Heute ist sie eine geachtete Persönlichkeit, kandidierte sogar 2012 für das Amt des Bundespräsidenten. Doch alles begann mit eine Skandal. Die „Nazi-Jägerin“ Beate Klarsfeld wurde 1968 durch eine Ohrfeige für den Bundeskanzler bekannt. Unerträglich erschien es ihr, dass ein Mann wie Kurt Georg Kiesinger, ehemaliges NSDAP-Mitglied und Verbindungsmann zwischen Auswärtigen Amt und NS-Propagandaministerium, in der Bundesrepublik ein hohes Amt bekleiden durfte. Als viele andere Bundesbürger vor allem vergessen wollten, kämpfte sie
für die Verurteilung von NS-Verbrechern. „Mein Antrieb ist Gerechtigkeit, nicht Rache“, betont sie. Beate Klarsfeld polarisierte – die deutsche Nachkriegsgesellschaft tat sich schwer mit ihr. Sie spürte mehrere Nazi Verbrecher auf und trug maßgeblich zu deren Verurteilung bei, z.B. „der Schlächter von Lyon“, Klaus Barbie, und der SS-Arzt in Auschwitz, Josef Mengele, wurden von Beate Klarsfeld gejagt. In Planet Wissen erzählt Beate Klarsfeld von ihrem unermüdlichen Kampf als „Nazi-Jägerin“. (Text: BRalpha)