Stadt Land Kunst Folge 1808: Bougival: Berthe Morisots Garten / Bandana: Das Tuch aus Gujarat / Panama: Doris’ Fisch in Escabeche-Sauce / Schottland: Hände weg von meiner Miete!
Folge 1808
Bougival: Berthe Morisots Garten / Bandana: Das Tuch aus Gujarat / Panama: Doris’ Fisch in Escabeche-Sauce / Schottland: Hände weg von meiner Miete!
Folge 1808 (45 Min.)
(1): Bougival: Berthe Morisots Garten
In Bougival, westlich von Paris, verbrachte die Malerin Berthe Morisot glückliche Sommer mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter. Das bei den Impressionisten beliebte Dorf inspirierte auch die aus einer kunstaffinen, großbürgerlichen Familie stammende Pariserin. Fernab der etablierten Kunstsalons und der feministischen Bestrebungen ihrer Zeit schuf Berthe Morisot rund 40 Gemälde in Bougival. Da der öffentliche Raum Männern vorbehalten war, erschloss sie sich mit großer Zielstrebigkeit neue Ausdrucksmöglichkeiten im familiären Umfeld, so auch in ihrem Garten.
(2): Bandana: Das Tuch aus Gujarat
Die Bandhani-Kunst ist ein Textilfärbeverfahren, bei dem die Muster durch Falten und Abbinden des Stoffs entstehen. Ein traditionelles Zentrum dieses Handwerks ist der indische Bundesstaat Gujarat. Bereits während der Kolonialzeit exportierten die Briten in Bandhani-Technik bedruckte Stoffquadrate, die heute unter dem Namen
„Bandana“ weltbekannt sind. Im 20. Jahrhundert wurde das Bandana zu einem beliebten Hals- und Kopftuch und zu einem Symbol des Widerstands.
(3): Panama: Doris’ Fisch in Escabeche-Sauce
Im Dorf Portobelo geht Doris auf Bonito-Fang für ihr Escabeche-Rezept. Zurück in der Küche tranchiert und würzt sie den Fisch mit Chili und Zitrone, dann wird er frittiert. Zuletzt bereitet sie die essighaltige Escabeche-Sauce zu und übergießt den Fisch damit. Das Gericht kam einst von Jamaika nach Panama und ist seit Generationen ein fester Bestandteil der lokalen Küche.
(4): Schottland: Hände weg von meiner Miete!
In den Straßen der 56 Stadtviertel von Glasgow sind die vielen Murals an den Gebäudefassaden nicht zu übersehen. Sie machen aus der schottischen Metropole einen Street-Art-Hotspot. In Govan, einem der bekanntesten Glasgower Stadtteile, ist ein Wandbild einem besonders wichtigen Kapitel der schottischen Frauenbewegung gewidmet. (Text: arte)