Jung und Macher
Folge 371 (30 Min.)Erst Ausbildung, dann Festanstellung? Immer mehr junge Menschen gehen ganz anders ins Berufsleben: Sie gründen selbst ein Unternehmen. Gründen liegt bei Gen Z im Trend. 40 Prozent der Gründerinnen und Gründer in Deutschland sind unter 30. Die „ZDF.reportage“ begleitet junge Menschen, die früh Verantwortung übernehmen und für ihren Traum alles auf eine Karte setzen. „Mein Unternehmen besteht hauptsächlich aus Druck und Perfektionismus“, sagt Celine Blessin aus Berlin. Die 24-Jährige hat sich als Konditorin selbstständig gemacht. Gerade in den Sommermonaten herrscht Hochbetrieb: Hochzeiten, Einschulungen und Familienfeiern sorgen für volle Auftragsbücher.Schon morgens um sechs beginnt der Arbeitstag. Dann entstehen vegane Zimtschnecken, aufwendige Torten und außergewöhnliche Eiskreationen. Unterstützung bekommt sie von ihrem Ehemann George. Gemeinsam versuchen sie, Unternehmen und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Auch Nicolas Bender und Jan Grüterich aus Horhausen im Westerwald haben sich früh gegen einen klassischen Berufsweg entschieden. Nach dem Abitur gründen die beiden Freunde ein Entrümpelungsunternehmen. Heute gehören Haushaltsauflösungen, Firmenräumungen und Messie-Wohnungen zu ihrem Alltag. Gleichzeitig wollen sie eine eher konservative Branche modernisieren. Mit einer selbst entwickelten Software setzen sie auf digitale Abläufe. Für Milan von dem Bussche aus Darmstadt beginnt alles mit einem Bastelprojekt in der heimischen Garage. Mit 15 Jahren stellt er aus recycelten Plastikflaschendeckeln Filament, den Grundstoff für den 3D-Druck, her und gewinnt damit bei „Jugend forscht“. Noch während der Schulzeit gründet er mit Freunden ein Unternehmen. Heute verkauft der 23-Jährige Maschinen und Software für den 3D-Druck, beschäftigt 30 Mitarbeitende und beliefert Kunden in 14 Ländern. Um weiter zu wachsen, sucht er Investoren. Freizeit spielt für ihn eine untergeordnete Rolle. „Ich war eigentlich noch nie ein großer Partygänger. Deshalb habe ich nicht das Gefühl, besonders viel zu verpassen“, sagt Milan. Sein ehrgeiziges Ziel: Mit seiner Firma Weltmarktführer werden. Die „ZDF.reportage“ begleitet junge Macher auf ihrem Weg in der Selbstständigkeit. Der Film zeigt, wie sie zwischen wirtschaftlichem Risiko, persönlichem Verzicht und großen Ambitionen ihren Platz im Berufsleben suchen und dabei schon in jungen Jahren Verantwortung für andere übernehmen. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 05.11.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 07.11.2026 ZDF Die jungen Pflegerinnen: Dienstbeginn an der Charité
Folge 372 (30 Min.)Emilia bereitet ein Medikament vor.Bild: ZDFVier junge Frauen, eine große Aufgabe: Nach dem Examen starten sie an der Charité Berlin als Pflegekräfte in den Berufsalltag. Wie werden sie die Realität im stressigen Klinikalltag verkraften? Die Ausbildung zur Pflegefachkraft dauert drei Jahre, dann heißt es: Theorie in Praxis umsetzen. Das Grundgehalt in der Pflege liegt für Berufseinsteiger bei rund 3700 Euro brutto im Monat. Doch der immense Druck stellt alle vor große Herausforderungen. „Lasst uns die Pflege groß machen“, sagt Emilia, 24. Seit sie ihre Großeltern in deren letzten Tagen begleitet hat, gibt es für sie nur dieses eine Ziel.Auf der Gastroenterologie versorgt sie bis zu 22 Patientinnen und Patienten pro Schicht und spürt zunehmend, wie schwer es wird, zwischen dem engen Takt des Stationsalltags und der Zeit für den einzelnen Menschen die Balance zu halten. „Ich möchte nicht als Roboter enden, der einfach nur Aufgabe nach Aufgabe erledigt.“ Die vier jungen Frauen eint eine hohe Motivation und derselbe Konflikt: Sie wollen mehr tun, als nur zu funktionieren. Doch der Alltag auf Station lässt für das, was sie an diesem Beruf lieben, oft nur wenig Zeit. Franzi, 21, hat ihr Examen mit Auszeichnung bestanden und startet auf der Kinderintensivstation. Schon in ihrer ersten Schicht kommt ein zweijähriger Junge mit einer lebensbedrohlichen Sepsis. Sude, 23, war Erzieherin und arbeitet nun auf der Kinderkrebsstation. Als ihr kleiner Patient einen Fieberkrampf erleidet, muss sie lernen, die Ablehnung schwer kranker Kinder nicht persönlich zu nehmen. „Mich fasziniert an den Kindern, dass ich immer jeden Tag sehe, wie stark sie sind und wie viel sie wegstecken können“, resümiert Sude. „Mir ist es sehr wichtig, etwas Sinnvolles zu machen und ich bin hochmotiviert.“ Für die 24-jährige Anna bedeutet Pflege, „den Menschen, die jetzt aktuell in Not sind, unterstützend zu helfen, für sie da zu sein.“ Auf der pneumologischen Intensivstation betreut sie einen Mann, der seit Monaten auf eine Spenderlunge wartet und nur noch mithilfe einer künstlichen Lunge am Leben gehalten wird. Schließlich darf sie ihm die Nachricht überbringen, auf die er so lange gehofft hat. Eine „ZDF.reportage“ über die ersten Wochen im Pflegeberuf, über große Verantwortung in jungen Jahren und über den Mut, sie zu übernehmen. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 12.11.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 14.11.2026 ZDF Kriminalität in Deutschland: Gefühlte Ängste, reale Gefahren
Folge 373 (30 Min.)Am Leipziger Hauptbahnhof sind wegen eines verdächtigen Gegenstandes die Gleise gesperrt.Bild: ZDFAuf Straßen, in Parks oder im Nahverkehr fühlen sich viele Menschen in Deutschland heute unsicherer als noch vor einigen Jahren. Doch subjektives Sicherheitsgefühl und tatsächliche Kriminalitätslage unterscheiden sich. Insgesamt ist die Zahl der registrierten Straftaten in den vergangenen 30 Jahren gesunken – von rund 6,5 Millionen im Jahr 1994 auf etwa 5,5 Millionen Fälle 2025. Bei Gewaltdelikten gab es zuletzt allerdings wieder einen deutlichen Anstieg. Hannover gehört zu den deutschen Großstädten mit besonders vielen registrierten Straftaten pro Einwohner.Der Kriminaldauerdienst ist hier rund um die Uhr im Einsatz. Christina G. und Michael B. sichern Spuren, dokumentieren Tatorte und treffen auf Menschen in Ausnahmesituationen. „Man nimmt schon auch mal was mit nach Hause“, sagt Christina G. Michael B. ist seit 18 Jahren beim KDD: „Es gibt fast nichts, was ich noch nicht gesehen habe“. Am Leipziger Hauptbahnhof ist die Zahl der erfassten Gewaltdelikte stark angestiegen. Rund 100.000 Menschen passieren den Bahnhof täglich. 2025 registrierte die Bundespolizei dort rund 860 Gewalttaten – über 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Bundespolizisten Ronny W. und Jördis W. sind regelmäßig zu zweit auf Streife. Sie kontrollieren Verdächtige, schlichten Konflikte und versuchen, Situationen frühzeitig zu deeskalieren. „Wir spüren schon, dass die Aggressivität zunimmt“, sagt Ronny W. In Bielefeld zeigt sich, gezielte Polizeiarbeit kann sowohl die gefühlte als auch die tatsächliche Sicherheit auf den Straßen verbessern. Die 2024 gegründete „Soko Innenstadt“ kontrolliert bekannte Brennpunkte, geht gegen Drogenkriminalität vor und verstärkt die Präsenz im öffentlichen Raum. Die Zahl der angezeigten Straftaten in der Innenstadt sank innerhalb eines Jahres um rund 22 Prozent, die Zahl der Gewaltdelikte sogar um 35 Prozent. Aus der zunächst befristeten Sonderkommission wird deshalb nun eine feste Einheit. Eine „ZDF.reportage“ über die gefühlte und die tatsächliche Sicherheit im öffentlichen Raum. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 26.11.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 28.11.2026 ZDF Adventskreuzfahrt: Ahoi auf dem Rhein
Folge 374 (30 Min.)Lichter, gebrannte Mandeln und Glühwein, Weihnachtsmärkte sind für viele Menschen ein Highlight im Advent. Ihr Zauber zieht jedes Jahr Millionen Gäste nicht nur aus Deutschland an. Next Level ist es allerdings, eine Flusskreuzfahrt zu verschiedenen Weihnachtsmärkten entlang des Rheins zu buchen. Weihnachtsfans Anja, Marion, Martin und Carsten haben das gemacht und so fünf Weihnachtsmärkte in fünf Tagen besucht. Von Köln über Rüdesheim, Speyer und Germersheim nach Straßburg geht die Tour – und wieder zurück über Koblenz. In jeder Stadt wartet ein neuer Weihnachtsmarkt auf die beiden Paare aus Niedersachsen.Die „Weihnachtshauptstadt“ Straßburg ist mit ihrer geschmückten Altstadt und dem 30 Meter hohen Weihnachtsbaum ein Höhepunkt der Reise. „Jede Stadt hat ihren eigenen Stempel“, sagt Martin Röver. „Das Flair ist immer unterschiedlich, und wir probieren gern regionale Spezialitäten.“ Während die Urlauber die Weihnachtsmärkte erkunden, wird auch an Bord hinter den Kulissen die Weihnachtszeit eingeläutet. Die Besatzung und der Kapitän arbeiten unter Hochdruck, damit die Zeitpläne eingehalten werden – auch bei Winterwetter und Schleusen. Im Spa-Bereich werden Sauna und Massageräume für die Gäste nach den kalten Landgängen vorbereitet. Für Koch Olli darf sein persönliches Weihnachtshighlight auf dem Schiff nicht fehlen: das XXL-Hexenhaus. Auch beim Weihnachtsmenü kommt Stimmung auf: In der Küche bereitet Olli mit seinen Kollegen Gänse, Enten, Rotkohl und Klöße zu. Das Essen hat auf der Adventstour für den Koch einen hohen Stellenwert: „Zu Weihnachten gehört einfach gutes Essen und Trinken dazu.“ Eine „ZDF.reportage“ über eine weihnachtliche Kreuzfahrt zur Adventszeit. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 10.12.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Sa. 12.12.2026 ZDF
