt gleich selbst ins Cockpit – zuerst im Simulator, dann im echten Helikopter. Revolutionärer VR-Simulator aus der Schweiz Trainiert wird auf VR-Simulatoren von Loft Dynamics, den weltweit ersten Virtual-Reality-Systemen, die offiziell für die Pilotenausbildung zertifiziert sind. Und «Einstein» schaut hinter die Kulissen und geht zu den Tüftlern und Erfindern, die die VR-Simulatoren entwickelt haben. Helikopter – Die Lastesel der Alpen Lastenflüge, Rettungseinsätze, Bauarbeiten im Steilhang. Für die Berggebiete sind Helikopter essenziell. «Einstein» begleitet eine Crew der Air Zermatt bei Einsätzen, bei denen der Helikopter zum fliegenden Kran wird. Und zeigt, wie entscheidend die präzisen Kommandos des Flughelfers sind, damit der Pilot seine Einsätze überhaupt fliegen kann. Der erste Helikopter aus der Schweiz In Mollis im Kanton Glarus entsteht Luftfahrtgeschichte: Die Schweizer Firma Kopter baut den ersten Helikopter, der vollständig in der Schweiz entwickelt wurde. Der Leichthubschrauber ist eine komplette Neuentwicklung. Noch dieses Jahr soll er serienreif sein. «Einstein» blickt hinter die Kulissen von Kopter und ist bei den letzten Tests dabei. Autonome Helikopter-Drohnen Das Start-up Anavia entwickelt und baut unbemannte Helikopter, die selbstständig starten, landen und stundenlang fliegen können. Sie werden aktuell vor allem für Überwachungsflüge eingesetzt. In der Schweiz wird jetzt erprobt, ob unbemannte Helikopter auch Leben retten können. «Einstein» begleitet einen Versuch der Hochschule Ost, die diese Technologie für die alpine Rettung weiterdenkt. Mit einem autonomen Helikopter von Anavia testen Forschende die Suche nach Verschütteten aus der Luft. Können autonome Helikopter bald herkömmliche Helikopter ersetzen? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 08.01.2026 SRF 1
  • Folge 2
    Die Anfänge der Astrologie Vor 5000 Jahren beobachteten Babylonier und Assyrer die Sternenbewegungen am Himmel. Über 700 Jahre lang dokumentierten sie alle Beobachtungen. Sie erkannten, dass sich der sogenannte Tierkreis – 12 Sternbildkonstellationen – um die Erde dreht und jährlich wiederkommt. Sie erklärten sich diese Konstellationen als Weg der Götter. Es war die Geburtsstunde der Astrologie. Damals liess sich Astrologie und Astronomie nicht voneinander trennen. Wissenschaftliche Kritik an den Grundlagen In der Neuzeit ändert sich das Weltbild. Newton definiert das universelle Gesetz der Gravitation. Das Universum ist also unendlich. Die Beobachtungen wurden dank astronomischer Teleskope präziser. Unter anderem zeigt sich, dass heute zur Tagundnachtgleiche im Frühling nicht mehr das gleiche Sternbild zu sehen ist wie vor 5000 Jahren. Dahinter verbirgt sich das Phänomen der Präzession. Damit werden auch die Grundlagen der Astrologie infrage gestellt. Psychologischer Effekt Warum verlieren Horoskope nicht an Bedeutung? Und warum springen wir immer wieder darauf an? Der Grund ist unser Gehirn. Denn die selektive Verzerrung manipuliert unser Hirn. Wir eliminieren Botschaften, welche uns nicht passen. Wenn etwas aber der Vorstellung von uns selbst entspricht, dann glauben wir daran. Es gibt auch den sogenannten Barnum-Effekt. Der beschreibt, dass je allgemeiner und vager die Persönlichkeitsbeschreibungen sind, desto eher beziehen wir es auf uns. Ersatz für Religion Eine grossangelegte Studie in den USA zeigt, dass vor allem bei der Generation der Millennials die Astrologie an spiritueller Bedeutung zunimmt. 16 Prozent geben an, dass Astrologie die Religion ganz ersetzt hat. Heute sagen immer mehr Influencer, sie hätten keinen Therapeuten, dafür einen Astrologen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 22.01.2026 SRF 1
  • Folge 3
    Einstein What the Fake!? Warum wir drauf reinfallen Tobias Müller
    Wie begegnet uns Fake-News-Content heute im Alltag und wie gehen wir damit um? Dabei geht es insbesondere um die Flut an solchem Content und die Geschwindigkeit, mit der wir uns damit auseinandersetzen müssen. Angesichts der technischen Entwicklungen ist es absolut wichtig, gute Strategien und eine Resilienz gegen Fake-News-Content auf- und auszubauen. Das Experiment Drei Familien mit je vier Probandinnen und Probanden, vom Boomer bis zur Generation Alpha, testen experimentell an verschiedenen Medienstationen ausgewählte Inhalte – einige sind Fake, andere nicht. Zugeschnitten auf den Medienkonsum auf Social Media, mobil und rasch abrufbar und genauso schnell wieder weg – so, wie uns das im Alltag meist begegnet. Wo vertrauen wir welchem Content, wie schnell entscheiden wir und was teilen wir mit unseren Peers? Wie geht man vor, um bestimmte Narrative zu hinterfragen? Und wie steht es generell um die Resilienz im Umgang mit Fake-News-Content? Was können die Generationen voneinander lernen? Das praxisnahe Experiment in der Ausstellungsfläche «Wirklich?!» des Verkehrshauses Luzern gibt einen Einblick in die Mechanismen und Wirkungsweisen im Umgang mit Fake-Inhalten heute. Erklärungen und Einschätzungen Nadine Klopfenstein vom Institut für angewandte Medienwissenschaften der ZHAW schätzt das Verhalten der Probandinnen und Probanden ein, gibt Tipps und erläutert den Stand der Medienforschung zum Thema Umgang mit Fakes. Abgerundet wird die Expertise rund um KI und deren Regulierung durch Reto Vogt, Leiter digitale Medien und KI am MAZ, und SRF-Digitalredaktor Jürg Tschirren. Beide Experten geben Einblick in die Wechselbeziehungen von KI, Bots und Fake-Content auf den Social-Media-Plattformen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 29.01.2026 SRF 1
  • Folge 4
    Moderator Tobias Müller mit einem Testskidress von Swiss-Ski im Windkanal.
    Wie designt man den wohl besten Renndress für Olympia? Das will Tobias Müller wissen und stellt sich gleich selbst in den Scanner. Und danach in den Windkanal – einmal in Dunkelblau und einmal ganz in Weiss. Welche Farbe ist windschlüpfriger und warum? Was halten die Skicracks von der Anzugstüftelei? Und wie gross ist der Unterschied zwischen einem Renndress und normaler Skikleidung? Einstein auf der Spur der vielleicht entscheidenden Hundertstelsekunden. Jedes Tor zählt: Die neue «Gate-to-Gate-Analyse» im Einsatz beim Slalom von Wengen Wenn die Startnummer eins oben steht, ist auch das Technikteam von Swiss Ski 70 Kilometer weiter südlich im Command Center ready. Jede Fahrt wird Tor für Tor analysiert – so können die Läufe aller Fahrer direkt nach dem ersten Lauf mit der Bestzeit verglichen werden. Daraus lesen die Tüftler wertvolle Tipps heraus, die sie per Handy auf die Rennpiste übermitteln. Und die eventuell zur Medaille oder gar dem Sieg verhelfen können. Ernährung: Zentral beim Frauen-Eishockey Die Frauen-Nati wird mit Körperanalyse und Ernährungsplan auf Olympia getrimmt. Und erstaunlicherweise essen rund die Hälfte der Sportlerinnen nicht falsch, sondern zu wenig. Das kann zum Sportler-Energiedefizit RED-S führen, bei dem sowohl Körperfunktionen als auch die Psyche betroffen sind. Holt Skitourenläufer Jon Kistler dank Backpulver eine Medaille? Seit dem Sommer tüftelt Mountaineer Jon Kistler mit dem Supplement Bicarbonat – besser bekannt als Backpulver. Es hilft gegen übersäuerte Muskeln, kann aber auch zu Durchfall und Erbrechen führen. Kistler will den Einsatz von Bicarbonat perfektionieren – und so an den Olympischen Spielen eine Medaille holen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 05.02.2026 SRF 1
  • Folge 5
    Einstein – Artenschutz 2.0 – Mit Hightech gegen das Artensterben; Forscher am Tauchen; SRF
    Grosser Lauschangriff im Neeracher Ried «Einstein»-Moderator Tobias Müller geht im Neeracher Ried auf die Spur von bedrohten Vogelarten – und das mit Hightech-Methoden. Forschende nehmen mit sensiblen Mikrofonen jeden Pips der Vögel auf. Eine künstliche Intelligenz analysiert dann den Gesang und erkennt die Vogelarten. So können ganz seltene Vogelarten, die von Auge kaum sichtbar sind, nachgewiesen und gezählt werden. Vier solcher KI-Rekorder sind permanent im Neeracher Ried installiert und leisten einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Hightech-Vogelschutz im Windpark Windräder gelten oft als Risiko für seltene Vögel wie Adler oder Rotmilane. Doch eine neue Technik könnte das ändern: Kameras beobachten den Himmel rund um die Rotoren. Eine KI wertet laufend in Echtzeit die Bilder aus. Erkennt die KI, dass sich eine bedrohte Art dem Windrad nähert, stoppt das System in Sekundenschnelle automatisch die Rotorblätter. Erste Windparks werden bereits mit dieser Technologie ausgerüstet – und könnten so Ökostrom und Vogelschutz verbinden. Fischzählung 2.0 Hightech wird auch unter Wasser eingesetzt. Forschende zählen Fische mit fix installierten Kameras, die alles registrieren, was ihnen vor die Linse kommt. Eine KI dahinter wertet dann die Bilder aus und weisst sie den Fischarten zu. Fischzählung 2.0. Engelhaisuche mit DNA-Spuren Mit kriminalistischen Methoden fahnden Forschende nach Spuren des im Mittelmeer ausgestorben geglaubten Engelhais. Sie analysieren Wasserproben auf genetische Spuren. Selbst winzigste DNA-Reste im Wasser können verraten, ob eine Art noch irgendwo vorkommt. Eine Detektivarbeit im Meer – mit grossem Potenzial für das Erfassen der Artenvielfalt im Meer. Kann Hightech im Artenschutz zum entscheidenden Schlüssel werden? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 19.02.2026 SRF 1
  • Folge 6
    Einstein Moderatorin Kathrin Hönegger blickt zu einem Baumstamm in einem Schweizer Wald.
    Warum die grosse Baumpflanz-Euphorie trügt Bäume gelten weltweit als Symbol im Kampf gegen die Klimakrise – und als einfache Lösung für ein komplexes Problem. Doch viele Versprechen von Staaten, Unternehmen und Influencern greifen zu kurz. Klimaforscherinnen wie Sonia Seneviratnen betonen, dass mehr Bäume die Klimaerwärmung nicht im Alleingang stoppen können. Ein Drittel der globalen Emissionen wird zwar von der Biosphäre aufgenommen, doch Monokulturen und falsch platzierte Pflanzungen gefährden natürliche Ökosysteme und bringen kaum echten Klimanutzen. Wenn Aufforstung Biodiversität zerstört In Ländern wie Brasilien wachsen riesige Plantagen aus Eukalyptus – oft auf Kosten natürlicher Wälder. Diese künstlichen Forste speichern weniger Kohlenstoff, verbrauchen enorme Wassermengen und verdrängen endemische Arten. Besonders betroffen sind die indigenen Pataxó in Bahia, deren Lebensraum durch Plantagen zunehmend zerstückelt wird. Die umstrittene «Trillion Tree»-Studie 2019 löste eine Studie des damaligen ETH-Forschers Tom Crowther weltweit Begeisterung aus: Aufforstung sei die wirksamste Klimaschutzmassnahme und könne Hunderte Gigatonnen CO2 binden. Diese Aussagen befeuerten internationale «Trillion Tree»-Kampagnen und motivierten Politik, Wirtschaft und NGOs zum grossflächigen Bäumepflanzen. Doch rasch folgte Kritik aus der Wissenschaft: Die Berechnungen seien stark vereinfacht, die CO2-Bindung überschätzt und wichtige Ökosysteme falsch bewertet. Auch ETH-Klimaforscherin Sonia Seneviratne warnt davor, die Klimakrise auf eine einfache Pflanzformel zu reduzieren und dadurch dringend notwendige Emissionsreduktionen in den Hintergrund zu drängen. Wälder sind nicht überall sinnvoll Die brasilianische Cerrado-Savanne ist eines der artenreichsten Ökosysteme der Welt – und kein Waldgebiet. Nur ein Bruchteil der Pflanzen sind Bäume, während der Kohlenstoff vor allem im Boden gespeichert wird. Werden solche Flächen aufgeforstet, zerstört dies das ökologische Gleichgewicht. Feuerfalle Europa: Wenn Monokulturen Brände verschärfen In Europa gilt Portugal als Hotspot für unkontrollierbare Waldbrände, nicht zuletzt wegen seiner dichten Eukalyptusbestände. Die schnell wachsenden Bäume sind leicht entzündlich und begünstigen Feuerausbreitung. Beim verheerenden Brand von Pedrogão Grande 2017 zeigte sich der Unterschied: Mischwälder überstanden die Flammen deutlich besser als Plantagen. Forstingenieure betonen: Vielfalt schützt – Monokulturen verstärken Katastrophen. CO2-Geschäft mit fragwürdigen Zertifikaten Immer mehr Unternehmen kompensieren ihre Emissionen über Aufforstungsprojekte. Doch viele CO2-Zertifikate beruhen auf überoptimistischen Berechnungen und fehlender Kontrolle. Ein Grossteil der Bäume wird nach wenigen Jahren gefällt – das gespeicherte CO2 gelangt wieder in die Atmosphäre. Der amerikanische Waldforscher Mattew Fagan vergleicht dieses System mit mittelalterlichen Ablassbriefen: ein gutes Gefühl ohne messbaren Klimanutzen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 26.02.2026 SRF 1
  • Folge 7
    Moderatorin Kathrin Hönegger (l.) hat anhand eines Bildes die Person in der Menge gefunden.
    Automatisierte Gesichtserkennung bleibt rechtlich wie ethisch umstritten. Die Kantonspolizei St. Gallen setzt deshalb auf Menschen mit einer angeborenen Ausnahmefähigkeit: Super-Recognizer. Sie erkennen Gesichter unter Bedingungen, unter denen selbst Algorithmen zum Teil versagen – bei Schatten, Maskierungen, schlechten Aufnahmen oder stark veränderter Erscheinung. Die Wissenschaft hinter der Gesichtserkennung Die kognitive Neurowissenschaftlerin Meike Ramon hat ein mehrstufiges Testverfahren entwickelt, mit dem Super-Recognizer identifiziert werden können. Schätzungen zufolge haben zwischen einem und zwei Prozent der Bevölkerung die Fähigkeit dazu. Auch Kathrin Hönegger will herausfinden, ob in ihr eine Super-Recognizerin steckt, und stellt sich dem Test. Hat sie das Zeug dazu? Fahndung in der Menschenmenge Im Bahnhof St. Gallen werden die Fähigkeiten nacheinander geprüft: Zuerst sucht der Super-Recognizer eine bestimmte Person in der Menge – allein anhand eines alten Kindheitsfotos. Anschliessend erhält Kathrin Hönegger ein anderes Ziel und sucht eine zweite Person. Das Experiment zeigt, wie anspruchsvoll es ist, in einer vorbeiströmenden Menschenmenge ein einziges Gesicht zuverlässig zu identifizieren. Arbeit mit schlechtem Bildmaterial Anschliessend taucht Hönegger bei der Kantonspolizei St. Gallen in die Arbeit von Super-Recognizer Peter ein. Anhand schlechten, verwackelten oder kaum erkennbaren Bildmaterials muss er einzelne Personen identifizieren. Dabei erfährt Hönegger, wie sich der Moment anfühlt, wenn im Bildrauschen plötzlich ein Gesicht «sichtbar» wird. Gesichtsfahndung im Eishockeystadion Noch anspruchsvoller wird es im Ausseneinsatz während eines Eishockeyspiels. Peter soll Personen mit Rayonverbot in der Menge erkennen – trotz Bewegung, wechselnden Lichtverhältnissen und kurzen Blickfenstern. Nur anhand eines Fotos die richtige Person zu finden, verlangt höchste Konzentration. Die Sendung zeigt eindrücklich, wie menschliche Intuition, Erfahrung und ein geschulter Blick dort greifen, wo Technologie nach wie vor an Grenzen stösst. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 12.03.2026 SRF 1
  • Folge 8
    Mysteriöse Mittelmeer-Ringe
    2011 wurden rätselhaften Kreise einige Kilometer vor der Küste Korsikas entdeckt. Doch ihr Ursprung blieb lange in 120 Metern Tiefe verborgen. Denn für Taucher sind die Kreise nur schwer erreichbar. Und ferngesteuerte Unterwassergefährte konnten nicht genug Daten liefern, um das Geheimnis zu lüften. Laurent Ballesta: Expedition ins Unbekannte Doch dann versuchte es ein Forschungsteam um den Meeresbiologen Laurent Ballesta. Er ist bekannt für seine extremen Unterwasser-Expeditionen an die unzugänglichsten Orte der Welt. Die extremen Tiefen erforderten von ihm und seinen Taucherkollegen nicht nur spezielle Ausrüstung, sondern auch körperlichen Tribut. Damit ihr Körper sich an den Druck in der Tiefe anpassen konnte, liessen sie sich 21 Tage in einer Druckkammer einsperren. Das war die Grundlage für lange Tauchgänge in weit über 100 Metern Tiefe. Die Suche nach Antworten: Eine Zeitreise in die Eiszeit Ballesta und sein Team tauchten in diese verborgene Welt ein und entdeckten dabei eine erstaunliche Vielfalt an Meereslebewesen. Darunter seltene gelbe Korallen und farbenprächtige Garnelen. Der Hauptfokus der Forschung lag jedoch auf den Ringen selbst. Durch das Bohren von Kernproben und deren anschliessende Kohlenstoffdatierung machten die Forscher eine entscheidende Entdeckung: Die ältesten Teile der Ringe sind rund 21’000 Jahre alt. Dies verknüpft die Geschichte der Ringe mit der letzten Eiszeit, einer Zeit tiefgreifender planetarischer Veränderungen, in der die Region deutlich flacher und sonnenbeschienener war. Die Frage nach den genauen Prozessen, die diese Formationen in einer so fernen Vergangenheit schufen, stand im Mittelpunkt der weiteren Untersuchungen. Ein Wettlauf gegen die Zeit: Schutz für ein verborgenes Ökosystem Die Dokumentation begleitet Ballesta und sein Team bei ihren bahnbrechenden Tauchgängen, die an die Grenzen des menschlich Machbaren führten. Die Forscher entwickelten eine Hypothese, die die Entstehung der Ringe mit den dramatischen Klimawechseln der Erdgeschichte in Verbindung bringt. Doch die Zeit drängt: Die einzigartigen Unterwasserformationen liegen in einem Gebiet, das von Schifffahrtsrouten durchzogen wird. Anker von Handelsschiffen stellen eine potenzielle Bedrohung für dieses fragile Ökosystem dar. Ballestas Forschung ist somit nicht nur eine Suche nach Wissen, sondern auch ein Plädoyer für den Schutz dieser verborgenen Wunder. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 19.03.2026 SRF 1
  • Folge 9
    Moderator Tobias Müller in einer Mondsimulationsanlage
    «Artemis 2» wird noch nicht auf dem Mond landen. Eine Astronautin und drei Astronauten umrunden den Mond, testen das neue Orion-Raumschiff unter realen Bedingungen – und bereiten damit die nächste Etappe vor: die erste Mondlandung seit «Apollo». Den Mond auf die Erde geholt Bevor es ernst gilt, wird auf der Erde trainiert. In Köln wurde dafür auf 700 Quadratmetern die Mondoberfläche realitätsnah nachgebaut. Hier wird getestet, was später sitzen muss – mit dem Ziel, Risiken zu minimieren und Fehlerquellen zu erkennen, bevor es 400’000 Kilometer weit weg ernst wird. «Einstein»-Moderator Tobias Müller erkundet die neue Mondsimulationsanlage Luna gemeinsam mit Astronaut Matthias Maurer, welcher massgeblich am Projekt beteiligt ist und für eine Mondmission nominiert ist. Europas Schlüsselrolle – und die Schweiz mittendrin Ohne Europa würde mit «Artemis» kein Astronaut zum Mond fliegen, betont Daniel Neuenschwander, Direktor für bemannte Raumfahrt bei der ESA. Denn das Servicemodul, das von der ESA gebaut wurde, liefert Strom, Wasser, Sauerstoff – und vor allem den nötigen Antrieb Richtung Mond. Und auch die Schweiz mischt vorne mit. Firmen wie Beyond Gravity liefern Schlüsselmechanismen – hochpräzise Technik, die im All funktionieren muss. Bauen, leben und überleben Doch «Artemis» will mehr als nur hinfliegen. Das Ziel ist, zu bleiben. Aber der Mond hat keine Atmosphäre, keine schützende Hülle. Strahlung und extreme Temperaturschwankungen machen ihn lebensfeindlich. Es braucht Schutzbauten. «Einstein» zeigt, wie Forschende auf das setzen, was bereits da ist: Regolith. Der Mondstaub soll vor Ort zu Bausteinen verarbeitet werden – gebrannt, gesintert oder per 3D-Druck geformt. So könnte eine Mondbasis entstehen und der Mond zum Testgelände und zur Startrampe werden für spätere Missionen zum Mars. Von Mond zum Mars Während in Köln für den Mond trainiert wird, hat die französische Weltraumagentur CNES in Toulouse bereits den Mars im Blick. Mit dabei ist die Schweizer Weltraum-Medizinerin Jessica Studer. Sie untersucht, wie Isolation, künstlich erzeugter Stress und Kommunikationsverzögerungen Körper und Teamleistung beeinflussen. Denn eine Marsmission dauert zwei bis drei Jahre. Funksignale brauchen bis zu 40 Minuten. Die Crew muss autonom handeln – ohne direkte Hilfe von der Erde. Für solche Langzeitmissionen zählt nicht nur Technik. Mindestens so entscheidend sind auch Psyche, Teamwork und die Fähigkeit, unter Druck fokussiert zu bleiben. Und Jessica Studer will herausfinden, wie Menschen auf diese speziellen Herausforderungen vorbereitet werden können. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 26.03.2026 SRF 1
  • Folge 10
    Scottish Blackface-Schafe sind nicht nur schön, sie gelten als eigenwillig und sehr intelligent.
    Choreografie am Himmel Alpendohlen sind hochsoziale Schwarmvögel des Hochgebirges: intelligent, anpassungsfähig und meisterhafte Flugakrobaten. Moderatorin Kathrin Hönegger erlebt mit dem Biologen Livio Rey von der Vogelwarte Sempach, wie diese neugierigen Tiere im Kollektiv auftreten und die Nähe des Menschen suchen. Auch wenn Stare am Abendhimmel tanzen, wirkt es wie Magie. Doch hinter den pulsierenden Formationen stehen einfache Regeln: Abstand halten, Richtung und Tempo anpassen. Jede Bewegung wird sofort an die nächsten Vögel weitergegeben. So reagiert der Schwarm schneller als ein einzelner Vogel, kann Greifvögeln entkommen und fliegt in ständig neuen Mustern, die sich wie lebendige Wolken verändern. Ameisen – Ordnung ohne Anführer In Ameisenstaaten funktioniert alles ohne zentrale Befehlsstelle. Arbeiterinnen kommunizieren über Berührungen und Duftspuren, wechseln flexibel zwischen Aufgaben und treffen kollektive Entscheidungen. Bei der Wahl einer Futterstelle prüfen viele Späherinnen verschiedene Optionen; erst wenn genug von ihnen dieselbe bevorzugen, setzt sich diese durch. Auf ihren Wegen kommt es nie zu Staus – wird ein Pfad zu voll, weichen Ameisen automatisch aus. Ihr Schwarm bleibt so beweglich und effizient. Schafe lesen Räume Schafe gelten als Herdentiere – tatsächlich verfügen sie über bemerkenswerte Intelligenz. Sie lesen feinste Körperhaltungen ihrer Artgenossen und reagieren auf kleinste Impulse von Schäferin oder Hütehund. So verschiebt sich die Herde wie ein einziger Organismus. Schafe erkennen Gesichter, merken sich Wege und beurteilen Entfernungen erstaunlich präzise. Ihre Herdenbewegungen entstehen aus vielen kleinen Einzelentscheidungen, die sich zu klaren Mustern summieren. Demokratie im Bienenstock Honigbienen nutzen ein komplexes System aus Duftstoffen, Vibrationen und ihrem berühmten Schwänzeltanz. Späherinnen erkunden mögliche Futterquellen oder Nistplätze und werben dafür im Stock. Je überzeugender ihr Fund, desto mehr Unterstützerinnen gewinnen sie. Erst wenn eine deutliche Mehrheit erreicht ist, bricht der Schwarm gemeinsam auf. Präzise Abstimmung und hohe Informationsdichte machen Bienen zu Meisterinnen der kollektiven Entscheidungsfindung. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 09.04.2026 SRF 1
  • Folge 11
    Einstein Keyvisual
    Die Energiewende nimmt Fahrt auf: mehr Solarstrom, mehr Wärmepumpen, mehr Elektrofahrzeuge. Dafür ist das Schweizer Stromnetz nicht gebaut. Doch der Ausbau verläuft schleppend. Steigt die Gefahr eines Blackouts? Wie gut helfen neue Speichersysteme? Und wieso kommen die Leitungen nicht in den Boden? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 16.04.2026 SRF 1
  • Folge 12
    Künstliche Intelligenz macht das Programmieren dank Vibe Coding zum Gamechanger. Einstein macht das Experiment: Kann jeder und jede ein eigenes Computerprogramm oder eine APP schreiben? Und fragt: Wer wird am Ende auf dem Arbeitsmarkt bestehen – die KI oder der Mensch? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 30.04.2026 SRF 1
  • Folge 13
    PFAS oder auch Ewigkeitschemikalien: Sie schlummern im Wasser, in Böden, in Lebensmitteln, in unseren Körpern. PFAS sind chronisch giftig und man wird sie kaum mehr los. Und doch werden damit unzählige Produkte hergestellt, die aus unserem Alltag bislang nicht wegzudenken waren. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 07.05.2026 SRF 1

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