Was macht uns gesund? – Neustart fürs Knie
Folge 320 (45 Min.)
Bei leichteren Knie- und Gelenkschmerzen schaffen auch sanfte Mittel Abhilfe. Die Kräuter-Influencerin Isabel Fischer setzt auf die Hagebutte und heimische Heilpflanzen.Bild: ZDF und Judith ArnoldEisbaden und Kältekammer, Training oder eine Knorpeltransplantation von der Nase ins Knie: Was hilft wirklich bei Knieschmerzen? Neue Methoden machen scheinbar Unmögliches möglich. Knieschmerzen, Verschleiß, Arthrose: Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter. Doch Heilkräfte aus der Natur und Hightech-Medizin können schmerzende Gelenke wieder in Bewegung bringen. Was weg ist, ist weg: Das schien auch für den Knorpel im Knie zu gelten, der wie ein Stoßdämpfer zwischen den Gelenkknochen jeden Schritt, jede Bewegung auffängt. Ist er einmal abgenutzt – unwiederbringlich, so dachte man bislang, reiben die Knochen aneinander.Arthrose. Eine schmerzhafte Sache. Doch eine neue Apparatur aus den Niederlanden erweist sich als echter Gamechanger: Sie zieht die Knochen im Knie auseinander und schafft so Raum, in dem Knorpel nachwachsen kann – die sogenannte Knie-Distraktion. In Deutschland gehört der Orthopäde Kaywan Izadpanah vom Uniklinikum Freiburg zu den Ersten, die die Operation durchführen. Wird er seiner Patientin Maria Andrea Merz helfen können? In der Schweiz kommt Rettung fürs Knie aus der eigenen Nase. Forschende vom Universitätsspital Basel entnehmen ihren Patientinnen und Patienten ein kleines Stück Nasenscheidewand, züchten es im Labor groß und verpflanzen es dann in das kaputte Knie. Ersatz für den abgenutzten Stoßdämpfer. Sportlehrerin Astrid Hobi erhofft sich von der Operation wieder Freude an ihrem Beruf und neue Lebensqualität. Bei leichteren Knie- und Gelenkschmerzen schaffen auch sanftere Mittel Abhilfe. Die Kräuter-Influencerin Isabel Fischer setzt auf die Hagebutte und heimische Heilpflanzen. Die Rostocker Seehunde schwören auf die Kraft der Kälte: Die Vereinsmitglieder finden beim Eisbaden in der winterlichen Ostsee neue Lebensenergie – manche sogar in einer Kältekammer bei minus 110 Grad. Denn sie spüren es am eigenen Leib: Einmal kurz frieren heißt für sie: Gelenkschmerz ade. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 12.04.2026 ZDF Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 19.04.2026Digitale Kollegen im Einsatz – Wie KI und Robotik unsere Jobs verbessern
Folge 321 (45 Min.)„Tatu“ ist einer von drei Robotern, die im „Oodi“ für alle sichtbar Logistikaufgaben übernehmen. Ganz bewusst hat man sich in Helsinkis neuer Leuchtturm-Bücherei dafür entschieden, Roboter auch im „Vordergrund“ arbeiten zu lassen. Denn die Nutzerinnen und Nutzer sollen hier in direkten Kontakt mit der automatisierten Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts kommen.Bild: Christoffer Maid / ZDFKünstliche Intelligenz und Robotik krempeln unsere Arbeitswelt um. Neben der Sorge um Jobs eröffnen sie auch neue Chancen, wenn Maschinen gefährliche oder monotone Aufgaben übernehmen. KI gestützte Robbenzählung an der Ostsee, körperliche Entlastung im OP, ein autonomer Gleisroboter und Drohnen für Medikamententransporte in Malawi zeigen, wie künstliche Intelligenz Arbeit sicherer macht und Berufe verändert. „Wir nehmen niemandem Arbeit weg“, davon ist Unternehmerin Sabrina Hellstern überzeugt. Zusammen mit Claudia Sodha hat sie ein Assistenzsystem für Chirurgen entwickelt.Bei Operationen stehen die Ärzte normalerweise stundenlang vornübergebeugt am OP-Tisch. Die auf Dauer ungesunde Körperhaltung kann Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen. Entlastung soll die Erfindung der Frauen bringen, eine Mischung aus Exoskelett und Roboter – das RoboCockpit noac. Ihr nächstes Ziel ein Roboter, der Instrumente anreichen kann, um das knappe Pflegepersonal anderweitig einsetzen zu können. Zu den Aufgaben von Finn Viehberg vom WWF Büro in Stralsund gehört die regelmäßige Robbenzählung entlang der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Seit kurzem setzt der Biologe im Pilotprojekt RobbenBlick auf automatisiertes Zählen mithilfe künstlicher Intelligenz. Dabei wird die KI trainiert, Robben auf Fotos und Luftaufnahmen zu erkennen. Bislang musste Viehberg unzählige Fotos in tagelanger Arbeit mühsam selbst auswerten. „Wenn das eine Maschine für uns übernehmen kann, haben wir mehr Zeit, uns auf weitere wichtige Dinge zu konzentrieren.“ Drohnen nutzen KI, um ihre Umgebung beim Navigieren zu erkennen. Sie sind innovative Hilfsmittel, die vielfältig eingesetzt werden, etwa zur Lieferung von Paketen oder auch in gefährlichen Situationen. Tom Plümmer hat den Wingcopter entwickelt, eine Mischung aus Helikopter und Tragflächendrohne. In Malawi baut er einen neuen Standort auf und bildet Einheimische im Drohnenfliegen aus: „Mittlerweile sind es über 20 Jugendliche, die von null an alles gelernt haben und jetzt future technology bedienen.“ Mit den Drohnen werden Medikamente und Impfstoffe in abgelegene Gebiete transportiert. Sanierungsarbeiten am maroden Schienensystem sind hart und langwierig. Die Verletzungsgefahr der Gleisarbeiter ist hoch, die Nachbesetzung schwierig. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, etwas zu automatisieren, was einerseits den Arbeitern hilft, andererseits höhere Qualität der Infrastruktur liefert“, sagt Thomas Weis vom Bahntechnik-Spezialisten Robel. Das Unternehmen entwickelte einen Roboterarm, der die Reparatur vollautomatisch übernimmt und dadurch den Job des Gleisschweißers verändert. In Rotterdam wird er getestet. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 26.04.2026 ZDF Gesucht? Gefunden! – Schluss mit der Wohnungsnot
Folge 322 (45 Min.)Umzugstag bei Johanna Frohneberg: Sie hat eine Wohnung zum Tauschen gefunden.Bild: ZDF und Felix Steiger, KölnMassenbesichtigungen, hohe Mieten, geplatzte Bauprojekte: Heute eine Wohnung zu finden, ist fast wie ein Sechser im Lotto. Es muss mehr gebaut werden – doch das ist nicht die einzige Lösung. Bewährte Wohnmodelle und alte Bauverfahren feiern ihr Comeback für mehr Wohnraum in Deutschland. Das Ziel: bestehende Gebäude und Räume besser nutzen. Dafür ziehen Mieter, Vermieter, Arbeitgeber und Städte an einem Strang – gegen die steigende Wohnungsnot. Vor allem in Großstädten wie Köln und München ist der Wohnungsmarkt angespannt.John Weinert möchte Abhilfe schaffen. Seine Idee: Wohnungstausch. Das Prinzip ist simpel, Personen, die zu viel Wohnraum haben, tauschen mit anderen, die mehr Platz brauchen. Dabei bringt Weinerts Online-Plattform passende Paare zusammen. Sein Wunsch: „Ich möchte Wohnungstausch in Deutschland als eine ganz normale Form der Wohnungssuche etablieren.“ Dafür berät er Städte und Gemeinden für mögliche eigene Tauschbörsen. Wie viel Platz brauchen wir wirklich, fragt sich auch Architekt Markus Plöcker. Wohnungen müssen laut Plöcker nicht groß sein, sondern clevere und praktische Grundrisse haben. Er setzt auf die weitere Nutzung leer stehender Gebäude. Bei seinem jüngsten Projekt in der Nähe von Frankfurt werden alte Büros zu 200 neuen Wohnungen umgebaut. Umwidmung heißt das in der Fachsprache. „Der Rohbau macht ungefähr ein Drittel der Kosten aus“, weiß Plöcker. Die Weiterverwendung spart Ressourcen, CO2 und Baukosten. Wird auf ein bestehendes Gebäude aufgestockt, entsteht noch mehr Wohnraum. Bis zu 2,7 Millionen Wohnungen könnten durch Aufstockungen in Deutschland entstehen. In Bayern wird ein altes Kloster um zwei weitere Etagen ergänzt. Die Bauteile werden in der firmeneigenen Produktionshalle vorgefertigt, sodass die Montage auf der Baustelle später sehr schnell geht. Die Modulbauweise stammt zwar aus der Nachkriegszeit, bekommt heute aber ein echtes Upgrade: Statt Beton verwendet die Firma nachhaltiges Holz. In Heidelberg erfahren gleich zwei alte Ideen ein Revival: Dort entstehen fünf neue Häuser in modularer Bauweise. Ein Geschoss mit vorgefertigten Außenwänden, Bädern und Decken ist in nur drei Tagen fertig. Bauträger ist die städtische Wohnungsgesellschaft, die dabei eng mit dem Universitätsklinikum – dem größten Arbeitgeber der Stadt – zusammenarbeitet. In die neuen Gebäude werden Klinikangestellte einziehen. „Wir haben immer mal wieder Bewerber, die tatsächlich keine Wohnung finden und dann absagen“, bemängelt Pflegedirektorin Yvonne Dintelmann. Damit das nicht mehr passiert, investiert die Klinik in Mitarbeiterwohnungen. Eine Idee aus dem 19. Jahrhundert, die heute wieder an Bedeutung gewinnt. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 03.05.2026 ZDF
