2026, Folge 18⁠–⁠33

  • Folge 18 (30 Min.)
    Für die einen ist Papst Leo XIV. das dringend benötigte Weltgewissen in Zeiten von Krieg und Krisen, für die anderen der Verwalter eines starren Systems namens katholische Kirche. Ein Jahr nach seiner Wahl zieht dieser Film eine erste Bilanz. Ob Ukrainekrieg oder Nahost: Leo XIV. bietet Verhandlungen an, mahnt unermüdlich zum Frieden und versucht hinter den Kulissen zu vermitteln. Beim Klimaschutz setzt er den Kurs seines Vorgängers fort, vor Künstlicher Intelligenz warnt er mit Blick auf die Folgen für die Arbeitswelt und soziale Gerechtigkeit. Exorbitanten Reichtum kritisiert er scharf – und legt sich damit mit Superreichen wie Elon Musk an. In den USA gerät er wegen seiner Haltung zu Migration und Flüchtlingen mit der MAGA-Bewegung um Donald Trump aneinander. So entdecken auch Menschen, die mit der Kirche wenig anfangen können, im Papst eine moralische Instanz. Gleichzeitig bleibt der Reformstau sichtbar: Die Weihe von Frauen steht derzeit nicht auf der Agenda von Leo XIV., Segensfeiern für homosexuelle Paare sieht er nicht – aus Sorge vor weiterer Polarisierung. Sind also seine Predigten und Wortmeldungen bloß wohlfeile Sonntagsreden bei gleichzeitiger konservativer Restauration? Oder ein bewusst gebremstes Reformtempo, um außenpolitisch mehr Gewicht zu haben? Parallel dazu entdecken libertäre und rechtsextreme Kräfte die katholische Kirche neu – gerade in ihrer traditionalistischen Form. Akteure wie JD Vance, Peter Thiel oder Steve Bannon beziehen sich auf sie und schießen zugleich gegen den Papst. Warum wirkt diese Kirche anziehend auf die neue Rechte – und weshalb wird Leo XIV. zur Reizfigur? Komikerin Carolin Kebekus spricht über ihren Kirchenaustritt und warum sie sich dennoch als gläubig versteht. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx, der als Papst-Macher gilt, gibt Einblicke in den „Maschinenraum“ der Kirche und in die Wahl Leos XIV. Klimaaktivistin Luisa Neubauer bewertet die Rolle der Päpste beim Klimaschutz. Der Bundestagsvizepräsident der Linken und frühere Ministerpräsident von Thüringen Bodo Ramelow, der selbst evangelisch ist, und der katholische CSU-Europapolitiker Manfred Weber berichten von ihren Begegnungen mit Leo XIV. und seinen Vorgängern sowie vom Einfluss von Religion auf die Politik. Kirchenhistoriker Massimo Faggioli, der bis vor kurzem an jener Universität lehrte, an der Leo studierte, analysiert die gespaltene US-Kirche, den Aufstieg radikaler Kräfte und die Rolle der großen Tech-Giganten in diesem Gefüge. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 27.05.2026 BR
  • Folge 19 (30 Min.)
    Die Kirche steht mitten in gesellschaftlichen Spannungsfeldern: Demokratie in der Krise, Migration als Dauerstreit und die Frage nach gerechtem Frieden angesichts der zahlreichen Kriege und Konflikte. Viele Christinnen und Christen engagieren sich politisch – oft mutig, manchmal umstritten. Zum Katholikentag 2026 in Würzburg widmet sich „STATIONEN“ der hochaktuellen Frage: Wie politisch darf – und muss – Kirche heute sein? Die Dokumentation fragt mit dem Motto des Katholikentags „Hab Mut, steh auf!“, welche Rolle die katholische Kirche in politischen Debatten spielt: Wo ist Haltung gefragt, und wo beginnt unzulässige Parteinahme? Anhand von drei exemplarischen Schauplätzen begleitet ein TV-Team Menschen, die ihren Glauben aktiv in gesellschaftliches Engagement übersetzen – und dafür nicht selten Widerspruch erfahren. Eine Pfarrgemeinde in Sachsen-Anhalt positioniert sich klar gegen Rechtspopulismus und gerät damit auch intern unter Druck. Kirchliche Initiativen in der Flüchtlingshilfe stehen zwischen gelebter Nächstenliebe und politischer Kritik. Gleichzeitig ringen Gläubige angesichts globaler Konflikte um eine neue Friedensethik zwischen Pazifismus und realpolitischer Verantwortung. Die Dokumentation eröffnet persönliche Einblicke in Zweifel, Mut und Überzeugungen von Menschen, die sich engagieren, und stellt die drängende Frage: Wie politisch muss Kirche sein, um ihrem eigenen Auftrag gerecht zu werden? (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 03.06.2026 BR
  • Folge 20 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 10.06.2026 BR
  • Folge 21 (30 Min.)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 17.06.2026 BR
  • Folge 22 (30 Min.)
    In dieser Reportage wird nachgefragt, was es für eine starke, widerstandsfähige Demokratie braucht, dabei werden Beispiele vorgestellt: Grundschulkinder, die mit Musik spielerisch demokratische Grundlagen einüben; Menschen, die sich aus ihrem Glauben heraus aktiv für den Erhalt der Demokratie engagieren. Der Philosoph Julian Nida-Rümelin erklärt, was unsere Demokratie zukunftsfähig macht – und was jeder dazu beitragen kann. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 24.06.2026 BR
  • Folge 23 (30 Min.)
    Mit seiner an Pfingstmontag veröffentlichten Enzyklika „Magnifica Humanitas“ mischt sich Papst Leo XIV. in zentrale Fragen unserer Zeit ein. In dieser Sendung wird nachgefragt, welche Chancen und Risiken KI für die Gesellschaft bringt. Ein Ethiker ordnet ein, wie sehr Algorithmen und Künstliche Intelligenz unser Menschenbild verändern. Ein Forscher der Bundeswehr-Universität erklärt, welche Rolle die KI in der Sicherheitspolitik und in Kriegen hat. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 01.07.2026 BR
  • Folge 24 (30 Min.)
    Wie erinnern wir uns an den Holocaust, wenn es bald keine Zeitzeugen mehr gibt? Welche Aufgaben haben Gedenkstätten, und wie kann Geschichte junge Menschen heute noch erreichen? Was bedeutet die geplante Ansiedlung der weltweit ersten Außenstelle der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem in München? Die Reportage zeigt neue Wege der Erinnerung. Zudem wird in der Sendung gefragt, warum Menschen Orte des Gedenkens brauchen. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 08.07.2026 BR
  • Folge 25 (30 Min.)
    Gutes Tun, das macht glücklich, sagen viele Psychologen – und die guten Taten nehmen im Christentum, wie auch in anderen Religionen wie dem Islam und dem Judentum, einen festen Platz ein. In einer Welt voller Arbeit, beruflich wie in der Familie, scheint jedoch oft wenig Zeit zu bleiben, sich auch noch für andere zu engagieren. Trotzdem belegen 47 Prozent der Menschen über 14Jahren in Bayern ein Ehrenamt, so das bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 15.07.2026 BR
  • Folge 26 (30 Min.)
    Die Reportage zeigt die Sonnen- und Schattenseiten der schönsten Zeit des Jahres, zudem wird nach dem guten Leben zwischen Fernweh, Klimafragen und begrenztem Geldbeutel nachgefragt: Ist Urlaub Luxus, Ausgleich oder ein Stück Lebensrecht? Berichtet wird auch über eine Urlaubsreise, bei der Barrieren fallen sollen – organisatorisch, gesellschaftlich und innerlich. Dazu kommen Orte der Stille oder einfache Ferien vor der Haustür, die zeigen: Erholung hat viele Gesichter. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 22.07.2026 BR
  • Folge 27 (30 Min.)
    Marienerscheinungen sind für die einen ein Hoffnungszeichen, für die anderen Aberglaube und religiöses Marketing. Die Dokumentation „Holy Mary – Wer glaubt an Marienerscheinungen?“ begleitet den gläubigen Familienvater Dominic und seine beiden Töchter auf einen Roadtrip mit dem Campingbus: 1.300 Kilometer von Rheinland-Pfalz nach Lourdes in Frankreich, einem der bekanntesten Marienwallfahrtsorte der Welt. Dominic glaubt an die Erscheinungen der Gottesmutter in Lourdes. Seine Töchter stehen irgendwo dazwischen: Sie sind offen für das, was sie an dem Marienerscheinungsort erleben werden, aber manchmal auch peinlich berührt, wenn ihr Papa zu emotional wird. Die Sommerurlaube verbringt die Familie gern im Trainingslager von Schalke 04. Die Liebe zum Verein und die Liebe zur Gottesmutter, sie sind nicht gleichzusetzen, sagt Dominic, aber beides könne einem Leben Sinn geben. Dominic will seinen Töchtern zeigen, warum Lourdes ihn seit seiner Kindheit nicht loslässt. Während Lourdes schon fast im religiösen Mainstream angekommen ist, war der zweite Spielort der Dokumentation lange umstritten: Medjugorje in Bosnien-Herzegowina. Hier soll Maria den Seherinnen und Sehern jeden Tag erscheinen. In Social Media-Beiträgen werden Erfahrungsberichte von jungen Pilgerinnen und Pilgern geteilt, und zum Jugendfestival kommen rund 70.000 Menschen aus der ganzen Welt. Die Dokumentation begleitet die Studentin Lea zu diesem Event. Anhand historischer Aufnahmen der verschiedenen Wallfahrtsorte ordnet Religionswissenschaftlerin Nicole Bauer die Geschehnisse ein. Sie erklärt, wie die katholische Kirche versucht, die Echtheit der Erscheinungen zu prüfen. Wie kann sie auf die Gläubigen zugehen, ohne sich mit einem vermeintlich naiven Wunderglauben angreifbar zu machen? (Text: ARD alpha)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 29.07.2026 BR
  • Folge 28 (30 Min.)
    Mit 32 Jahren verändert ein Schlaganfall das Leben von Jennifer Springer schlagartig. Von einem Moment auf den anderen verliert die lebensfrohe und selbstbewusste Lehramts-Studentin die Kontrolle über ihren Körper – und ihre Sprache. Seitdem stottert sie. Für die heute 34-Jährige bedeutet das nicht nur eine alltägliche Herausforderung, sondern auch eine tiefgreifende Erschütterung ihres Selbstbilds. Monatelang muss sie nicht nur mühsam ins Leben zurückfinden, sondern auch das flüssige Sprechen neu lernen. Im Alltag erfährt sie viel Ablehnung und Demütigungen, wenn sie sich nicht schnell genug ausdrücken kann. „Wo ist denn dein Betreuer?“, wurde sie schon gefragt. Sie entwickelte Ängste: vor dem Einkaufen beim Bäcker, vor dem Bahnfahren oder davor, mit fremden Leuten zu sprechen. Doch Jenni will den Mut nicht verlieren, sie geht zurück an die Uni, um ihr Masterstudium zur Deutsch- und Erdkundelehrerin abzuschließen. Dafür muss Jenni ein Praxissemester an einem Kölner Gymnasium absolvieren und dort auch unterrichten. In diesem halben Jahr wird sich ihre berufliche Zukunft entscheiden. Denn gerade, wenn es laut ist, stottert sie deutlich mehr. Parallel therapiert Jenni ihr Stottern bei einem deutschlandweit einmaligen Projekt: der Bonner Stotter-Therapie. Macht sie genug Fortschritte, bis sie alleine vor einer Klasse stehen muss? Und wie verhält sie sich, wenn Schüler sie nachäffen oder auslachen? (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 05.08.2026 BR
  • Folge 29 (30 Min.)
    Michi Schreiber ist erfolgreiche Buchautorin und Affenforscherin. Die 29-Jährige hat ihren Abschluss als Primatologin an der renommierten Oxford Universität gemacht und sich ganz der Arbeit mit Affen in Südafrika verschrieben. Alles wirkt wie eine Bilderbuchgeschichte, bis Michi Schreiber bei einem schweren Autounfall Anfang 2025 ihr Gedächtnis verliert. Jetzt lebt sie wieder in der Eifel und kämpft dafür, nach Afrika zu ihren geliebten Affen zurückzukehren. Nur Wochen vor ihrem Unfall war Michi Schreiber kurz davor, in Südafrika ihren Lebenstraum wahr werden zu lassen: eine Auffangstation für Affen zu gründen, die verletzt oder im illegalen Tierhandel beschlagnahmt wurden. Und Michi hatte auch schon das passende Grundstück gefunden. Aber dann haben sie und ihr Mann Marc unverschuldet einen Autounfall. Michi erleidet ein Schädel-Hirn-Trauma. Die letzten zwei Jahre ihres Lebens sind wie ausgelöscht, die Erinnerungen weg. Zurück in ihrer Heimat in der Eifel ist Michi häufig erschöpft, hat Migräne, kann sich nicht konzentrieren. Sie ist überfordert und fühlt sich verloren, weil ihr so vieles plötzlich fremd ist. Wird die Affenforscherin es mit Unterstützung ihres Mannes schaffen, wieder in ihr altes Leben zu finden? Kann sie ihren großen Traum doch noch realisieren und ihre eigene Affen-Farm aufbauen? Für die Reportage „Affenretterin ohne Erinnerung“ hat Autorin Nina Müller-Rositzke das Paar aus der Eifel ein halbes Jahr lang begleitet: von der Reha, über den ersten öffentlichen Auftritt, bis zu dem Moment, als Michi Schreiber zum ersten Mal nach dem folgenschweren Unfall wieder südafrikanischen Boden betritt. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 12.08.2026 BR
  • Folge 30 (30 Min.)
    Wenn Helene Lutz morgens um 5:00 Uhr im Melkstand steht, beginnt ein Tag, der oft mehr Stunden bräuchte, als er hat. Die 34-Jährige ist bereit, Verantwortung zu übernehmen – für Tiere, Felder, Mitarbeitende, für einen ganzen Hofbetrieb. Gemeinsam mit ihrem Bruder Simon und ihrem Partner Wichard will sie Gut Wulfsdorf in Schleswig-Holstein in die Zukunft führen. Doch noch liegt vieles in den Händen ihres Vaters Georg, der den Hof mit seiner Frau seit den 1980er-Jahren zu einem weithin bekannten Demeter-Betrieb aufgebaut hat. Für Georg Lutz ist der Hof über Jahrzehnte zu seinem Lebenswerk geworden, das tief mit ihm verbunden ist. Das Loslassen fällt ihm schwer. Er kann sich nicht vorstellen, wie seine Kinder den Hof unter heutigen Bedingungen, mit ihren eigenen Bedürfnissen und begrenzter Zeit, führen wollen. Für die jüngere Generation sind Familie und Freiräume wichtiger geworden – und die Größe des Betriebs mit mehr als 80 Beschäftigten fordert vollen Einsatz. Seit vier Jahren versuchen dennoch alle gemeinsam, die Übergabe zu regeln, doch im Betriebsalltag mit langen Tagen, nie endender Arbeit und wenig Zeit für echten Austausch bleibt der entscheidende Schritt aus. Es hakt zwischen den Generationen. Deshalb holt sich die Familie Unterstützung. Ingrid Meichelböck kennt aus eigener Erfahrung, wie schwer Übergänge in landwirtschaftlichen Betrieben sind und wie selten offen gesprochen wird. Sie arbeitet als Mediatorin in landwirtschaftlichen Betrieben. Unter ihrer Anleitung kommen alle Beteiligten an einen Tisch und suchen nach Lösungen. Nach langer Zeit des Aufschiebens entsteht plötzlich der Moment, den keiner erwartet hat: Die Familie einigt sich auf ein Datum: den 1. Juli 2025. Ein Tag, der die Richtung vorgibt und dem Übergang endlich Form geben soll. Aber werden sie das gemeinsam schaffen? Denn immer noch sind viele Fragen offen: Rechtsform, Finanzen, Zuständigkeiten. Und dennoch setzt der gemeinsame Termin einen Prozess in Gang: Die Geschwister und Wichard haben bereits ein erstes gemeinsames Projekt umgesetzt, eine Eisbude mit Milch vom eigenen Hof. Georg ist stolz. Die Kinder spüren Rückenwind. Doch dann kommt die Erntezeit, viele neue Probleme sind zu lösen und der Alltag lässt wieder wenig Zeit für den Blick in die Zukunft. Der Weg zur Hofübernahme ist ein ständiges vor und zurück – zwischen Loslassen und Neuanfang. Und eine Familie steht vor der Herausforderung, einen neuen gemeinsamen Weg für Gut Wulfsdorf zu finden, aber auch als Familie in Harmonie zu leben. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 19.08.2026 BR
  • Folge 31 (30 Min.)
    Nach knapp zwei Jahren Abenteuer bricht Michèl Malcin seine Reise durch Europa ab und kehrt zurück nach Tecklenburg in Westfalen. Der 45-Jährige hat einen besonderen Grund, wieder sesshaft zu werden. Monatelang ist der ehemalige Pastor mit seinem zum mobilen Café umgebauten Doppeldecker-Bus den Jakobsweg entlanggefahren. Er hat Pilger verköstigt, mit ihnen gesprochen und einen Raum für Begegnungen geschaffen. Auf seiner Reise fand Michèl eine neue Liebe: Helene. Sie stieg ein als Gast, verliebte sich zuerst in den Bus und dann in den Fahrer. Die Rückfahrt der beiden ist aufwühlend – und kurz vor dem Ziel bleibt der Sechzehntonner auch noch liegen, weil die Batterie streikt. „Der Bus will nicht nach Hause“, kommentiert Michèl und meint dabei auch ein bisschen sich selbst. Für ihn hätte es endlos weitergehen können mit Love, Peace & Coffee. Aber er muss zurück. Eines seiner drei Kinder, der 16-jährige Elia, findet sich nach der Trennung seiner Eltern nicht zurecht. Nach dem Umzug findet er keine Freunde, fühlt sich entwurzelt und entwickelt körperliche Symptome. Für ihn will Michèl wieder sesshaft werden. Mit dem Ziel, als Patchworkfamilie zusammenzufinden und für Elias Probleme da zu sein, ziehen Michèl und Helene in ein möbliertes Mietshaus im nördlichen Westfalen. Wird Michèl das zwanglose, freie Leben, das er und Helene monatelang auf dem Jakobsweg geführt haben, in den Alltag hinüberretten können? Wird ihm die Rückkehr in seine alte Heimat gelingen? Und als ob das nicht genug Herausforderung wäre, fällt auch noch seine finanzielle Lebensgrundlage, der Cafébus, aus: Der Doppeldecker, Baujahr 1959, ist durchgerostet, neue Ersatzteile müssten extra angefertigt werden und das Geld dafür ist nicht da. Doch Michèl und Helene sind es inzwischen gewohnt zu improvisieren. Finden sie doch noch einen Weg, den Bus wieder auf die Straße zu bringen? (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 26.08.2026 BR
  • Folge 32 (30 Min.)
    Alle 18-Jährigen ab dem Geburtsjahrgang 2008 erhalten seit Anfang Januar 2026 Fragebögen der Bundeswehr. Sie sollen Auskunft geben, ob sie bereit sind, den freiwilligen Wehrdienst zu leisten. Eine Gewissensentscheidung, die viele aufwühlt. Jan Kingreen, evangelischer Potsdamer Pfarrer und Friedensbeauftragter seiner Kirche, berät Jugendliche, wie auch viele seiner katholischen Kolleginnen und Kollegen, „ergebnisoffen“, so betont er. Ist die Bundeswehr eine Option? Für Kingreen dient die Beratung dazu, dass die Jugendlichen, die zu ihm kommen, ihr Gewissen mit der Leitfrage erforschen: „Kann ich mir vorstellen, mit einer Waffe auf einen Menschen zu zielen – und warum (nicht)?“. Auch der Bischof des Bistums Mainz Peter Kohlgraf fordert, jungen Menschen bei diesem Thema mehr zuzuhören, ihre Bedürfnisse zu sehen und Freiwilligendienste als gleichwertige Alternative zum Wehrdienst zu betrachten. In der Doku „Kirche, Krieg und mein Gewissen“ aus der ARD-Reihe „Echtes Leben“ kommen junge Menschen zu Wort, zum Beispiel die Sänger des Mainzer Domchors. Was treibt die betroffenen jungen Männer um? Und wie viele von ihnen werden sich zum freiwilligen Wehrdienst melden? Der 18-jährige Leo aus Koblenz ist Mitorganisator eines bundesweiten Schülerstreiks gegen den Wehrdienst. Friedenserhalt durch Gewaltlosigkeit oder Sicherheit durch militärische Aufrüstung – das wird intensiv und kontrovers unter Jugendlichen, aber auch in den Kirchen diskutiert, ausgelöst auch durch die neue Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Sowohl die evangelische wie auch die katholische Kirche orientieren sich seitdem offiziell an der Realpolitik und sehen den Einsatz von Gewalt unter bestimmten Voraussetzungen als legitim an. Für den Koblenzer Schüler Leo ist damit der friedensorientierte „Kompass der Kirche“ verloren gegangen. Auch der Zehdenicker Pfarrer und Pazifist Andreas Domke steht der Neuausrichtung seiner evangelischen Kirche skeptisch gegenüber. Er sagt: „Alte Menschen finden es gerade wieder ziemlich sexy, wenn junge Leute Armeeuniformen anziehen … Sie meinen, es wäre doch total stark, wenn die Jugend von heute ihr Leben für die Heimat geben würde.“ Der Militärpfarrer Ciprian Matefy betreut in Rheinland-Pfalz Soldaten. Darunter auch einen jungen Christen, der sich aufgrund seiner Werte und religiösen Überzeugung gerade für den Wehrdienst entschieden hat. Die neue Friedensdenkschrift sieht Matefy als „notwendige Anpassung an die Wirklichkeit“ und bemerkt, dass sich Soldatinnen und Soldaten dadurch in ihrer Gewissensentscheidung besser wahrgenommen fühlen. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 02.09.2026 BR
  • Folge 33 (30 Min.)
    Das Leben von Claudia und ihrem Mann Uwe hat sich im September 2023 dramatisch verändert. Er erhält die Diagnose ALS. Die Nervenkrankheit ist unheilbar. Uwes Zustand verschlechtert sich rasant. Eine Herausforderung für Claudia, die ihn bei allen Entscheidungen unterstützt und bis zuletzt an seiner Seite ist: beim letzten Gleitschirmflug, dem Einzug ins Hospiz, bei seinem Tod. Und darüber hinaus. Der Film erzählt die Geschichte von Claudia Finke. Ihr Leben wird im September 2023 auf den Kopf gestellt. Ehemann Uwe Korous erhält die Diagnose ALS. Die unheilbare Nervenkrankheit schreitet bei ihm schnell voran. Für Claudia ist das eine große emotionale Herausforderung. Trotz der rasanten Verschlechterung seines Zustands, entscheidet Uwe, seine verbleibende Zeit aktiv zu gestalten. Er will noch Träume verwirklichen, etwa mit dem Gleitschirm über die Tiroler Berge fliegen. Claudia ist immer an seiner Seite und unterstützt ihn, bei allem, was er vorhat. Als Uwe spürt, dass sein Leben zu Hause nicht mehr lebenswert ist, geht er ins Hospiz. Dort nimmt er Abschied, und Claudia ist bei ihm, bis zuletzt. Der Film zeigt, wie beide mit der unheilbaren Krankheit umgehen, wie Claudia Uwes Entscheidung, über sein Ende selbst zu bestimmen, mitträgt, wie sie mit dem Verlust klarkommt und nach seinem Tod weiterlebt. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 09.09.2026 BR

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