Diese Drombuschs

    Diese Drombuschs

    D/A 1983–1993
    Deutsche Erstausstrahlung: 25.12.1983 ZDF

    Erzählt wird die Geschichte der Familie Drombusch, deren Oberhäupter Vera (Witta Pohl) und Siegfried (Hans-Peter Korff) in Darmstadt ein Antiquitäten- und ein Teegeschäft betreiben. Als sie sich beim Umzug in ein neues Haus finanziell übernehmen und Vater Siegfried stirbt, muss seine Frau Vera ihre gesamte Kraft investieren, um die Familie zusammenzuhalten. Die Serie mit ihren realistisch dargestellten und wortreich ausgefochtenen Alltagskonflikten wurde zum großen 80er-Jahre-Klassiker des ZDF.

    Diese Drombuschs auf DVD

    Diese Drombuschs – Community

    serieone am 21.11.2016 18:27: Was ist eigentlich aus den Stars von «Diese Drombuschs» geworden? Du sprichst da eine Familienserie an, die von 1983 bis 1994 das TV-Publikum in Deutschland gefesselt hat. Die 39 Episoden wurden regelmäßig zu Straßenfegern und erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit bei Wiederholungen oder auf DVD. Leider sind einige Stars bereits verstorben. Witta Pohl (Vera) starb 2011, Günther Strack (Onkel Ludwig, 1999), Grete Wurm (Oma, 2002), Mick Werup (Chris, 2011) und Jane Tilden (Frau Werbelhoff, 2002) weilen ebenfalls nicht mehr unter uns. Einige sind jedoch auch noch aktiv: Hans-Peter Korff (Sigfried) ist immer noch ein erfolgreicher Film-, Theater- und Fernsehschauspieler, für Marion Kracht (Tina) und Sabine Kaack (Marion) gilt das gleiche. Eike Hagen Schweikhardt (Thommy) spielte nach der Serie nur noch wenig - dafür ist er heute als Diplom-Kameramann aktiv.
    LuckyVelden2000 (geb. 1963) am 06.11.2016 23:26: HoWo Inzwischen ist das schon wieder so lange her daß sie direkt die ganze Serie bringen können noch mal. Fand es auch krass mitten in der Serie(Ende Staffel 4) einfach abzubrechen. Würde mich auch interessieren warum auch immer. Mangelde Quoten sind es ganz bestimmt nicht, den Qutsch können die jemand anderen weismachen.
    LuckyVelden2000 (geb. 1963) am 06.11.2016 23:24: Santiano Warum schaust du denn wenn du es sooo unlogisch alles findest? Kannste noch was anderes wie meckern? Auch im Leben geht nicht immer alles logisch zu, Krankenschwestern sind auch nur Menschen, denkste die machen keine Fehler? Nicht immer erkennt man alles, selbst Krankenschwestern können überfordert sein. Gerade im Privatleben läuft es manchma alles ganz anders ab wenn man z.b. in der Familie überfordert ist. Es gibt junger Frauen oder Leute die sich über die Gefahr keine Gedanken machen. Genauso gut könnte mit dem Auto oder auf der Strasse ein Unfall passieren. Außerdem war das nicht die Schuld der jungen Frau sondern die eines Betrunkenens. Schau dir die Serie einfach nicht mehr an . Wir finden sie gut wie sie ist. Fertig! Punkt! Fernsehen muß nicht immer alles real sein, die Welt da Draußen ist schon triest und grau genug
    Santiano am 20.09.2016 18:59: Teilweise interessant anzusehen, aber leider viele völlig unlogische Handlungen, z.B. eine Krankenschwester, die nicht weiß, wie man bei einem offensichtlichen Herzinfarkt zu handeln hat, eine junge Frau, die sich trotz fortgeschrittener Schwangerschaft auf eine Mofa setzt, dieselbe Krankenschwester (Vera Drombusch), die es entgegen jeder Vernunft durchsetzen will, ihren Sohn selbst zu pflegen obwohl das nicht im Sinne der eigenen Ehefrau ist usw. usw. Es gibt noch viele Beispiele, die ich im Grunde total unlogsich empfunden habe!
    Stefan_G (geb. 1963) am 11.09.2016 00:05: Dann hat sich das ja geklärt. Der einzige Unterschied war, daß Susanne Schäfer mit ihrem Aussehen punktete (was natürlich auch Geschmackssache ist). Ansonsten war sie eher fehl am Platze und passte eigentlich gar nicht in diese Serie hinein. Auf mich machte sie eher teilweise den Eindruck, als ob sie im horizontalen Gewerbe arbeitete - statt eine Kneipe zu führen...

    Diese Drombuschs – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    39 tlg. dt. Familienserie von Robert Stromberger, Regie: Claus Peter Witt und Michael Meyer.

    Vera (Witta Pohl), eigentlich Krankenschwester, und Siegfried Drombusch (Hans-Peter Korff) führen ein Antiquitätengeschäft in der Innenstadt von Darmstadt. Ihre Kinder Marion (Sabine Kaack; ab der sechsten Staffel: Susanne Schäfer) und Chris (Mick Werup) sind schon erwachsen, nur Nesthäkchen Thomi (Eike Hagen Schweickhardt) geht anfangs noch zur Schule und leistet später seinen Wehrdienst bei der Bundeswehr. Chris ist Polizist, Marion schlägt sich zunächst mit wechselnden Tätigkeiten durchs Leben. Sie hat einen unehelichen Sohn namens Daniel (Jan Harndorf). Ihr Freund ist der Fotograf Gerd Schräpper (Peter Buchholz), später Dr. Peter Wollinski (Thomas Schücke). Oma Margarete Drombusch (Grete Wurm) lebt seit dem Tod ihres Mannes allein und leidet darunter, nicht mehr gebraucht zu werden. Vera und Siegfried träumen vom eigenen Haus und kaufen auf Vorschlag von Onkel Ludwig Burlitz (Günter Strack) die Alte Mühle vor der Stadt. Sie renovieren sie, ziehen ein und verlegen ihr Geschäft dorthin. Siegfried erleidet einen Herzinfarkt und stirbt in Folge 13.

    Vera und Marion eröffnen in der alten Mühle zusätzlich zum Geschäft noch ein Lokal, das Onkel Ludwig führt. Ludwig, lange Zeit heimlich in Vera verliebt, offenbart ihr nun seine Liebe, ist und bleibt jedoch chancenlos. Vera kommt mit Dr. Martin Sanders (Michael Degen) zusammen. Chris heiratet Tina Reibold (Marion Kracht). Durch einen Unfall verliert die schwangere Tina ihr Baby und kann danach keine Kinder mehr bekommen. Zufällig lernen sie den kleinen Richy Streightner (Jacques Hipplewith) kennen, einen schwarzen Jungen, dessen Eltern bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen. Die beiden sorgen für ihn. Bei einem Polizeieinsatz im Fußballstadion wird Chris von Hooligans so schwer verprügelt, dass er in Folge 31 seinen Verletzungen erliegt. Tina führt einen langen Kampf mit dem Jugendamt, weil sie Richy adoptieren möchte, und darf den Jungen schließlich bei sich behalten.

    Yvonne Boxheimer (Anja Jaenicke), die alle nur Yvonnche nennen, ist ein stummes Mädchen vom Rummelplatz, das bei Onkel Ludwig und dessen mütterlicher Freundin Frau Hohenscheid (Heidemarie Hatheyer) wohnt. Zum Ärger der Familie nimmt Ludwig auch Woody (Mathias Hermann) auf, der an der Prügelei mit Chris beteiligt war, den aber keine Schuld trifft, wie sich später herausstellt. Zu den Schuldigen gehört dagegen Yvonnches Bruder Karlheinz (Thomas Ahrens). Sowohl Yvonnche als auch Woody helfen im Lokal aus, außerdem hat Ludwig Marga Diebelshauser (Simone Rethel) als Bedienung eingestellt. Marion pachtet die „Katakomben“, eine heruntergekommene Spelunke, und macht ein ansehnliches Restaurant daraus. Der Anwalt Maximilian Lechner (Sigmar Solbach) ist ihr neuer Freund. Onkel Ludwig gibt das Lokal in der Alten Mühle an Hermann Eurich (Hans Weicker) ab, er selbst übernimmt auf dem Rummelplatz das Kasperltheater.

    Vera scheint an den Schicksalsschlägen zu zerbrechen. Sie hat sich von Martin Sanders getrennt, wird depressiv, nimmt Medikamente und kommt ins Krankenhaus. Onkel Ludwig gelingt es, ihr neuen Lebenswillen zu geben, indem er das schwangere Yvonnche und ihren Freund Jürgen Baumert (Christian von Richthofen) in der Alten Mühle wohnen lässt und Vera so eine neue Aufgabe verschafft. Tatsächlich geht es ihr nach der Geburt von Yvonnches Baby wesentlich besser. Holger Kretschmar (Max Herbrechter) ist Tinas neuer Freund, sie trennt sich jedoch von ihm, als sie erfährt, dass er dafür verantwortlich ist, dass ihr Vater (Heinz Gerhard Lück) im Gefängnis sitzt. Holger wird daraufhin Koch in Marions „Katakomben“. Onkel Ludwig wandert nach Mauritius aus. Oma Drombusch, deren Freundin Frau Werbelhoff (Jane Tilden) seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt, wird langsam alt und verwirrt und benötigt Aufsicht. Vera überredet Marion, sich um Oma zu kümmern. Damit hat sie selbst jetzt keine Verantwortung mehr. Also reist Vera Onkel Ludwig nach Mauritius nach.

    Die Familienserie der 80er Jahre schlechthin. Mit seinem schon bei den Unverbesserlichen demonstrierten einzigartigen Realismus zeigte Robert Stromberger das Alltagsleben einer normalen Familie zwischen Banalität und Schicksalsschlägen, zeigte Konfliktthemen wie Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Demonstranten oder den Umgang mit alten Menschen in all ihrer Komplexität und von verschiedenen Standpunkten, führte immer wieder schonungslos den Hang der Menschen zum Selbstbetrug vor.

    Dabei war es manchmal schwer zu entscheiden, was unerträglicher war: das stumme Schweigen aller am Esstisch oder die endlosen Debatten der Beteiligten. Nicht untypisch ist dieser Dialog zwischen Vera und Siegfried, der ihr vorwirft, für Thomis Fünf in Mathe und die ungenügende Beaufsichtigung der Hausarbeiten verantwortlich zu sein – schließlich sei sie diejenige, die zu Hause ist. „Stimmt“, erwidert Vera. „Ich bin in der Tat samstags zu Hause. Während du aufregende Entspannung auf der Fußballtribüne suchst. Ich bin auch sonntags zu Hause. Während du beim strapaziösen Frühschoppen überparteiliche Beziehungen pflegst. Und besonders bin ich in der Woche abends zu Hause. Wenn du bei zeitungsträchtigen Vereinsfeiern die Partei vertrittst, bedeutungsvolles Blablabla machst und mit städteverschwisternden Damen charmierst. Das ist das Partnerschaftsbild der Jahrhundertwende!“ – „Ich möchte doch sehr bitten, ja? Du wirst die einträchtige Wechselbeziehung zwischen Politik und Geschäft nicht bestreiten wollen.“ – „Das tu ich auch gar nicht. Aber wo bleibt die Wechselbeziehung zwischen Vater und Sohn?“ Die ewig steifnackige, gut meinende und zu kurz kommende Vera hielt immer wieder endlose Moralpredigten mit Poesiealbum-Ratschlägen. Ihr enttäuscht-vorwurfsvoller Blick („Ist das fair?“) wurde für eine ganze Generation zur prägenden Fernseherfahrung.

    Diese Drombuschs war eine der erfolgreichsten Serien des deutschen Fernsehens. So erfolgreich, dass sie der ARD einen „Drombusch-Schock“ verpasste: Die Folge vom 13. Januar 1992 schaffte den sagenhaften Marktanteil von 45 Prozent, und die Tagesschau schauten gleichzeitig so wenig Menschen wie noch nie. Das löste bei der ARD hektische Bemühungen aus, ihren eigenen Vorabend so populär wie irgend möglich mit eigenproduzierten Serien zu bestücken.

    Die zunächst einstündigen Folgen hatten ab 1989 Spielfilmlänge und liefen immer zur Primetime. Die ersten 21 Folgen sind auf DVD erhältlich.

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