„Star Wars“: Jon Favreau („Iron Man“) wird neue Real-Serie schreiben und produzieren

    Inszenierte Pilotepisoden von „Revolution“, „The Orville“ und „Young Sheldon“

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 08.03.2018, 16:57 Uhr

    Jon Favreau bei „Conan“ – Bild: TBS
    Jon Favreau bei „Conan“

    Lucasfilm und dessen Leiterin Kathleen Kennedy haben ihren Frontmann für die erste „Star Wars“-Realserie gefunden: Jon Favreau. Er wird als Autor und Produzent für eine neue Serie fungieren, die für den kommenden Streaming-Dienst von Disney hergestellt wird, der im Herbst 2019 in den USA an den Start gehen soll. Details zum Dienst sind bisher noch nicht bekannt, dort werden aber wohl vornehmlich familienfreundliche Programme angeboten, wie es zur Marke Disney passt. Bei Disney hat man Großes vor und wird die diversen Marken des Medienkonzerns nutzen, um verschiedene neue Serien für das Streaming-Angebot zu starten, darunter voraussichtlich die „Mighty Ducks“-Filme und die Muppets (fernsehserien.de berichtete).

    Ebenfalls dazu gehört „Star Wars“, dessen Produzent Lucasfilm sich Disney im Jahr 2012 einverleibt hatte. Kürzlich war bereits bekannt geworden, dass sich Disney in fortgeschrittene Verhandlungen um solch eine Realserie befände.

    Der mittlerweile 51-jährige Favreau kann bereits auf eine lange Karriere zurückblicken, die als Schauspieler begann. „Friends“-Fans kennen ihn als Onlineunternehmer Pete Becker, der sich in der dritten Staffel in Monica verguckte, ihr die Welt zu Füßen legen wollte und sich dann vergeblich beim Ultimate Fighting versuchte – Monica konnte nicht mit ansehen, wie er dort durch den Wolf gedreht wurde und beendete die Beziehung.

    Zu der Zeit hatte Favreau auch seinen großen Durchbruch, als er beim Film „Swingers“ um erfolglose Schauspieler sowohl das Drehbuch schrieb wie auch den einfühlsamen, glücklosen Protagonisten porträtierte.

    Bald darauf wurde Favreau auch in der Nerd-Ecke bekannt. Bei der Serie „Captain Buzz Lightyear“ übernahm er eine Sprechrolle, in der oft gescholtenen „Daredevil“-Verfilmung mit Ben Affleck aus dem Jahr 2003 spielte er Foggy Nelson, im selben Jahr fungierte er als Regisseur beim Film „Buddy – Der Weihnachtself“. In die nächste Liga der Regisseure stieg er dann mit der Regie bei „Iron Man“ auf. Im Auftakt zum damals nur angedachten Marvel Cinematic Universe stand er er auch als Tony Starks Assistent und Chauffeur Hogan vor der Kamera. Nach dem Megaerfolg „Iron Man“ folgte „Iron Man 2“ sowie der ambitionierte Fehlschlag „Cowboys und Aliens“.

    Auch im Fernsehen ging es mit einem ambitionierten Fehlschlag weiter: Favreau inszenierte den aufwändigen Serienpiloten zur postapokalyptischen Serie „Revolution“, in der der Welt die Elektrizität abhanden gekommen war.

    Weitere Serienpiloten, die Favreau inszenierte, umfassen „About a Boy“ (prestigeträchtig als Adaption eines Erfolgsfilms), „The Orville“ und „Young Sheldon“, auf der Kinoleinwand war er mit „The Jungle Book“ präsent.

    Auch zu Star Wars hat Favreau bereits eine Beziehung: Bei „Star Wars: The Clone Wars“ lieh er dem Anführer der militanten Death Watch des Planeten Mandalor in sechs Folgen die Stimme, Pre Vizsla. Daneben hat er eine Rolle im kommenden Film „Solo: A Star Wars Story“.

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