Clever Reisen – Die Welt für wenig Geld
Folge 330 (45 Min.)Traumziele rund um den Globus: Für viele Menschen sind sie in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten unerreichbar. Wie lassen sich Ferien in der Ferne trotzdem finanzieren? Mit der ganzen Familie an tropische Strände, eine kostenlose Villa als Unterkunft oder Safari-Feeling in der afrikanischen Savanne: Wer es klug anstellt, schafft es auch mit kleinem Budget hinaus in die weite Welt. Spartipps für Urlaubende mit Fernweh. Eine Familie aus Bayern stellt sich der Herausforderung für „plan b“: fünf Tage im Ferienparadies Thailand mit drei Kids – und einem Limit von 900 Euro.Wolfgang Geßl, Chantal Scharf und ihre drei Jungs wollen mehr als Badespaß am Palmenstrand. Auf ihrer Wunschliste stehen auch: bei einem Sternekoch essen und ein Ausflug auf die berühmte Insel Koh Phi Phi. Die Eltern setzen auf Travel Hacks in Reiseblogs – mit vielen Tipps von erfahrenen Reisenden. „Das ist für mich die beste Empfehlung, die man haben kann“, sagt Chantal Scharf. „Dass jemand vor Ort schon dort war und gesagt hat: Ich habe das ausprobiert, das ist günstig, das sieht toll aus.“ Schafft die fünfköpfige Familie es wirklich, ihr Budget einzuhalten? Eine schicke Villa mit Pool für null Euro!? Christopher Keidel und Theresa Auth haben den Trick raus. Sie gehören zu den Reisebloggern, die ihre Erfahrungen und Entdeckungen auf ihrer Website teilen – und damit sogar ihren Lebensunterhalt verdienen. Seit drei Jahren sind sie auf der ganzen Welt unterwegs. Ihr Schlüssel zu kostenlosen Luxus-Unterkünften heißt Housesitting: Sie hüten die Häuser von Einheimischen, während diese verreist sind. Die beiden Rechtspfleger aus Hessen kümmern sich um Haustiere und pflegen Garten und Pool. „Es ist jedes Mal ein Überraschungspaket und genau das macht für uns auch den Reiz aus“, sagt Theresa Auth. Sie bleiben Wochen, manchmal Monate, lernen Nachbarn kennen und erleben den Alltag der Menschen vor Ort. Eine Safari in Afrika kostet oft Tausende Euro. Doch im „Free to be Wild Sanctuary“ in Simbabwe erleben Reisende wilde Tiere hautnah, und das für einen Bruchteil der üblichen Kosten. Wer sich dort als Volunteer engagiert, pflegt verletzte Bushbabys, geht mit verwaisten Pavianen spazieren oder füttert blinde Giraffen. Es sind auch mal Gehege zu schrubben, das gehört dazu. Aber dafür geht es dann eben auch auf Ausflüge in die Wildnis. „Wir haben jeden Tag neue, spannende Projekte und wir sehen die Tiere aus nächster Nähe. Es sind Ferien, die man sich sonst nur erträumen kann“, sagt die kanadische Studentin Elisabeth Nowell. Ein großes Abenteuer für kleines Geld. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 13.08.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 30.08.2026 ZDF Was macht uns gesund? Nie wieder Rücken!
Folge 331 (45 Min.)Verhoben? Verspannt? Bandscheibe, Ischias, Skoliose oder Hexenschuss: Fast jeder Erwachsene in Deutschland kennt Rückenschmerzen. Von sanfter Bewegung bis Hightech-OP. Was hilft wirklich? Das Volksleiden „Rücken“ verursacht teils enorme Schmerzen, hohe Krankheitskosten und viele Fehltage bei der Arbeit. Für die Betroffenen besonders bitter: Bei über 85 Prozent lässt sich keine eindeutige Ursache finden. Gegen solche „unspezifischen Rückenschmerzen“ setzt der Neurochirurg Dr. Torsten Eichenauer vom Medizinischen Versorgungszentrum Nienburg seit kurzem auf ein neues Verfahren: Wenn nichts anderes mehr hilft, implantiert er in einigen Fällen einen sogenannten Neurostimulator in den unteren Rücken.Ähnlich wie ein Herzschrittmacher sendet dieser winzige Stromimpulse. Die aktivieren den großen, tief liegenden Rückenmuskel, der für Stabilität in der Wirbelsäule sorgt. „Das ist ein System, das in unserem Alltag bei Rückenschmerzpatienten nicht mehr wegzudenken sein wird“, sagt Eichenauer. Die 14-jährige Rosa Haasjes aus den Niederlanden leidet unter schwerer Skoliose, einer starken Verkrümmung der Wirbelsäule. Um deren Fortschreiten zu stoppen, haben die Ärzte in den Niederlanden empfohlen, ihre Wirbelsäule zu versteifen. Doch Familie Haasjes setzt auf eine neue, innovative Therapie und reist dafür extra nach Deutschland zu Dr. Per Trobisch vom Wirbelsäulenzentrum in Düren. Er ist der führende Experte, der ein neuartiges OP-Verfahren anwendet. „Das Ziel ist, die Beweglichkeit erhalten zu können“, sagt Trobisch. „Es wird die klassische OP-Methode, die Versteifung, nicht ersetzen, aber es ist ein weiteres Werkzeug in der Werkzeugkiste. Das heißt, je mehr Möglichkeiten wir haben, je individueller wir die Behandlung machen können, umso besser für den Patienten.“ Rosas Hoffnung: Das lästige Korsett, das sie jetzt tragen muss, loswerden und endlich wieder einmal ihrer Leidenschaft nachgehen: schwimmen. Viele Ideen gegen Rückenschmerzen setzen auf Prävention, auf Vorsorge, damit der Rücken möglichst lange gesund und fit bleibt. Intensivkrankenpflegerin Katja Herzog aus Berlin hat sich für einen Qigong-Kurs auf Rügen angemeldet. „Wir brauchen unseren Rücken, der trägt ganz viel, das ist unser Arbeitsmittel“, sagt sie. „Wenn der nicht funktioniert, dann geht nichts.“ Für den Kurs hat sie von ihrem Arbeitgeber Bildungsurlaub bekommen. Denn Katja Herzog tut nicht nur ihrem eigenen Rücken etwas Gutes, sondern gibt das Gelernte an ihre Kollegen im Krankenhaus weiter. Generell seien Kraftübungen und Bewegung unabdingbar, meint Schmerz-Physiotherapeut Stefan Lindner vom Uniklinikum Würzburg. Doch auch soziale Faktoren und die Psyche spielen bei Rückenschmerzen eine Rolle. Darauf zielt die Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie (IMST). Dabei erhalten die Patienten und Patientinnen mit chronischen Schmerzen in Würzburg zusätzlich Angebote wie Aroma- und Maltherapie. „Chronischer Rückenschmerz ist nicht nur ein lokales Problem, was man an einem Ort im Rücken hat, sondern Schmerz insgesamt muss man integrativ sehen“, sagt Prof. Heike Rittner vom Zentrum für interdisziplinäre Schmerzmedizin. „Chronische Schmerzen haben immer auch etwas mit dem Gehirn zu tun, sind mit Emotionen verknüpft und in einem gewissen Kontext zu sehen.“ Sogar eine Behandlung mit Virtual-Reality-Brille zeigt in einer Studie Erfolge. „Nie wieder Rücken!“ ist die zweite Folge der neuen „plan b“-Dokureihe „Was macht uns gesund?“. Sie widmet sich den drängenden Gesundheitsfragen unserer Zeit und erzählt von Menschen, die medizinisch Neues wagen oder sich auf Altes besinnen, um gesund zu werden – innovative Ideen für eine moderne Medizin und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 20.09.2026 ZDF Unguilty Pleasure: Schlauer Wohnen
Folge 332 (45 Min.)Unsere Wohnungen sollen schön, praktisch und gemütlich sein. Doch statt ständig mehr zu kaufen, lohnt ein neuer Blick auf das, was längst da ist – und überraschend viel Potenzial hat. Clevere Raumlösungen schaffen oder Möbel aufarbeiten, Gegenstände teilen statt neu anzuschaffen: Mit kreativen Ideen entstehen aus alten Lieblingsstücken individuelle Lösungen. Das verlängert ihre Nutzungsdauer, spart Ressourcen und entlastet den Geldbeutel. 57 Quadratmeter, zwei Erwachsene, ein Kleinkind – und der Wunsch nach etwas mehr Platz: Laura und Konstantin leben mit ihrer zweijährigen Tochter in einem Berliner Altbau.Eine größere bezahlbare Wohnung ist nicht in Sicht. Deshalb muss jetzt eine andere Lösung her – auch weil die drei sich in ihrem Kiez sonst wohlfühlen. Die junge Familie macht sich auf die Suche nach einer Idee, wie aus ihrer Zwei-Zimmer-Wohnung ein Zuhause werden kann, das mitwächst. Unterstützung bekommen sie von Architekt Van Bo Le-Mentzel. Der Berliner gilt als Vordenker für kluges Wohnen auf kleinem Raum. Er selbst lebt mit seiner Frau und drei Kindern auf 90 Quadratmetern. Mit seinem Wohnungsbau-Unternehmen „Gemeinwohlbau“ entwickelt der 49-jährige neue Modelle für gemeinschaftliches und bezahlbares Wohnen. Laura und Konstantin schlägt er vor, mit einem selbst gebauten Raumteiler neue Rückzugsräume zu schaffen. Einziges Manko: Die beiden bringen wenig handwerkliche Vorerfahrung mit. Gelingt der Plan, die kleine Wohnung im DIY-Projekt familientauglich umzubauen? Für Kim Kaldasch beginnt die Suche dort, wo andere aussortieren. Für ihren Vintage-Shop „Schönes Ding“ in Haan sucht sie nach Möbeln aus den 60er-Jahren, die sie dann mit ihrem Team in liebevoller Handarbeit wiederaufarbeitet. So wird aus dem vermeintlichen Sperrmüll ein Möbelstück mit Geschichte, das nochmal 60 Jahre hält – ein Gegenentwurf zur Wegwerfgesellschaft. Warum etwas kaufen, das man nur wenige Male im Jahr benutzt? Genau diese Frage stellte sich auch Najine Ameli. Erst schrieb sie eine Doktorarbeit über „Bibliotheken der Dinge“, dann gründete sie in Bochum selbst eine. In der „bib der dinge“ können Mitglieder für 100 Euro Jahresbeitrag fast alles ausleihen: von Bohrmaschine über Schokobrunnen und Kindersitz bis hin zu Nähmaschine und Fitnessgeräten. Ihr Antrieb: Neuanschaffungen vermeiden, stattdessen mehr gemeinsam nutzen statt besitzen – das spart Geld, Platz und Rohstoffe. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 27.09.2026 ZDF
