zurückStaffel 4, Folge 1–20

    • Staffel 4, Folge 1 (26 Min.)

      Grüne Hügel, Obstgärten und von Hecken umgrenzte Felder – in der südenglischen Grafschaft Kent hat die Kunst der Gartengestaltung eine lange Tradition. Sie ist vor allen Dingen Königin Victoria und ihrem Sohn Edward VII. zu verdanken. Unter ihrer Regentschaft wurden zwischen 1837 und 1910 zahlreiche Landschaftsgärten sowie öffentliche Parks geschaffen, die in ihrer Formschönheit die Natur idealisieren. Bereits im 16. Jahrhundert wurde zuvor gemeinschaftlich genutztes Land im Zuge der sogenannten Land Enclosure in kleine, durch Hecken getrennte Parzellen aufgeteilt. Die Häuschen der Landarbeiter („cotter“) waren von kleinen Bauerngärten („cottage gardens“) umgeben, in denen Gemüse und Blumen gepflanzt wurden. Diese Tradition hielt sich bis ins 19. Jahrhundert, als im Zuge der Industriellen Revolution massenweise Arbeitskräfte in die Großstädte abwanderten. Als Reaktion auf die Veränderung der Landschaften durch die Industrialisierung forderte das Arts and Crafts Movement eine Rückbesinnung auf alte Traditionen und beeinflusste so die Gestaltung von Häusern und Gärten. Der Landsitz Great Dixter – gestaltet von dem brillanten Gärtner und Autor Christopher Lloyd (1921–2006) mit tropischem Garten und Rosengarten – gilt als absolutes Musterbeispiel für englische Gartenkunst. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mo 02.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 2 (26 Min.)

      Raphaël Hitier durchstreift heute die Ribeira Sacra: Das spanische Weinanbaugebiet liegt in der nordwestlichen Region Galicien nahe der portugiesischen Grenze. Das „heilige Uferland“, wie Ribeira Sacra übersetzt heißt, verläuft entlang des Flusses Sil, der sich seinen Weg durch einen imposanten Canyon gebahnt hat. Jahrhundertelang haben sich Menschen auf der Suche nach spiritueller Erfüllung in dieser abgeschiedenen Region niedergelassen. Im Mittelalter erhielten die religiösen Glaubensgemeinschaften vom König fruchtbares Ackerland, wodurch sie an wirtschaftlicher Macht gewannen. In der ganzen Region entstanden romanische Kirchen, Kapellen und Klöster, die zu bedeutenden Orten für die Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela wurden. Das Flusstal des Sil hat seinen Zauber bis heute nicht verloren, und nach wie vor wird hier an den steilen Felshängen Wein angebaut. Die entsprechenden Kenntnisse brachten die Römer im ersten Jahrhundert nach Christus in die Region; später wurden sie von den Mönchen an nachfolgende Generationen weitergegeben. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 03.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 3 (26 Min.)

      Heute erkundet Raphaël Hitier das nordfranzösische Kohlerevier in der Region Nord-Pas-de-Calais, sozusagen Frankreichs Ruhrpott. Die Steinkohleförderung im größten Bergbaurevier Europas begann 1720 und hat die dortigen Landschaften über drei Jahrhunderte lang radikal verändert. Bergarbeiter-Siedlungen und Gartenstädte, die heute noch gut erhalten sind, wurden Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in der Nähe von Förderanlagen und Abraumhalden gebaut. Erst im Dezember 1990 wurde der Bergbau in der Region aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Heute stehen viele Gebäude und industrielle Anlagen unter Denkmalschutz. Ein Besuch im Centre historique minier de Lewarde in einer ehemaligen Zeche erhellt die Geschichte der Region und ihres Berufsstandes. Der Besuch der Kirche Notre-Dame des Mineurs bringt weitere interessante Fakten über die Lebenswelt und die Kulturlandschaft der Bergleute ans Licht. Nach und nach machten sich die Bewohner die Landschaft wieder zu eigen, und seit 2012 zählt das Bergbaugebiet Nord-Pas-de-Calais zum Unesco-Welterbe. Im selben Jahr eröffnete auch der Louvre in Lens als Symbol für die kulturelle Wiederbelebung der ehemaligen Bergarbeiterstadt. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 04.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 4 (26 Min.)

      Potsdam unweit von Berlin ist ein hervorragendes Zeugnis der 300-jährigen preußischen Geschichte und Kultur. Mitte des 17. Jahrhunderts ließ Friedrich Wilhelm von Brandenburg in Potsdam seine Sommerresidenz errichten. Sein Urenkel Friedrich II., genannt der Große, war ein großer Bewunderer der französischen Kultur und ließ den Garten von Schloss Sanssouci nach dem Vorbild von Versailles anlegen. Seine Nachfolger verwandelten die Stadt in einen riesigen Garten mit einer Vielzahl weiterer Schlösser, unter denen Glienicke, Charlottenhof und Babelsberg wohl die schönsten sind. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Umgestaltung der Gärten dem berühmten preußischen Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné übertragen, dem Vater der romantischen Gartenkunst in Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Potsdam durch den Mauerbau 1961 von Berlin abgeschottet und das Gartenreich geteilt, um 1989 schließlich wiedervereinigt zu werden. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Do 05.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 5 (26 Min.)

      Geschützt vor Wind und Gezeiten ist die Insel Belle-Île-en-Mer eher ländlich als maritim. Sie ist die größte der bretonischen Inseln. Die strategische Bedeutung der Insel bestimmte ihre Geschichte, und die Landschaften wurden durch die Landwirtschaft geprägt. Die beeindruckende Zitadelle gehörte im 17. Jahrhundert Nicolas Fouquet, dem Finanzminister Ludwigs XIV., der den Architekten Vauban mit ihrem Ausbau beauftragte. Sie wurde zum Schutz des Hafens von Palais erbaut, einer strategisch wichtigen Etappe auf dem Seeweg nach Spanien und Indien. Heute beherbergt die Zitadelle ein Museum, das die Geschichte der Insel nachzeichnet. Im 19. Jahrhundert wurde der Sardinenfang zur wichtigsten Einnahmequelle der Einwohner, vor allem im Hafen von Sauzon. Ab den 50er Jahren verlor die Fischerei zugunsten des Tourismus an Bedeutung. Die malerische, geradezu impressionistische Landschaft der Insel hat zahlreiche Künstler und Maler wie etwa Gauguin oder Monet inspiriert. Im 20. Jahrhundert erwarb Sarah Bernhardt ein Fort auf Belle-Île-en-Mer. Es diente unter Napoleon III. der militärischen Verteidigung der Insel. Die Schauspielerin schwärmte von der Insel, auf der sie 28 Sommer verbrachte, als einem „kostbaren Diamanten, der in allen Blautönen von Himmel und Meer schimmert“. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 06.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 6 (26 Min.)

      Mit seinen zypressengesäumten Wegen, seinen sanften Hügeln und seinen mittelalterlichen Dörfern ist das Orcia-Tal besonders typisch für die Landschaften der Toskana. Das heutige Landschaftsbild trägt noch Spuren, die bis ins 14. Jahrhundert zurückführen. Die Republik Siena folgte den Prinzipien des Buon Governo, der „guten Regierung“; sie spiegelte sich in einer harmonischen Landschafts- und Stadtgestaltung wider. Derr Maler Ambrogio Lorenzetti hat diese Prinzipien in seinem berühmten Fresko im Palazzo Pubblico von Siena verewigt. In der ebenmäßigen Aufteilung der Ackerflächen sollte sich eine bürgerliche Ordnung wiederfinden, die von der Regierung vorgegeben wurde. Raphaël Hitier unternimmt einen Spaziergang auf der berühmten Via Francigena, die Pilger auf ihrem Weg von England nach Rom zur Grabstätte der Apostel Petrus und Paulus nutzten. Als Pilgerweg und als wichtige Handelsroute von Norden prägte sie das Stadtbild. Auf dem Gipfel eines der Hügel im Orcia-Tal erhebt sich das einstige Corsignano, das später in Pienza umbenannt wurde – nach Papst Pius II., der dort zur Welt kam. Mitte des 15. Jahrhunderts ließ er seinen Geburtsort nach humanistischen Prinzipien zur Idealstadt umgestalten, um den Einwohnern zu ermöglichen, im Einklang mit ihrer Umgebung zu leben. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mo 09.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 7 (26 Min.)

      Die Landschaften des Lot-Tals sind durch das Mittelalter geprägt: Während des Hundertjährigen Krieges gegen die Engländer, die das nahe gelegene Aquitanien beherrschten, wurden Festungsanlagen errichtet. Der Pont Valentré in Cahors, der im 14. Jahrhundert errichtet wurde und zum Unesco-Welterbe zählt, ist hierfür ein beeindruckendes Beispiel. Neben dieser Brücke finden sich zahlreiche weitere Zeugnisse der wehrhaften Vergangenheit dieser Region. Es ging in dieser Zeit vor allem darum, die Handelswege für den Transport von Weizen, Mehl, Vieh und Wein zu sichern. Damals besaßen die meisten Einwohner von Cahors noch eigene Weinberge. Ein Teil des Weines wurde auf Schiffen nach Bordeaux gebracht. Mittlerweile werden die Weinberge an den Hängen des Lot-Tals und auf den Kalkstein-Anhöhen wieder bewirtschaftet und die Schifffahrtstradition neu belebt, nachdem sie durch die Eisenbahn im 19. Jahrhundert stark zurückgegangen war. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 10.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 8 (26 Min.)

      In den mediterranen Landschaften der Insel Elba wechseln sich Berge, Wälder und Felsenbuchten ab. Die vor der toskanischen Küste gelegene Vulkaninsel ist weltweit bekannt für ihren Mineralienreichtum. In Rio Marina liegt eine der beeindruckenden Minen der Insel. Schon die Etrusker haben hier Eisenerz abgebaut und zu Eisen verhüttet. Bis in die 1980er Jahre wurde das Eisenerz, vorwiegend Pyrit und Hämatit, kommerziell gefördert. Heute können die Reste des Tagebaus besichtigt werden. Raphaël Hitier durchstreift die Hauptstadt der Insel: Ihr Name Portoferraio bedeutet „Eisenhafen“ und ist zurückzuführen auf den Eisenabbau auf Elba. Auch die Ruinen einer prächtigen römischen Villa in Cavo zeugen von dieser blühenden Vergangenheit. Da die Insel wegen ihres Mineralienreichtums und ihrer strategischen Lage sehr begehrt war, wurde sie im 16. Jahrhundert im Auftrag des toskanischen Herzogs Cosimo I. durch den Militärarchitekten Giovanni Battista Belluzzi befestigt, um die Küste der Toskana und die Insel selbst vor feindlichen Angriffen zu schützen. Im 19. Jahrhundert ließ Napoleon I., der nach Elba ins Exil geschickt worden war, als souveräner Herrscher der Insel die Festungsanlagen ausbauen, ein Krankenhaus errichten und Straßen zwischen den einzelnen Dörfern anlegen. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 11.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 9 (26 Min.)

      Wo sich Europa, Afrika und der Nahe Osten begegnen, liegt Zypern, mit seinen Kirchen und Klöstern eine Hochburg der byzantinischen Kunst. Seit 1974 ist die Insel geteilt: Im Norden liegt die von den Vereinten Nationen nicht anerkannte türkische Republik Nordzypern mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung und im Süden die Republik Zypern, wo vor allem orthodoxe Christen leben. Die byzantinische Kunst hat viele Jahrhunderte überdauert, und bis heute werden orthodoxe Kirchenneubauten in diesem unverwechselbaren Stil errichtet und ausgeschmückt. Selbst die Mosaiken, deren Ausführung im Mittelalter zu kostspielig wurde, treffen wieder den zeitgenössischen Geschmack. Inmitten des Troodos-Gebirges liegt das wohl prächtigste und meistbesichtigte Bauwerk der Insel, dass Kykkos-Kloster, das im 19. Jahrhundert wiederaufgebaut wurde und Mosaiken aus alter und neuer Zeit beherbergt. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Do 12.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 10 (26 Min.)

      Vulkanseen, antike Ruinen und majestätische Paläste zeugen von der langen Geschichte der Castelli Romani. Die Region rund 20 Kilometer von Rom wurde in der römischen Geschichte schon immer von großen Persönlichkeiten als Wohnsitz geschätzt. Schon in der Antike ließen sich finanzkräftige Römer in der Stadt Tusculum nieder, um sich dort dem „otium“, der schöpferischen Muße, hinzugeben. Im Mittelalter flohen die adligen Familien dorthin, um vor den Wirren Schutz zu suchen, die die ewige Stadt erschütterten. Mitte des 16. Jahrhunderts entstanden dort prächtige Villen. Im 17. Jahrhundert wurde Castel Gandolfo zur prächtigen Sommerresidenz des Papstes umgebaut. Seit dem 19. Jahrhundert zieht es zahllose Reisende zu den Castelli Romani, darunter berühmte Persönlichkeiten wie Goethe, Lord Byron und George Sand. Das Weinbaugebiet, aus dem der berühmte Frascati stammt, hat sich kaum verändert und bewahrt die Region bis heute vor der Zersiedlung. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 13.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 11 (26 Min.)

      Zwischen den Flüssen Gard und Lozère liegt die Bergkette der Cevennen mit ihrer einzigartigen Geschichte. In dieser Gegend wurden im 18. Jahrhundert Hunderttausende Maulbeerbäume angepflanzt, um das Futter für die Aufzucht von Seidenraupen zu liefern. Die Zuchtbetriebe, die sogenannten Magnanerien, und die Spinnereien veränderten im 19. Jahrhundert das Gesicht der Region. Auch der Bergbau gehört zur Geschichte der Landschaft: Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde dort Kohle gefördert. Steinkohle aus den Cevennen war von kriegswichtiger Bedeutung und half später beim Wiederaufbau des Landes. Hiervon zeugt auch das Bergbau-Museum Puits Ricard in La Grand-Combe. Ende der 80er Jahre wurde die Kohleförderung eingestellt. Gegenwärtig bemüht man sich um den Erhalt der verfallenen Förderanlagen, die einen wesentlichen Teil der Identität dieses Landstrichs ausmachen. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mo 16.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 12 (26 Min.)

      Etwa hundert Kilometer südlich von Berlin, inmitten von Wiesen und Wäldern, leben die Menschen seit Jahrhunderten an der Spree. Hauptmerkmal ist die natürliche Flusslaufverzweigung der Spree, die durch angelegte Kanäle deutlich erweitert wurde. Die historische Kulturlandschaft in Brandenburg ist seit 1991 als Biosphärenreservat der Unesco geschützt. Die Auen- und Moorlandschaft des Spreewalds wurden im 18. Jahrhundert unter Friedrich II. weitgehend durch Kanäle erschlossen. Schon damals lebten in dieser feuchten und wenig einladenden Gegend die Sorben, Angehörige eines slawischen Volkes. Seine Sprache und Traditionen konnten sich dank der abgeschiedenen Lage des Spreewalds bis heute erhalten. Heute ist das Naturschutzgebiet eine Touristenattraktion. Viele erkunden die Gegend auf den rund insgesamt 500 Kilometer langen, befahrbaren Kanälen bei einer romantischen Kahnfahrt. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 17.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 13 (26 Min.)

      In der Region Camargue stoßen seit Jahrtausenden die Süßwasserfluten der Rhône auf die salzigen Gezeitenströme des Mittelmeers. Durch dieses Naturphänomen kam es zu einer Versalzung des Schwemmlandes, wodurch es für die Landwirtschaft unbrauchbar und so gut wie unbewohnbar wurde. Mit seinen 150.000 Hektar ist das Feuchtgebiet der Camargue nach dem Donaudelta das zweitgrößte Flussdelta Europas. Es erweckt den Eindruck eines naturbelassenen, wilden Lebensraums, doch seit dem 19. Jahrhundert wird der Wasserzufluss im Rhône-Delta durch ein Geflecht von Deichen und Kanälen reguliert. Napoleon III. ließ sie im Zuge einer Modernisierungsmaßnahme Frankreichs errichten, um den Landstrich vor dem Meer zu schützen. Diese menschlichen Eingriffe in die Natur muss man kennen, um die Landschaft und die Identität der Menschen in der Camargue verstehen zu können. Unter anderem mit dem Wissenschaftler Alain Dervieux, der sich genau mit dem Naturschutzgebiet befasst, durchstreift Raphaël Hitier die einzigartige Landschaft. Im Musée de la Camargue erfährt Raphaël Hitier mehr über die Geschichte des Wein- und Reisanbaus in der Region. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 18.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 14 (26 Min.)

      Die Landes de Gascogne im Südwesten Frankreichs sind das größte zusammenhängende Waldstück Westeuropas. Es zieht sich über drei französische Départements und bedeckt eine riesige Fläche von etwa 1,3 Millionen Hektar. Im Westen grenzt der Wald an die Dünen der Atlantikküste. Auch wenn der flache Landstrich auf den ersten Blick sehr eintönig erscheint, birgt er eine überraschende Diversität. Das von Napoleon III. erlassene Gesetz vom 19. Juni 1857 zur Trockenlegung und Urbarmachung der Landes de Gascogne bereitete der Land- und Viehwirtschaft in der Region ein Ende. Dann wurden Pinien angepflanzt, was eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft in diesem Landstrich nach sich zog. Heute wird die intensive Forstwirtschaft von einigen Waldbauern kritisch beäugt; sie fordern eine weniger industrialisierte und dafür umweltschonendere Nutzung der Baumbestände. Raphaël Hitier spaziert mit Jacques Sargos durch den Wald. Der Autor und Kunsthistoriker hat bereits mehrere Bücher über den besonderen Landstrich geschrieben. Im Ecomusée de Marquèze erfährt Raphaël Hitier mehr über die typischen Häuser und die Lebensweise der Menschen in der Region. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Do 19.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 15

      Im Département Vaucluse bieten die Landschaften des Pays d’Apt ein atemberaubendes Farbenschauspiel. Das vor Jahrmillionen entstandene ockerfarbene Bergmassiv erstreckt sich über 25 Kilometer Länge und verdankt seinen Farbpigmenten den Beinamen „provenzalisches Colorado“. Jedes Jahr locken die größten Ockerbrüche Europas und das malerische Dörfchen Roussillon, das zu den schönsten Frankreichs zählt, Tausende von Besuchern an. Roger Fenouil, dessen Großvater das Musée de l’ocre gegründet hat, bringt Raphaël Hitier die Geschichte des Ocker-Abbaus und das Leben in der Region nahe. Die Entwicklung synthetischer Farbpigmente hat mittlerweile zur fast völligen Einstellung des Ocker-Abbaus geführt. Die letzte noch in Betrieb befindliche Ockermine erzeugt 800 Tonnen Ocker jährlich – kein Vergleich zu den 44.000 Tonnen, die noch Anfang des 20. Jahrhunderts dort gefördert wurden. Doch einige Passionierte halten das Wissen und die Techniken rund um die traditionelle Verwendung von Ocker am Leben. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 20.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 16

      Seit dem 15. Jahrhundert ist das Stadtbild von Florenz geprägt von der Handschrift berühmter Bildhauer und Architekten. Vom Vorplatz bis zur Fassade der Kathedrale, von den Kirchen und Kapellen bis hin zu den Statuen auf dem Platz der Galerie der Uffizien: Die Stadt verdankt ihre Schönheit vor allem dem Marmor. Der sehr weiße, manchmal auch grau marmorierte Stein stammt aus dem Gebirgsmassiv, das die italienische Stadt Carrara umgibt, und ziert berühmte Sehenswürdigkeiten auf der ganzen Welt. Auch in anderen italienischen Städten wie Pisa oder Rom kann man ihn überall entdecken. Bildhauer wie Michelangelo und Gian Lorenzo Bernini suchten sich vor Ort den qualitativ hochwertigen Stein für ihre Werke aus. Michelangelos vatikanische Pietà im Petersdom in Rom ist so entstanden. In den Steinbrüchen wird der besondere Marmor bis heute abgebaut. Derzeit werden im sogenannten Michelangelo-Steinbruch 40.000 Tonnen Marmor pro Jahr produziert und von hier aus in die ganze Welt verschifft. Dies hat die Landschaft, aber auch das politische Bewusstsein ihrer Bewohner entscheidend verändert. Mit der aufkommenden Arbeiterbewegung wurde Carrara Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Kristallisationspunkt des proletarischen Kampfes für mehr soziale Gerechtigkeit – basierend auf anarchistischem und sozialistischem Gedankengut. Der Syndikalismus ist fest in der Geschichte der Stadt verankert. Heute genießt der Schutz des Gebirgsmassivs oberste Priorität: Seit 1960 ist der Marmorabbau nur noch unterirdisch erlaubt. Raphaël Hitier geht in der Gegend unter anderem mit dem Geologen Antonio Criscuolo, dem Bildhauer Luciano Massari und dem Geschichtsprofessor Daniele Canali auf geografische und historische Spurensuche. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mo 23.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 17

      Die Entstehung der rot leuchtenden Hügellandschaften von Las Médulas, die sich im Nordosten Spaniens über 2.000 Hektar erstrecken, geht in die Antike zurück: Die Römer schürften dort nach Gold, was bis heute Spuren in der Landschaft hinterlassen hat. Im ersten Jahrhundert vor Christus unterwarf Kaiser Augustus Asturien und entdeckte reichhaltige Goldvorkommen. Vier Jahrhunderte lang rangen die Römer dem massiven Gebirgszug sechseinhalb Tonnen Gold pro Jahr ab und finanzierten so die Ausgaben des Imperiums. Dabei wurden fast hundert Millionen Kubikmeter Gestein aus dem Felsmassiv abgetragen, wodurch künstliche Seen entstanden, die heute noch existieren. Die Römer arbeiteten dabei mit einer speziellen Bergbautechnik, der „ruina montium“. Die Berge wurden dabei quasi auf mehreren Ebenen mit Tunneln und Schächten durchlöchert und am Fuß mit großen Mengen Wasser überschwemmt. Dies soll die Hügel unter dem Druck der zerstörerischen Wassermassen buchstäblich zum Explodieren gebracht haben. Um die benötigten Mengen Wasser aus der Sierra de la Cabrera heranzubringen, wurde ein mehr als 400 Kilometer langes Kanalsystem gebaut. Es wurde eine beeindruckende Infrastruktur errichtet, damit das für die Goldgewinnung erforderliche Wasser zu den Minen geholt werden konnte. Aus dem Edelmetall prägten die Römer ihre Münzen und ließen Schmuck fertigen. Seit 1997 stehen die dadurch entstandenen bizarren Minenlandschaften von Las Médulas auf der Unesco-Welterbeliste. Raphaël Hitier folgt den Windungen ihrer verschlungenen Pfade, erkundet geheimnisvolle Höhlen und unheimliche Gänge. Außerdem sieht er sich an, was die Bewohner der Region aus den zahlreichen Esskastanien herstellen, die mit ihren knorrigen Stämmen das Landschaftsbild prägen. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 24.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 18

      Die Somme-Bucht ist mit mehr als 70 Quadratkilometern die größte Flussmündung im Norden Frankreichs. Wattenmeer, Kiesstrände, Dünen und Salzwiesen bilden die einmalige Landschaft der Somme-Bucht. Der Mensch hat dem Meer hier in der Picardie mit Hilfe von Deichen das Land für Ackerbau und Viehzucht abgerungen. Aufgrund der zusehenden Versandung der Bucht wurde mittlerweile mit einem Rückbau der Polder begonnen, um dem Meer die Landflächen zurückzugeben, die ihm seit dem Mittelalter abgetrotzt worden waren. Durch die Versandung der Bucht ist die Existenz der wenigen Krabbenfischer, die noch hiergeblieben sind, bedroht. Um den Hafen von Hourdel weiterhin betreiben zu können, sind renaturierende Maßnahmen notwendig. Der Geograf Vincent Bawedin erklärt Raphaël Hitier, welche Schritte erforderlich sind, damit der maritime Charakter der Somme-Bucht erhalten werden kann. Auch Jean-Michel Doliger, der geführte Wanderungen durch die Somme-Bucht anbietet, begleitet Raphaël Hitier auf seiner Erkundungstour. Die besondere Vegetation bringt auch viel Essbares hervor: unter anderem die Salicornia, eine Salzwiesenpflanze, die in den guten Restaurants der Gegend zubereitet wird. Ende des 19. Jahrhunderts sorgte die Eisenbahn für eine rasche Entwicklung des Tourismus in der Region, die Schriftsteller und Künstler wie Colette, Anatole France, Henri de Toulouse-Lautrec oder Jules Verne anlockte. Julien Rebillard, der sich um die historische Dampfeisenbahn kümmert, die noch heute eine Touristenattraktion ist, führt Raphaël Hitier in die Geschichte der Region ein. Die Strecke zwischen Saint-Valéry und Crotoy wurde 1911 auf einem Damm errichtet. Zu jener Zeit lief das Wasser des Meeres bei Ebbe und Flut noch von einer Seite der Schienen auf die andere. Heute führt die Strecke durch eine einzigartige Sumpflandschaft mit einer faszinierenden Flora und Fauna, die sich sowohl mit Ebbe und Flut als auch im Laufe der Jahreszeiten immer wieder verändert. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Mi 25.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 19

      Am Südrand der Schweizer Alpen – im Kanton Graubünden – liegt das größte Skigebiet der Schweiz auf etwa 1.800 Meter Höhe: das Engadin. Der außerordentliche Sonnenreichtum der Region lockte schon früh Touristen hierher, zunächst im Sommer für Thermalkuren, später auch im Winter zu den zugefrorenen Seen im Tal. Sie machten St. Moritz zu einem der ersten Wintersportorte der Welt. 1928 und 1948 fanden dort die Olympischen Winterspiele statt. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war das Engadin bei Intellektuellen und Künstlern ein beliebter Ort für die Sommerfrische. Sie haben zum Renommee und zur kulturellen Identität dieser Landschaft beigetragen. Die Kulturwissenschaftlerin Cordula Seger nimmt Raphaël Hitier mit auf einen Streifzug durch die Tourismusgeschichte der Region. 1856 wurde das erste komfortable Kurhaus gebaut, das man schon als Hotel bezeichnen konnte. Am Anfang war alles auf St. Moritz-Bad mit seinem Heilwasser konzentriert, und dann, Schritt für Schritt, hat sich in St. Moritz-Dorf ab den 1880er Jahren der Wintertourismus entwickelt. Das Engadiner Hotel Kulm, das Johannes Badrutt gemeinsam mit seiner Frau Maria Berry Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet hat, empfing die ersten Touristen – sie kamen aus England; später zog St. Moritz als Ferienort Touristen aus aller Welt an. Auf den Spuren des italienischen Malers Giovanni Segantini macht Raphaël Hitier einen Abstecher ins nahe gelegene Maloja. Im Zuge des zunehmenden Tourismus wird 1906 eine neue Zugstrecke gebaut – eine der am höchsten gelegenen Eisenbahnlinien Europas. Der Glaziologe und Musiker Felix Keller führt Raphaël Hitier auf den Morteratsch-Gletscher, den der Klimawandel Jahr für Jahr weiter zurückdrängt. Und nicht zuletzt geht es ins alteingesessene Hotel Waldhaus nach Sils Maria: Zu seinem Klientel zählen unter anderem Hermann Hesse, Albert Einstein, Marc Chagall, Luchino Visconti, Richard Strauss und Friedrich Dürrenmatt. Seit 1908 bewahrt das Hotel sein altes Flair. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Do 26.03.2015 arte
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    • Staffel 4, Folge 20

      Die Grenze zwischen Spanien und Portugal ist eine der ältesten in Europa. Obwohl sich die beiden Länder zwischen dem 12. und 19. Jahrhundert immer wieder bekriegten, ist diese Grenze zu einem wesentlichen Bestandteil der kulturellen Identität der Region geworden, die von Portugiesen und Spaniern nur als „die Linie“ bezeichnet wird. Doch die Grenze hat die Menschen dies- und jenseits ihres Verlaufs eher zusammengeführt als voneinander getrennt: Das wird deutlich am immateriellen Erbe, wie etwa dem Dialekt, der sich in der Grenzregion herausgebildet hat. In der Region Alentejo zeigt sich dies außerdem im Landschaftsbild in einer Reihe von eindrucksvollen Festungsanlagen. So zum Beispiel in der portugiesischen Stadt Elvas nahe der spanischen Grenze, die von einem vier Kilometer langen Wall umgeben ist, um sie vor den territorialen Begehrlichkeiten der Spanier zu schützen. Im 17. Jahrhundert wurde hier eine neue ausgeklügelte Verteidigungsanlage errichtet, die sich an den Entwürfen des französischen Architekten Vauban orientierte. Die Befestigungsanlage zählt heute zum Weltkulturerbe der Unesco. José Ribeiro vom Militär-Museum der Stadt erklärt Raphaël Hitier die Bauweise des Forte da Graça, das sich über 14 Hektar erstreckt. Es ist eines der prägnantesten Beispiele für portugiesische Militär-Architektur des 18. Jahrhunderts. Ab 1834 wurde die Bastion unter der Diktatur von Salazar als Militärgefängnis genutzt. Ein weiteres bedeutendes Baudenkmal der Stadt ist das Aquädukt von Elvas. Im Umkreis der Stadt geht Raphaël Hitier dem Geheimnis von neolithischen Menhiren auf den Grund. In der Stadt Olivenza, die heute in Spanien liegt, aber fünf Jahrhunderte lang zu Portugal gehörte, lässt sich Raphaël Hitier von dem ehemaligen Journalisten Luis Limpo erklären, inwieweit die Geschichte von der geostrategischen Lage der Stadt beeinflusst wurde. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 27.03.2015 arte
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