UK-News zu Gebührenerhöhung, „Curfew“, „Shetland“, „Endeavour“ und mehr

    Neue Serien „Deadwater Fell“ sowie „Flesh And Blood“ bestellt

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 02.02.2019, 18:00 Uhr

    „Curfew“ – Bild: Sky 1
    „Curfew“

    Gesammelte Neuigkeiten aus der Serienwelt des Vereinigten Königreichs:

    Gebührenerhöhung

    Wie in Deutschland wird das öffentlich-rechtliche Fernsehen im Vereinigten Königreich durch Gebühren finanziert, die „Licence Fee“. Die ist allerdings genau genommen keine „Gebühr“, sondern eine „Steuer“, mit den üblichen Folgen für Steuerhinterziehung. Haushalte mit älteren Mitbürgern (über 74 Jahren) können sich befreien lassen. Nach einer längeren Phase vom Gesetzgeber vorgeschriebener feststehender Preise dürfen diese seit 2017 ohne größeres politisches Prozedere um die Inflation angepasst werden. Das wird, wie nun bekannt wurde, zum 1. April 2019 geschehen, wenn die Jahresgebühr von 150,50 auf 154,40 Britische Pfund angehoben wird (analog zu einer ermittelten allgemeinen Preissteigerung von 2,68 Prozent).

    Die Licence Fee wird fast ausschließlich für die BBC verwendet, wo neun landesweite Sender, mehrere regionale Sender, zehn landesweite Radiostationen, 40 örtliche Radiostationen, die Webseiten der BBC, des Audio-Archivs BBC Sounds sowie der BBC iPlayer betrieben werden, dazu gesellen sich Radiostationen der einzelnen ‚Nationen‘ (das „Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland“ umfasst die Nationen/Königreiche England, Wales, Schottland und Nordirland, wobei für die Erhaltung der Kultur der drei kleineren Nationen Wales, Schottland und Nordirland meist gesonderte Anstrengungen unternommen werden).

    Das Department for Digital, Culture, Media & Sport, das nun die Anpassung verkündet hat, weist darauf hin, dass 94 Prozent der erhobenen Gebühren auch tatsächlich in die Herstellung und Verbreitung des Programms fließen und der Verwaltungsanteil nur sechs Prozent beträgt. Da die Licence Fee jährlich erhoben wird, wird sie für die einzelnen Nutzer erst bei der nächsten Abrechungsperiode fällig – wessen nächste Zahlung also bis zum 1. April ansteht, kommt noch ein Jahr günstiger davon.

    Zum Vergleich: 154,40 Pfund entsprechen bei einem Wechselkurs von 1,14 aktuell 176 Euro. In Deutschland wird ein jährlicher Rundfunkbeitrag von 210 Euro fällig. Die ARD zum Beispiel gibt einen Verwaltungskostenanteil von knapp unter 4 Prozent an.

    Curfew

    Sky hat den 22. Februar als Starttermin seiner dystopischen Serie „Curfew“ verkündet. In einer nahen Zukunft wird Großbritannien von einem totalitären Regime beherrscht. Eine Reihe von Normalbürgern nehmen aus jeweils ganz persönlicher Verzweiflung an einem illegalen Rennen teil, das nachts nach dem Beginn der allgemeinen Sperrstunde („Curfew“) ausgetragen wird. In ihren aufgemotzen und teils bewaffneten Autos müssen sie sich von London zum nördlichsten Zipfel von Schottland durchschlagen. Dort wartet auf sie der ultimative Preis in ihrer Welt: Eine Möglichkeit, die britische Hauptinsel zu verlassen und ihre Freiheit zu erlangen.

    Hauptrollen in der Serie haben unter anderem Sean Bean („Game of Thrones“), Adam Brody („O.C., California“), Billy Zane („Guilt“), Rose Williams („Reign“), Adrian Lester („Hustle – Unehrlich währt am längsten“), Robert Glenister (ebenfalls „Hustle“) und Malachi Kirby („Roots: Die Geschichte der Sklaverei“).

    Eine deutsche Heimat für „Curfew“ wurde noch nicht verkündet.

    Vor knapp drei Monaten hatte Sky bereits einen Trailer zu „Curfew“ veröffentlicht:

    „Mord auf Shetland“

    Die fünfte Staffel der Serie „Shetland“ (aka „Mord auf Shetland“) startet bei BBC One am 12. Februar um 21.00 Uhr. Die Serie basiert auf den Romanen von Ann Cleeves und folgt den Fällen von DI Jimmy Perez (Douglas Henshall), der auf den kargen Shetland-Inseln aufwuchs, zwischenzeitlich nach London ging und nun wieder auf den Inseln ermittelt. Seit der dritten Staffel hat die Serie die Fälle der Romanvorlagen hinter sich gelassen und erzählt pro sechsteiliger Staffel einen einzelnen, größeren Fall. In der fünften Staffel stößt Perez auf ein erschreckendes Netzwerk des organisierten Verbrechens auf den Inseln.

    Es beginnt damit, dass eine Joggerin eine anscheinend bewusst abgetrennte menschliche Hand findet. Später wird in einer kleinen Bucht eine Reisetasche mit weiteren Körperteilen gefunden, inklusive eines Kopfes. Forensische Untersuchungen ergeben, dass es sich bei dem Mordopfer um einen jungen Nigerianer handelt. Dessen letzte Bewegungen werden mit den Straßenkameras nachvollzogen, seine E-Mails und Social-Media-Beiträge liefern weitere Hinweise, die die Ermittlungen hinab in menschliche Abgründe führen …

    In Deutschland strahlt Das Erste „Shetland“ aus, bisher wurden zwei Staffeln gezeigt.

    Trailer zur fünften Staffel von „Shetland“:

    Endeavour

    Die sechste Staffel des „Inspektor Morse“-Prequels „Endeavour“ (aka „Der junge Inspektor Morse“) geht bei ITV am 10. Februar ab 20.00 Uhr auf Sendung. Die Serie berichtet von der Arbeit des jungen Detective Sergeant Endeavour Morse (Shaun Evans) und seines Kollegen Detective Inspector Fred Thursday (Roger Allam) in den 1960ern.

    Staffel sechs spielt im Jahr 1969 und damit nachdem die Oxford City Police in das Thames Valley Constabulary integriert wurde, wobei bisherige Kollegen sich an ihre jeweiligen neuen Einheiten gewöhnen müssen. Obwohl sie nun verteilt sind, lastet immer noch der gewaltsame und unaufgeklärte Mord an DC George Fancy auf beiden – sowohl beruflich wie auch privat. Thursday muss sich an sein neues Team aus dem Vorgesetzten DI Ronnie Box (Simon Harrison) und Kollegen Junior-DS Alan Jago (Richard Riddell) gewöhnen. Joan (Sara Vickers) ist nach Oxford zurückgekehrt und beginnt dort unter ihrer neuen Mentorin Viv Wall (Alison Newman) eine Ausbildung als Sozialarbeiterin.

    In Deutschland hat ZDFneo die ersten vier Staffeln von „Der junge Inspektor Morse“ gezeigt.

    Trailer zur sechsten Staffel von „Endeavour“:

    Flesh And Blood

    Neu bestellt wurde die Serie „Flesh And Blood“ bei ITV. Das vierteilige tödliche Familiendrama wird von Autorin Sarah Williams („The Long Song“) verfasst und unter dem Dach von Silverprint Pictures hergestellt, einer Marke von ITV Studios.

    Die Geschichte dreht sich um die drei erwachsenen Geschwister Helen, Jake und Natalie und um einen Mord, dessen Täter erst am Schluss enthüllt wird. Im Vorfeld des 70. Geburtstags ihrer kürzlich verwitweten Mutter Vivien verkündet diese, das sie frisch verliebt in den Allgemeinmediziner Mark ist. Ihre Kinder sind misstrauisch über dessen Motive. Zudem wirft die schnelle neue Liebe einen langen Schatten über die bisherige Wahrnehmung der drei Kinder bezüglich der 45-jährigen Ehe ihrer Eltern. Zahlreiche Familiengeheimnisse werden enthüllt.

    Aus Sorge um ihre Mutter, aber auch um ihr Erbe, versuchen die drei Geschwister aus Kent mehr über den neuen Mann an der Seite ihrer Mutter in Erfahrung zu bringen. Dabei steht ihnen aber im Weg, dass die drei untereinander schon lange nicht mehr gut aufeinander zu sprechen sind.

    Deadwater Fell

    Channel vier hat die neue vierteilige Serie „Deadwater Fell“ bestellt. Als Autorin der in Schottland angesiedelten Serie fungiert Daisy Coulam („Grantchester“).

    Jess und Kate waren bis zu einem blutigen Verbrechen zwei eng befreundete Frauen, standen sich nahe wie Schwestern: Sie arbeiteten gemeinsam an der örtlichen Schule und obwohl beide verheiratet sind, ging das Duo häufiger ohne Anhang gemeinsam auf Urlaubsreisen. Dann werden Kate und ihre drei Kinder ermordet aufgefunden, und ihr Ehemann Tom ist stark der Tat verdächtig.

    Während ihr Heimatort nun ein Synonym für grausamen Mord ist, versucht Jess zu verstehen, welche ihr verborgen gebliebenen Geheimnisse hinter der Tragödie stehen können. Das bringt auch ihre eigene Ehe mit Steve an den Rand des Zusammenbruchs. Die Morde werfen einen Schatten über die Gemeinde, der einst starke Beziehungen zerbrechen lässt, Freundschaften mit Verdächtigungen überzieht und ehemaligen Respekt in Anschuldigungen übergehen lässt. Kudos stellt die Serie her, Endemol Shine International übernimmt den weltweiten Vertrieb.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      14,67 Euro also jetzt monatlich für die Briten...immer noch billiger als in Deutschland!
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