2026, Folge 15–27
Mütter am Limit – Wer sorgt für die Sorgenden?
Folge 15 (30 Min.)
Thomas Gleissner ist ein frisch geweihter Priester. Die erste Messe, die ein frisch geweihter Priester hält, findet in der Regel in der Heimatgemeinde statt. In den bayerischen Dörfern ist das ein Großereignis.Bild: BR/Andreas ChorobaDeutsche TV-Premiere Mi. 06.05.2026 BR Warum noch katholisch?
Folge 16 (30 Min.)Wenn sich Tausende Menschen zum Deutschen Katholikentag in Würzburg versammeln, geht es nicht nur um ihren Glauben, sondern um die gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit: Wofür stehen wir ein? Wie wollen wir zusammenleben? Welche Rolle spielt die katholische Kirche heute noch? In „STATIONEN“ werden Menschen vorgestellt, die bei aller Kritik und Zweifeln an ihrer Kirche noch dabeibleiben: Eine Familie, die während des Katholikentags Gäste beherbergt, junge Erwachsene, die sich bewusst taufen lassen; eine junge Frau, die Theologie studiert, obwohl die Kirche Frauen nach wie vor Weiheämter versagt; und Menschen, die das Motto des Katholikentags „Hab Mut, steh auf“ wörtlich nehmen und sich als Christinnen und Christen politisch engagieren. Moderatorin Irene Esmann geht der Frage nach, warum der Katholikentag Menschen anzieht, und sucht Antworten auf die Frage „Warum noch katholisch?“ (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 13.05.2026 BR SOS Pflege: Familien in Existenzangst
Folge 17 (30 Min.)Über 100 Pflegeheime in ganz Deutschland hat Kati Weigand für ihre autistische Tochter kontaktiert. Keine Einrichtung wollte sie aufnehmen, weil Francesca in Stresssituationen Scheiben zerschlägt oder Geschirr zertrümmert. Nun leben die beiden in der Autisten-WG in Oberreichenbach in der Nähe von Nürnberg. Seit 2024 existiert die Einrichtung und rettet Familien, die auseinanderzufallen drohten, weil sie keine geeignete Hilfe für die Pflege ihrer Kinder gefunden haben. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 20.05.2026 BR Papst Leo XIV. – Weltgewissen in Krisenzeiten oder konservativer Kirchen-CEO?
Folge 18 (30 Min.)Für die einen ist Papst Leo XIV. das dringend benötigte Weltgewissen in Zeiten von Krieg und Krisen, für die anderen der Verwalter eines starren Systems namens katholische Kirche. Ein Jahr nach seiner Wahl zieht dieser Film eine erste Bilanz. Ob Ukrainekrieg oder Nahost: Leo XIV. bietet Verhandlungen an, mahnt unermüdlich zum Frieden und versucht hinter den Kulissen zu vermitteln. Beim Klimaschutz setzt er den Kurs seines Vorgängers fort, vor Künstlicher Intelligenz warnt er mit Blick auf die Folgen für die Arbeitswelt und soziale Gerechtigkeit. Exorbitanten Reichtum kritisiert er scharf – und legt sich damit mit Superreichen wie Elon Musk an.In den USA gerät er wegen seiner Haltung zu Migration und Flüchtlingen mit der MAGA-Bewegung um Donald Trump aneinander. So entdecken auch Menschen, die mit der Kirche wenig anfangen können, im Papst eine moralische Instanz. Gleichzeitig bleibt der Reformstau sichtbar: Die Weihe von Frauen steht derzeit nicht auf der Agenda von Leo XIV., Segensfeiern für homosexuelle Paare sieht er nicht – aus Sorge vor weiterer Polarisierung. Sind also seine Predigten und Wortmeldungen bloß wohlfeile Sonntagsreden bei gleichzeitiger konservativer Restauration? Oder ein bewusst gebremstes Reformtempo, um außenpolitisch mehr Gewicht zu haben? Parallel dazu entdecken libertäre und rechtsextreme Kräfte die katholische Kirche neu – gerade in ihrer traditionalistischen Form. Akteure wie JD Vance, Peter Thiel oder Steve Bannon beziehen sich auf sie und schießen zugleich gegen den Papst. Warum wirkt diese Kirche anziehend auf die neue Rechte – und weshalb wird Leo XIV. zur Reizfigur? Komikerin Carolin Kebekus spricht über ihren Kirchenaustritt und warum sie sich dennoch als gläubig versteht. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx, der als Papst-Macher gilt, gibt Einblicke in den „Maschinenraum“ der Kirche und in die Wahl Leos XIV. Klimaaktivistin Luisa Neubauer bewertet die Rolle der Päpste beim Klimaschutz. Der Bundestagsvizepräsident der Linken und frühere Ministerpräsident von Thüringen Bodo Ramelow, der selbst evangelisch ist, und der katholische CSU-Europapolitiker Manfred Weber berichten von ihren Begegnungen mit Leo XIV. und seinen Vorgängern sowie vom Einfluss von Religion auf die Politik. Kirchenhistoriker Massimo Faggioli, der bis vor kurzem an jener Universität lehrte, an der Leo studierte, analysiert die gespaltene US-Kirche, den Aufstieg radikaler Kräfte und die Rolle der großen Tech-Giganten in diesem Gefüge. (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 27.05.2026 BR Hab Mut, steh auf – Wie politisch darf Kirche sein?
Folge 19 (30 Min.)Die Kirche steht mitten in gesellschaftlichen Spannungsfeldern: Demokratie in der Krise, Migration als Dauerstreit und die Frage nach gerechtem Frieden angesichts der zahlreichen Kriege und Konflikte. Viele Christinnen und Christen engagieren sich politisch – oft mutig, manchmal umstritten. Zum Katholikentag 2026 in Würzburg widmet sich „STATIONEN“ der hochaktuellen Frage: Wie politisch darf – und muss – Kirche heute sein? Die Dokumentation fragt mit dem Motto des Katholikentags „Hab Mut, steh auf!“, welche Rolle die katholische Kirche in politischen Debatten spielt: Wo ist Haltung gefragt, und wo beginnt unzulässige Parteinahme? Anhand von drei exemplarischen Schauplätzen begleitet ein TV-Team Menschen, die ihren Glauben aktiv in gesellschaftliches Engagement übersetzen – und dafür nicht selten Widerspruch erfahren.Eine Pfarrgemeinde in Sachsen-Anhalt positioniert sich klar gegen Rechtspopulismus und gerät damit auch intern unter Druck. Kirchliche Initiativen in der Flüchtlingshilfe stehen zwischen gelebter Nächstenliebe und politischer Kritik. Gleichzeitig ringen Gläubige angesichts globaler Konflikte um eine neue Friedensethik zwischen Pazifismus und realpolitischer Verantwortung. Die Dokumentation eröffnet persönliche Einblicke in Zweifel, Mut und Überzeugungen von Menschen, die sich engagieren, und stellt die drängende Frage: Wie politisch muss Kirche sein, um ihrem eigenen Auftrag gerecht zu werden? (Text: BR) Deutsche TV-Premiere Mi. 03.06.2026 BR Unter die Haut – Zwischen Statement, Schutz und Scham
Folge 20 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 10.06.2026 BR Gott oder Götze – Fußball als Religionsersatz?
Folge 21 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 17.06.2026 BR Wie geht Demokratie?
Folge 22 (30 Min.)In dieser Reportage wird nachgefragt, was es für eine starke, widerstandsfähige Demokratie braucht, dabei werden Beispiele vorgestellt: Grundschulkinder, die mit Musik spielerisch demokratische Grundlagen einüben; Menschen, die sich aus ihrem Glauben heraus aktiv für den Erhalt der Demokratie engagieren. Der Philosoph Julian Nida-Rümelin erklärt, was unsere Demokratie zukunftsfähig macht – und was jeder dazu beitragen kann. (Text: BR)Deutsche TV-Premiere Mi. 24.06.2026 BR KI, Krieg, Zusammenhalt – Was Papst Leo XIV. Bayern zu sagen hat
Folge 23 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 01.07.2026 BR Erinnern, aber wie? Zwischen Gedenkstätte, Grabstein und digitalem Gedächtnis
Folge 24 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 08.07.2026 BR Wie kann ich Gutes tun?
Folge 25 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 15.07.2026 BR Schöne Ferien – trotz knapper Kasse und Klimawandel
Folge 26 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Mi. 22.07.2026 BR Holy Mary – Wer glaubt an Marienerscheinungen?
Folge 27 (30 Min.)Marienerscheinungen sind für die einen ein Hoffnungszeichen, für die anderen Aberglaube und religiöses Marketing. Die Dokumentation „Holy Mary – Wer glaubt an Marienerscheinungen?“ begleitet den gläubigen Familienvater Dominic und seine beiden Töchter auf einen Roadtrip mit dem Campingbus: 1.300 Kilometer von Rheinland-Pfalz nach Lourdes in Frankreich, einem der bekanntesten Marienwallfahrtsorte der Welt. Dominic glaubt an die Erscheinungen der Gottesmutter in Lourdes. Seine Töchter stehen irgendwo dazwischen: Sie sind offen für das, was sie an dem Marienerscheinungsort erleben werden, aber manchmal auch peinlich berührt, wenn ihr Papa zu emotional wird.Die Sommerurlaube verbringt die Familie gern im Trainingslager von Schalke 04. Die Liebe zum Verein und die Liebe zur Gottesmutter, sie sind nicht gleichzusetzen, sagt Dominic, aber beides könne einem Leben Sinn geben. Dominic will seinen Töchtern zeigen, warum Lourdes ihn seit seiner Kindheit nicht loslässt. Während Lourdes schon fast im religiösen Mainstream angekommen ist, war der zweite Spielort der Dokumentation lange umstritten: Medjugorje in Bosnien-Herzegowina. Hier soll Maria den Seherinnen und Sehern jeden Tag erscheinen. In Social Media-Beiträgen werden Erfahrungsberichte von jungen Pilgerinnen und Pilgern geteilt, und zum Jugendfestival kommen rund 70.000 Menschen aus der ganzen Welt. Die Dokumentation begleitet die Studentin Lea zu diesem Event. Anhand historischer Aufnahmen der verschiedenen Wallfahrtsorte ordnet Religionswissenschaftlerin Nicole Bauer die Geschehnisse ein. Sie erklärt, wie die katholische Kirche versucht, die Echtheit der Erscheinungen zu prüfen. Wie kann sie auf die Gläubigen zugehen, ohne sich mit einem vermeintlich naiven Wunderglauben angreifbar zu machen? (Text: ARD alpha) Deutsche TV-Premiere Mi. 29.07.2026 BR
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