Studie: „Stranger Things“ auf Platz 3 der erfolgreichsten Netflix-Serien

    „Fuller House“ und „Orange is the New Black“ angeblich an der Spitze

    Glenn Riedmeier – 26.08.2016, 12:00 Uhr

    „Stranger Things“

    Online-Streamingdienste wie Netflix und Amazon müssen sich nicht wie lineare Fernsehsender dem täglichen Quotenkampf aussetzen und lassen sich ungern in die Karten schauen, was Abonnenten- und Abrufzahlen angeht. Das ärgert besonders die Konkurrenz der linearen Sender, die sich ständig für Quotenfehlschläge rechtfertigen müssen, während Netflix und Co. mit anderen Erfolgs- und Wachstumszahlen protzen können.

    Das Marktforschungsunternehmen Symphony Advanced Media hat nun allerdings gegenüber Variety neue Hochrechnungen zu den Netflix-Abrufzahlen veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass die vielbesprochene neue Serie „Stranger Things“ auf Platz 3 der beliebtesten Netflix-Sendungen rangiert. Während der ersten 35 Tage nach Veröffentlichung wurde die achtteilige erste Staffel demnach durchschnittlich von 14,07 Millionen Menschen aus der Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen „gesehen“ bzw. angeklickt. Erfolgreicher waren während der jeweils ersten 35 Tage lediglich die vierte Staffel von „Orange is the New Black“ (Platz 2) und die erste Staffel von „Fuller House“ (Platz 1), die im Schnitt von 14,4 Millionen Menschen aus der jungen Zielgruppe gesehen wurde.

    Auf den weiteren Plätzen der Netflix-Eigenproduktionen finden sich „Making a Murderer“ und die zweite „Marvel’s Daredevil“-Staffel mit jeweils 13,35 Millionen, „Marvel’s Jessica Jones“ (6,26 Millionen), „Unbreakable Kimmy Schmidt“ (6,08 Millionen für Staffel 2), „The Ranch“ (6,01 Millionen), „House of Cards“ (5,67 Millionen für Staffel 4) sowie „F Is For Family“ (4,81 Millionen).

    All diese Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, da es sich lediglich um Hochrechnungen handelt, die nicht von Netflix offiziell bestätigt wurden. Schon Anfang des Jahres bezeichnete Ted Sarandos, Hauptverantwortlicher für die Inhalte bei Netflix, die damaligen Hochrechnungen von Symphony Advanced Media als „bemerkenswert inkorrekt“. Die Art und Weise der Datenmessung würde nicht im Geringsten der Realität bzw. der firmeneigenen Messung entsprechen. Das Marktforschungsunternehmen verwendet ein Messverfahren, das auf Audio-Erkennung basiert, um festzustellen, welche Sendung geschaut wird.

    Auch weiterhin will Netflix keine offiziellen Zahlen herausgeben – nicht einmal als Information für die verantwortlichen Produzenten der Serien. Hintergrund sei, dass man kein Interesse daran habe, besonders erfolgreiche Netflix-Serien als Gradmesser für den Erfolg anderer Produktionen zu verwenden.

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