Nesthäkchen

Nesthäkchen

D/CH/A 1983
Deutsche Erstausstrahlung: 25.12.1983 ZDF

Die sechsjährige Annemarie Braun (Kathrin Toboll in den ersten drei Folgen, danach Anja Bayer) lebt mit ihrer gutsituierten Familie im Berlin des beginnenden 20. Jahrhunderts. Sie hat das Glück, in einem idyllisch gelegenen, prunkvollen Haus aufzuwachsen. Vor allem ihr Vater Ernst (Christian Wolff), ein erfolgreicher Arzt, verwöhnt seine kleine Annemarie, die als jüngstes Familienmitglied von allen nur „Nesthäkchen“ genannt wird.

Da er ihr wegen ihrer süßen und unschuldigen Art jedes vorlaute Wort und jeden Streich durchgehen lässt, kommt es immer wieder zu kleineren Reibereien mit den restlichen Bewohnern des Hauses, als da wären Mutter Elisabeth (Doris Kunstmann), Annemaries Brüder Klaus (erst Florian Baier, später Patrick A. Janovsky) und Hans (erst Oliver Schlicht, später Pascal Breuer), Oma Gerda (Helma Seitz) und das Kindermädchen Lena (Susanne Uhlen).

Insbesondere die spießigen und fragwürdigen moralischen Regeln ihrer Mutter und Großmutter sind es, denen Annemarie sich nach Kräften widersetzt und dabei vor allem in Kindermädchen Lena eine treue Verbündete hat. (Text: Universum Film)

Nesthäkchen – Kauftipps
Nesthäkchen – Community
Steffi (geb. 1981) am 31.03.2013: Hallo, ich kannte bisher nur die Serie und habe sie geliebt. Jetzt lese ich die Bücher und kann gar nicht verstehen, warum die Serie bei der "Backfischzeit" nicht mehr weiter geht ? ! (eigentlich bei Nesthäkchen und der Weltkrieg) Ab der Backfischzeit könnte man doch weitermachen ... Sind doch auch schöne Bücher und Anekdoten - man kann sich die Nesthäkchenkinder richtig gut vorstellen... Ich finde das echt schade, dass die Serie da aufhört.
Anita (geb. 1979) am 04.01.2013: Hallo Kathrin, bin ganz neu hier, bin immer noch ein riesen Nesthäkchenfan, aber besonders von dem jungen Nesthäkchen, du warst einfach zu süß, hätte eine Frage, das Wohnhaus wo die Serie gespielt hat, kann man das eigentlich besichtigen?, würde mich einfach interessieren, wenn ich mal in München nochmal bin, es mir mal anzuschauen, wenigstens von außen, liebe Grüße und schonmal danke für die Antwort, Anita
Nostalgin (geb. 1971) am 29.12.2012: Hallo :-) Wer etwas über Anja Bayer sucht, ein aktuelles Photo zb findet es unter: anja thea bayer. Sie ist heute Logotherapeutin in München ;-)
ivet (geb. 1976) am 21.12.2012: In der aktuellen Ausgabe des "Stern" findet sich auf der letzten Seite in der Rubrik "Was macht eigentlich...?" ein Bericht über Kathrin Toboll
bianca (geb. 1973) am 05.05.2012: hi, ich glaube ich habe da ein ziemliches schnäppchen gemacht!!! bei uns in der stadt gibt es ein sogenanntes "bookcrossing" so ein glaskasten, in dem man bücher, die man nicht mehr braucht, ablegegen kann. da fand ich gestern das buch: nesthäkchen und der weltkrieg. ich dachte echt, mich tritt ein pferd. das wird normalerweise bei ebay total hoch gehandelt. leider fehlt eine seite, und das ganze buch sieht auch nicht mehr so gut aus. ist ja auch kein wunder, ist ja uralt. mit dem lesen hab ich große probleme, da es ja in altdeutscher schrift geschrieben ist. lg
Schauspieler
Klaus BraunFlorian Baier
Hans Braun (älter)Pascal Breuer
Otto KulickeHans-Werner Bussinger
Fränzchen KulickeJan Heinemann
Klaus Braun (älter)Patrick A. Janovsky
Hans BraunOliver Schlicht
Stubenmädchen FriedaIsabel Schupp
HenriettePetra Ulich
Annemarie Braun (als Kind)Kathrin Toboll
Annemarie Braun (als Jugendliche)Anja Bayer
Dr. Ernst Braun, ihr VaterChristian Wolff
Elsbeth Braun, ihre MutterDoris Kunstmann
Das Kindermädchen LenaSusanne Uhlen
Die OmaHelma Seitz
HanneHilde Berndt
WilhelmEkkehardt Belle
Crew
RegieGero Erhardt
DrehbuchClaus Landsittel
 Justus Pfaue
BuchvorlageElse Ury
MusikChristian Bruhn
Dies und das

In der auf der gleichnamigen Romanreihe von Autorin Else Ury basierenden Serie werden typische Themen aus der Welt eines kleinen Mädchens auf sehr humorvolle und liebevolle Weise erzählt. Tolle Ausstattung und großartige Schauspieler tragen dazu bei, dass das „Nesthäkchen“ für das ZDF zum einem großen Erfolg wird und als Klassiker der 80er-Jahre in die deutsche Fernsehgeschichte eingeht.

Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

6 tlg. dt. Jugendserie von Justus Pfaue und Klaus Landsittel nach den Romanen von Else Ury, Regie: Gero Erhardt.

Berlin, Anfang des 20. Jh.: Die sechsjährige Annemarie (Kathrin Toboll; in späteren Jahren: Anja Bayer) ist das jüngste Mitglied der Familie Braun und wird von Vater Ernst (Christian Wolff) entsprechend verwöhnt. Er ist Arzt, und die Familie nebst Personal wohnt idyllisch in einem prunkvollen Haus. Es sind dies Mutter Elisabeth (Doris Kunstmann), Annemaries Brüder Klaus (Florian Baier; später: Patrick Janovsky) und Hans (Oliver Schlicht; später: Pascal Breuer), Oma Gerda (Helma Seitz), und mit ihnen Kindermädchen Lena (Susanne Uhlen), Köchin Hanne (Hilde Berndt) und Stubenmädchen Frieda (Belle Schupp). Wilhelm (Ekkehardt Belle) ist Lenas Freund.

Der Kleinen fehlt es an nichts, und genau das ist natürlich das Problem. Der Vater lässt ihr jedes vorlaute Wort durchgehen, denn sie ist ja so süß mit ihren Zöpfen und den rosa Schleifchen im blonden Haar. Die meiste Zeit spielt sie mit ihren Puppen, es geht aber auch um viele andere Themen aus dem Leben eines Kindes: Ferien auf dem Land – sie verbringt sie bei Onkel Heinrich (Willy Harlander) und Tante Käthe (Dagmar Hessenland) in Bayern, wo der Onkel Senator ist – Streiche unter Geschwistern, Freundschaften. Vor allem zu Lena entwickelt Annemarie eine besondere Beziehung. Lena ist es auch, die die Eltern davon überzeugt, Annemarie in einen Kindergarten zu schicken, den auch Prinz Poldi (Marc Manuel Kunstmann) besucht, damit sie sich mit Gleichaltrigen umgeben kann und nicht immer nur mit Erwachsenen zusammen ist.

Annemarie wird langsam älter und selbstständiger, kommt in die Schule und wird wenig später schwer krank. Im Krankenhaus kämpft sie gegen Scharlach, anschließend wird sie zur Erholung für längere Zeit in ein Kinderheim nach Amrum geschickt. Sie findet neue Freunde, genießt das Leben. Doch plötzlich muss sie sich mit der harten Realität auseinander setzen, als der Erste Weltkrieg ausbricht.

Insgesamt zehn „Nesthäkchen“-Romane veröffentlichte die Autorin Else Ury. Die erfolgreiche ZDF-Weihnachtsserie verarbeitete nur Inhalte aus den ersten vier Bänden. In den Büchern wurde Nesthäkchen anschließend erwachsen, heiratete, bekam ihrerseits Kinder und Enkelkinder und feierte ihre Goldene Hochzeit.

Die sechs einstündigen Folgen liefen zwischen den Feiertagen im Vorabendprogramm und erreichten bis zu zwölf Millionen Zuschauer. Später wurde die Serie auch in zwölf halbstündigen Folgen wiederholt. Nesthäkchen war die erste größere Regiearbeit von Gero Erhardt, dem Sohn von Heinz Erhardt. Die Titelmusik stammte von Christian Bruhn. Die Serie ist auf DVD erschienen.

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