Lindenstraße

Lindenstraße

D 1985–
Deutsche Erstausstrahlung: 08.12.1985 Das Erste

Die alltäglichen Geschichten und das hochprofessionelle Spiel des Ensembles mit seinen bunten Charakteren aus allen gesellschaftlichen Schichten heben die „Lindenstraße“ von vielen anderen Serien ab. Neben den typischen Beziehungsdramen um Liebe, Ehe und Tod wagt sich die Serie auch immer wieder an kontroverse Themen wie Homosexualität, Drogenmissbrauch, häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Fremdenfeindlichkeit, Prostitution und AIDS. Obwohl im Laufe der Jahre immer wieder Schauspieler ausschieden und neue Gesichter dazukamen, so gibt es doch ein recht großes Ensemble von „Lindenstraße“-Bewohnern der ersten Stunde, die noch immer dabei sind. Allen voran Helga Beimer (Marie-Lusie Marjan), ihr Sohn Klaus (Moritz A. Sachs) und ihr Ex-Mann Hans (Joachim Hermann Luger) sowie der querschnittsgelähmte Dr. Ludwig Dressler (Ludwig Haas) und Gabriele Zenker (Andrea Spatzek). In ewiger Erinnerung dürfte allen Zuschauern auch die überaus populäre und ewig grantelnde Putzfrau Else Kling sein, dargestellt von Annemarie Wendl, die im Mai 2006 in einer rührigen Abschiedsszene ihren Serientod spielte und wenige Monate später selbst an Herzversagen starb.

Lindenstraße auf DVD
Lindenstraße im Fernsehen
So
20.04.201418:50–19:20 UhrDas Erste1477Osterfrieden
18:50–19:20 Uhr
So
20.04.201423:15–23:45 UhrEinsfestival1477Osterfrieden
23:15–23:45 Uhr
Mo
21.04.201402:00–02:30 Uhrrbb1477Osterfrieden
02:00–02:30 Uhr
Mo
21.04.201405:35–06:05 UhrNDR1477Osterfrieden
05:35–06:05 Uhr
Di
22.04.201408:30–09:00 UhrEinsfestival153Wenn ich ein Vöglein wär …
08:30–09:00 Uhr
Di
22.04.201412:00–12:30 UhrEinsfestival153Wenn ich ein Vöglein wär …
12:00–12:30 Uhr
Di
22.04.201418:00–18:30 UhrEinsfestival154Wahre Freundschaft
18:00–18:30 Uhr
Mi
23.04.201403:45–04:15 UhrEinsfestival154Wahre Freundschaft
03:45–04:15 Uhr
Mi
23.04.201408:30–09:00 UhrEinsfestival154Wahre Freundschaft
08:30–09:00 Uhr
Mi
23.04.201412:00–12:30 UhrEinsfestival154Wahre Freundschaft
12:00–12:30 Uhr
Mi
23.04.201418:00–18:30 UhrEinsfestival155Umarmungen
18:00–18:30 Uhr
Do
24.04.201403:30–04:00 UhrEinsfestival155Umarmungen
03:30–04:00 Uhr
Lindenstraße – Community
Tanja (geb. 1976) am 17.04.2014: Aja, Vera und ihr "Sohn", der gar nicht ihr Sohn war und Franz terrorisierte. Wie viele Menschen, die zu lieb, weich, sensibel und harmoniesüchtig für diese Welt sind, verfiel Franz dem Alkohol. Irgendwie lief seine Malerkarriere nicht mehr und Vera schmiss ihn Ende Sommer ´92 aus ihrem Toskana-Landhaus raus. Zuhause in der Listra wirkt er trotz (oder wegen?) seines gesteigerten Alkoholkonsums in der ersten Zeit noch recht lustig und gutgelaunt, doch mit der Zeit baut er immer mehr ab - bis er an Silvester im Wohwagen den Kältetod stirbt und Tanja (inzwischen verruchte Escortdame, die sich sogar am Chef des Akropolis versündigte) klagt die Straße nach dem Motto "Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein" an. Jetzt aber zurück in die Gegenwart: Ollis Auftritt fand ich unrealistisch. Scholz haut ihm mit seinem Spazierstock auf den Kopf, er kriegt direkt ne Platzwunde und auch noch Angst zu verbluten (!). Ich wette, der hat sich absichtlich so klein und weinerlich gemacht und sich so feige gezeigt, um Scholz und Murat vorerst in Sicherheit zu wägen. Droht Scholz bei Aufklärung des Steinbrückmordes eigentlich eine Strafe wegen Strafvereitelung/Mitwisserschaft o.ä.? Außerdem ist der Mord bald 20 Jahre her und damit verjährt?
Beetleham am 08.04.2014: ich finde es eher merkwürdig, dass Chantal und Enzo langsam Gefallen aneinander finden, bin allerdings auch der Meinung, dass Enzo und Nina nicht wirklich zueinander passen. Hans Beimer gehört nicht in die Klapse, sollte dennoch einmal seine Einstellung zu seiner Frau überprüfen. Mich wundert es, dass bisher niemand ein böses Wort über die Rabenmutter verloren hat, selbst Helga nicht. Und dass ausgerechnet Sarah jetzt zu ihrem Vater hält und gegen die Adoption ist, wo sie doch erst der Mutter den Floh ins Ohr gesetzt hat, finde ich ebenfalls verwunderlich. Olli Klatt mag ich zwar überhaupt nicht, aber er bringt wenigstens wieder etwas frischen Wind in die Listra.
dittsche (geb. 1956) am 28.03.2014: Enzo soll die eingebildete Nina zum Teufel jagen; die meint ja daß sie die Welt verändern kann. Marcella und Enzo wären das ideale Traumpaar und Nina kann dann den dicken Klausi wieder kommandieren. Hans Beimer gehört in die Klappse, da kann er dann in Selbstmitleid versinken.
Trixi (geb. 1984) am 07.03.2014: Zum letzten Cliffhänger: Ich wusste gar nicht, dass Alex der Vater von Dr. Brooks Tochter ist oder verwechsel ich da was? Sie sagte, dass sie zum Vater, zu Alex zurückwolle. Was hat sie eigentlich für Momobilder ins Netz gestellt? Wohl hoffentlich nicht die, wo er Kurt Sperling im Akropolis niedersticht, sich später auf Bahnhofstoiletten verkauft, im Gefängnis sitzt oder Angelina unsittlich berührt?! @BeetleHam: Es wiederholt sich alles in der Listra. Daher find ich die Idee, dass Enzo zum neuen Friedhelm wird, gar nicht so abwegig. Immerhin wäre Klaus dann in der Rolle, in der sein Vater Hans damals steckte.
Ella (geb. 1990) am 02.03.2014: Dieser Enzo wird nicht mehr gesund - meine Meinung. Der wird eher zu einem zweiten Friedhelm Ziegler, der seine Frau monatelang aus Eiersucht in einem dunklen Keller einsperrt. Was haltet ihr davon, dass Mrs. Brooks in der Privatsphäre ihrer Tochter schnüffelt? Gut fand ich, dass Scholz Lisa hat endlich auffliegen lassen. Jaja, die guten alten Tonbandkassetten ... Ich hab selbst noch n paar davon zu Hause rumliegen.
Lindenstraße – News
Schauspieler
Helga Beimer SchillerMarie-Luise Marjan
Hans BeimerJoachim Hermann Luger
Benny BeimerChristian Kahrmann
Marion BeimerIna Bleiweiß
Klaus BeimerMoritz A. Sachs
Else KlingAnnemarie Wendl
Egon KlingWolfgang Grönebaum
Olaf KlingFranz Rampelmann
Berta Nolte GrieseUte Mora
Gottlieb GrieseFritz Bachschmidt
Manoel GrieseMarcel Kommissin
Dr. Ludwig DresslerLudwig Haas
Nina WinterKrista Stadler
Elisabeth Flöter DresslerDagmar Hessenland
Carsten FlöterGeorg Uecker
Beate Flöter SarikakisSusanne Gannott
Vasily SarikakisHermes Hodolides
Elena SarikakisDomna Adamopoulou
Panaiotis SarikakisKostas Papanastasiou
Dr. Manfred PauliDieter Schaad
Sigi KronmayrFranz Braunshausen
Elfie KronmayrClaudia Pielmann
Philo BennarschJohanna Bassermann
Joschi BennarschHerbert Steinmetz
Franz SchildknechtRaimund Gensel
Henny SchildknechtMonika Woytowicz
Tanja Schildknecht DresslerSybille Waury
Meike SchildknechtSelma Baldursson
Vera Schildknecht-SashRia Schindler
Benno ZimmermannBernd Tauber
Claudia RantzowManon Straché
Dieter RantzowSteffen Gräbner
Günther RantzowFred Delmare
Friedhelm ZieglerArnfried Lerche
Hans-Joachim "Hajo" ScholzKnut Hinz
Robert EngelMartin Armknecht
Hubert KochRobert Zimmerling
Gabi ZenkerAndrea Spatzek
Alex BehrendJoris Gratwohl
Nina ZölligJacqueline Svilarov
Oliver "Olli" KlattWilli Herren
Peter "Lotti" LottmannGunnar Solka
Nastya Scholz-PashenkoAnja Antonowicz
Suzanne RichterSusanne Evers
Iffi ZenkerRebecca Siemoneit-Barum
Erich SchillerBill Mockridge
Momo SperlingMoritz Zielke
Marcella VareseSara Turchetto
Marion BeimerUlrike Tscharre
Julian HagenUrs Villiger
Lisa HoffmeisterSontje Peplow
Georg "Käthe" EschweilerClaus Vinçon
Urszula WinickiAnna Nowak
Christian BrennerKlaus Nierhoff
Andy ZenkerJo Bolling
Jo ZenkerTil Schweiger
Stefan NossekDietrich SieglFolge 1-132, 1985 - 1988
Mary SarikakisLiz Baffoe
Ines Kling Birgitta Weizenegger
Anna ZieglerIrene Fischer
Isolde PavarottiMarianne Rogée
Rosi KochMargret van Munster
Sarah ZieglerJulia Stark
Gung Pham KienAmorn Surangkanjanajai
Franz WittichMartin Rickelt
Valerie ZenkerNadine Spruß
Tom ZieglerJohannes Scheit
Max ZenkerMoritz Hein
Philipp SperlingPhilipp Neubauer
Amelie von der Marwitz Anna Teluren
Matthias Steinbrück Manfred Schwabe
Dr. Eva Maria Sperling Inga Abel
Enrico PavarottiGuido Gagliardi
Murat DagdelenErkan Gündüz
Jack Aichinger Cosima Viola
Paolo VareseSigo Lorfeo
Zorro Franz Joseph PichelsteinerThorsten Nindel
SonstigeStefanie Mühle
Crew
ProduktionHans W. Geißendörfer
Dies und das

Die „Lindenstraße“ gehört seit ihrem Start 1985 zu den beliebtesten Serien im deutschen Fernsehen und entwickelte sich dank ihrer treuen Zuschauergemeinde zum Kult-Dauerbrenner am Sonntagabend. Hans W. Geißendörfer, der geistige Vater der Serie, legt großen Wert darauf, die Probleme der in der fiktiven Münchner „Lindenstraße“ beheimateten Bewohner möglichst realitätsnah darzustellen und auf marktschreierische Knalleffekte zu verzichten.

Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

Dt. Soap von Hans W. Geißendörfer.

Geschichten über den Alltag und die Probleme der Bewohner in der Münchner Lindenstraße 3. Die Familien, die in den Mittelpunkt rücken, wechseln von Folge zu Folge oder geraten im Lauf von Wochen oder Monaten in den Vorder- oder Hintergrund. Wenn es dennoch eine zentrale Familie gibt, dann die Familie Beimer. Sie besteht anfangs aus Helga (Marie-Luise Marjan) und ihrem Mann, dem Sozialpädagogen Hans „Hansemann“ Beimer (Joachim Hermann Luger), der Helga „Taube“ nennt, den Kindern Benny (Christian Kahrmann), Marion (Ina Bleiweiß; ab Folge 810: Ulrike Tscharre) und Klausi (Moritz A. Sachs) sowie Helgas Onkel Franz Wittich (Martin Rickelt). Der ist ein Alt-Nazi und verbringt viel Zeit mit dem zeitweiligen Jung-Nazi Olli Klatt (Willi Herren).

Helga und Hans Beimer lassen sich 1991 scheiden. Helga heiratet Erich Schiller (Bill Mockridge), der eine Tochter Patricia (Dana Carlsen, ab Folge 489: Giada Gray) hat. Hans heiratet den Scheidungsgrund Anna Ziegler (Irene Fischer), mit der er bereits Sohn Tom (Johannes Scheit) bekommen hat und noch Tochter Sophie (Verena Reichertz) bekommt. Zuvor war Anna mit dem gewalttätigen Friedhelm Ziegler (Arnfried Lerche) verheiratet, mit dem sie Tochter Sarah (Julia Stark) hat. Annas Cousine ist Gabi Zenker (Andrea Spatzek), die von dem zwielichtigen Phil Seegers (Marcus Off) ihren Sohn Max (Moritz Hein) hat. Gabi ist mit Benno Zimmermann (Bernd Tauber) verheiratet. Nach dessen Aids-Tod heiratet sie den Taxifahrer Andy Zenker (Jo Bolling), der die Kinder Iphigenie, genannt Iffi (Rebecca Siemoneit-Barum), Valerie (Nadine Spruß), genannt „Walze“ und im dünneren Zustand später „Valle“, Jo (Til Schweiger) und Timo (Michael Laricchia) in die Ehe mitbringt. Gabis Mutter ist Rosi (Margret van Munster), die mit Hubert Koch (Robert Zimmerling) verheiratet ist. Gabis leiblicher Vater gilt als verschollen, taucht aber 2003 plötzlich auf: Es ist Bruno Skabowski (Heinz Marecek).

Unten im Haus lebt das alte Hausmeisterehepaar: die grantige Else (Annemarie Wendl) und der brummelige Egon Kling (Wolfgang Grönebaum). Sie haben einen Sohn Olaf (Franz Rampelmann), der die Ostdeutsche Claudia Rantzow (Manon Straché) heiratet. Ihre Eltern heißen Margot (Käthe Koch) und Günther (Fred Delmare), ihr Bruder Dieter (Steffen Gräbner). Olaf geht nach Claudias Unfalltod eine Scheinehe mit der Nigerianerin Mary Dankor (Elizabeth Baffoe) ein, die ihn Jahre später bei einem Vergewaltigungsversuch mit einer Geflügelschere entmannt. Olaf hat nacheinander Verhältnisse mit der Prostituierten Pia Lorenz (Natascha Bonnermann) und der Kellnerin Ines Reitmaier (Birgitta Weizenegger). Mary heiratet Vasily Sarikakis (Hermes Hodolides), den Sohn von Elena (Domna Adamopoulou) und Panaiotis (Kostas Papanastasiou), die das griechische Restaurant „Akropolis“ betreiben, in dem sämtliche Familienfeiern der Lindenstraße stattfinden. Zuvor war Vasily mit Beate Flöter (Susanne Gannott) verheiratet. Beates Mutter Elisabeth (Dagmar Hessenland) ist die Frau von Dr. Ludwig Dressler (Ludwig Haas), in dessen Praxis sie schon zuvor als Sprechstundenhilfe gearbeitet hat. Dressler wird von Vasily versehentlich mit dem Lieferwagen überfahren und so schwer verletzt, dass er fortan im Rollstuhl sitzt. Dressler hat mit seiner Ex-Frau Nina Winter (Krista Stadler) einen gemeinsamen Sohn Frank (Daniel Hajdu, ab Folge 57: Christoph Wortberg), der drogensüchtig ist. Dressler heiratet nach dem Tod von Elisabeth die junge Tanja Schildknecht. Beates homosexueller Sohn Carsten Flöter (Georg Uecker) übernimmt später Dresslers Praxis. Er zieht mit Georg „Käthe“ Eschweiler (Claus Vincon) zusammen und heiratet ihn schließlich. Beide nehmen den Jungen Felix (Marc-Oliver Moro) bei sich auf, dessen Mutter an Aids stirbt. Felix kommt mit dem Straßenmädchen Jacqueline „Jack“ Aichinger (Viola Cosima) zusammen und wird von Carsten adoptiert.

Berta (Ute Mora) und Gottlieb Griese (Fritz Bachschmidt) adoptieren den kleinen Manoel (Marcel Kommissin). Ebenfalls im Haus leben Gottliebs Tochter Henny (Monika Woytowicz) und ihr Mann Franz Schildknecht (Raimund Gensel) mit den Töchtern Tanja (Sybille Waury) und Meike (Selma Baldursson) und Bertas Mutter Lydia Nolte (Tilli Breidenbach, ab Folge 410: Ursula Ludwig). Nachdem Gottlieb verschwindet, kommt Berta mit dem stotternden Hajo Scholz (Knut Hinz) zusammen, dessen nervige Mutter Hildegard (Giselle Vesco) schließlich auch einzieht.

Eine weitere Familie im Haus ist die von Dr. Eva-Maria (Inga Abel) und Kurt Sperling (Michael Marwitz) mit den Söhnen Momo (Moritz Zielke) und Flip (Philipp Neubauer). Flip gründet eine WG mit Klaus Beimer und Dani Schmitz (Clelia Sarto), später ziehen die beiden Jungs nach Dresden. Sie leben dort in einer WG mit der Polizistin Nina Zöllig (Jacqueline Svilarov), die Klaus 2003 heiratet, und der Studentin Suzanne Richter (Susanne Evers), mit der Flip eine Weile zusammen ist. Momo Sperling und Iffi Zenker bekommen Sohn Nicolai (Julian Schwarz; ab Folge 588: Tobias Beyer). Iffi hat ein Verhältnis mit Momos Vater Kurt, worauf Momo ihn erst fast und ein paar Jahre später ganz ersticht.

Urszula Winicki (Anna Nowak) ist die Tochter von Jaruszlaw (Ryszard Wojtyllo) und Wanda Winicki (Maria Wachiwiak). Sie hat eine Tochter Irina (Geraldine Schüssler) und betreibt einen Friseursalon. Nach vielen Jahren ohne feste Beziehung verliebt sie sich in Christian Brenner (Klaus Nierhoff), den Vater von Franzi (Ines Lutz). Der hat seine Tochter aus dem Haus geworfen, nachdem sie sich in Urszulas WG-Bewohnerin Tanja verliebt hatte.

Ebenfalls zeitweise im Haus ansässig oder zu Gast sind u. a.: Zollhauptsekretär Siegfried Kronmayr (Franz Braunshausen) und seine Frau Elfie (Claudia Pielmann), die in der ersten Szene der ersten Folge als neue Mieter einziehen und von Egon Kling ihren Schlüssel erhalten, danach aber keine große Rolle mehr spielen, das ältere Ehepaar Joschi (Herbert Steinmetz) und Philo Bennarsch (Johanna Bassermann), Isolde (Marianne Rogée) und Enrico Pavarotti (Guido Gagliardi), der das italienische Restaurant führt und nach dessen Tod sein Bruder Natale (ebenfalls Guido Gagliardi) in die Stadt zieht, Gung Pham Kein (Amorn Surangkanjanajai), Gina (Maria Grazia Kinsky) und Paolo Varese (Sigo Lorfeo), Ernst-Hugo von Salen-Priesnitz (Carlos Werner) und Amélie von der Marwitz (Anna Teluren), Amélies Enkelin Julia von der Marwitz (Tanja Schmitz), Wolf Drewitz (Dirk Simplizius Triebel), Dagmar Hoffmeister (Tatjana Blacher) und Tochter Lisa (Sontje Peplow), Celin Kern (Joosten Mindrup), Vera Schildknecht-Sash (Ria Schindler), Stefan Nossek (Dietrich Siegl), David Motibe (Ronald Mkwanazi), Alfredo (Moreno Perna) und Francesco (Fabio Sarno), zwei Ex-Angestellte von Isolde Pavarotti, Sonia Besirsky (Nika von Altenstadt), Corinna Marx (Petra Vieten), Marlene Schmitt (Renate Köhler), Giancarlo Battisti (Marco di Marco), Theo Klages (David Wilms), Robert Engel (Martin Armknecht), Franz-Josef „Zorro“ Pichelsteiner (Thorsten Nindel), Chris Barnsteg (Silke Wülfing, ab Folge 100: Stefanie Mühle), der katholische Priester Matthias Steinbrück (Manfred Schwabe), der zeitweise ein Verhältnis mit Marion Beimer hat, Christoph Bogner (Michael Dillschnitter), der im Rollstuhl sitzt und von Benny Beimer als Zivi betreut wird, sowie der Hausverwalter Hans-Wilhelm Hülsch (Horst D. Scheel) und der Obdachlose Harry (Harry Rowohlt).

Folgende Bewohner sterben in der Lindenstraße: Joschi Bennarsch (1986, nach einem Herzinfarkt), Henny Schildknecht (1987, Selbstmord), Meike Schildknecht (1987, Leukämie), Stefan Nossek (1988, Autounfall), Benno Zimmermann (1988, Aids), Elisabeth Dressler (1990, Autounfall), Friedhelm Ziegler (1991, Selbstmord), Franz Schildknecht (1992, erfriert an Heiligabend im Alkoholrausch), Claudia Rantzow (1994, auf der Flucht vor dem gewalttätigen Olaf vom Auto überfahren), Lydia Nolte (1995, Herzversagen), Jaruszlav Winicki (1994, Sekunden-Herztod), Günther Rantzow (1994, Staublunge), Matthias Steinbrück (1995, von Lisa mit der Bratpfanne erschlagen, als er versucht, Olli zu erwürgen), Benny Beimer (1995, Busunglück auf dem Weg zur Hochzeit seiner Mutter), Dieter Rantzow (1995, Busunglück), Hubert Koch (1996, Embolie als Spätfolge des Busunglücks), Enrico Pavarotti (1996, Koma nach Busunglück, seine Frau Isolde lässt die lebenserhaltenden Maschinen abstellen), Julia von der Marwitz (1996, Tollwut), Amélie von der Marwitz und Ernst-Hugo von Salen-Priesnitz (1997, Selbstmord), Giancarlo Battisti (1997, Mafiaopfer), Egon Kling (1998, Verkehrsunglück: vom Mofa überfahren), Philo Bennarsch (1998, Altersschwäche), Max Zenker (1998, Mord), Sonia Besirsky (1998, Medikamentenvergiftung), Kurt Sperling (2000, von Momo erstochen), Berta Griese (2003, schwerer Sturz beim Versuch, einer überfallenen Frau zu helfen), Franz Wittich (2003, Alzheimer, Altersschwäche) und Maja Starck (2004, Krebs).

Auch in der Lindenstraße gibt es wie in jeder Soap Intrigen, Ehebruch und plötzlich auftauchende verschollen geglaubte Menschen. Vor allem aber geht es um gesellschaftlich relevante, aktuelle oder latente Themen. Wie kaum eine andere Serie ihrer Zeit folgt sie der Ideologie, dass Fernsehen seine Zuschauer sozialpolitisch bilden solle. Einige der markantesten Handlungsstränge in diesem Zusammenhang waren: die HIV-Infektion und der Aids-Tod von Benno Zimmermann, die Behinderung des spastisch gelähmten Christoph Bogner, die KZ-Vergangenheit von Enrico Pavarotti, die Valerie Zenker dazu bringt, sich aus Solidarität die Haare abzurasieren, der Freitod von Amélie von der Marwitz und Ernst-Hugo von Salen-Priesnitz, die Kindesmisshandlung von Lisa Hoffmeister durch ihre Mutter, die Potenzstörungen von Panaiotis Sarikakis, die Folter ebenfalls von Sarikakis durch türkisches Militär, die drohende und später vorübergehend vollzogene Abschiebung der Nigerianerin Mary, SM-Praktiken in der Beziehung zwischen Klaus Beimer und Nina Zölling, die Heroinabhängigkeit von Frank Dressler und Sonia Besirsky, die Tablettenabhängigkeit von Berta Griese, die homosexuelle Prostitution von Momo Sperling, die Problematik der Sterbehilfe bei Meike Schildknecht und Enrico Pavarotti, Homosexualität überhaupt und die Homo-Ehe am Beispiel u. a. von Carsten Flöter, Theo Klage und Georg „Käthe“ Eschweiler, das Down-Syndrom von Annas und Hans’ Sohn Martin und die Frage einer möglichen Abtreibung, die Übertragung von HIV von Müttern auf ihre Kinder bei Felix, die Gefahren radioaktiver Verseuchung bei Andy Zenker, lesbische Beziehungen am Beispiel von Tanja Schildknecht, Sonia Besirsky und Franziska Brenner, die Bulimie von Sarah Ziegler, das plötzliches Taubsein von Gabi Zenker etc.

Gelegentlich überschreitet die Lindenstraße bewusst die Grenze von der Fiktion zur Realität der Zuschauer, z. B. wenn sie zum Stromwechsel weg von Atomkraft aufruft oder Plakate für den aus einer Laune heraus für den Bundestag kandidierenden Gung auch im „wahren Leben“ aufhängte. Gelegentlich löst sie damit heftige Reaktionen aus, etwa als die fiktive Figur der Chris Barnsteg den echten bayerischen CSU-Staatssekretär Peter Gauweiler als „Faschisten“ bezeichnete, der daraufhin Strafantrag gegen die Verantwortlichen der Serie stellte. Am eindeutigsten ist die Rolle des tabubrechenden und aufklärenden Vorreiters wohl in Bezug auf Homosexualität und Aids zu sehen: Ein Kuss zwischen Carsten und Theo 1991 gilt als erster homosexueller Kuss im deutschen Fernsehen. Eigentlich hätte er schon 1990 und zwischen Carsten und Robert stattfinden sollen. Die ARD schnitt ihn jedoch heraus, angeblich, weil die Folge wegen der Fußballweltmeisterschaft schon um 16.00 Uhr lief und möglicherweise besonders viele Kinder zusahen.

Die Lindenstraße läuft jeden Sonntag. Fester Sendeplatz ist 18.40 Uhr, bei Sportübertragungen, Wahlen etc. wird sie auf einen anderen Zeitpunkt verschoben, so dass sie auch schon am Nachmittag oder erst zur Primetime um 20.15 Uhr laufen kann. Sie fällt aber nie aus. Bei besonderen Ereignissen werden einzelne Szenen erst kurz vor der Sendung gedreht, so dass die Darsteller das Weltgeschehen in ihren Rollen kommentieren können. An Wahltagen spielt die Lindenstraße am Tag der Sendung – irgendwer hat dann immer den Fernseher laufen, auf dem die Hochrechnungen oder Interviews zu sehen sind, die tatsächlich gerade erst stattfinden. Weil vorher mehrere Fassungen gedreht werden, können die Bewohner entsprechend ihrer politischen Gesinnung jubeln oder fluchen. Reguläre Folgen spielen dagegen immer am vorausgehenden Donnerstag; entsprechend finden fast alle Katastrophen, Glücks- und Todesfälle an diesem Wochentag statt (das Leben in der Lindenstraße von Freitag bis Mittwoch mag man sich in seiner ereignisarmen Ödnis gar nicht vorstellen). Diese Regel der Lindenstraßen-Macher führt auch dazu, dass – anders als sonst bei Seifenopern üblich – keine Folge unmittelbar den Cliffhanger am Ende der vorigen Folge auflösen kann. Seit dem dramatischen Finale sind immer schon sechs Tage vergangen, es ist der nächste Donnerstagmorgen, und was immer das nächste dramatisch offen bleibende Ereignis auch sein mag: Es wird am Abend desselben Tages stattfinden.

Obwohl sie in München spielt, wird die Lindenstraße in Köln gedreht (während der Marienhof in Köln spielt, aber in München gedreht wird). Von Anfang an war die Lindenstraße als Endlos-Seifenoper angelegt. Vorbild war die britische Soap „Coronation Street“, die seit 1960 wöchentlich auf ITV zu sehen ist. Die Figuren entwarf Geißendörfer anfangs zusammen mit der Autorin Barbara Piazza. Die ersten Kritiken waren einhellig verheerend. „Bild“ urteilte: „Wirklich Spaß machen wird diese miefig-mürrische Sendung nur den Leuten vom ZDF“, die „Hörzu“ sah „Selbstherrlichkeit und schlichte Überforderung“, die „Süddeutsche Zeitung“ eine „unbeabsichtigte Volksstückkarikatur“, und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ meinte: „Nein, so schlecht muss das Leben nicht spielen.“ Viel besser wurden die Kritiken nicht, dafür aber die Quoten (wobei angesichts der möchtegern-realistischen Geschichten und mäßigen Schauspieler vermutlich eine gewisse Konträrfaszination bei vielen eine Rolle spielte). Zu ihren besten Zeiten 1988 sahen über 13 Millionen Menschen die Lindenstraße, seit 2002 sind es nur selten mehr als fünf Millionen. Obwohl Geißendörfer angekündigt hatte aufzuhören, wenn die Zuschauerzahl im Schnitt weit unter sechs Millionen sinke, verlängerte er im Jahr 2004 den Vertrag mit der ARD bis mindestens 2008. Für den Sender zählt die Serie nach wie vor zu den von jungen Leuten am meisten gesehenen Programmen. Im Januar 2005 lief die 1000. Folge.

Eine Vielzahl an Merchandising-Produkten begleitet die Serie, darunter Lindenstraße-Videos und Fan-Bücher. Am 24. November 1990 zeigte die ARD unter dem Titel „Die Beimers“ einen Zusammenschnitt der Handlungssequenzen, die sich mit der Familie Beimer befassten. Zum zehnten Geburtstag der Serie zeigte die ARD am 8. Dezember 1995 den Film „Entführung aus der Lindenstraße“. Darin protestiert der Chefprogrammierer der Gebühreneinzugszentrale GEZ, Detlef Hase (Herbert Feuerstein), gegen die drohende Absetzung seiner Lieblingsserie, indem er Helga Beimer entführt, die Löschung aller GEZ-Daten androht und sich erst von einer Erklärung von WDR-Intendant Fritz Pleitgen (Fritz Pleitgen), die Lindenstraße fortzusetzen, stoppen lässt.

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