Stadt Land Kunst Folge 295: Peru: Martín Chambi, Fotograf der Indigenen / Peru: Das musikalische Erbe der Afro-Peruaner / Peru: Wilberts Grillfleisch aus dem Erdofen / Peru: Der Guano-Krieg
Folge 295
Peru: Martín Chambi, Fotograf der Indigenen / Peru: Das musikalische Erbe der Afro-Peruaner / Peru: Wilberts Grillfleisch aus dem Erdofen / Peru: Der Guano-Krieg
Folge 295 (45 Min.)
(1): Peru: Martín Chambi, Fotograf der Indigenen
Der Peruaner Martín Chambi (1891–1973) war Anfang des 20. Jahrhunderts der erste indigene Fotograf Lateinamerikas, der mit den gängigen Codes brach und seinesgleichen vor die Kamera holte. Gekonnt fing er das surreale Licht und die Landschaft der Anden ein und fotografierte die Ruinenstädte der Inka. Vor allem aber porträtierte er Szenen aus dem Alltag indigener Menschen und gab seinem Volk nach vier Jahrhunderten spanischer Kolonisierung ein Gesicht, eine Geschichte und eine Identität zurück.
(2): Peru: Das musikalische Erbe der Afro-Peruaner
An der peruanischen Pazifikküste schlagen wilde Rhythmen eine Brücke zwischen den Lebenden und den Toten: Die Cajón ist allgegenwärtig und darf auf keinem Fest fehlen. Erfunden wurde die Kistentrommel von afrikanischen Sklaven in der finsteren Zeit der Kolonisation. Im 18. Jahrhundert wurde
die schlichte, mit der Hand geschlagene Holzkiste zum Symbol und Sprachrohr für Leid und Widerstand der afro-peruanischen Gemeinschaft.
(3): Peru: Wilberts Grillfleisch aus dem Erdofen
In Chinchero bereitet Wilbert eine Art peruanisches Grillgericht zu, das ganz besonderen Gelegenheiten vorbehalten ist. Dafür bestreicht er Schweine-, Hühner- und Lammfleisch mit einer Marinade aus lokalen Gewürzen, Knoblauch und gelbem Piment und legt es dann zusammen mit allerlei Gemüse auf heiße Steine, die mit Erde bedeckt werden. Das Fleisch aus dem traditionellen Erdofen ist besonders zart.
(4): Peru: Der Guano-Krieg
Die Islas Ballestas vor Peru beherbergen große Seevogel-Kolonien, die von den fischreichen Gewässern angezogen werden. Jeden Tag kommen Touristen und bewundern die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Ohne zu ahnen, dass sie auf einem begehrten Schatz sitzen … (Text: arte)