Miniserie in 3 Teilen
Yorkshire Killer 1974
Folge 1 (102 Min.)
Style: „red3“Bild: KinoweltTVYorkshire, Nordengland, 1974. Das Verschwinden eines kleinen Mädchens sorgt in der gesamten Region für Aufsehen. Der Chefredaktor der Yorkshire Post setzt seinen neuen Kriminalreporter Eddie Dunford (Andrew Garfield) auf den Fall an. Dieser macht sich mit seiner respektlosen Art beim autoritären Polizeichef Bill Molloy (Warren Clarke) schnell unbeliebt – die Cops mögen es nicht, wenn Aussenstehende sich in ihre Arbeit einmischen. Dafür haben sie gute Gründe, denn wie Eddie von seinem Kollegen Barry Gannon (Anthony Flanagan) erfährt, sind die Beamten der lokalen Polizeibehörde durch und durch korrupt.Bei seinen Recherchen stösst der junge Reporter auf erstaunliche Parallelen zwischen dem aktuellen Fall und dem Jahre zurückliegenden Verschwinden zweier weiterer Mädchen – doch niemand, am allerwenigsten die Polizei, scheint sich dafür zu interessieren. Während seiner unermüdlichen Nachforschungen lernt Eddie Paula (Rebecca Hall) kennen, die psychisch labile Mutter eines der Mädchen. Er verliebt sich in sie, aber bald wird klar, dass auch Paula etwas vor ihm verheimlicht. Als das vermisste Kind schliesslich auf einem brachliegenden Grundstück des einflussreichen Unternehmers Dawson (Sean Bean) ermordet aufgefunden wird, scheint das diesen nicht weiter zu interessieren. Er hat andere Sorgen, plant er doch gerade ein luxuriöses Wohn- und Einkaufszentrum. Um an den nötigen Baugrund heranzukommen, bedient er sich der korrupten Polizei, die für Geld vor kaum einer Gewalttat zurückschreckt. Das bekommt auch Eddie zu spüren, als er sich immer hartnäckiger in den Fall verbeisst und den zwielichtigen Dawson zusehends in Bedrängnis bringt. Trotz aller Repressalien lässt sich der junge Reporter nicht einschüchtern. Immer tiefer dringt er in einen Sumpf aus Bestechung, Perversion und Mord vor – mit tödlichen Konsequenzen. Die Trilogie „Red Riding“ (Originaltitel) beruht sehr lose auf der Suche der realen Ermittlungsbehörden nach dem „Yorkshire Ripper“ genannten Serienmörder Peter William Sutcliffe sowie auf den gleichnamigen Bestsellern von David Peace. Neben der Jagd auf den Ripper, der zwischen 1975 und 1980 mindestens 13 Frauen bestialisch ermordete, steht die Fahndung nach einem Kindsmörder im Zentrum. Die realen Kriminalfälle bilden dabei den Rahmen für ein faszinierendes Zeit- und Gesellschaftsbild. Die Yorkshire-Region wirkt in den Filmen wie eine Welt für sich, in der wirtschaftlicher Niedergang, Perspektivlosigkeit und moralische Apathie zu einer Herrschaft der Korruption geführt haben. Die Geschichten der drei Teile greifen ineinander, einige wenige Figuren kommen in allen drei Teilen vor, aber die Filme funktionieren auch einzeln als atmosphärische Thriller. Regie bei „1974“ führte Julian Jarrold, der sich vor allem durch den Historienfilm „Becoming Jane“ einen Namen machte. (Text: SRF) Deutsche TV-Premiere So. 02.01.2011 Das Erste Yorkshire Killer 1980
Folge 2 (93 Min.)Peter Hunter (Paddy Considine, m.), Helen Marshall (Maxine Peake, r.)Bild: KinoweltTVNordengland, 1980: Ein Serienmörder versetzt die Region Yorkshire in Angst und Schrecken. Da die lokale Polizei bei ihren Ermittlungen nicht vorankommt, wird der Kriminalbeamte Peter Hunter aus Manchester mit dem Fall betraut – für die lokalen Behörden ein Affront. Hunter stößt zunächst auf eine Mauer des Schweigens. Mit seinen unbequemen Fragen bringt er jedoch einige mächtige Männer in Bedrängnis – und diese schrecken vor nichts zurück, um den unliebsamen Eindringling mundtot zu machen. Yorkshire, Nordengland, 1980: Sechs Jahre sind seit einem Aufsehen erregenden Polizeiskandal vergangen – doch an der geradezu legendären Korruption der Polizeibehörden von Yorkshire hat sich seitdem nichts geändert.Zudem haben die Männer von Polizeichef Bill Molloy kläglich bei der Jagd nach dem sogenannten „Yorkshire Ripper“ versagt, einem Serienmörder, der seit Jahren die Region in Angst und Schrecken versetzt. Zur Unterstützung der örtlichen Polizei wird daher der Kriminalbeamte Peter Hunter aus Manchester nach Yorkshire abgestellt. Der externe Sonderermittler soll die Suche nach dem Serienmörder fortan leiten. Doch Molloy und seine Männer betrachten die aufgezwungene Hilfe als Affront. Hunter hatte bereits vor sechs Jahren im Fall des Journalisten Eddie Dunford ermittelt – und wie damals stößt er nun auf eine Mauer des Schweigens. Vor allem der zynische Officer Bob Graven versucht Hunters Arbeit zu sabotieren. Von den ortsansässigen Polizisten scheint allein der zurückhaltende John Nolan die Ermittlungen zu unterstützen. Je näher Hunter der Lösung des Falls kommt, desto mehr gerät sein eigenes Leben in Gefahr. Der zweite Teil der hochgelobten Fernsehfilm-Trilogie „Yorkshire Killer“ erzählt von der Fahndung nach einem Serienmörder, der zwischen 1975 und 1980 mindestens 13 Frauen ermordete und als „Yorkshire Ripper“ bekannt wurde. Wie bereits im ersten Teil der Trilogie bildet der reale Kriminalfall den Rahmen für ein meisterlich inszeniertes Zeit- und Gesellschaftsbild. Die nordenglische Provinz wirkt hier wie die aus der Zeit gefallene Parallelwelt eines düsteren Film Noirs, in der unüberschaubare Verschwörungen das Leben der Menschen bestimmen, und in der korrupte Polizisten das Sagen haben, die ihre Interessen mit Mord und Folter durchsetzen. Die Handlung des zweiten Teils greift Motive des Vorgängerfilms auf, funktioniert jedoch auch als eigenständiger Thriller. Regie bei „Yorkshire Killer 1980“ führte James Marsh, der für seinen Dokumentarfilm „Man on Wire“ 2009 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Die Hauptrolle spielt Paddy Considine („Das Bourne Ultimatum“). (Text: Bayerisches Fernsehen) Deutsche TV-Premiere So. 09.01.2011 Das Erste Yorkshire Killer 1983
Folge 3 (100 Min.)Warren Clarke als Bill MolloyBild: PLURIMEDIA (Studio Canal / MC4 Distribution)Nordengland, 1983: Der geistig behinderte Michael Myshkin wurde vor Jahren für den Mord an einem kleinen Mädchen verurteilt. Doch nun wirft das neuerliche Verschwinden eines Kindes die Frage auf, ob damals der richtige Mann verhaftet wurde. Zwar kann die Yorkshire Police schnell einen Täter präsentieren, doch der Anwalt John Piggott gibt sich mit dieser Erklärung nicht zufrieden. Zur gleichen Zeit beginnt der Polizist Maurice Jobson, gegen seine korrupten Kollegen zu ermitteln. Das System aus Bestechung und Mord, das in Yorkshire jahrelang herrschte, gerät ins Wanken.Yorkshire, Nordengland, 1983: Der geistig behinderte Michael Myshkin wurde vor Jahren als Kindermörder und mutmaßlicher „Yorkshire Ripper“ verurteilt und sitzt seitdem im Gefängnis. Doch dann verschwindet erneut ein kleines Mädchen. Myshkins Mutter, die nie an die Schuld ihres Sohnes geglaubt hat, beauftragt den Anwalt John Piggott damit, den Fall ihres Sohnes neu aufzurollen. Die als korrupt bekannten Beamten des Yorkshire Police Department präsentieren bald den geständigen Leonard Cole als Täter. Piggott ist jedoch überzeugt, dass sowohl Myshkin als auch Cole unschuldig sind. Die Polizisten nehmen den abgehalfterten Juristen nicht ernst – ein folgenreicher Fehler, denn allen Drohungen zum Trotz verbeißt sich Piggott in den Fall. Immer neue Fragen tauchen auf: Was hatten der längst verstorbene Unternehmer Dawson und der mysteriöse Priester Martin Laws mit dem Verschwinden der Mädchen zu tun? Und warum wird der Täter mit allen Mitteln von der Polizei gedeckt? Der Anwalt kommt einer gigantischen Verschwörung auf die Spur. Zur gleichen Zeit beginnt der Polizeibeamte Maurice Jobson offen gegen die Machenschaften seiner Kollegen aufzubegehren. Der dritte und letzte Teil der hochgelobten Fernsehfilm-Trilogie aus Großbritannien konzentriert sich auf die Polizeikorruption in Nordengland der 1980er-Jahre. Im Abschlussfilm des ebenso komplexen wie düsteren Sittenbildes führt Regisseur Anand Tucker alle Erzählstränge zusammen, die in den ersten beiden Teilen ausgelegt wurden. Angesichts des düsteren Sujets verwundert es kaum, dass nur wenige der Protagonisten das Ende psychisch oder physisch unbeschädigt erleben, auch wenn diesmal der Pessimismus der Vorgängerfilme letztlich verhaltenem Optimismus weicht. In den Hauptrollen sind Mark Addy und David Morrissey zu sehen. Morrissey hatte bereits in den ersten beiden Teilen mitgewirkt, doch erst im Finale rückt seine Figur ins Zentrum der Geschichte. In den USA war die von Kritikern hochgelobte Trilogie auch im Kino zu sehen. (Text: Bayerisches Fernsehen) Deutsche TV-Premiere So. 16.01.2011 Das Erste
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