2026
Unguilty Pleasure – Brillante Ideen für grünen Schmuck
Folge 318 (45 Min.)
Saphir-Ring: Ein Einkaräter kostet mehrere tausend Euro – je nach Farbe und Qualität.Bild: Kim KruseGold, Perlen und Edelsteine werden für viele Menschen noch wertvoller, wenn sie ohne Schaden für Mensch und Natur gewonnen wurden. Schmuck mit gutem Gewissen glänzt nachhaltig und fair. Minen mit menschlichen Arbeitsbedingungen, Muschelzucht ohne verheerende Schäden für die Natur: Weltweit suchen Schmuckschaffende nach neuen Quellen für ihre edlen Rohstoffe. Und die Nachfrage steigt. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir kein Gold mehr aus der Erde holen müssen“, sagt Schmuckdesignerin Guya Merkle. „Keiner muss in den gefährlichen Goldminen arbeiten.Wir haben genug Gold im Umlauf.“ Sie meint damit zum Beispiel die kleinen Mengen, die in Handys verbaut sind. Millionen davon landen in Afrika als Elektroschrott auf Müllhalden und werden verbrannt – ihre wertvollen Bestandteile gleich mit. Deshalb holt die Berlinerin sie containerweise zurück nach Europa und gewinnt daraus recyceltes Gold für ihre Schmuckkollektion. Die Aktivistin setzt sich für die Schließung aller Kleinbergbauminen weltweit ein. In Uganda sorgt sie mit ihrer Stiftung Earthbeat Foundation dafür, dass Menschen, die dadurch ihre Arbeit verlieren, ihren Lebensunterhalt anders verdienen können – durch Bienenzucht. Goldschmied Jan Spille ist ein echter Pionier. Seit 20 Jahren setzt er auf fairen und ökologischen Goldabbau. „Wir haben beim weltweiten Kleinbergbau gravierende Umweltschäden, soziale Ausbeutung und Kinderarbeit“, sagt der Hamburger. Jetzt geht sein Engagement in die nächste Runde: bei Edelsteinen. So ist er auf eine Saphirmine in Sri Lanka gestoßen. Ein Vorreiterprojekt: Die deutschen Edelsteinproduzenten Leander Schorr und Peter Janowski haben dort mit lokalen Partnern die ECOMINE gegründet – die weltweit erste Ökomine, in der sie Saphire umweltfreundlich abbauen und auf sichere, gerechte Arbeitsbedingungen achten. „Ganzheitlicher geht es kaum“, sagt ihr neuer Kunde, Jan Spille. Jörg Gellner stellt in zweiter Generation wertvollen Perlenschmuck her. Seine Perlen stammen nicht aus tierquälerischer chinesischer Massenzucht von Muscheln. Im Gegenteil: Gellner kauft bei Perlenzüchter Justin Hunter auf Savusavu, einer der Fidschi-Inseln. Hunter hat sich selbst strenge Umweltregeln auferlegt. Sein Environmental Code sorgt für eine ökologisch intakte Unterwasserwelt, denn sie ist die Voraussetzung für natürlich wachsende Perlen. Hunters Vision: „Nur ein gesundes Ökosystem bringt gesunde ‚Früchte‘ hervor.“ Seine Perlen schimmern in vielen verschiedenen Perlmuttfarben. Für Jörg Gellners Schmuckmanufaktur im württembergischen Wiernsheim kommen keine anderen infrage. Neue Ideen für mehr Nachhaltigkeit bei Schmuckstücken sind Gold wert. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 25.01.2026 ZDF Unguilty Pleasure – Sport mit gutem Gewissen
Folge 319 (45 Min.)Der junge Belgier Jasper Struelens, studierter Maschinenbauer und leidenschaftlicher Skifahrer, wollte keine „Spur im Schnee“ mehr hinterlassen. Also entwickelte er nachhaltige Ski aus Holz und Edelstahl. In der Werkstatt seiner Eltern hat er erste Prototypen aufbewahrt.Bild: ZDF und Dieter StürmerSki, Surfboards, Sportbekleidung oder auch Mountainbikes – allzu oft bestehen sie aus umweltschädlichen Materialien. Wie kann die Sportindustrie grüner werden? Immer mehr Menschen zieht es in die Natur, der Outdoortrend ist ungebrochen. Häufig hat diese Entwicklung aber negative Auswirkungen auf uns und unsere Umwelt. Höchste Zeit, die Sportbranche nachhaltiger zu machen, ohne auf Spaß verzichten zu müssen. In Belgien arbeitet Jasper Struelens an einem umweltfreundlicheren Wintersport. „Irgendwann ist mir klar geworden: Überall, wo ich Ski fahre, hinterlasse ich eine Spur“, eine Spur aus Mikroplastik und Wachs.Noch dazu sind die Bretter aus herkömmlichen Materialien nicht wiederverwendbar. Das will Struelens ändern und entwickelt einen Alpinski aus Holz und Edelstahl, der ohne Klebstoff und Wachs auskommt. Auf der grünen Welle ist Adrian Kuschke schon länger unterwegs. Der passionierte Surfer möchte die Surfindustrie klimafreundlich umkrempeln. Er arbeitet an Boards aus Agavenholz, einem nachwachsenden Rohstoff, denn er „will eine Alternative bieten, zu herkömmlichen Kunststoffboards und die Welt ein wenig besser machen“. Seine Boards sind langlebiger als Schaumstoffbretter, ihr Kern zu 95 Prozent recyclebar. Nachhaltige Laufkleidung, darum geht es dem Hamburger Steffen Otten. Gemeinsam mit einem Freund entwickelt er Sporttextilien, die aus Biobaumwolle oder anderen biologisch abbaubaren Stoffen bestehen. Am Ende ihrer Lebenszeit werden die alten Shirts nicht weggeworfen, sondern zu neuem Garn recycelt – das Material bleibt im Kreislauf. Steffen Otten ist überzeugt, „dass es möglich ist, Sportkleidung auch aus umweltgesunden Materialien herzustellen. Auch wenn die Sportindustrie uns etwas anderes erzählen will.“ Mountainbiken ist ein beliebter Sport, der als naturnah gilt. Doch der Abrieb der Reifen beeinträchtigt die Umwelt. Wissenschaftler der Universität Bayreuth forschen deshalb daran, den Plastikabrieb der Reifen zu verringern. „Mit dem Mountainbike ist man mitten in der Natur. Deswegen ist es mir wichtig, mit meiner Arbeit mehr darüber herauszufinden. Schließlich will ich ja mit meinem Sport nicht der Natur schaden!“, so der Sportökologe Fabian Sommer. Das Interesse eines großen Reifenherstellers haben die Forscher bereits geweckt. Die Reportage-Reihe „Unguilty Pleasure“ zeigt Möglichkeiten, wie sich das Leben in unterschiedlichen Bereichen unbeschwert genießen lässt – ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 01.03.2026 ZDF Was macht uns gesund? – Neustart fürs Knie
Folge 320 (45 Min.)Bei leichteren Knie- und Gelenkschmerzen schaffen auch sanfte Mittel Abhilfe. Die Kräuter-Influencerin Isabel Fischer setzt auf die Hagebutte und heimische Heilpflanzen.Bild: ZDF und Judith ArnoldEisbaden und Kältekammer, Training oder eine Knorpeltransplantation von der Nase ins Knie: Was hilft wirklich bei Knieschmerzen? Neue Methoden machen scheinbar Unmögliches möglich. Knieschmerzen, Verschleiß, Arthrose: Millionen Menschen in Deutschland leiden darunter. Doch Heilkräfte aus der Natur und Hightech-Medizin können schmerzende Gelenke wieder in Bewegung bringen. Was weg ist, ist weg: Das schien auch für den Knorpel im Knie zu gelten, der wie ein Stoßdämpfer zwischen den Gelenkknochen jeden Schritt, jede Bewegung auffängt. Ist er einmal abgenutzt – unwiederbringlich, so dachte man bislang, reiben die Knochen aneinander.Arthrose. Eine schmerzhafte Sache. Doch eine neue Apparatur aus den Niederlanden erweist sich als echter Gamechanger: Sie zieht die Knochen im Knie auseinander und schafft so Raum, in dem Knorpel nachwachsen kann – die sogenannte Knie-Distraktion. In Deutschland gehört der Orthopäde Kaywan Izadpanah vom Uniklinikum Freiburg zu den Ersten, die die Operation durchführen. Wird er seiner Patientin Maria Andrea Merz helfen können? In der Schweiz kommt Rettung fürs Knie aus der eigenen Nase. Forschende vom Universitätsspital Basel entnehmen ihren Patientinnen und Patienten ein kleines Stück Nasenscheidewand, züchten es im Labor groß und verpflanzen es dann in das kaputte Knie. Ersatz für den abgenutzten Stoßdämpfer. Sportlehrerin Astrid Hobi erhofft sich von der Operation wieder Freude an ihrem Beruf und neue Lebensqualität. Bei leichteren Knie- und Gelenkschmerzen schaffen auch sanftere Mittel Abhilfe. Die Kräuter-Influencerin Isabel Fischer setzt auf die Hagebutte und heimische Heilpflanzen. Die Rostocker Seehunde schwören auf die Kraft der Kälte: Die Vereinsmitglieder finden beim Eisbaden in der winterlichen Ostsee neue Lebensenergie – manche sogar in einer Kältekammer bei minus 110 Grad. Denn sie spüren es am eigenen Leib: Einmal kurz frieren heißt für sie: Gelenkschmerz ade. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Di. 07.04.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 12.04.2026 ZDF Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 19.04.2026Digitale Kollegen im Einsatz – Wie KI und Robotik unsere Jobs verbessern
Folge 321 (45 Min.)„Tatu“ ist einer von drei Robotern, die im „Oodi“ für alle sichtbar Logistikaufgaben übernehmen. Ganz bewusst hat man sich in Helsinkis neuer Leuchtturm-Bücherei dafür entschieden, Roboter auch im „Vordergrund“ arbeiten zu lassen. Denn die Nutzerinnen und Nutzer sollen hier in direkten Kontakt mit der automatisierten Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts kommen.Bild: Christoffer Maid / ZDFKünstliche Intelligenz und Robotik krempeln unsere Arbeitswelt um. Neben der Sorge um Jobs eröffnen sie auch neue Chancen, wenn Maschinen gefährliche oder monotone Aufgaben übernehmen. KI gestützte Robbenzählung an der Ostsee, körperliche Entlastung im OP, ein autonomer Gleisroboter und Drohnen für Medikamententransporte in Malawi zeigen, wie künstliche Intelligenz Arbeit sicherer macht und Berufe verändert. „Wir nehmen niemandem Arbeit weg“, davon ist Unternehmerin Sabrina Hellstern überzeugt. Zusammen mit Claudia Sodha hat sie ein Assistenzsystem für Chirurgen entwickelt.Bei Operationen stehen die Ärzte normalerweise stundenlang vornübergebeugt am OP-Tisch. Die auf Dauer ungesunde Körperhaltung kann Muskel- und Skeletterkrankungen verursachen. Entlastung soll die Erfindung der Frauen bringen, eine Mischung aus Exoskelett und Roboter – das RoboCockpit noac. Ihr nächstes Ziel ein Roboter, der Instrumente anreichen kann, um das knappe Pflegepersonal anderweitig einsetzen zu können. Zu den Aufgaben von Finn Viehberg vom WWF Büro in Stralsund gehört die regelmäßige Robbenzählung entlang der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Seit kurzem setzt der Biologe im Pilotprojekt RobbenBlick auf automatisiertes Zählen mithilfe künstlicher Intelligenz. Dabei wird die KI trainiert, Robben auf Fotos und Luftaufnahmen zu erkennen. Bislang musste Viehberg unzählige Fotos in tagelanger Arbeit mühsam selbst auswerten. „Wenn das eine Maschine für uns übernehmen kann, haben wir mehr Zeit, uns auf weitere wichtige Dinge zu konzentrieren.“ Drohnen nutzen KI, um ihre Umgebung beim Navigieren zu erkennen. Sie sind innovative Hilfsmittel, die vielfältig eingesetzt werden, etwa zur Lieferung von Paketen oder auch in gefährlichen Situationen. Tom Plümmer hat den Wingcopter entwickelt, eine Mischung aus Helikopter und Tragflächendrohne. In Malawi baut er einen neuen Standort auf und bildet Einheimische im Drohnenfliegen aus: „Mittlerweile sind es über 20 Jugendliche, die von null an alles gelernt haben und jetzt future technology bedienen.“ Mit den Drohnen werden Medikamente und Impfstoffe in abgelegene Gebiete transportiert. Sanierungsarbeiten am maroden Schienensystem sind hart und langwierig. Die Verletzungsgefahr der Gleisarbeiter ist hoch, die Nachbesetzung schwierig. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, etwas zu automatisieren, was einerseits den Arbeitern hilft, andererseits höhere Qualität der Infrastruktur liefert“, sagt Thomas Weis vom Bahntechnik-Spezialisten Robel. Das Unternehmen entwickelte einen Roboterarm, der die Reparatur vollautomatisch übernimmt und dadurch den Job des Gleisschweißers verändert. In Rotterdam wird er getestet. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 23.04.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 26.04.2026 ZDF Gesucht? Gefunden! – Schluss mit der Wohnungsnot
Folge 322 (45 Min.)Umzugstag bei Johanna Frohneberg: Sie hat eine Wohnung zum Tauschen gefunden.Bild: ZDF und Felix Steiger, KölnMassenbesichtigungen, hohe Mieten, geplatzte Bauprojekte: Heute eine Wohnung zu finden, ist fast wie ein Sechser im Lotto. Es muss mehr gebaut werden – doch das ist nicht die einzige Lösung. Bewährte Wohnmodelle und alte Bauverfahren feiern ihr Comeback für mehr Wohnraum in Deutschland. Das Ziel: bestehende Gebäude und Räume besser nutzen. Dafür ziehen Mieter, Vermieter, Arbeitgeber und Städte an einem Strang – gegen die steigende Wohnungsnot. Vor allem in Großstädten wie Köln und München ist der Wohnungsmarkt angespannt.John Weinert möchte Abhilfe schaffen. Seine Idee: Wohnungstausch. Das Prinzip ist simpel, Personen, die zu viel Wohnraum haben, tauschen mit anderen, die mehr Platz brauchen. Dabei bringt Weinerts Online-Plattform passende Paare zusammen. Sein Wunsch: „Ich möchte Wohnungstausch in Deutschland als eine ganz normale Form der Wohnungssuche etablieren.“ Dafür berät er Städte und Gemeinden für mögliche eigene Tauschbörsen. Wie viel Platz brauchen wir wirklich, fragt sich auch Architekt Markus Plöcker. Wohnungen müssen laut Plöcker nicht groß sein, sondern clevere und praktische Grundrisse haben. Er setzt auf die weitere Nutzung leer stehender Gebäude. Bei seinem jüngsten Projekt in der Nähe von Frankfurt werden alte Büros zu 200 neuen Wohnungen umgebaut. Umwidmung heißt das in der Fachsprache. „Der Rohbau macht ungefähr ein Drittel der Kosten aus“, weiß Plöcker. Die Weiterverwendung spart Ressourcen, CO2 und Baukosten. Wird auf ein bestehendes Gebäude aufgestockt, entsteht noch mehr Wohnraum. Bis zu 2,7 Millionen Wohnungen könnten durch Aufstockungen in Deutschland entstehen. In Bayern wird ein altes Kloster um zwei weitere Etagen ergänzt. Die Bauteile werden in der firmeneigenen Produktionshalle vorgefertigt, sodass die Montage auf der Baustelle später sehr schnell geht. Die Modulbauweise stammt zwar aus der Nachkriegszeit, bekommt heute aber ein echtes Upgrade: Statt Beton verwendet die Firma nachhaltiges Holz. In Heidelberg erfahren gleich zwei alte Ideen ein Revival: Dort entstehen fünf neue Häuser in modularer Bauweise. Ein Geschoss mit vorgefertigten Außenwänden, Bädern und Decken ist in nur drei Tagen fertig. Bauträger ist die städtische Wohnungsgesellschaft, die dabei eng mit dem Universitätsklinikum – dem größten Arbeitgeber der Stadt – zusammenarbeitet. In die neuen Gebäude werden Klinikangestellte einziehen. „Wir haben immer mal wieder Bewerber, die tatsächlich keine Wohnung finden und dann absagen“, bemängelt Pflegedirektorin Yvonne Dintelmann. Damit das nicht mehr passiert, investiert die Klinik in Mitarbeiterwohnungen. Eine Idee aus dem 19. Jahrhundert, die heute wieder an Bedeutung gewinnt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 30.04.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 03.05.2026 ZDF Superstars der Natur – Wie uns Koralle, Seegras & Co. schützen
Folge 323 (45 Min.)Zur Renaturierung der Seegraswiese entnehmen die Wissenschaftler intakte Seegräser aus der Mitte der grünen Unterwasserteppiche und pflanzen diese anschließend um.Bild: ZDFKlimawandel, Überfischung, Verschmutzung – die Ozeane sind bedroht. Wie können wir den Lebensraum Meer besser schützen? Die Weltmeere bedecken mehr als zwei Drittel unseres Planeten. Sie dienen als Nahrungsquelle, sind Klimahelden und wichtig für die Artenvielfalt – und sie stehen unter Druck. Doch dank mariner Schutzgebiete oder Korallenriffen aus dem 3D-Drucker gibt es Hoffnung. Im Naturreservat Sept-Îles in der Bretagne erforscht ein deutsch-französisches Team den stark bedrohten Heringshai – eine Schlüsselart im Ökosystem Meer. Diese gefährdete Art kehrte vor wenigen Jahren in die Region zurück. Für die Forschenden sind das Wunder und Ansporn zugleich.Ihre wissenschaftlichen Daten liefern die Grundlagen für den Schutz bestimmter Zonen. „Meeresschutzgebiete wie dieses sind eines der besten Werkzeuge, die wir haben“, sagt Meeresbiologe Lukas Müller. „Denn wenn ich eine große Fläche Wasser schütze, dann kann das Leben im Ozean ganz schnell zurückkommen.“ Auch Korallenriffe sind in Not. In der Schweiz entwickelt ein Team um vier Meeresbiologinnen deshalb Tonmodule aus dem 3D-Drucker, mit denen sich Riffstrukturen nachbauen lassen. An ihnen können sich Korallenlarven ansiedeln. Eine große Hilfe für viele Meeresbewohner, denn sie sind auf Korallenriffe angewiesen. Das innovative Stecksystem des Schweizer Start-ups kommt weltweit zum Einsatz. Auf den Philippinen entsteht nun eine eigene Produktionsanlage. „Wir müssen groß denken, sonst erreichen wir nicht den Impact, den der Ozean braucht“, so Co-Gründerin Hanna Kuhfuss. In der kolumbianischen Karibik kämpft ein Professor für einen Hidden Champion: Seegraswiesen. Die unscheinbaren Gräser gehören zu den wichtigsten Lebensräumen des Meeres. Sie schützen das Klima, indem sie enorme Mengen Kohlenstoff speichern, sind Kinderstube für zahlreiche Fischarten und wichtig für den Küstenschutz. Doch weltweit sind bereits mindestens 30 Prozent dieses Ökosystems verloren. „Wir sind nur eine Spezies unter vielen“, sagt Meeresbiologe José Ernesto Mancera Pineda. „Unsere Zukunft hängt von den anderen Arten ab.“ Deshalb bringt er zwei Anliegen zusammen: Umweltschutz und nachhaltigen Tourismus. Der „pan b“-Film „Wie uns Koralle, Seegras & Co. schützen“ zeigt Lösungsansätze, wie wir den einzigartigen Lebensraum Meer besser bewahren können. Die Dokumentation bildet den Auftakt der Reihe „Superstars der Natur“, die sich mit innovativen Lösungsansätzen, einzigartigen Ökosystemen und außergewöhnlichen Klimahelden beschäftigt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 28.05.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere Mi. 03.06.2026 ZDF City Vibes – Wie kühlen wir unsere Städte ab?
Folge 324 (45 Min.)Ingenieurin María de la Paz Montero Gutiérrez arbeitet daran, dass dieser Ort in Sevilla bald kühler wird.Bild: ZDF und Mikel KonateViel Beton, dichte Bebauung, wenig Grün: Im Sommer verwandeln sich Städte in Hitzefallen – für viele Menschen mit gefährlichen Folgen. Ideen für kühle und lebenswerte Städte sind gefragt. Millionen Menschen leiden unter immer extremeren Temperaturen. Mit kluger Architektur, wiederentdeckter Technik und grünen Oasen versuchen Städte in ganz Europa, sich abzukühlen und fit für die Zukunft zu machen. Eine Reise zu wirksamen Lösungen gegen die Hitze. In Delft entsteht das höchste Wohngebäude der Niederlande ohne Betonkern.So soll der ökologische Fußabdruck möglichst gering bleiben und weitere Erderwärmung vermieden werden. Architekt Tim Vermeend sieht die Baubranche in der Verantwortung: „Wir müssen Städte bauen, die Teil der Lösung sind und nicht Teil des Problems.“ Ein innovatives Begrünungskonzept unterstützt diese Vision. Dafür bringen Daan Grasveld und sein Team Bäume auf das Dach und die Balkone des zehnstöckigen Holzhochhauses, um es auf natürliche Weise zu kühlen. Im benachbarten Leiden wird zusätzlich Moos als Fassadenbegrünung getestet, um Hitze weiter zu reduzieren. Während Nordeuropa seine Städte für die Hitze wappnet, erlebt Südeuropa sie bereits mit voller Wucht: In Athen steigen die Temperaturen im Sommer regelmäßig über 40 Grad Celsius. Die dicht bebaute Stadt hat kaum Bäume oder Parks, die für Abkühlung sorgen. Die Landschaftsarchitektin Dimitra Theochari erlebt jedes Jahr, wie stark die Hitze den Alltag einschränkt: „Athen muss dringend hitzeresilienter werden.“ Ein Ansatz sind Netzwerke aus kleinen grünen Oasen, sogenannte Tiny Forests. Sie sollen Schatten, Verdunstungskühle und Luftzirkulation bringen. Zudem testet die Stadt neue Straßenbeläge, die Sonnenstrahlen reflektieren – inspiriert von den weißen Häusern auf Kreta. Im Kampf gegen die Hitze lohnt sich auch ein Blick in die Vergangenheit: In Sevilla verbindet das Team um María de la Paz Montero Gutiérrez jahrhundertealte, wasser- und erdbasierte Kühltechnik aus dem alten Persien mit moderner Technologie. Die Ingenieurin erklärt: „Mit unserer Arbeit wollen wir kühlende Orte schaffen, die vielen heißen Städten Entlastung bringen könnten.“ Aktuell entwickelt sie den Prototyp einer Bushaltestelle, die die Umgebungstemperatur spürbar senkt. Unsere Städte sind Treffpunkt, Arbeitsplatz und Lebensraum zugleich – rund 77 Prozent der Deutschen leben in urbanen Gebieten. Sie angenehm zu gestalten, fördert sowohl die körperliche als auch die mentale Gesundheit. Sicherheit und Klimatisierung sind zentrale Stellschrauben, um unsere Städte lebenswerter zu machen. Wenn klassische Verbesserungsmethoden an ihre Grenzen stoßen, sind innovative Lösungen gefragt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 25.06.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 28.06.2026 ZDF Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 05.07.2026City Vibes – Wie machen wir unsere Städte sicherer?
Folge 325 (45 Min.)Das Awareness Team von „think SI3“ mit Infostand im Berliner MauerparkBild: ZDF und Felix KorfmannDunkle Parks und Stadtviertel, feiernde Massen: Angsträume gibt es überall. Sie wirken bedrohlich – auch ohne Taten. Neuen Ideen stärken Vertrauen und machen öffentliche Orte sicherer. Um sich auf Straßen, Plätzen und Partys wohler zu fühlen, setzen Städte auf neue Technik, soziale Präsenz und vorausschauende Stadtplanung – etwa mit einer App in München, Awareness-Teams in Berlin, KI im Bremer Nahverkehr und neu gestaltete Viertel in Wien. Tilman Rumland entwickelte die Sicherheitsapp Safe Now – ausgelöst durch ein persönliches Erlebnis: Seine damalige Freundin wurde in einem Klub Opfer eines Übergriffs und konnte keine Hilfe holen.„Ich war fassungslos. Und dachte: Dafür muss es im 21. Jahrhundert doch eine Lösung geben.“ Seine Antwort: ein Alarmsystem, das per Smartphone ausgelöst wird. Über eine App wird das Sicherheitspersonal alarmiert – inklusive präziser Ortung, auch ohne Mobilfunknetz. Doch Technik allein reicht nicht. Das Berliner Unternehmen think SI3 will Konflikte lösen, bevor sie eskalieren – durch Präsenz, Kommunikation und Vertrauen – kurz Awareness. Im Berliner Mauerpark und am Bahnhof Zoo ist Varvara Borodkina mit ihrem Team im Einsatz, um zu vermitteln und Übergriffe zu verhindern. Um das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum nachhaltig zu verbessern, setzt Wien auf geschlechtssensible Stadtplanung. Angsträume umgestalten – oder gleich anders zu planen – das ist das Ziel der Architektursoziologin Julia Girardi-Hoog. Mit ihrem Gender Planning Netzwerk baut sie bedrohlich wirkende Plätze um zu freundlichen, gut beleuchteten, einladenden Orten. Im öffentlichen Nahverkehr steigen die Gewaltdelikte. Deshalb testet Bremen in seinen Straßenbahnen, ob künstliche Intelligenz für mehr Sicherheit sorgen kann. Kai Harmening vom Start-up Just Ad AI hat ein System entwickelt, das Konflikte und Gewalt im Fahrgastraum erkennt und automatisch die Leitstelle alarmiert. Über die „plan b“-Reihe „City Vibes“: Unsere Städte sind Treffpunkt, Arbeitsplatz und Lebensraum zugleich – rund 77 Prozent der Deutschen leben in urbanen Gebieten. Sie angenehm zu gestalten, fördert sowohl die körperliche als auch die mentale Gesundheit. Sicherheit und Klimatisierung sind zentrale Stellschrauben, um unsere Städte lebenswerter zu machen. Wenn klassische Verbesserungsmethoden an ihre Grenzen stoßen, sind innovative Lösungen gefragt. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 25.06.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 05.07.2026 ZDF Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 28.06.2026Verstärkung für die Polizei – Spezialkräfte im Einsatz
Folge 326 (45 Min.)Ertrunkene mithilfe ihrer speziell ausgebildeten Hunde aufspüren – das ist die Mission von Kai Einfeldt (r.) und Uwe Marr (l.) vom Verein „Technische Hundestaffel“.Bild: ZDF und Daniel AssmannDem Verbrechen auf der Spur: Menschen stellen sich – und manche auch ihre Tiere – in den Dienst der Polizei, oft ehrenamtlich. Sie helfen, Vermisste aufzuspüren oder Morde aufzuklären. Hochspezialisierte Vierbeiner und Forschende, Hacker und Hightech bringen Ermittlungen voran. Viele Polizeidienststellen sind unterbesetzt und kommen der Vielzahl an Fällen kaum hinterher. Die Unterstützung von außen ist mehr als willkommen. Diese Hunde schaffen etwas, das die Wissenschaft bis heute für eigentlich unmöglich hält: Sie erschnüffeln Ertrunkene.Sogar in tiefen Gewässern erkennen sie den Geruch eines Menschen. So grenzen sie das Suchgebiet der Polizei ein. Das spart wertvolle Zeit. Als ein Student bei einer Bootsfahrt auf dem Starnberger See ins Wasser springt und nicht mehr auftaucht, bietet Hundeführer Kai Einfeldt mit Aragon, Carlos und Robby seine Hilfe an. Dem Ehrenamtlichen und seinem Verein, der Technischen Hundestaffel, ist es eine Herzensangelegenheit, den Angehörigen Gewissheit zu verschaffen. „Auch wenn es ein trauriger Umstand ist, ist das Gefühl zu wissen, dass Angehörige Abschied nehmen können, das, was uns erfüllt“, sagt Kai. Werden seine speziell geschulten Spürnasen auch diesen Leichnam orten können? Manchmal erfordert es endlose Detektivarbeit, um die Identität eines aufgefundenen Toten zu klären. So rückt ein Fall immer weiter aus dem Blick der Polizei, die täglich in neuen, dringenden Fällen gefordert ist. Ihnen hilft der Genealoge Eryk Jan Grzeszkowiak aus Edinburgh in seiner Freizeit. Der Dozent nutzt Methoden, die für die Polizei oft zu aufwändig sind: Mit Hilfe von weltweit verfügbaren DNA-Profilen erstellt er einen gigantischen Stammbaum des unbekannten Toten und kommt dessen Identität über Verwandte immer näher. Eryk löst sogar knifflige Cold Cases, die der Polizei seit Jahrzehnten Rätsel aufgeben. Ein solcher Fall führt ihn nach Toruń in Polen. Dort durchforstet er das Staatsarchiv und besucht Friedhöfe, um Ahnen eines in den USA Verstorbenen zu finden und die Lücken in seinem Stammbaum zu schließen. „Es könnte unsere letzte Chance sein, den Mann zu identifizieren“, sagt Eryk. „Wenn ich das jetzt nicht mache, macht es niemand.“ Er will Hinterbliebenen einen Abschluss ermöglichen, die sich mit vielen offenen Fragen quälen, weil sie nicht wissen, was mit ihren Lieben geschehen ist. Der kanadische IT-Experte Robert Sell verfolgt Spuren, die Vermisste selber hinterlassen haben – oft verborgen im World Wide Web. Mit seiner Freiwilligenorganisation „Trace Labs“ veranstaltet er Hacker-Treffen, wie in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Mit der dort versammelten Schwarmintelligenz gehen sie legal verfügbaren Daten nach, die die gesuchte Person womöglich beim Posten und Liken in Sozialen Medien hinterlassen hat, und checken auch Überwachungskameras. „Polizeibehörden haben oft nicht die Ressourcen, diese Art der Ermittlungen durchzuführen“, so Robert Sell. Genau da setzt die Initiative der Hobby-Ermittler an. Finden Robert und seine Hacker neue Indizien, die die Polizei weiterverfolgen kann? Im amerikanischen Brookhaven hat Captain Abrem Ayana neue „Hilfssheriffs“: Drohnen. Geht ein Notruf ein, steigt einer seiner „first responders“ – Ersthelfer – innerhalb weniger Sekunden in die Luft und liefert Livebilder vom Ort des Geschehens direkt auf die Bildschirme seiner Polizeistation und der Streifenwagen. In vielen Fällen gewinnen die Einsatzkräfte dank Hightech den entscheidenden ersten Überblick: Braucht das Team Verstärkung? Ist jemand verletzt? Oder handelt es sich womöglich nur um einen Fehlalarm? So schnell können die Polizisten und Polizistinnen am Boden das oft nicht überschauen. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 23.07.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 26.07.2026 ZDF Verstärkung für die Polizei – Die neuen Fahnder
Folge 327 (45 Min.)Noch nach Monaten finden sich Insektenhüllen, so genannte „Puparien“, die den Ermittlerinnen und Ermittlern wichtige Hinweise zur Aufklärung von Verbrechen geben können.Bild: Daniel Assmann / ZDFUngelöste Fälle, Personalmangel, neue Maschen von Kriminellen: Die Polizei steht vor großen Herausforderungen und holt sich deshalb Hilfe von unerwarteter Seite. Hobbydetektive schließen sich zusammen. Insekten sind Indizien. Pferde helfen Freizeit-Cops und Staubsaugroboter werden zu Zeugen. Um Verbrechen aufzuklären, geht die Polizei neue Wege – dank Helfenden und Hightech mit oft erstaunlichem Erfolg. Seit 13 Jahren beschäftigt ein unaufgeklärter Mordfall die niederländische Polizei. Am Neujahrsmorgen wird in Oss eine junge Frau tot aufgefunden, doch die Ermittlungen verlaufen im Sande.Peter de Kock hat sich des Falls angenommen und das Recherchekollektiv Bureau Dupin gegründet. Mit anderen Freiwilligen arbeitet der Ex-Polizist in seiner Freizeit an der Aufklärung des Cold Cases. Das Netzwerk von Hunderten Laien findet neue Spuren, wo die Polizei im Dunkeln tappt. „Die Polizei ist stark beschränkt, was ihre zeitlichen und personellen Kapazitäten angeht“, weiß de Kock aus eigener Erfahrung. „Aber die Öffentlichkeit wird immer weiter ermitteln, Hunderte und Tausende Stunden lang. Das Vorgehen kann die Methoden, wie man an Cold Cases herangeht, wirklich verändern.“ Sie glauben, eine Person gefunden zu haben, die weiß, was geschehen ist. Werden die Hinweise vom Bureau Dupin die Polizeiprofis weiterbringen? An ihren Indizien gibt es nichts zu zweifeln: Dr. Lena Lutz vom Rechtsmedizinischen Institut der Uni Frankfurt ist Fachfrau für Fliegen und Larven. Die können noch nach Jahren entscheidende Hinweise für die Ermittlungen liefern. „Die Spur Insekt hat ein supergroßes Potenzial, in verschiedenen Fragestellungen hilfreich zu sein, aber sie wird sehr, sehr selten beachtet“, sagt die forensische Entomologin. Genau das will sie mit ihrem Projekt MaDE in Deutschland ändern. An einem Leichenfundort im Frankfurter Stadtwald sammelt die Forscherin mit Polizisten des zuständigen Kommissariats die stummen Zeugen, um den Todeszeitpunkt genauer einzugrenzen. Personalmangel ist bei der britischen Polizei ein großes Thema, wie in Deutschland auch. Deshalb haben sie in der Grafschaft Wiltshire das Horse Rider Volunteer Scheme ins Leben gerufen und ehrenamtliche Helfer mit Pferden gesucht. Denn die ländliche Gegend ist zu weitläufig, als dass die dünn besetzten Polizeistationen überall die gewünschte Präsenz zeigen könnten. Im Städtchen Bradford-on-Avon sind Jerry und Emma Watkins dem Aufruf gefolgt. Seither satteln die beiden einmal wöchentlich ihre Pferde, um ehrenamtlich zu patrouillieren. „Wir nutzen einfach unsere privaten Ausritte, um etwas für die Allgemeinheit zu tun“, sagt das Vater-Tochter-Gespann. Wilderei, Diebstahl, die illegale Entsorgung von Müll oder Vandalismus sind Delikte, die ihnen immer wieder begegnen. Per App melden die Freiwilligen der Reiterstaffel die Vergehen an die Polizei, die dann zielgerichtet ausrückt. Nur rund 14 Prozent aller Wohnungseinbrüche mit Diebstahl werden in Deutschland aufgeklärt. Das will Professor Felix Büsching von der Ostfalia Hochschule in Wolfenbüttel ändern – und Haushaltsgeräte zu Ermittlern machen. Smarthome-Stromzähler, Staubsaugerroboter, Luftqualitätsmesser oder Thermostate können digitale Daten liefern, die Aufschluss über den Tathergang liefern: Wann genau hat sich jemand in der Wohnung bewegt? Wie viele Leute waren in welchem Raum anwesend und wann wurde ein Fenster geöffnet? Büsching untersucht mit seinem Team in einem Forschungsprojekt, das vom Innovationhub der Polizei Niedersachsen unterstützt wird, welche zusätzlichen Hinweise Hightech zum Tathergang liefern kann. (Text: ZDF) Deutsche Streaming-Premiere Do. 23.07.2026 ZDFmediathek Deutsche TV-Premiere So. 02.08.2026 ZDF City Vibes – Wie klappt gute Nachbarschaft?
Folge 328 (30 Min.)Neues Leben in der Stadt: Menschen und Miteinander blühen auf, wenn sich Kommunen und Anwohnende für vernachlässigte Orte engagieren. (Text: ZDF)Deutsche Streaming-Premiere Di. 12.08.2025 ZDFmediathek Clever Reisen – Trips vor der Haustür
Folge 329 (45 Min.)Die Kabanen im Gänsehäufel, dem Donau-Strandbad von Wien. Urlaub im Strandbad für kleines Geld.Bild: ZDFSommerzeit – Ferienzeit! Ob Surfen oder Städtetrip: Urlaub muss kein Vermögen kosten – dank innovativer Ideen, die brandneu oder auch mal 100 Jahre alt sind. Für spannende Citys, Badespaß und Erholung muss man nicht einmal weit reisen. Ziele in Deutschland und Europa sind nicht nur gut für den Geldbeutel, sondern auch fürs Klima. Und vielen Anbietern geht es um mehr als Kasse machen. Der Social Surf Club aus Hamburg lädt zum Surfen nach Dänemark ein. Meer, Gemeinschaft und neue Erfahrungen für Kinder und Jugendliche, die oft in sozialen Brennpunkten aufwachsen und sich keinen Urlaub leisten könnten.Wenn sie zum ersten Mal eine Welle reiten oder das selbstgekochte Essen allen schmeckt, wachsen Selbstvertrauen und Zusammenhalt in der Gruppe. „Hier bekommt man die Liebe, die zu Hause fehlt“, sagt Teilnehmerin Jasmeet Singh offen. Das ist es, was Clubgründer Kim Birtel antreibt. „Wir als Gesellschaft haben eine Verantwortung für die heranwachsende Generation.“ Und die übernimmt der Club auch mithilfe von Surfboards. In Kopenhagen hat der Klimaschutz den Tourismus erreicht. CopenPay heißt das Programm, das Reisende belohnt, die der Umwelt etwas Gutes tun – und damit auch ihrem Reiseziel. Wer klimafreundlich anreist, Müll sammelt oder Rad fährt, bekommt dafür vergünstigte oder sogar kostenlose Erlebnisse: Bei GoBoat zum Beispiel winkt eine kostenlose Bootsfahrt in den Kanälen. Positive Aktionen ersetzen traditionelles Sightseeing. Bei Tropical Bikes gibt es Rabatt auf Leihräder. Und an heißen Tagen lockt ein unterirdisches, ehemaliges Wasserreservoir – heute ein Kunstraum: freier Eintritt für alle mit wieder verwendbaren Trinkflaschen. „Unser Ziel ist es nicht nur, CopenPay als Konzept zu verbreiten, sondern einen globalen Wandel im Tourismuserlebnis anzustoßen“, sagt Rikke Holm Petersen von der Stadt Kopenhagen. Badeurlaub in Wien? Erholung mitten in einer Millionenmetropole? Das Strandbad Gänsehäufel macht es möglich – auf einer Insel in der Alten Donau. Und das schon seit bald 120 Jahren. Wer eine sogenannte Kabane ergattert hat, verbringt oft den ganzen Sommer im Strandbad – wie Rentner Günther Krec mit seinem Partner Romano Morossi. Die kleinen Hütten mit Terrassen bieten Schatten und Gemeinschaft, Entspannung und Ersparnis. „Das, was man hier für eine Saison zahlt“, sagt Günther Krec, „zahlt man sonst für eine Woche Urlaub.“ Im sächsischen Freibad Kegelsberg machen sie es den Österreichern nach: Claudia Curths von der Gelenauer Wohnungsgesellschaft vermietet rustikale Blockhütten direkt am Schwimmbeckenrand. Bald kommen moderne, nachhaltige Tiny Houses – Minihäuser – dazu. Ganz nach dem Motto: Mehr Urlaub für weniger Geld! (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 16.08.2026 ZDF Clever Reisen – Die Welt für wenig Geld
Folge 330 (45 Min.)Traumziele rund um den Globus: Für viele Menschen sind sie in Zeiten hoher Lebenshaltungskosten unerreichbar. Wie lassen sich Ferien in der Ferne trotzdem finanzieren? Mit der ganzen Familie an tropische Strände, eine kostenlose Villa als Unterkunft oder Safari-Feeling in der afrikanischen Savanne: Wer es klug anstellt, schafft es auch mit kleinem Budget hinaus in die weite Welt. Spartipps für Urlaubende mit Fernweh. Eine Familie aus Bayern stellt sich der Herausforderung für „plan b“: fünf Tage im Ferienparadies Thailand mit drei Kids – und einem Limit von 900 Euro.Wolfgang Geßl, Chantal Scharf und ihre drei Jungs wollen mehr als Badespaß am Palmenstrand. Auf ihrer Wunschliste stehen auch: bei einem Sternekoch essen und ein Ausflug auf die berühmte Insel Koh Phi Phi. Die Eltern setzen auf Travel Hacks in Reiseblogs – mit vielen Tipps von erfahrenen Reisenden. „Das ist für mich die beste Empfehlung, die man haben kann“, sagt Chantal Scharf. „Dass jemand vor Ort schon dort war und gesagt hat: Ich habe das ausprobiert, das ist günstig, das sieht toll aus.“ Schafft die fünfköpfige Familie es wirklich, ihr Budget einzuhalten? Eine schicke Villa mit Pool für null Euro!? Christopher Keidel und Theresa Auth haben den Trick raus. Sie gehören zu den Reisebloggern, die ihre Erfahrungen und Entdeckungen auf ihrer Website teilen – und damit sogar ihren Lebensunterhalt verdienen. Seit drei Jahren sind sie auf der ganzen Welt unterwegs. Ihr Schlüssel zu kostenlosen Luxus-Unterkünften heißt Housesitting: Sie hüten die Häuser von Einheimischen, während diese verreist sind. Die beiden Rechtspfleger aus Hessen kümmern sich um Haustiere und pflegen Garten und Pool. „Es ist jedes Mal ein Überraschungspaket und genau das macht für uns auch den Reiz aus“, sagt Theresa Auth. Sie bleiben Wochen, manchmal Monate, lernen Nachbarn kennen und erleben den Alltag der Menschen vor Ort. Eine Safari in Afrika kostet oft Tausende Euro. Doch im „Free to be Wild Sanctuary“ in Simbabwe erleben Reisende wilde Tiere hautnah, und das für einen Bruchteil der üblichen Kosten. Wer sich dort als Volunteer engagiert, pflegt verletzte Bushbabys, geht mit verwaisten Pavianen spazieren oder füttert blinde Giraffen. Es sind auch mal Gehege zu schrubben, das gehört dazu. Aber dafür geht es dann eben auch auf Ausflüge in die Wildnis. „Wir haben jeden Tag neue, spannende Projekte und wir sehen die Tiere aus nächster Nähe. Es sind Ferien, die man sich sonst nur erträumen kann“, sagt die kanadische Studentin Elisabeth Nowell. Ein großes Abenteuer für kleines Geld. (Text: ZDF) Deutsche TV-Premiere So. 30.08.2026 ZDF
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