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„Prisoner“ handelt von der prinzipientreuen Justizbeamtin Amber (Izuka Hoyle), die den versierten Killer und wertvollen Gefängnisinsassen Tibor (Tahar Rahim) zu einem Gerichtssaal eskortieren muss. Dort soll der Inhaftierte gegen das hochrangige Verbrechersyndikat aussagen, für das er früher tätig war. Als ihr Konvoi in einen Hinterhalt gerät, ist die junge Frau gezwungen, mit Tibor die Flucht zu ergreifen.
Als einzige Überlebende setzen die beiden, während sie aneinandergekettet sind, alles daran, heil und rechtzeitig ihr Ziel zu erreichen. Unterwegs wird ihre fragwürdige Allianz auf die Probe gestellt. Denn Tibors frühere Gangsterfreunde kommen ihnen immer näher. Vertrauen wird dabei zu einer Waffe. Noch dazu ergibt sich aus ihrer Verbundenheit durch die Handschellen ein moralisches Dilemma. Amber muss sich fragen, wie weit sie gehen will, um das zu beschützen, was ihr am meisten bedeutet. (Text: CD)
Als abgehalfterter Cop hat Bruce Willis in Richard Donner Leinwandreißer "16 Blocks" die Aufgabe, einen Kriminellen vom Gefängnis zum Gerichtsgebäude zu eskortieren, wo Letzterer in einer Korruptionsaffäre aussagen soll. Der gar nicht mal so weite Weg durch die im Titel genannten 16 Häuserreihen wird allerdings zu einem Spießrutenlauf für das ungleiche Duo. Etwas weiter ist die unter ähnlicher Prämisse von Las Vegas nach Phoenix ablaufende Reise für einen ebenfalls ausgebrannten …
Die Story ist total überzeichnet, weshalb auch bei mir nicht wirklich Spannung aufkommt. Was insbesondere übel aufstösst: Wenn das Baby zum Handlungsstrang wird. Das ist unsäglich zum Fremdschämen. Leonie Benesch hat m.E. diese merkwürdige Rolle als Killerin nicht wirklich gutgetan. Bin zwiegespalten, ob ich mir davon eine S2 anschauen soll.
Martina (geb. 1978) am
Hier ging wirklich einiges in die Grütze. Am gravierendsten ist, dass die Hauptfigur, Amber, völlig überflüssig ist. Ein Gefangener soll zum Gericht gebracht werden – und will auch hin! Mit allen Mitteln. Sie kettet sich an ihn und ist fortan ein Klotz am Bein. Die ganze Überführung und der Überfall in Folge 1 waren einfach nur stümperhafte Polizeiarbeit. Dann fand ich es überhaupt nicht schlüssig, wieso die Mutter eines 6 Monate alten Säuglings freiwillig am ersten Tag eine Doppel- oder Nachtschicht übernimmt. Auch die Besetzung ihres Mannes fand ich nicht besonders glaubhaft. Von der Geschichte mit Tibors Mutter will ich gar nicht anfangen. Leider war auch der Teil mit dem unverstandenen, brutalen Gangstersohn ein Klischee, was man schon X mal gesehen hat. Aber der Darsteller hat das wenigstens überzeugend gespielt. Die 2,5 Sterne aus der Review fand ich gerechtfertigt. Es soll ja wohl eine zweite Staffel geben, aber Stoff dafür sehe ich nicht.
User 1656114 am
Hat mich jetzt nicht so abgeholt. Mehrere Handlungsstränge sind einfach zu unlogisch, wie dass die Superkillerin den Baby-Bag nicht schnappt, nachdem das Baby vorher unbedingt als Druckmittel entführt wurde, oder wie die Killergangster sich um das 6 Monate alte Baby gekümmert haben sollen usw. Ansonsten viel Leerlauf und Zeit, in der die Serie gestreckt wird. Natürlich Verschwörung und Polizisten, die gekauft sind oder erpresst werden und deshalb Geheimnisse verraten. Typisch für Degeto und britische Produktionen unter Labour sind natürlich alle Demonstrationen "rechtsextrem" und es wurde beim casting auf ausreichend Hell- und Dunkelhäutige Darsteller geachtet. In der Mischung dann so, wie Frommi unten schon geschrieben hat, nichts Neues oder Besonderes. Bisher 1,5 von 5
Sabine_U am
Es ist keine Mini-Serie, da sie bereits um eine zweite Staffel verlängert wurde.
Frommi am
Ein Plot, der nicht neu ist (zwei Protagonisten aneinander gekettet müssen das Ziel, hier ein Gericht, erreichen). Die Serie hat ihre guten (Thriller-)Momente. Für mich würde die Handlung in ein Spielfilmformat passen, der Plot wirkt bis etwa der Hälfte der Episoden künstlich in die Länge 'auf Serie' gezogen, Spannung und Twists sind vorhanden, der Kampf der Protagonistin um ihre Familie (ihre kleine Tochter) steht emotional im Mittelpunkt. Er verlängert den eigentlichen Krimi-Plot. Die von mir sehr geschätzte Leonie Benesch (ungewöhnlich mit Kurzhaar und ziemlich brutal) macht das Beste aus ihrer Rolle. Tibor und Amber werden akzeptabel von für mich bisher unbekannten Schauspielern dargestellt, der Rest ist blass. Das Drehbuch passt soweit, zieht aber das Ganze in die Länge (s.o.), Sound und Synchronisierung passen auch, die nervige Wackelkamera macht das Ganze in wichtigen (Dialog-)Szenen für mich weniger ansehlich. Durch die Kooperation von sky mit ARD-Degeto kommen wir in den Genuss der frühen VÖ, das ist wirklich lobenswert.
Durch den offensichtlichen Cliffhanger kann man wohl eine zweite Staffel erwarten.