2026
Nach ARD-Angaben werden die Ausgaben der Sendung intern nicht nummeriert, so dass keine laufenden Gesamtnummern bekannt sind und wir deshalb nur innerhalb eines Jahres zählen können. Leider scheint somit auch nicht feststellbar, wie viele Ausgaben es vor 2018 bereits gab.
Sendung vom 11.01.2026
Folge 1 (30 Min.)Die neue Unordnung der Welt: „ttt“ über die Zukunft Europas Die alte Weltordnung gilt nicht mehr – und ihre rechtstaatlichen Ordnungsprinzipien auch nicht, vielmehr greift mehr und mehr das Recht des Stärkeren. Das zeigt sich (spätestens) seit dem Angriff der USA auf Venezuela, den wiederholten Drohungen gegen Grönland. Tatsächlich sind die USA nicht mehr der gute Freund, der verlässliche Bündnispartner Europas, sondern betrachten Europa schon als Rivalen, wenn nicht gar als Feind. Was heißt das jetzt für uns, für Europa? Und wie ist dem zu begegnen? Mit strategischen Antworten, sagt die Politologin und Expertin für transatlantische Beziehungen Cathryn Clüver Ashbrook im „ttt“-Interview, während der Politikwissenschaftler Herfried Münkler mehr Tempo und weniger Zuwarten fordert.„ttt“ spricht außerdem mit dem bekennenden Europäer und Fotografen Wolfgang Tillmans. Er hat sich gegen den Brexit und im letzten europäischen Wahlkampf engagiert. Die unbekannte Seite von Astrid Lindgren im Kino: ein Dokumentarfilm über ihre Kriegstagebücher: „Schade, dass niemand Adolf Hitler erschießt“, das ist ein Satz der berühmtesten Kinderbuchautorin der Welt. Ein Satz, den wohl niemand von Astrid Lindgren erwartet hätte, der Schöpferin von „Pippi Langstrumpf“. In ihren zwischen 1939 und 1945 entstandenen Kriegstagebüchern schildert Lindgren den Zweiten Weltkrieg aus der Perspektive einer Mutter und Humanistin: die Schrecken von Diktatur und Judenverfolgung, aber auch ihre Hoffnung auf Mitmenschlichkeit. Regisseur Wilfried Hauke hat jetzt einen Dokumentarfilm über Lindgrens Kriegstagebücher gedreht: „Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren“. Erstmals sprechen die Tochter, die Enkelin und der Urenkel gemeinsam in einem Film über die legendäre Schriftstellerin, zentrale Stellen der Kriegstagebücher hat Hauke mit einer Schauspielerin nachinszeniert. Die aufwendige und sehr sehenswerte Dokumentation ist eine Koproduktion mit NDR/Arte und kommt am 22. Januar ins Kino. Halb Sport, halb Kunst: der Schneekünstler Simon Beck: War Kunst nicht traditionell mal was für die Ewigkeit? Um der Vergänglichkeit zu trotzen? Er macht Kunstwerke, die verschwinden: Simon Beck, britischer Schneekünstler. Wer in den französischen Alpen unterwegs ist, kann auf seine kurzlebigen Werke treffen. Geometrische Muster und Mandalas, manche so groß wie drei Fußballfelder. Stundenlang stapft der 67-Jährige dafür mit Schneeschuhen, Kompass und Maßband durch die Berge. Nicht nur das Wetter, auch Skifahrer und Pistenraupen sind seine Gegner. Wenn er mit seiner Drohne ein Foto gemacht hat, kann das Tauwetter kommen. Dann ist Simon Becks Schneekunst doch für die Ewigkeit festgehalten. „Die Stimme von Hind Rajab“: berührender Film über getötetes Mädchen in Gaza: Der Kinofilm „Die Stimme von Hind Rajab“ erzählt eine wahre Geschichte. Am 29. Januar 2024 beschießen israelische Soldaten ein Auto in Gaza-Stadt, alle Insassen sterben, nur ein sechsjähriges Mädchen, Hind Rajab, lebt noch und versucht per Notruf, Hilfe zu bekommen. Über Stunden zieht sich der Rettungsversuch, bis die Helfer vom Palästinensischen Roten Halbmond endlich die Genehmigung bekommen, mit einem Einsatzwagen zu dem Mädchen zu fahren. Während der ganzen Zeit halten die Helfer telefonischen Kontakt. Der Film „Die Stimme von Hind Rajab“ verwebt Originalmitschnitte der Anrufe mit nachgestellten Spielszenen. Mit den Mitteln des Kinos appelliert die tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania an die Menschlichkeit. Vielleicht braucht es die Stimme eines Mädchens im Angesicht des Todes, um zu erfassen, was ein ganzes Volk erleidet (Filmstart: 22. Januar 2026). (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere So. 11.01.2026 Das Erste Sendung vom 18.01.2026
Folge 2 (30 Min.)„ttt – titel thesen temperamente“ am 18. Januar 2026 Irans Proteste kehren zurück – trotz Internetsperre und Repressionen Seit Tagen gehen im Iran Menschen auf die Straße, um gegen die Regierung zu protestieren. Auslöser für die Demonstrationen waren die drastische Verschlechterung der Lebenssituation durch die anhaltende Wirtschaftskrise. Die Proteste weiteten sich schnell zu einer breiten Bewegung aus, die das Ende der Islamischen Republik fordern. Mittlerweile hat die Regierung eine Internetsperre über das Land verhängt, so dass Informationen über das brutale Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Demonstrierenden schwer zu erlangen sind. Welche Chance haben die Proteste diesmal, die die größten im Iran nach dem gewaltsamen Tod der 22-jährigen Jina Mahsa Amini 2022 sind, die damals wegen eines Verstoßes gegen die Kleiderordnung in Haft umkam? „ttt“ spricht mit der Journalistin und Autorin Natalie Amiri und der deutsch-iranischen Publizistin Daniela Sepehri. Autorin: Theresa BreuerEndlich wieder in Freiheit – Boualem Sansal und der Preis der freien Rede Fast ein Jahr saß Boualem Sansal in einem algerischen Gefängnis – die schlimmste Zeit seines Lebens. Im November 2024 war der algerisch-französische Schriftsteller, Regimekritiker und Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels bei der Einreise in Algier verhaftet worden. Man warf ihm Terrorismus, Spionage und Gefährdung der staatlichen Einheit vor. Auslöser waren seine Äußerungen zum Status der Westsahara: Laut algerischer Staatsdoktrin gehört die ehemalige spanische Kolonie zu Algerien, Sansal behauptete, sie gehöre zu Marokko – ähnlich wie zuvor Frankreichs Präsident Macron. Sansal wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, eine unverhältnismäßig schwere Strafe für den damals 75-jährigen, krebskranken Mann. Internationale Proteste und diplomatisches Engagement führten schließlich zu seiner Begnadigung durch Präsident Tebboune. Sansal kehrte nach Paris zurück, ist gesund, streitbar wie immer und wünscht sich weiterhin einen neuen Prozess, statt bloß begnadigt zu werden. Autorin: Hilka Sinning Science-Fiction als Seelenerkundung: Woods of Birnam vertonen „Solaris“ „Solaris“ heißt das neuste Projekt der Dresdner Band „Woods of Birnam“ um den Schauspieler und Sänger Christian Friedel. Ein Konzeptalbum, welches die dramatische Weltraum-Expedition zum mysteriösen Planeten Solaris zu Thema hat. Solaris ist von einem intelligenten Ozean bedeckt, der in der Lage ist, menschliche Erinnerungen zu materialisieren. Anstatt Kontakt mit den Forschern aufzunehmen, spiegelt Solaris immer nur das Wesen des Menschen selbst. Dem Album liegt der berühmte Science-Fiction-Roman des polnischen Autoren Stanislaw Lem von 1961 zu Grunde. Die Geschichte um Solaris wurde mehrmals verfilmt, unter anderem von Andrei Tarkowski. Der Schauspieler Christian Friedel, sehr erfolgreich geworden mit den Filmen „Das weiße Band“, „Elser“, „The Zone of Interest“, hat aus Lems Vorlage ein Theaterstück inszeniert und mit seiner Band Songs beigesteuert. Mit diesen Solaris-Songs ist er nun auf Tour. „ttt“ hat ihn in Leipzig getroffen. Autor: Jens-Uwe Korsowsky Erfundene Vergangenheit: KI-Bilder und ihre Folgen für die Erinnerung an den Nationalsozialismus Ein abgemagerter KZ-Häftling hinter Stacheldraht. Ein Kind, dramatisch von der Mutter getrennt: KI-Bilder, die sich als „Holocaust-Fotos“ ausgeben, fluten soziale Netzwerke. Gedenkstätten und Archive registrieren seit Monaten eine Zunahme und fordern in einem offenen Brief, Plattformen sollten konsequent gegen diese Verfälschungen vorgehen. „Fake History“, nennt es Pawel Sawicki vom Auschwitz Memorial: nachdem das Foto der ermordeten Niederländerin Helena Waterman de Jong entwendet, und als KI-Version verfremdet und verbreitet wurde, versucht Sawicki auf die Problematik aufmerksam zu machen. Die Mechanik dahinter ist makaber: Maximale Emotionalisierung bringt Likes, Reichweite und, über Monetarisierungs-Programme, Geld. Content-Farmen produzieren den Stoff. Weil es aus Konzentrationslagern nur wenige echte Bilder gibt, wirkt der KI-Überfluss umso mächtiger: Geschichte wird verzerrt, Würde verletzt – und Zweifel werden einfacher. „ttt“ hat den Neffen von Helena Waterman de Jong in Amsterdam getroffen. Autorin: Brigitte Kleine (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere So. 18.01.2026 Das Erste Sendung vom 25.01.2026
Folge 3 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere So. 25.01.2026 Das Erste Sendung vom 01.02.2026
Folge 4 (30 Min.)Heimatsuche im Buch „Nation of Strangers“ von Ece Temelkuran: Schreibend trotzt Ece Temelkuran im Exil der Orientierungslosigkeit und sucht nach Geborgenheit in einer ruhelosen Zeit. Nach dem Putsch 2016 verlässt die Schriftstellerin und Journalistin Ece Temelkuran die Türkei, um ihrer Verhaftung zu entgehen. Sie wird Teil einer „Nation von Fremden“, fühlt sich allein, orientierungslos und hofft, eine neue Heimat zu finden. In ihrem Buch „Nation of Strangers“ schreibt sie über ihre Geschichte, sucht die Nähe von anderen Heimatlosen und stellt fest, dass sich auch fremd fühlen kann, wer im eigenen Land lebt.Zwischen Jerusalem und Berlin – der Fotograf Benyamin Reich: Benyamin Reich fotografiert jüdische Traditionen und den Ausbruch daraus – in seiner alten Heimat Jerusalem und seiner neuen Berlin. Wie eine Suche nach seiner eigenen Identität muten die Schwarz-Weiß-Fotos an, mit denen Benyamin Reif das jüdische Leben in Jerusalem abbildet wie auch ästhetische Männerkörper in Berlin. Der Sohn eines angesehenen Rabbiners brach aus seinem jüdisch-orthodoxen Leben aus um in Paris Kunst zu studieren; inzwischen lebt er in Deutschland und schafft mit dem Fotoband „Jerusalem Berlin“ ein komplexes Portrait seiner Welt zwischen Religion und Säkularität. Angekommen bei sich selbst: Debütalbum von Tyler Ballgame: Lange glaubte Tyler Ballgame nicht an sich – mit 34 Jahren veröffentlicht er jetzt sein Debütalbum „For the First Time, Again“. Noch vor fünf Jahren lebte Tyler Ballgame im Keller seiner Mutter in Neuengland. Ohne jegliche Ahnung bewarb er sich als Immobilienmakler in Kalifornien. Bekam den Job – und fand Leute, die ihn in seiner Leidenschaft für die Musik bestärkten. In seinem Debütalbum „For the First Time, Again“ singt Tyler Ballgame Songs, die Kraft und Hoffnung für schwierige Zeiten schenken. Der Dokumentarfilm „Spione unter uns“ über DDR-Unrecht: Stasi-Opfer Peter Keup forscht zu seinen Familiengeheimnissen und trifft auf ehemalige Geheimdienst-Funktionäre. Peter Keup war Turniertänzer in der DDR, wollte raus, wurde verhaftet, dann freigekauft. Nachdem er erfuhr, dass sein Bruder ihn für die Stasi bespitzelte, studierte er Geschichte und forscht heute zum DDR-Unrecht. Der Dokumentarfilm „Spione unter uns“ von Jamie Coughlin Silverman und Gabriel Silverman gibt Peter Keup die Gelegenheit, mit drei hochrangigen ehemaligen Stasi-Funktionären zu sprechen. Bárbara Wagner und Benjamin de Burca in Frankfurt: Die erste große Einzelausstellung der brasilianischen Videokünstler in Deutschland erforscht die Kraft gelebter Musikkultur. Skatehallen, Proberäume und Hardcore-Punk-Konzerte rund um Frankfurt sind die Schauplätze der jüngsten Videoinstallation von Bárbara Wagner und Benjamin de Burca: „Future of Yesterday“ entstand eigens für die Ausstellung „The Tunnels We Dig“ in der Schirn Kunsthalle. Seit über einem Jahrzehnt realisiert das in Brasilien lebende Künstler*innenduo Videoarbeiten im Dialog mit anderen Künstler*innen und Kollektiven. In der ersten großen Einzelausstellung der brasilianischen Videokünstler in Deutschland sind insgesamt drei Videoinstallationen über kulturelle Strömungen in Deutschland, Kanada und Brasilien zu sehen. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere So. 01.02.2026 Das Erste Sendung vom 08.02.2026
Folge 5 (30 Min.)MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK Siham El-Maimouni – ttt – titel, thesen, temperamente – Moderatorin Siham El-MaimouniBild: MDR/Hagen WolfKommt jetzt das Ende von Social Media? Weniger Posts, sinkende Interaktion, wachsende Unzufriedenheit – vieles deutet darauf hin, dass soziale Medien an Bedeutung verlieren. Seit rund zwei Jahren steigt die Nutzungsdauer nur noch bei Älteren und stagniert in den meisten Altersgruppen. Ausgerechnet 16- bis 24-Jährige wenden sich ab. Statt Austausch dominieren KI-generierte Inhalte und Werbung. Immer mehr Staaten fordern Regulierungen: nach Australien könnte Frankreich bald das zweite Land sein, in dem es eine Altersbeschränkung für Social Media gilt.Haben Soziale Medien ihren Höhepunkt überschritten? Und: Wäre ein Ende der Plattformen eher ein Verlust oder eine Entlastung für gesellschaftliche Diskurse? Darüber sprechen wir mit dem New Yorker Sozialpsychologen und Autor Jonathan Haidt („Generation Angst“), der maßgeblich die Politik der Regulierung von Social Media für Jugendliche angestoßen hat, dem Soziologen Armin Nassehi und dem jungen Youtuber Robin Fübbeker, dessen Video über seine Löschung von Instagram knapp 1 Million Aufrufe hat. „Rise of the Sunken Sun“: Grönland durch die Augen des Fotografen Inuuteq Storch: Grönland, das ist für manche gerade: ein Aquisitionsobjekt. Möglichkeit der Militarisierung. Für Inuuteq Storch ist es: Heimat. Er lebt in Sisimiut, eine Stadt mit 5.000 Einwohnern nördlich des Polarkreises. Und fotografiert: Momente der Intimität, des Alltags und der Veränderung. Eine Gemeinschaft zwischen Inuit-Traditionen und dänischen Kolonialeinflüssen. Storch war der erste grönländische Künstler, der im dänischen Pavillon der Biennale von Venedig ausstellte (2024). Aktuell sind seine Arbeiten in Einzelausstellungen im MoMA PS1 und in Göteborg zu sehen. Dort haben wir ihn getroffen. Bad Bunny inmitten des Super Bowl: zur Politik des Pop: Er hat gerade Geschichte geschrieben: Benito Martínez Ocasio aus Puerto Rico ist der erste Lateinamerikaner, der mit dem Grammy für das beste Album des Jahres ausgezeichnet wurde. Bereits vier Jahre lang war er der meistgestreamte Künstler der Welt – und das, obwohl er ausschließlich auf Spanisch singt. Bei seiner Welt-Tournee hat er die USA bewusst ausgelassen: aus Sorge, dass ICE-Beamte Menschen nach seinen Konzerten aufgreifen. An diesem Sonntag bekommt er – der über lateinamerikanischen Stolz und Selbstbestimmung singt – die größtmögliche Bühne Amerikas: die Halftimeshow des Super Bowl. Kann sein Auftritt das politische Klima in den USA verändern? „Das Flüstern der Wälder“: Der französische Naturfilmer Vincent Munier: Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die Wälder der Vogesen mitbringen muss. Immer wieder zieht es ihn tief hinein in die Stille des Waldes, zu einer Tanne, die zu seinem Versteck geworden ist. Mehr als 800 Nächte hat er dort verbracht – auf der Suche nach Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn. Der französische Naturfilmer Vincent Munier („Der Schneeleopard“) hat seinen Vater dabei begleitet. Sein Film ist eine Meditation geworden – und: eine Liebeserklärung an die Symbiose von Mensch und Natur. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere So. 08.02.2026 Das Erste Sendung vom 15.02.2026
Folge 6 (30 Min.)Die geplanten Themen zur Berlinale: Siri Hustvedt: „Dance Around The Self“ Sie ist eine der wichtigsten Stimmen der amerikanischen Literatur: Siri Hustvedt. Im Dokumentarfilm „Dance Around The Self“ portraitiert Sabine Lidl ihren Aufstieg zur feministischen Ikone auf höchst persönliche Weise. Beeindruckend sind die Einblicke, die der Film in die Schriftstellerehe zwischen Hustvedt und ihrem verstorbenen Mann Paul Auster gewährt, der im Film einige seiner letzten längeren Interviews gibt. „ttt“ hat die Filmemacherin sowie die Autorin Siri Hustvedt in Berlin getroffen.„The Moment“ – Charli xcx Charli xcx ist einer der größten, innovativsten Popstars der Gegenwart, Stimme der Gen Z. Mit ihrem Album „Brat“ löste sie 2024 eine Art popkultureller Bewegung aus: „brat“, zu deutsch „Göre“, als Ausdruck eines Lebensgefühls, das sich dem Optimierungsdruck im TikTok-Zeitalter entzieht – ein neuer It-Girl-Feminismus, cool, chaotisch selbstbewusst. Von diesem Moment, der Charli xcx zum globalen Phänomen machte, handelt „The Moment“: Nicht Doku-, sondern „Mockumentary“, in der Charli xcx sich selbst spielt. Halb Satire, halb Blick in den Abgrund – ein Film über das Glück (und den Horror), wenn alle Träume wahr werden. Der Film „Roya“ von Mahnaz Mohammadi Eine Zelle aus Beton, das Neonlicht flackert, durch einen Luftschacht sind Schreie, Befehle, manchmal das Wispern von anderen Gefangenen zu hören. Es ist die Perspektive der inhaftierten Roya, die die iranische Regisseurin Mahnaz Mohammadi in ihrem Film einnimmt, um von ihrem eigenen Leben, ihren Erfahrungen, der Einzelhaft im berüchtigten Gefängnis Evin zu erzählen. „ttt“ trifft Mahnaz Mohammadi, die Unidozentin, Frauenrechtsaktivistin und Dokumentarfilmerin in ihrer Wohnung in Berlin. Wo sie wohnt, wie sie diesen Film im Geheimen in Iran gedreht hat, darüber kann sie nicht sprechen, denn sie ist immer im Visier iranischer Agenten. Mit ihrem dokumentarischen Spielfilm gelingt ihr ein beklemmender Einblick in das Leben unter dem iranischen Regime. „Roya“: Das ist auch die Geschichte einer Frau, die sich vom Terror nicht brechen lässt. „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ – Wer hat Lust, die Zukunft zu retten? Ein Diner in Los Angeles, Familien mampfen Fastfood vor sich hin, als plötzlich die Tür aufgetreten wird und ein Mann den Laden betritt, den alle für einen irren Penner halten. Ein Cyberpunk mit allen möglichen Dingen am Gürtel, die nach Sprengstoff aussehen. Die Gäste gehen in Deckung, aber der Eindringling erklärt, dass er in bester Absicht komme: Er sei aus der Zukunft hierhergereist, so erklärt er, und die sehe gruslig aus – eine Künstliche Intelligenz will die Menschheit versklaven und das gelte es jetzt zu verhindern. Wer will mitmachen? Auftakt einer irren Jagd gegen die Zeit – einmal die Welt retten, bitte! Regisseur dieser dystopischen Horrorkomödie ist Gore Verbinski. Ein Meister des Spagats zwischen Unterhaltung und Kunst: Mit der Blockbuster-Reihe „Fluch der Karibik“ hat er Hollywood einen der größten Erfolge der letzten 20 Jahre beschert. Nun geht es in eine Welt, in der Menschen sich lieber im Internet als in der Wirklichkeit aufhalten – ist das noch SciFi-Vision oder nicht längst schon Gegenwartsdrama? „ttt“ spricht mit Regisseur Gore Verbinski und Oscarpreisträger Sam Rockwell, der die Hauptrolle des irren Cyberpunks spielt. Deutsche Wettbewerbsfilme: „Gelbe Briefe“ & „Rose“ In dem Wettbewerbsbeitrag „Gelbe Briefe“ erzählt Regisseur Ilker Çatak („Das Lehrerzimmer“) von einem Künstler-Ehepaar in Ankara, das durch die Willkür eines autoritären politischen Systems unter Druck gerät und sich zwischen seinen Idealen und Anpassung entscheiden muss. In der deutsch-österreichischen Koproduktion „Rose“ spielt Sandra Hüller einen mysteriösen Soldaten im 17. Jahrhundert, der nach dem Krieg in einem abgelegenen protestantischen Dorf einen Neuanfang sucht. Doch dieser Soldat ist eine als Mann verkleidete Frau, Rose. (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere So. 15.02.2026 Das Erste Sendung vom 01.03.2026
Folge 7 (30 Min.)Das System Epstein: Während die Welt auf die Täter schaut, geraten die Überlebenden aus dem Blick. Ein gigantisches Fotobuch entsteht: Sieben Bände zum Werk der preisgekrönten Fotojournalistin Anja NiedringhausDer Krimi „Splittelse – Spaltung“: Die Grönländerin Nauja Lynge hat über eine fiktive amerikanische Mission zur Eroberung Grönlands geschrieben, bevor die Welt von Trumps Plänen erfuhr. „Fröhlich sein!“: Thomas Bayrle, der große Pop-Artist in der Frankfurter Schirn (Text: ARD) Deutsche TV-Premiere So. 01.03.2026 Das Erste Sendung vom 15.03.2026
Folge 8 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere So. 15.03.2026 Das Erste Sendung vom 22.03.2026
Folge 9 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere So. 22.03.2026 Das Erste Sendung vom 29.03.2026
Folge 10 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere So. 29.03.2026 Das Erste Sendung vom 12.04.2026
Folge 11 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere So. 12.04.2026 Das Erste Sendung vom 19.04.2026
Folge 12 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere So. 19.04.2026 Das Erste
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