„Waterworld“: Einstiger Leinwand-Flop mit Kevin Costner steht vor Serien-Fortsetzung

    Dystopisches Epos kam 1995 in die Kinos

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 30.07.2021, 14:15 Uhr

    „Waterworld“ mit Kevin Costner – Bild: Universal Pictures
    „Waterworld“ mit Kevin Costner

    Einer der größten Kinoflops der 1990er Jahre erhält nun vielleicht doch die Chance auf eine Fortsetzung. „Waterworld“ könnte als Serie wiederauferstehen, zumindest, wenn es nach Universal Content Productions geht, wo sich das Format derzeit in einer noch recht frühen Entwicklungsphase befindet. Verantwortlich dafür zeichnet Produzent John Davis, der damals auch bereits den Film mit Kevin Costner auf die Leinwand brachte.

    „Waterworld“ war beim Kinostart im Juli 1995 mit einem Budget von bis zu 175 Millionen Dollar der teuerste Hollywood-Film, der je produziert wurde. Nach mäßigen bis negativen Kritiken konnte er diesen Betrag an den Kinokassen nicht einspielen. Das dystopische Epos gilt auch als Schlusspunkt der Kino-Glückssträhne von Kevin Costner, der zuvor mit Filmen wie „Der mit dem Wolf tanzt“, „Robin Hood – König der Diebe“ und „John F. Kennedy – Tatort Dallas“ weltweite Hits abgeliefert hatte. Inzwischen konnte „Waterworld“ seine einstigen Schulden aber durch die weitere Rechteverwertung und durch Home-Video-Verkäufe wettmachen.

    Angesiedelt ist „Waterworld“ in einer postapokalyptischen Zukunft, in welcher die Welt als Folge des Klimawandels vollständig mit Wasser bedeckt ist. Die polaren Eiskappen sind vollständig geschmolzen und der Meeresspiegel ist dadurch um mehrere Tausend Meter gestiegen. Fast alle Kontinente sind vollständig mit Wasser bedeckt. Costner verkörperte den Mariner, einen einsamen Händler und Segler, der an das Leben in dieser Welt besonders angepasst ist. Er wird zum widerwilligen Wegbegleiter einer Frau (Jeanne Tripplehorn), die ein junges Mädchen an ihrer Seite hat (Tina Majorino; zuletzt „Scorpion“), die ein Tattoo trägt, das zum letzten Fleckchen unberührter Erde führen soll.

    Die Serie ist laut dem Branchenportal Collider als Fortsetzung konzipiert und würde 20 Jahre nach den Geschehnissen im Originalfilm spielen. Dan Trachtenberg („10 Cloverfield Lane“) ist als Regisseur im Gespräch, genau wie der Streaminganbieter Peacock als mögliches Zuhause, was sich aufgrund der Zugehörigkeit zum Konzern NBCUniversal auch anbieten würde.

    Die Serie soll dabei die alten Charaktere zeigen. Ob dabei auch die alten Darsteller wie Kevin Costner selbst als Darsteller vor die „Waterworld“-Kamera zurückkehren würden, ist noch vollkommen offen. Da Costner inzwischen aber als Hauptdarsteller des Neo-Westerns „Yellowstone“ auch als Serienstar erfolgreich ist, besteht zumindest die Möglichkeit.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Mad Max auf dem Wasser. Ich fand den Film immer klasse.
      • am

        Zuerst einmal fand ich den Film persönlich hervorragend...Er hatte Aktion, eine gewisse Spannung, war teilweise amüsant spaßig, Story fand ich gut umgesetzt...Hatte mir damals auch das Making of reingezogen und da gab es schon herbe Probleme mit der Umsetzung des Filmes, daher bin ich sehr gespannt wie man es diesmal lösen möchte, wobei es heute wohl nach über 25 Jahren bessere Lösungen geben sollte.
        • am

          Ich freu mich drauf. Mochte den Film immer schon gern!
          • am

            Der Film hat 175 Millionen Dollar gekostet und im Kino über 260 Millionen eingespielt.
            Inklusive der Videoverleiheinnahmen hat der Film Gewinn gemacht und ist weit entfernt davon ein Flop zu sein, geschweige denn einer der größten der 90er Jahre.
            • am

              Von den Kinoeinspielergebnissen mußt Du immer 50 % abziehen, die an die Kinos gehen!
              Das Einspielergebnis muß man deshalb immer halbieren!

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