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    Dokumentation in 6 Teilen, Folge 1–6

    • Folge 1
      Die Zeit wird in Tage, Wochen, Monate, Jahre eingeteilt – eine Einteilung, die sich am Himmel „ablesen“ lässt. Die Bewegungen der Gestirne als „Uhrwerk des Himmels“ wurden zur Grundlage der Zeitrechnung. Schon Menschen der Frühzeit haben erkannt, dass zwischen zwei Sonnenaufgängen immer etwa die gleiche Zeit vergeht. Hat sich ein Zeit-Bewusstsein beim Menschen über die Beobachtung wiederkehrender Himmelserscheinungen und Naturzyklen entwickelt? Der Film sucht nach Spuren, die zeigen, wie der Mensch gelernt hat, die „Himmelsuhr“ zu lesen, aber auch, wie und wofür er diese Kenntnisse genutzt hat: etwa für Bewässerung, Aussaat und Ernte, für religiöse Feste und Riten, für gesellschaftliche Ereignisse. Je verfeinerter die Beobachtungen wurden, desto mehr gelang es, wiederkehrende und oft lebensnotwendige Natur-Ereignisse vorherzusagen.
      Kalender, die Grundlage der heutigen Zeitrechnung, entstanden. Die filmische Spurensuche führt in das indische Observatorium Jantar Mantar. Die weitläufige Anlage in Jaipur wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. Die einzigartigen riesigen Instrumente zur Himmelsbeobachtung eignen sich in idealer Weise, astronomische Grundphänomene der Zeitmessung zu illustrieren. Dort lässt sich auch die Bedeutung dieser astronomischen Vorausberechnungen für die Menschen sehr gut in Szene setzen. Denn die heute noch archaisch anmutende Landwirtschaft und die traditionellen religiösen Feste zeigen beispielhaft, wie erste Kalender das Leben der Menschen bestimmten. Die Instrumente von Jaipur bieten zudem gute Möglichkeiten, kulturübergreifende Aspekte der Himmelsbeobachtung und Zeitrechnung bis in die frühesten Anfänge zu verfolgen. (Text: hr)
      Deutsche TV-PremiereFr 04.02.2005Südwest Fernsehen
    • Folge 2
      Nachtschicht, Tagschicht, oder gar Dienst rund um die Uhr: Für die Ärzte und Pfleger des Notfallkrankenhauses ist das Arbeitsalltag. Sie müssen voll da sein, auch wenn innerlich noch alles auf Schlaf eingestellt ist. Der Dienstplan nimmt keine Rücksicht auf den Biorhythmus des Menschen. Der Arzt Sebastian Fahrmeyer kennt den täglichen Kampf gegen die Müdigkeit nur allzu gut. Wie ihm geht es allen Schichtarbeitern. Denn der menschliche Körper richtet sich nach einem ganz eigenen Zeitgeber. (Text: SWR)
      Deutsche TV-PremiereFr 11.02.2005Südwest Fernsehen
    • Folge 3
      Die Zeit lässt sich immer genauer bestimmen – nicht nur die, die gerade vergeht, sondern ebenso die längst vergangene. Auch beim Blick in die Zukunft stehen Zahlen im Raum, werden zeitliche Prognosen gestellt. Wissenschaftler beziffern das Alter des Universums auf zwölf bis 14 Milliarden Jahre. In einer Billion Jahren soll der letzte Stern verglüht sein. Der Film fragt, seit wann es „Zeit“ gibt und woher man weiß, was einmal war. Er schlägt einen Bogen von der Menschheitsgeschichte bis zur Erdgeschichte, erzählt von der spannenden kriminalistischen Spurensuche, die sich um ein konkretes Beispiel an einem konkreten Ort entwickelt hat: Vor 5.300 Jahren geht ein Mann in die Alpen. Es ist seine letzte Wanderung, er kommt nie an seinem Ziel an. 1991 wird seine mumifizierte Leiche von Bergsteigern an einem Gletscher gefunden.
      Der Mann aus dem Eis, Ötzi genannt, wird zur Sensation – und für den Film zum Ausgangspunkt einer Reise in die Anfänge der Zeit. Denn der Körper des Toten und alle Gegenstände, die er bei sich trug, geben Aufschluss nicht nur über ihn – sie beinhalten Botschaften aus vielen vergangenen Epochen. Das Kupfer in Ötzis Beil, der Feuerstein in seinen Pfeilspitzen, woher kommen sie? Mit Hilfe modernster Methoden bestimmen Wissenschaftler die Zeit und Herkunft dieser Dinge, sie führen Hunderte Millionen von Jahren zurück, zur Entstehung des Planeten, des Universums – eine Reise zurück zum Anfang der Zeit: dem Urknall. (Text: hr)
      Deutsche TV-PremiereFr 18.02.2005Südwest Fernsehen
    • Folge 4
      Auf die Sekunde genau: So pünktlich kann man erst sein, seit Uhren das Leben regulieren. Jahrhunderte lang bot der Stand der Sonne die alleinige Orientierung im Tageslauf. Doch diese natürliche Zeitordnung wurde abgelöst durch eine abstrakte Tageseinteilung: Orientierung findet man nicht mehr nur durch den Lauf der Sonne, sondern in immer genauer gehenden und erschwinglicher gewordenen Uhren. Mechanische Wunderwerke entstehen, zu den Stunden und Minutenzeigern kamen die Sekundenzeiger hinzu. Heute rechnet die Wissenschaft in Planck – der kürzesten physikalischen Zeiteinheit. Die abstrakte Tageseinteilung durch den Taktgeber Uhr verändert das Leben der Menschen. Zeit wird immer kostbarer, verwandelt sich in etwas, was gespart werden muss. „Zeit ist Geld“ – dieses Diktat bestimmt zunehmend die Arbeitswelt. Immer schneller muss es gehen.
      Arbeits- und Handlungsabläufe werden sekundengenau kalkuliert, Fließband-Arbeit entsteht. Uhren optimieren sogar den Krieg. Bomberpiloten können sich zeitgenau abstimmen. Die Tötungsmaschine läuft nun mit Präzision. Kirchenuhren. Taschenuhren, Armbanduhren, Wecker, Stoppuhren, Funkuhren, Atomuhren: Mit der technischen Fortentwicklung der Zeitmessung gehen auch die Veränderungen in der Arbeitswelt in rasantem Tempo voran. Der Film zeigt das faszinierende Universum der Zeitmessung: alte, faszinierende Wunderwerke der Mechanik und moderne Hightech-Uhren und ihre Bedeutung in der Arbeits- und Lebenswelt der vergangenen 200 Jahre. Die alte Streitfrage ist noch immer aktuell: Wer bestimmt den Umgang mit der Zeit – der Mensch selbst oder die Uhr? (Text: hr)
      Deutsche TV-PremiereFr 25.02.2005Südwest Fernsehen
    • Folge 5
      „Time is money“ – das Glaubensbekenntnis des vergangenen Jahrhunderts bestimmt bis heute den Alltag. Der Lebensrhythmus der Industriestaaten ist immer schneller geworden. Die Zeit ist Rohstoff und Motor für das Wachstum von Volkswirtschaften. Die Temposteigerung betrifft nicht nur Maschinen, sondern auch die Menschen, die sich nach deren Takt richten müssen. An der Spitze der High-Speed-Gesellschaften stehen unangefochten die USA. Fast Food und Drive Inn, Over Night Service und Expresszustellungen sind Erfindungen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Meister der Zeitoptimierung geben weltweit den Takt in Wirtschaft und Gesellschaft vor. Doch längst stellt sich die Frage, ob sich das Leben wirklich immer weiter beschleunigen lässt. Immer häufiger verweigern sich Menschen dem Zeitdruck und versuchen auszusteigen, in ein anderes, langsameres Leben.
      Andere suchen neue Lösungen, einen flexiblen Umgang mit ihrer Zeit. Der Film führt nach New York, in die Stadt, die „niemals schläft“. Hier leben sie alle: die Anhänger der „Zeit ist Geld“-Gesellschaft, die den Kick der Geschwindigkeit genießen, und die Entdecker einer neuen Langsamkeit, die ein entschleunigtes Leben versuchen. (Text: hr)
      Deutsche TV-PremiereFr 04.03.2005Südwest Fernsehen
    • Folge 6
      Albert Einstein hat mit seiner Relativitätstheorie die bis dahin gängigen Vorstellungen von Raum und Zeit auf den Kopf gestellt. Er kam unter anderem zu der Erkenntnis, dass Uhren umso langsamer gehen, je schneller sie bewegt werden. Das führt zu einer paradox erscheinenden Konsequenz: Rast ein Raumschiff annähernd mit Lichtgeschwindigkeit durchs All, altert die Besatzung merklich langsamer. Nach Einstein besteht also mindestens theoretisch die Möglichkeit, die Zeit so zu manipulieren, dass weit entfernte Galaxien in einem Menschenalter erreichbar sind. Derartige Gedankenspiele beflügeln bis heute die Phantasie der Science-Fiction-Autoren. Ob Zeitreisen in die Vergangenheit oder Wurmlöcher, Anleihen bei der Relativitätstheorie gehören zu den gängigen Klischees bei Star Trek & Co.
      Die Sendung greift diese Klischees in unterhaltsamer Weise auf, und der Physiker Harald Lesch zeigt, was dahinter steckt. Der Zuschauer erfährt außerdem, dass relativistische Effekte sogar im Alltag eine Rolle spielen. (Text: SWR)
      Deutsche TV-PremiereFr 11.03.2005Südwest Fernsehen

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