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  • Wohl kaum eine Nordseeinsel hat so viele verschiedene Naturlandschaften wie Föhr: 82 Quadratkilometer mit Watt, Wald, Wiesen und Strand. Das reicht Dieter Risse aber noch nicht, er will Föhr noch grüner machen. Er kauft Ackerflächen und renaturiert sie. 132 Hektar hat der Landwirt inzwischen umgewandelt. Viele seltene Vogelarten sind dadurch nach Föhr zurückgekehrt. Angefangen hat Dieters Naturliebe mit seiner Storchenpension in Wyk. Nun hat er eine neue Mission: Amphibien zurück auf die Insel bringen. In sechs Becken züchtet er dafür Frösche. Auch das Herz von Tante Renate schlägt für den Umweltschutz. Die ehemalige Kindergärtnerin Renate Sieck, die hier von allen Tante Renate genannt wird, eröffnete vor 25 Jahren einen Sperrgutbasar. Föhrer bringen Dinge vorbei, die sie nicht mehr brauchen und die nicht in den Hausmüll passen – umgekehrt kann sich jeder hier kostenlos bedienen. Früher musste der Sperrmüll aufwendig und teuer aufs Festland transportiert werden. Inzwischen gibt es dank Renate rund 60 Prozent weniger Sperrmüll auf der Nordseeinsel. (Text: SRF)
  • Erschöpft nach ihrer Zwölf-Stunden-Schicht spricht die Notfallärztin in ihr Smartphone: «Es gibt keine Würde mehr, das Gefühl fürs Menschsein ist abhandengekommen.» Francesca Mangiatordi arbeitet im Spital der norditalienischen Stadt Cremona, einem der Epizentren während der Corona-Pandemie. Es ist März 2020, die Patientinnen und Patienten liegen auch in Korridoren und Wartezimmern, und trotzdem gibt es zu wenig Platz. Mehr als die Hälfte der Ärztinnen und Ärzte ist selbst krank geworden und fällt aus. Wer noch im Dienst ist, kämpft um jedes Leben und leidet mit den Erkrankten mit. Durch Beiträge in den sozialen Medien erfährt die australisch-italienische Filmemacherin Sasha Joelle Achilli von der Ärztin und ihrem Kampf gegen das Virus und reist sofort nach Cremona. Während der kritischen Monate März, April und Mai ist sie auf der Notfallstation und dokumentiert die aufwühlenden Ereignisse und das, was dabei in den Ärztinnen und Pflegern vorgeht: Wie sie etwa mitleiden mit dem jungen Mattia, dem sie anfänglich kaum Überlebenschancen geben, den sie aber am Schluss doch wieder auf die Beine kriegen: Grund für ein Freudengebrüll wie nach einem Tor der Nationalmannschaft. Trotz der Überforderung, trotz der vielen Menschen, denen sie nicht helfen können, sind sie nicht abgestumpft und freuen sich über alle, die sie dem Virus entringen können. Über alle, die ihrer Arbeit doch noch Sinn geben. Mit ihrer behutsamen und einfühlsamen Art schafft es die Filmemacherin, den Ärztinnen und Patienten sehr nahe zu kommen und deren Ängste und Hoffnungen sichtbar zu machen. Zu dieser Nähe, das zeigt sich während des Films, gehören nicht nur Stress und Wut, Überforderung und Verzweiflung. Immer wieder schimmern in den schlimmsten Momenten auch Zärtlichkeit und Leidenschaft, Mitgefühl und Humor durch, was zeigt, dass die Menschlichkeit auch in den schlimmsten Zeiten weiterlebt. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mi. 17.06.2020 SRF 1
  • Die filmische Suche nach Spuren des Entdeckers Henri Pittier (1857⁠–⁠1950) startet hoch über dem Rhonetal. Ein paar getrocknete Pflanzen, ein Buch und eine Büste – mehr kennt die Botanikerin Joëlle Magnin-Gonze nicht von Pittier. Auf ihrer eigenen Entdeckungsreise begegnet sie Forscherinnen und Forschern, die sich in Archiven und Museen und bei wissenschaftlichen Exkursionen mit Pittiers Werk beschäftigen. Tausende von Pflanzen, hunderte von Publikationen und unzählige Briefe und Notizen umfasst das wissenschaftliche Erbe des Schweizers. Jahrzehnte verbrachte er mit Expeditionen zu Wolkenwäldern und Vulkanen, in unentdeckten Gebirgen und Flusstälern von Costa Rica bis Kolumbien und Venezuela. Henri Pittier liebte den Wald und wusste um seine Bedeutung für alles Leben. Den höchsten Baum im Wolkenwald nannte er «La Gyranthera». Für ihn ist dieser Pflanzenriese das Symbol für das Ökosystem Baum. Vor Joëlles Augen entsteht das Bild Pittiers als Botaniker, Geograf, Lehrer, Landvermesser – und als Vater. Während in der Schweiz sein Name fast vergessen ist, hat er längst seinen Platz im internationalen Register aller Pflanzen der Welt. Denn über Biodiversität und Ökologie sprach der Sohn eines Zimmermanns aus Bex schon vor hundert Jahren, lange bevor diese Begriffe überhaupt bekannt waren. Schliesslich erinnern sich zwei Menschen, die Henri Pittier noch persönlich gekannt haben, an den Mann, der den Wald als das kostbarste natürliche Erbe verstand. Die Spurensuche wird auch für Botanikerin Joëlle eine aufwühlende Reise. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 20.03.2022 SRF 1
  • Am ersten Tag trifft Livio die Streetworkerin Romina Beeli und begleitet sie auf ihrer Tour durch den Stadtgarten. Sie verteilt hygienisches Spritzenmaterial, pflegt bei Bedarf offene Wunden und spricht mit den Menschen, die sie mittlerweile kennen. So kommt auch Livio mit verschiedenen Leuten ins Gespräch. Zum Beispiel mit Ueli, der schon seit dreissig Jahren in der Szene verkehrt und sich einen geschützten Raum zum Konsumieren wünscht – ohne den es dann auch keine offene Drogenszene mehr gäbe, meint er. Ein Dealer und Drogenkonsument lädt Livio gar zu sich nach Hause ein und kocht vor seinen Augen Kokain zu «Base». «Base» sei die gängigste Droge im Stadtgarten und habe in letzter Zeit auch viele neue, junge Menschen angezogen. Er erzählt Livio, wie brutal es manchmal im Stadtgarten zu und her gehen kann: «Wenn die Süchtigen ihren Stoff brauchen, kennen sie nichts. Für einen ‚Stein‘ würden sie dich niederstechen.» Elia ist vor 12 Jahren wegen der Drogen obdachlos geworden. Heute lebt er wieder in einer Wohnung und sucht einen Job. Er zeigt Livio, wo er in kalten Nächten geschlafen hat. Obwohl er heute nur noch gelegentlich «based», zieht es ihn immer wieder in den Stadtgarten. Dort sei sein Umfeld – andere Kollegen hätte er praktisch keine mehr. Eine junge Frau erzählt Livio, der Stadtgarten sei «ihr zweites Daheim». Ihre Mutter habe schon im Stadtgarten verkehrt und so sei sie quasi in diesem Park aufgewachsen. Sie wünscht sich, dass sich mehr «normale» Menschen trauen, in den Park zu kommen: «Wir lassen alle in Ruhe, solange sie uns in Ruhe lassen.» (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Fr. 21.05.2021 SRF 1
  • Der Kunsthändler Yves Bouvier.
    Yves Bouvier erzählt seine Version der Geschichte und stellt sich dabei als Opfer in einem Kampf gegen den bösen russischen Oligarchen Dmitry Rybolowlew dar. Wir verfolgen, wie beide Männer ihr Vermögen aufbauen, und beobachten, wie sich ihre Freundschaft formt. Doch als der Blickwinkel sich erweitert und Stimmen von Rybolowlews Vertrauten, investigativen Journalisten und Expertinnen aus der Kunstwelt ins Bild treten, beginnt eine beunruhigende Frage aufzutauchen: Sagt Bouvier wirklich die Wahrheit – und wer ist der wahre Bösewicht in dieser Geschichte? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mo. 04.05.2026 SRF 1
  • Blick auf das Gemälde „Wasserschlangen II“ von Klimt
    In Folge zwei sehen wir, wie Yves Bouvier sein Imperium aufbaut und zum grössten Kunsthändler der Welt aufsteigt. Doch es ist ein Schloss, das auf wackeligem Sand steht. Als Dmitry Rybolowlews Privatleben inmitten einer erbitterten Scheidung zusammenbricht, kommen erste Verdachtsmomente auf. Er beginnt, die versteckten Aufschläge aufzudecken, die Bouvier die ganze Zeit über berechnet hatte. Mithilfe seiner engsten Vertrauten bereitet sich der Oligarch auf einen «totalen Krieg» vor. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mo. 11.05.2026 SRF 1
  • Dmitry Rybolovlev vor Marc Chagalls „Le Grand Cirque“ (nachgestellte Szene mit einem Schauspieler)
    In Folge drei spitzt sich der Konflikt weiter zu. Der Streit zwischen Bouvier und Rybolowlew weitet sich zu einem Geflecht aus internationaler Korruption und skandalösen Affären aus und zieht die Regierung von Monaco in den Strudel der Konsequenzen hinein. Wir sehen, wie die Fehde nicht nur den beiden Kontrahenten – die sich bis heute gegenseitig bekämpfen – zugesetzt hat, sondern auch der politischen und finanziellen Integrität der westlichen Welt sowie den unbezahlbaren Kunstwerken, die dabei ins Kreuzfeuer geraten sind. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mo. 18.05.2026 SRF 1
  • «Olympiasieg» blickt hinter die Kulissen und in den Trainingsalltag der 19 Jahre alten Margarita Mamun. Die russische Weltmeisterin hat dutzende Goldmedaillen gewonnen und ist das Aushängeschild des weltweit besten Teams in der Rhythmischen Sportgymnastik. An den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro will Margarita ihre Karriere mit einer Goldmedaille krönen. Die Frage ist nur, welchen Preis sie dafür bezahlt. Seit ihrer frühen Jugend lebt Margarita auf sich selbst gestellt und weit weg von Familie und Freunden. Die Trainerinnen sind ihre Ersatzfamilie. Doch auch diese sind ständigem Erfolgsdruck ausgesetzt und geben diesen ungefiltert an die Athletin weiter, im Guten wie im Schlechten. Alle gehen bis an die Grenzen des Erträglichen – manchmal auch darüber hinaus. Margarita ist einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt. Der Film begleitet das Ausnahmetalent auf seinem langen und entbehrungsreichen Weg nach Rio. Dabei bleibt er immer sehr nahe bei der Athletin und zeichnet ein ungeschminktes Bild der harten und kalten Welt des glamourösen Spitzensports. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mi. 13.02.2019 SRF 1
  • Wie ist es um unsere Mundart «zmitzt» im globalisierten Zeitalter bestellt? Als vor 160 Jahren das «Eisenbahnzeitalter» begann, fürchtete die deutschsprachige Schweiz, ihre Mundart könnte vom Hochdeutschen überrollt werden. Das Gegenteil ist eingetroffen. Die Mundart hält sich hartnäckig und treibt immer wieder neue Blüten. Auf der Suche nach einem vergessenen berndeutschen Wort trifft «SRF DOK» Mundartisten und Mundartistinnen auf Bühnen, in Kellern und auf Alpen, die sich eigenwillig und akribisch mit Dialekt befassen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 05.01.2025 SRF 1
  • Elendszenen in den Strassen: Die Opioid-Krise in den USA fordert ihre Opfer.; SRF DOK Opioid-Krise in den USA – Das Geschäft mit der Sucht
    Was haben das Pharmaunternehmen Purdue, die internationale Beratungsfirma McKinsey und das Sinaloa-Kartell gemeinsam? Sie alle haben die tödliche Opioid-Epidemie in den USA angeheizt. Filmautor Paul Moreira hat Zugang zu exklusiven Archiven bekommen und lässt die Geschichte von den Beteiligten selbst erzählen. Alles begann in den 1990er-Jahren mit Purdue Pharma und einem skrupellosen Verkaufskonzept. Gehandelt wurde mit dem Schmerzmittel Oxycontin, einer legalen Version von Heroin. Auf Anraten von McKinsey schufen sie einen riesigen geschlossenen Markt. In der Folge stürzten sich Dutzende von Labors auf diese Goldmine, insbesondere mit Fentanyl, das noch stärker ist als Oxycontin. Als die Unternehmen um 2015 in rechtliche Schwierigkeiten gerieten, wurden sie durch mexikanische Drogenhändler ersetzt. Das Sinaloa-Kartell lernte, wie man die Pillen der grossen Pharmaunternehmen kopiert. Nachdem Präsident Trump gerade den Opioid-Kartellen den Krieg erklärt hat, erzählt dieser Film die 30-jährige Saga von Sucht, Verzweiflung und Tod. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 19.03.2026 SRF 1
  • Beim Blick in den Spiegel kommt bei vielen Schweizerinnen und Schweizern offenbar der Selbstwert ins Wanken. Zu hässlich, zu schlaff, zu alt. Viele sehen Handlungsbedarf. Laut der Gesellschaft Swiss Plastic Surgery werden in der Schweiz pro Jahr schätzungsweise rund 90’000 Schönheitsoperationen durchgeführt. Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle sieht den Kern des Problems nicht im Verlust von Jugend und Attraktivität, sondern im verkrampften Umgang mit der natürlichen, altersgemässen Veränderung und fehlender Sinnbezüge im Leben. Baumann-Hölzle: «Wir probieren damit unsere Vergänglichkeit auszublenden. Die Oberfläche wird immer wichtiger. Und das, was unter der Oberfläche passiert, kommt immer weiter aus dem Blick.» Sie fragt sich, was denn am Schluss das Ziel des Lebens sei: eine schöne Visage oder ein gelebtes Leben? Oft begründen Patientinnen und Patienten ihren Entscheid für eine Schönheitsoperation damit, dass sie besonders ästhetisch orientierte Menschen seien. So auch Maria Müller. Ihr Hals ist schlaff, sie nennt ihn Trutenhals. Sie stört sich an ihm und legt sich darum mit 70 Jahren unters Messer. Sie fühlt sich nicht so alt, wie es auf dem Papier steht. Andere erhoffen sich nach einem Eingriff wieder mehr Zufriedenheit und mehr Chancen auf dem «Single-Markt». Anita Bucher ist 50 Jahre alt und hätte gerne wieder einen Lebenspartner. Sie findet, ihre Augenlider hängen mehr und mehr. Sie entscheidet sich diese zu straffen. Um noch einen Tick frischer auszusehen, lässt sie ihr Gesicht zusätzlich mit Eigenfett und Botox aufspritzen. Mit Botox abgeschlossen hat die ehemalige Miss Schweiz und Komikerin Stéphanie Berger. Die 43-jährige sagt: «Du kannst das Gesicht mit Botox nicht mehr bewegen, das ist ein schräges Gefühl. Als die Wirkung nachgelassen hat, war es wie eine Befreiung. Mein Gesicht darf leben. Eine Lebendigkeit im Gesicht ist mir viel wichtiger als irgendwelche Falten.» In der Beautyszene gilt Botox als die Waffe schlechthin gegen Falten. Laut Sascha Dunst, Facharzt für Plastische Chirurgie, soll man damit beginnen, bevor sich Falten entwickeln. Nun hat die deutsche Neurowissenschaftlerin Charlotte Baumeister in einer Studie herausgefunden, dass Botox neben der Lähmung der Gesichtsmuskulatur auch noch einen anderen Effekt hat: Es lähmt unsere Emotionen. Welchen Preis sind wir bereit zu bezahlen, um dem Feind Alter Paroli zu bieten? Dem Altern will man sich nicht kampflos unterwerfen. Der eigene Schönheitsverlust ist für viele eine zermürbende Angelegenheit. Durch eine Schönheitsbehandlung erhofft man sich Besserung. Aber: Keiner soll es merken. Ethikerin Ruth Baumann-Hölzle: «Ich vergebe mir dadurch auch die Möglichkeit, mich überhaupt mit dem Prozess der Vergänglichkeit auseinander zu setzen. Ein Prozess, der mit viel Loslassen zu tun hat. Dieser Prozess bereitet mich letztlich auch auf das Sterben vor.» (Text: SRF)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 26.05.2021 3satOriginal-TV-Premiere Do. 21.01.2021 SRF 1
  • Zum Beispiel Mireya Rast aus Emmenbrücke: Die achtjährige leidet unter einer extrem seltenen Gen-Krankheit. Zweimal schon ist sie lebensbedrohlich erkrankt. Ein banaler Infekt kann bei ihr zu hohem Fieber und totalem Leberversagen führen. Deshalb wird sie auf die dringliche Warteliste für eine Lebertransplantation gesetzt. Schon nach wenigen Tagen kommt der Anruf: Im Helikopter geht es ans Schweizerische Kinderleberzentrum in Genf. Die erste Folge von «Organspende – Ich will leben!» zeigt auch das Schicksal von Anita Laurent aus Ramosch im Unterengadin. Die Mutter von drei Kindern leidet unter Leberkrebs. Ihr Mann entscheidet sich, ihr einen Teil seiner Leber zu spenden. Es kommt aber zu Komplikationen – Anita Laurent ist auf ein zweites Spenderorgan angewiesen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 05.12.2019 SRF 1
    • ursprünglich angekündigt: Organspende - Drei Jahre danach
    Der Film zeigt Schicksale wie dasjenige der kleinen Mireya, die wegen einer äusserst seltenen Gen-Krankheit auf die Leber eines Spenders oder einer Spenderin angewiesen war. Die Zweitklässlerin aus Emmenbrücke wurde 2019 in Genf operiert und musste einen Monat im Universitätsspital bleiben. Eine schwere Zeit für sie und ihre Eltern, ein emotionales Auf und Ab mit Fortschritten und Rückschlägen. Endlich aber kam der Tag der Entlassung. Heute, drei Jahre nach dem schweren Eingriff, geht es Mireya gut: «Ich fühle mich wie ein normales Kind gesund. Wenn ich Abwechslung habe, denke ich nicht oft daran», sagt sie. In der Schweiz tritt frühestens 2024 die Widerspruchslösung in Kraft. Alle, die sich zu Lebzeiten nicht dagegen ausgesprochen haben, gelten dann als Organspenderinnen und -spender. Ein Systemwechsel, der an der Urne angenommen wurde. Der Abstimmungskampf hat gezeigt: Kaum ein Eingriff ist emotional so aufgeladen wie die Transplantation. Dabei handelt es sich um zwei Operationen: die Organentnahme bei einem verstorbenen Menschen und das Implantieren beim Empfänger, der ohne diese Spende sterben würde. In dramatischen Stunden kreuzen sich zwei Lebenswege. Furcht und Freude Zu diesem Zeitpunkt haben die Empfängerinnen und Empfänger bereits einen schweren Weg hinter sich. Meist langes Warten, das Telefon ständig zur Hand, den Koffer gepackt. Die Freude über die Transplantation ist oft gemischt mit der Furcht vor dem grossen Eingriff. Die Operation ist körperlich und psychisch belastend, die Lebensqualität nach der Transplantation zum Teil eingeschränkt. Und doch ist jeder Empfänger und jede Empfängerin dankbar für die zweite Chance, die ihm ein unbekannter Spender, eine unbekannte Spenderin geboten hat. «DOK» zeigt Lebensgeschichten von Patientinnen und Patienten auf der Warteliste, den Verlauf einer Organentnahme, aber auch Menschen, die seit Monaten oder Jahren mit dem Organ eines Fremden leben. Es geht um Angehörige, die sich angesichts des tragischen Todes eines Familienmitglieds rasch entscheiden müssen, ob sie mit einer Organspende einverstanden sind oder nicht. Und um Ärztinnen und Ärzte, die sich immer wieder mit medizinischen und ethischen Fragen rund um die Organtransplantation konfrontiert sehen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Mi. 06.07.2022 SRF 1
  • Jeden Tag geht Naif auf den Flohmarkt der Hauptstadt Riad. Dort treffen sich Geschäftsleute, Tagelöhner und Milliardäre zu einem beliebten Zeitvertreib: Feilschen und Versteigern. Mitten in der Wüste bei 50 Grad im Schatten braucht Pierre Hakim Millionen Liter kaltes und reines Wasser. Für seine Kaviarzucht hat er deshalb gigantische Kühlanlagen angeschafft und sogar eine eigene Kläranlage installiert. Mit Erfolg: Die reichen Saudis stehen Schlange bei Pierre, denn sein Kaviar gilt als der beste des Landes. Fatimah Alkthani hat lange mit Anfeindungen und Vorurteilen kämpfen müssen. Denn die 28-Jährige geht einem Beruf nach. Dass Frauen einer Arbeit nachgehen, ist besonders bei der älteren Generation verpönt. Fatimah ist Malerin und organisiert Kunstausstellungen. Sie kann dadurch inzwischen ihr eigenes selbstständiges Leben finanzieren. (Text: SRF)
  • Nach einem Klinikaufenthalt steht der Tessiner Regisseur Filippo vor einem Wendepunkt: Er ringt mit Ängsten, Hoffnungen und dem Wunsch, zum Film zurückzukehren. In der sozialen Einrichtung Osteria all’undici wagt er den beruflichen Wiedereinstieg und knüpft neue Freundschaften. In Gesprächen mit Kollegen entsteht ein vielschichtiges Porträt über psychische Fragilität, Selbstakzeptanz und den Kampf gegen gesellschaftliche Etiketten. Osteria all’Undici erzählt von Menschen, die zwischen geschütztem Arbeitsumfeld und freiem Markt ihren Platz suchen – ohne Pathos, mit analytischem Blick und tiefer Empathie. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 15.02.2026 SRF 1
  • Original-TV-Premiere Mi. 24.10.2018 SRF 1
  • Original-TV-Premiere Mo. 04.05.2020 SRF 1
  • Original-TV-Premiere So. 19.06.2022 SRF 1
  • Original-TV-Premiere Mo. 04.05.2020 SRF 1
  • Auf welchen Wegen gelangte das Virus in die Schweiz? Wie hat die Schweiz auf die Pandemie reagiert? Waren die Massnahmen angemessen, übertrieben, verspätet oder zu lasch? Welche Folgen und Kosten verursacht die Pandemie auf Menschen, die Gesellschaft und die Unternehmen in unserem Land? Der Dokumentarfilm geht diesen Fragen nach und deckt neue Hintergründe auf: von den ersten zögerlichen Reaktionen der WHO bis hin zum Krisenmanagement des Bundes in den Wochen, in denen sich das Virus in der ganzen Schweiz verbreitete. Er zeigt, wie die Politik anfänglich zurückhaltend handelte, während Unternehmen, darunter auch Familienbetriebe, längst beherzt mit kreativen Initiativen auf die Krise reagierten – noch bevor die erste Welle richtig über die Schweiz rollte. Erkrankte, Ärzte und Pflegende, Politikerinnen, Wissenschaftlerinnen und Firmenchefs aus der gesamten Schweiz erzählen von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Menschen, die im Kampf gegen Corona Schlüsselfunktionen innehatten, darunter auch Bundesrat Alain Berset oder Daniel Koch, erzählen offen, wie sie persönlich die Pandemie erlebt haben. Ihre Schilderungen werfen ein neues Licht auf ein ausserordentliches Krisenjahr. Sie zeigen sich aber auch zuversichtlich, dass das Ende des Tunnels, in den die Schweiz seit Februar 2020 geraten ist, mittlerweile in Sichtweite ist. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 25.02.2021 SRF 1
  • Alles beginnt im tropischen Urwald. Einem Ort, der schon seit Beginn der Zeit hier zu sein scheint. Ein Ort, der die Menschen beschützt. Wenn aber die Zerstörung des Urwaldes mit der Abholzung fortschreitet, begünstigt dies das Aufkommen von Krankheitserregern. Dieser Film ist eine Reise in die Urwälder, zu Fledermäusen und Virologen, zu abgeholzten Wäldern und Ratten in Thailand. «Pandemien – Kein Zufall» ist ein lauter Warnruf: «Wenn wir weiterhin Ökosysteme zerstören, werden wir eine Ära pandemischer Epidemien erleben». So sagt es der Parasitologe Serge Morand. Stirbt die Biodiversität, kann auch die Menschheit nicht weiter existieren, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Film. Verbunden mit dieser These ist eine brisante Frage: Wo und warum können ansteckende und völlig neue Krankheiten auftreten? Hilfe beim Beantworten dieser Fragen, könnte eine noch junge Disziplin in der Wissenschaft bringen: die Gesundheits-Ökologie. Sie führt Fachgebiete wie Parasitologie, Virologie, Human- und Tiermedizin und Anthropologie zusammen, um die Entstehung neuer Infektionskrankheiten zu verstehen. Deren Anzahl ist in den letzten Jahrzehnten explodiert. Während die WHO bis 1970 alle fünfzehn Jahre einen Fall einer neu auftretenden Krankheit registrierte, sind es heute ein bis fünf Fällen pro Jahr. Es handelt sich dabei mehrheitlich um Zoonosen; also Krankheiten, welche bei Tieren vorkommen und unter bestimmten Umständen auf Menschen übertragen werden können. Welche Mechanismen stehen hinter dieser Entwicklung? Welche Rolle spielen Abholzung, Urbanisierung und Klimawandel? Diesen Fragen geht der Dokumentarfilm «Pandemien – Kein Zufall» nach und besucht international führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei ihren Feldforschungen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 29.01.2023 SRF 1
  • Kamele, die ein Virus in sich tragen, das plötzlich auf Menschen überspringt. Mit Borreliose befallene Zecken, die sich rasant verbreiten, weil eine Waldfläche zerteilt wird und Lemuren, die fast alle vom Aussterben bedroht sind. Der Film «Pandemien – Kein Zufall» ist ein lauter Warnruf: «Wenn wir weiterhin Ökosysteme zerstören, werden wir eine Ära pandemischer Epidemien erleben». So sagt es der Parasitologe Serge Morand. Stirbt die Biodiversität, kann auch die Menschheit nicht weiter existieren, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Film. Verbunden mit dieser These ist eine in Pandemie-Zeiten brisante Frage: Wo und warum können ansteckende und völlig neue Krankheiten auftreten? Hilfe bei Beantworten dieser Fragen, könnte eine noch junge Wissenschafts-Disziplin bringen: Die Gesundheits-Ökologie. Sie führt Fachgebiete wie Parasitologie, Virologie, Human- und Tiermedizin und Anthropologie zusammen, um die Entstehung neuer Infektionskrankheiten zu verstehen. Denn deren Zahl ist explodiert. Während die WHO bis 1970 alle fünfzehn Jahre einen Fall einer neu auftretenden Krankheit registrierte, sind es heute ein bis fünf Fällen pro Jahr. Es handelt sich dabei mehrheitlich um Zoonosen; also Krankheiten, die bei Tieren vorhanden sind und dann auf Menschen überspringen. Welches sind die Mechanismen hinter dieser Entwicklung? Welche Rolle spielen Entwaldung, Urbanisierung und Klimawandel. Auf diese Frage antwortet «Pandemien – kein Zufall». (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere So. 05.02.2023 SRF 1
  • Wie das Virus den Weg ins Pflegeheim Aergera im Kanton Fribourg fand, weiss niemand. Fast jeder dritte Bewohner steckte sich an. «Zu Beginn der Krise hatten wir zu wenige Masken», sagt Heimleiter Daniel Corpataux. Warum wurde die Bundesreserve an Hygienemasken nach der Schweinegrippe nicht mehr aufgestockt? Und wieso war das Pflichtlager für Atemschutzmasken fürs Gesundheitswesen viel zu klein für einen Pandemiefall? «DOK» hat die Protokolle der Pandemievorsorge ausgewertet. Sie dokumentieren, wie die Verantwortung zwischen Beamten und Wirtschaftsvertreterinnen hin- und hergeschoben wird. Ein Behördenkrimi, der zeigt, wie Spardruck und der Glaube an den freien Markt das Denken und Handeln bestimmen. (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 10.09.2020 SRF 1
  • Der Parc Adula wäre, gut hundert Jahre nach der Gründung des Schweizer Nationalparks im Engadin, zum neuen strahlenden Tourismusprojekt der Bündner geworden. Ganze 16 Jahre lang wurde geplant und diskutiert. Ende November 2016 war es dann klar. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der betroffenen Gemeinden haben abgestimmt. Einen zweiten Schweizer Nationalpark wird es vorerst nicht geben. Wie geht es in der Region nun weiter? (Text: SRF)
    Original-TV-Premiere Do. 07.09.2017 SRF 1

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