• Folge 349 (30 Min.)
    Für Radio Hagen unterwegs: Cordula Aßmann und Ralf Schaepe berichten über die Entwicklungen in ihrer Stadt. – Bild: Yannick Schmeil /​ Real&Fiction /​ ZDF
    Für Radio Hagen unterwegs: Cordula Aßmann und Ralf Schaepe berichten über die Entwicklungen in ihrer Stadt.
    Verwahrloste Fassaden, leer stehende Wohnungen und Müll auf der Straße, in vielen deutschen Städten zeigt sich ein besorgniserregender Trend: Ganze Stadtviertel drohen zu verwahrlosen. Was oft schleichend beginnt, endet nicht selten dramatisch: Ungepflegte Gebäude führen zu Leerstand, dieser wiederum zu weiterem Verfall. Am Ende steht der Verlust von Lebensqualität für die Menschen vor Ort. Im Bremerhavener Stadtteil Lehe stehen prächtige Altbauten, die andernorts begehrt wären, leer. Nach aufwendigen Sanierungen in den 1990er-Jahren wechselten viele Häuser mehrfach den Besitzer – getrieben von Spekulanten. Heute fehlen Investitionen, Gebäude verfallen, ganze Straßenzüge wirken aufgegeben. Seit 15 Jahren lebt Yvonne Plattner in ihrer Wohnung – und will eigentlich bleiben. Doch das Haus wird seit Jahren nicht mehr instand gehalten. Immer mehr Nachbarn ziehen aus, Wohnungen stehen leer. Für Heizöl fehlt das Geld. Die verbliebenen Mieter frieren regelmäßig – und helfen sich selbst, indem sie gemeinsam Geld sammeln. Auch in Hagen zeigt sich ein angespanntes Bild – wenn auch mit anderen Vorzeichen. Dort sind es weniger leer stehende Gebäude als vielmehr überbelegte Wohnungen und soziale Spannungen, die vor allem den Stadtteil Wehringhausen prägen. Müll, beschädigte Häuser und verlassene Ladenlokale vertreiben zunehmend alteingesessene Bewohner und Gewerbetreibende. Flamur Sahiti kennt die Stadt seit seiner Kindheit. Er ist Haushaltsauflöser und betreibt ein Geschäft im Viertel. Vor über 30 Jahren kam die Familie aus Albanien nach Deutschland, fühlt sich hier zu Hause. Flamur meint: „Hagen ist nicht mehr wie früher. Aber ich gehe nicht weg.“ Die Stadt Hagen reagiert bereits mit konkreten Maßnahmen. Eine eigens eingerichtete Taskforce soll Missstände bekämpfen und Perspektiven schaffen. „Es geht um mehr als Immobilien“, betont Patrick Bänsch von der städtischen Entwicklungsgesellschaft: „Unser Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.“ Eine „ZDF.reportage“ über die Situation in vernachlässigten Nachbarschaften. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 07.05.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 09.05.2026 ZDF
  • Folge 350 (30 Min.)
    Der Frühling bringt Sonne und gute Laune. Biker schwingen sich wieder aufs Fahrrad, in den Gartencentern herrscht Hochbetrieb, und die Biergärten freuen sich auf Gäste. Freizeitmacher und Gastronomie legen sich jetzt ordentlich ins Zeug, denn die Jahreszeit hebt die Stimmung und löst Glücksgefühle aus. Die Menschen in Deutschland sind endlich wieder draußen und genießen das Leben! Bei feinstem Frühlingswetter herrscht bei Dinger’s Hochbetrieb. Das Gartencenter zählt zu den größten in Deutschland. Chef Christian Dinger betreibt den Laden bereits in dritter Generation. Auf rund 30.000 Quadratmetern findet man fast alles, was das Gärtnerherz begehrt. Mitarbeiter Nick Eichmüller ist seit fünf Jahren im Team und freut sich jedes Jahr auf den Saisonstart, vor allem wenn Kunden mit einem konkreten Gestaltungsprojekt zu ihm kommen. Anil und Cansu Yorulmaz sind noch Gartenneulinge, haben sich Ende letzten Jahres ein Haus gekauft und möchten sich um die Gestaltung des Außenbereichs kümmern. Im Biergarten des Stadtwaldhauses in Krefeld bedeutet der Saisonstart vor allem für das Serviceteam eine Herausforderung. Um alle 2000 Gäste mit frischen Getränken zu versorgen, legen Noah und seine Kollegen zwischen Theke und Tischen jeden Tag etliche Kilometer zurück. Helmut Lang, der den Biergarten vor 35 Jahren eröffnet hat, weiß: „Auch nördlich des Weißwurst-Äquators lieben die Gäste alles, was zu einem bayerischen Biergarten gehört.“ Das gemütliche Feeling gibt es gratis dazu. Während des Saisonstarts wird es auch für Florian Süß aus Langenfeld stressig: An seiner Wasserskibahn soll die neue Beachbar auf jeden Fall fertig werden, bevor der Sommer kommt. Softdrinks, Bier und Cocktails direkt am Strand mit Blick aufs Wasser – Wassersportfans wie Jan und seinen Freunden gefällt das sehr. Sonne, Wasser, kalte Getränke, was will man mehr? Auch Konrad Scholl hat die Tage bis zum Saisonstart im Bikepark Willingen gezählt. Der 22-Jährige ist seit dem Teenageralter mit dem Mountainbike im Sauerland unterwegs. Im Bikepark gibt er Kurse zur Fahrtechnik auf allen Trails. „Wenn du die Herausforderungen eines Trails unterschätzt, riskierst du einen Sturz – du musst 100 Prozent auf deine Fähigkeiten vertrauen.“ Jana und Jan sind zum ersten Mal in dieser Saison im Bikepark und haben noch gehörigen Respekt vor den insgesamt 15 Streckenkilometern. Doch auch für sie ist es am wichtigsten, dass sie nach dem langen Winter endlich wieder die Freizeit draußen verbringen können. Eine „ZDF.reportage“ über das schöne Gefühl, wenn das Leben im Frühling wieder erwacht. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 14.05.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 16.05.2026 ZDF
  • Folge 351 (30 Min.)
    Ausnahmezustand im westlichen Niedersachsen: Zehn Kilometer Trödel mitten auf dem Land. Einmal im Jahr wird das Örtchen Elisabethfehn zum „längsten Flohmarkt Deutschlands“. Entlang des Elisabethfehnkanals wird gefeilscht und gehandelt. Zu Christi Himmelfahrt kommen rund 2000 Verkäufer und bis zu 80.000 Besucher. Für den Ort ist der Markt Kraftakt und Ereignis zugleich – zwischen Trubel, Logistik und Zusammenhalt. Noch vor Sonnenaufgang beginnt der Aufbau: Entlang des Kanals breiten Händler ihre Waren aus Dachböden, Garagen und Nachlässen aus. Erste Besucher sichern sich früh ihre Schnäppchen, Einsatzkräfte gehen in Stellung. Der Tag folgt einem festen Ablauf – von den ersten Handgriffen bis zur letzten Kehrmaschine. Im Zentrum steht Veranstalter Claas Meyer. Seit zehn Jahren organisiert er das Großereignis gemeinsam mit rund 50 Freiwilligen. Verkehrslenkung, Standvergabe, Stromversorgung – alle Fäden laufen bei ihm zusammen. Er koordiniert, entscheidet und reagiert auf Unvorhergesehenes. Denn wenn Zehntausende Menschen gleichzeitig eintreffen, kann viel passieren. Parallel sorgt die örtliche Polizei für Sicherheit. Einsatzleiter Thomas Rawe und seine Kollegen bewegen sich durch dicht gedrängte Besuchermengen und greifen bei Konflikten ein. Alkohol, Verkehrsprobleme, vermisste Kinder – ein Lagebild, das jederzeit kippen kann. Unterstützung kommt von der Reiterstaffel aus Hannover, die dort Präsenz zeigt, wo Fahrzeuge nicht mehr durchkommen. Auf dem Wasser des Elisabethfehnkanals ist die DLRG im Einsatz. Einsatzleiter Thomas Pekeler koordiniert mit seinem Team die Sicherung des Ufers. Boote patrouillieren permanent und reagieren auf Notfälle – oft die einzige Möglichkeit, die Menschenmassen zu umgehen. Der XXL-Flohmarkt ist mehr als ein Spaß-Event: Für viele ist er eine wichtige Einnahmequelle, für andere eine Belastung. Seit über drei Jahrzehnten zieht er Besucher aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland an – Staus und Müll inklusive. Wiesen werden zu Parkplätzen, Anwohner erleben den Tag im Ausnahmezustand. 2026 findet der Flohmarkt zum 32. Mal statt, begleitet von Schaustellern und Helikopterrundflügen. Die Dimension des Ereignisses zeigt sich vor Ort: Wer die zehn Kilometer lange Marktstrecke abläuft, ist bis zu drei Stunden unterwegs. Am Abend beginnt der Rückbau, und ein Dorf kehrt langsam in den Alltag zurück – in Vorfreude auf das nächste Jahr. Die „ZDF.reportage“ blickt 24 Stunden hinter die Kulissen des Großereignisses und zeigt, was es bedeutet, wenn ein kleiner Ort für einen Tag an seine Grenzen geht. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 21.05.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 23.05.2026 ZDF
  • Folge 352 (30 Min.)
    Petra und Herbert freuen sich über günstigere Lebenshaltungskosten. Für weniger als zwei Euro gibt es auf dem Markt in Alanya einen leckeren Imbiss.
    Angenehmes Klima, Leben in Strandnähe und niedrigere Lebenshaltungskosten – das Rentnerleben in der Türkei ist für viele Deutsche attraktiv. Allein in Alanya, einem der schönsten Orte an der türkischen Riviera, leben ca. 9.200 Deutsche. Die meisten sind Ruheständler, viele sind auch wegen der günstigen Lebenshaltungskosten gekommen. Inzwischen ist jedoch vieles teurer geworden. Die Sonne scheint in die Strandkneipe. Herbert dreht die Lautstärke hoch, und dann schwebt er mit seiner Frau Petra zu einem Slowfox über die Bretter ins Freie. Einmal im Monat veranstaltet der deutsche Stammtisch „Alanya Treff Germany“ einen Tanznachmittag. Ca. 40 Rentner sind gekommen. Die meisten kennen sich schon lange, und das finden sie auch gut. „Zu Hause in Deutschland hätten wir wohl nicht so einen Anschluss. In der Fremde sucht man ihn sich.“ Herbert und Petra wohnen seit fünf Jahren in Alanya. Früher hatten sie eine Tanzschule in Dresden. Sie haben alles aufgelöst und sich hier eine Wohnung gekauft. Petra mag die Freundlichkeit der Türken. Außerdem komme man mit Deutsch in Alanya gut über die Runden. Sehr viele Türken hier haben früher in der Bundesrepublik gearbeitet und sprechen die Sprache. Heidi, die ebenfalls seit fünf Jahren in der Türkei lebt, hat die Inflation der letzten Jahre verfolgt. 2025 betrug die offizielle Teuerungsrate fast 35 Prozent. „Ich komme damit klar“, sagt sie. „Ich bekomme meine Rente in Euro, aber für die Türken ist es schon ziemlich happig.“ Zuletzt zahlte die Deutsche Rentenversicherung knapp 4.500 Renten an deutsche Ruheständler in die Türkei aus. Viele deutsche Rentner in der Türkei haben jedoch weiterhin eine Meldeadresse in Deutschland. Sie tauchen daher in keiner Statistik auf. Anita und Jürgen überlegen nach 17 Jahren in der Türkei, nach Deutschland zurückzugehen. Nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Gesundheitsversorgung. Sie sind in der Türkei über die staatliche Sozialversicherung versichert und zahlen dafür zusammen ca. 170 Euro im Monat. Beide sind jedoch nicht mehr ganz gesund und machen sich zunehmend Sorgen. Die türkischen Ärzte seien zwar gut, „aber in der Klinik herrscht manchmal eine Atmosphäre wie in einem Bahnhof. Man verliert als Nicht-Muttersprachler schnell den Überblick.“ Die Deutschen von Alanya sind oft im Zwiespalt. Einerseits genießen sie das Leben im Süden, andererseits finden sie sich in einer besonderen Situation wieder. Im Alter ins Ausland zu ziehen, ohne die dortige Sprache und Kultur zu kennen, ist eine Herausforderung, die man nicht unterschätzen sollte. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 04.06.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 06.06.2026 ZDF
  • Folge 353
    Der Wunsch nach dem perfekten Körper ist allgegenwärtig. Schlank, makellos, groß, muskulös – Schönheitsideale bestimmen zunehmend den Alltag junger Menschen. Immer mehr Frauen und Männer investieren Zeit, Geld und manchmal sogar ihre Gesundheit, um diesen Idealen näherzukommen. Die „ZDF.reportage“ begleitet Menschen, die bereit sind, für ihr äußeres Erscheinungsbild weit zu gehen. In einer Welt, in der Social Media alltäglich ist und Bilder permanent bewertet, kommentiert und optimiert werden, wächst der Druck, bestimmten Körpernormen zu entsprechen. Die Grenze zwischen realem Körper und digital perfektioniertem Selbstbild verschwimmt. Besonders junge Menschen vergleichen sich häufig mit vermeintlich perfekten Vorbildern – und geraten dabei in einen Strudel aus Selbstoptimierung und Selbstzweifeln. Manche richten ihr gesamtes Leben konsequent auf den perfekten Körper aus. Paula, eine junge Sportinfluencerin, arbeitet täglich daran, dem idealisierten Fitnesskörper zu entsprechen und ihre noch junge Social-Media-Karriere voranzutreiben. „Wenn man up to date sein möchte, dann muss man alle fünf Jahre irgendwie anders aussehen“, sagt sie. 15 Stunden Sport pro Woche und ein strenger Ernährungsplan sind für sie selbstverständlich. Andere gehen einen Schritt weiter und greifen zu chirurgischen oder kosmetischen Maßnahmen. Manuel (34) ist Personal Trainer und legt viel Wert auf ein perfektes Hautbild. Seine Stirn hält er mit regelmäßigen Botoxbehandlungen glatt und in Form. Auch eine Eigenhaartransplantation hat er schon hinter sich. „Ich habe eine gewisse Vorbildfunktion meinen Kunden gegenüber. Und da möchte ich natürlich schon ästhetisch aussehen“, sagt er. Reality Star Melody nimmt immer wieder Operationen in Kauf, um ihr Äußeres weiter zu perfektionieren. „Ich kam schon immer ganz gut an. Und ich habe Angst, das zu verlieren“, erklärt sie. Mit Anfang zwanzig ließ sie ihre Nase operieren. Darauf folgen Brazilian Butt Lifts und eine Schamlippen-Verkleinerung. Ihr Vorbild: Kim Kardashian. Alex, der unter seiner Körpergröße leidet, lässt sich bereits zum zweiten Mal die Beine verlängern – ein teurer Eingriff, der ihn monatelang massiv einschränkt. Doch er verspricht sich viel davon: „Wenn man etwas größer ist, etwas auf Augenhöhe ist, dann wird man besser behandelt.“ Die „ZDF.reportage“ zeigt, wie gesellschaftliche Erwartungen, Medien und Onlineplattformen das Körperbild einer ganzen Generation prägen. Sie macht sichtbar, wie weit manche bereit sind zu gehen, um den Schönheitsidealen der Gegenwart möglichst nahezukommen. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Do. 11.06.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Sa. 13.06.2026 ZDF

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