2026
Unguilty Pleasures – Brillante Ideen für grünen Schmuck
Folge 318 (45 Min.)
Saphir-Ring: Ein Einkaräter kostet mehrere tausend Euro – je nach Farbe und Qualität.Bild: Kim KruseGold, Perlen und Edelsteine werden für viele Menschen noch wertvoller, wenn sie ohne Schaden für Mensch und Natur gewonnen wurden. Schmuck mit gutem Gewissen glänzt nachhaltig und fair. Minen mit menschlichen Arbeitsbedingungen, Muschelzucht ohne verheerende Schäden für die Natur: Weltweit suchen Schmuckschaffende nach neuen Quellen für ihre edlen Rohstoffe. Und die Nachfrage steigt. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir kein Gold mehr aus der Erde holen müssen“, sagt Schmuckdesignerin Guya Merkle. „Keiner muss in den gefährlichen Goldminen arbeiten.Wir haben genug Gold im Umlauf.“ Sie meint damit zum Beispiel die kleinen Mengen, die in Handys verbaut sind. Millionen davon landen in Afrika als Elektroschrott auf Müllhalden und werden verbrannt – ihre wertvollen Bestandteile gleich mit. Deshalb holt die Berlinerin sie containerweise zurück nach Europa und gewinnt daraus recyceltes Gold für ihre Schmuckkollektion. Die Aktivistin setzt sich für die Schließung aller Kleinbergbauminen weltweit ein. In Uganda sorgt sie mit ihrer Stiftung Earthbeat Foundation dafür, dass Menschen, die dadurch ihre Arbeit verlieren, ihren Lebensunterhalt anders verdienen können – durch Bienenzucht. Goldschmied Jan Spille ist ein echter Pionier. Seit 20 Jahren setzt er auf fairen und ökologischen Goldabbau. „Wir haben beim weltweiten Kleinbergbau gravierende Umweltschäden, soziale Ausbeutung und Kinderarbeit“, sagt der Hamburger. Jetzt geht sein Engagement in die nächste Runde: bei Edelsteinen. So ist er auf eine Saphirmine in Sri Lanka gestoßen. Ein Vorreiterprojekt: Die deutschen Edelsteinproduzenten Leander Schorr und Peter Janowski haben dort mit lokalen Partnern die ECOMINE gegründet – die weltweit erste Ökomine, in der sie Saphire umweltfreundlich abbauen und auf sichere, gerechte Arbeitsbedingungen achten. „Ganzheitlicher geht es kaum“, sagt ihr neuer Kunde, Jan Spille. Jörg Gellner stellt in zweiter Generation wertvollen Perlenschmuck her. Seine Perlen stammen nicht aus tierquälerischer chinesischer Massenzucht von Muscheln. Im Gegenteil: Gellner kauft bei Perlenzüchter Justin Hunter auf Savusavu, einer der Fidschi-Inseln. Hunter hat sich selbst strenge Umweltregeln auferlegt. Sein Environmental Code sorgt für eine ökologisch intakte Unterwasserwelt, denn sie ist die Voraussetzung für natürlich wachsende Perlen. Hunters Vision: „Nur ein gesundes Ökosystem bringt gesunde ‚Früchte‘ hervor.“ Seine Perlen schimmern in vielen verschiedenen Perlmuttfarben. Für Jörg Gellners Schmuckmanufaktur im württembergischen Wiernsheim kommen keine anderen infrage. Neue Ideen für mehr Nachhaltigkeit bei Schmuckstücken sind Gold wert. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 25.01.2026 ZDF Unguilty Pleasure – Sport mit gutem Gewissen
Folge 319 (45 Min.)Der junge Belgier Jasper Struelens, studierter Maschinenbauer und leidenschaftlicher Skifahrer, wollte keine „Spur im Schnee“ mehr hinterlassen. Also entwickelte er nachhaltige Ski aus Holz und Edelstahl. In der Werkstatt seiner Eltern hat er erste Prototypen aufbewahrt.Bild: ZDF und Dieter StürmerSki, Surfboards, Sportbekleidung oder auch Mountainbikes – allzu oft bestehen sie aus umweltschädlichen Materialien. Wie kann die Sportindustrie grüner werden? Immer mehr Menschen zieht es in die Natur, der Outdoortrend ist ungebrochen. Häufig hat diese Entwicklung aber negative Auswirkungen auf uns und unsere Umwelt. Höchste Zeit, die Sportbranche nachhaltiger zu machen, ohne auf Spaß verzichten zu müssen. In Belgien arbeitet Jasper Struelens an einem umweltfreundlicheren Wintersport. „Irgendwann ist mir klar geworden: Überall, wo ich Ski fahre, hinterlasse ich eine Spur“, eine Spur aus Mikroplastik und Wachs.Noch dazu sind die Bretter aus herkömmlichen Materialien nicht wiederverwendbar. Das will Struelens ändern und entwickelt einen Alpinski aus Holz und Edelstahl, der ohne Klebstoff und Wachs auskommt. Auf der grünen Welle ist Adrian Kuschke schon länger unterwegs. Der passionierte Surfer möchte die Surfindustrie klimafreundlich umkrempeln. Er arbeitet an Boards aus Agavenholz, einem nachwachsenden Rohstoff, denn er „will eine Alternative bieten, zu herkömmlichen Kunststoffboards und die Welt ein wenig besser machen“. Seine Boards sind langlebiger als Schaumstoffbretter, ihr Kern zu 95 Prozent recyclebar. Nachhaltige Laufkleidung, darum geht es dem Hamburger Steffen Otten. Gemeinsam mit einem Freund entwickelt er Sporttextilien, die aus Biobaumwolle oder anderen biologisch abbaubaren Stoffen bestehen. Am Ende ihrer Lebenszeit werden die alten Shirts nicht weggeworfen, sondern zu neuem Garn recycelt – das Material bleibt im Kreislauf. Steffen Otten ist überzeugt, „dass es möglich ist, Sportkleidung auch aus umweltgesunden Materialien herzustellen. Auch wenn die Sportindustrie uns etwas anderes erzählen will.“ Mountainbiken ist ein beliebter Sport, der als naturnah gilt. Doch der Abrieb der Reifen beeinträchtigt die Umwelt. Wissenschaftler der Universität Bayreuth forschen deshalb daran, den Plastikabrieb der Reifen zu verringern. „Mit dem Mountainbike ist man mitten in der Natur. Deswegen ist es mir wichtig, mit meiner Arbeit mehr darüber herauszufinden. Schließlich will ich ja mit meinem Sport nicht der Natur schaden!“, so der Sportökologe Fabian Sommer. Das Interesse eines großen Reifenherstellers haben die Forscher bereits geweckt. Die Reportage-Reihe „Unguilty Pleasure“ zeigt Möglichkeiten, wie sich das Leben in unterschiedlichen Bereichen unbeschwert genießen lässt – ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 01.03.2026 ZDF
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