„Spitting Image“: Erste Folge der aktuellen Neuauflage bei Facebook

    Neuauflage der Vorlage zu „Hurra Deutschland!“ ist gestartet

    Bernd Krannich – 05.10.2020, 10:17 Uhr

    Trump und das Coronavirus in „Spitting Image“

    An diesem Wochenende ist beim britischen Streamingdienst BritBox die Puppen-Satire-Neuauflage „Spitting Image“ gestartet. Laut Deadline sind die Macher auf der Suche nach einem linearen Ausstrahlungpartner in den USA. Da dies bisher nicht gelungen sei, ist nun Facebook in die Bresche gesprungen und zeigt die Auftaktfolge für 24 Stunden.

    Diese ist somit – auch von Deutschland aus – zwischen Montag, 5. Oktober 2020, 6:00 Uhr MESZ bis Dienstag zur gleichen Zeit abrufbar. Ein Problem bei der Suche nach einem Senderpartner für BritBox war nach anfänglichem, weitgestreutem Interesse bei diversen Abnehmern die Tatsache, dass die Serie auch kein gutes Haar an Präsident Donald Trump lässt. Die Hoffnung bei BritBox ist wohl, dass es – egal, wie die im November anstehende Präsidentschaftswahl ausgeht – später einfacher sein wird, einen Senderpartner für die komplette Staffel zu finden.

    Wie bei „South Park“ werden die Episoden der Neuauflage von „Spitting Image“ recht zeitnah zur Veröffentlichung ausgestrahlt. Die erste Episode konnte so laut Deadline auch noch eine „Erklärung“ einbauen, wie US-Präsident Trump sich mit dem Coronavirus infiziert hat.

    Die Auftaktfolge der Neuauflage von „Spitting Image“ (englisch)

    Die erste Staffel der Neuauflage umfasst zehn Episoden und wird immer samstags bei BritBox veröffentlicht. Zu den angekündigten Sprechern gehören John DiMaggio (Bender bei „Futurama“), Indira Varma („Game of Thrones“), Billy West (Fry, Dr. Farnsworth, Zoidberg bei „Futurama“), Debra Stephenson („Doctors“), Debra Wilson (Tammy bei „King Julien“), Guz Khan („Man Like Mobeen“, „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“), Jess Robinson („Horrible Histories“), Lewis Macleod („Die fantastische Welt von Gumball“), Lobo Chan, Matthew Ashforde und Phil LaMarr (Hermes Conrad in „Futurama“).

    Vom Original „Spitting Image“ wurden zwischen 1984 und 1996 insgesamt 132 Folgen in zwölf Staffeln produziert. Die Show wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet – gab allerdings auch Anlass für nicht wenige Klagen. Die Puppen-Satire fungierte als Vorbild für „Hurra Deutschland!“, das es zwischen 1989 und 1991 auf immerhin vier Staffeln brachte. Als Produktionsfirma fungiert Avalon, die unter anderem hinter „Last Week Tonight with John Oliver“ steht. Roger Law, Co-Schöpfer des 18 Staffeln umfassenden Originals, leitet das Projekt als Executive Producer. Zusätzlich zur ersten Staffel war gleich eine zweite für 2021 mitbestellt worden.

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