Mit diesen Überraschungen endete „Star Wars Rebels“

    Jüngste Animationsserie ist in den USA zu Ende gegangen

    Seite
    Mit diesen Überraschungen endete "Star Wars Rebels" – Jüngste Animationsserie ist in den USA zu Ende gegangen – Bild: Disney/Lucasfilm
    „Star Wars Rebels“ in der vierten Staffel

    In der vergangenen Woche ist die Animationsserie „Star Wars Rebels“ nach vier Staffeln zu Ende gegangen. Obwohl sich im Vorfeld des Serienfinales diverse Entwicklungen bereits angedeutet hatten oder im Rahmen der Kohärenz mit Aussagen aus dem restlichen „Star Wars“-Universum notwendig waren, kam das Ende der Serie doch mit einigen überraschenden Wendungen.

    Diese Zusammenfassung richtet sich vor allem an Zuschauer, die entweder zwischendrin bei „Star Wars Rebels“ abgesprungen waren und nun einfach noch das Ende nachlesen wollen oder „Star Wars“-Fans, die die Serie wegen ihrer Ausrichtung auf junge Zuschauer nie geschaut haben, sich aber für die Auswirkungen für das Franchise interessieren. Gerade der Anfang von „Rebels“ mag erwachsene Zuschauer nicht zu halten vermocht haben, da vornehmlich Geschichten eben auf Kinderniveau (Zuschauer ab sieben Jahren) erzählt wurden – was insbesondere im Vergleich zu den späteren Staffeln von „Star Wars: The Clone Wars“ für den anspruchsvollen Zuschauer enttäuschend gewesen sein dürfte. Ein bisschen so wie „Star Trek – Raumschiff Voyager“ als Nachfolger von „Star Trek – Deep Space Nine“.

    In Deutschland werden die letzten Episoden von „Star Wars Rebels“ ab dem 19. März 2018 beim Pay-TV-Sender Disney XD erstmalig ausgestrahlt.

    Durch das anstehende Ende von „Star Wars Rebels“ wurde endlich der Fokus der Serie deutlicher. Grundsätzlich, so die Ansage bei Vorstellung von „Star Wars Rebels“, sollte die Nachfolgeserie zu „Star Wars: The Clone Wars“ die Formierung der Rebellion im Vorfeld des Films „Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung“ zeigen. Später drängte sich auch noch der Film „Rogue One: A Star Wars Story“ dazwischen, der ebenfalls noch vor „Eine neue Hoffnung“ spielte und mit dem Diebstahl der Baupläne zum Todesstern einen ersten wichtigen Sieg der Rebellion gezeigt hat. Nun wurde klar, dass die Serie sich in ihrem letzten Kapitel mit dem Planeten Lothal beschäftigen würde.

    Von Anfang an – Die Ausgangslage
    „Star Wars Rebels“ handelt zunächst primär von der Crew der Ghost, einem kleinen Raumschiff – grob in der Größenordnung des Millennium Falcon – mit einer Besatzung bestehend aus der Pilotin und somit Anführerin Hera Syndulla (gesprochen von Vanessa Marshall), dem in der Macht bewanderten Kanan Jarrus (Freddie Prinze jr.), der jungen, vom Planeten Mandalore stammenden Sabine Wren (Tiya Sircar), dem Lashat Garazeb „Zeb“ Orrelios (Steven Blum) sowie dem eigenwilligen Astromech C1–10P (genannt Chopper). Diese Crew leistet dem Imperium Widerstand und traf bei einem Einsatz auf dem Planeten Lothal auf den Teenager Ezra Bridger. Lothal ist vom Imperium besetzt und Ezras Eltern hatten mit Radiobotschaften den Widerstand angestachelt, sie wurden schließlich verschleppt. Ezra beging daraufhin Diebstähle und kleinere Sabotageakte – eine Taktik der Nadelstiche. Als die Ghost-Crew und Ezra sich das selbe Ziel ausgesucht hatten, lief man einander über den Weg und Kanan erkannte, dass Ezra der Macht gegenüber sensibel war – zu Zeiten der Republik wäre er wahrscheinlich zu den Jedi gekommen. So nahm die Crew Ezra in ihren Reihen auf und Kanan begann, Ezra zu unterweisen.

    Der erste große Gegenspieler: Der Grand Inquisitor

    Kanan war beim Fall der Republik und der berüchtigten Order 66, die das Ende der Jedi durch Verrat brachte, ein Padawan, also auch erst in der Ausbildung. Sein Meister starb damals, so dass Kanan formell kein Jedi ist. Hera ist eine Twi’lek und stammt aus einer einflussreichen Familie von Ryloth. Die durchsetzungsstarke Frau versuchte immer, aus dem Schatten ihres Vaters zu treten, weswegen sie dann auch den Heimatplaneten verließ. Sie tritt gegenüber den anderen Charakteren mütterlich auf und geht beim Einsatz eher konservativ vor. Ganz im Gegensatz zu Sabine. Auch die junge Frau entstammt einer namhaften Familie. Später kommt heraus, dass die kluge und neugierige Frau aus Unachtsamkeit dem Imperium eine Waffe geliefert hatte, mit der nun ihre Heimat unterjocht werden kann. Sabine liebt Kunst und drückt sich mit Graffiti aus, daneben ist sie geübt im Umgang mit Sprengstoff. Zeb gehörte der sogenannten Ehrengarde der Lashat an, war ein geachteter Krieger. Sein Heimatplanet – und damit mutmaßlich die Rasse der Lashat – wurden vom Imperium zerstört. Allerdings wird später klar, dass es neben ihm weitere Überlebende gibt, die eine Nicht-Jedi-Version der Macht benutzen, um einen neuen, versteckten Planeten zu besiedeln.

    Entwicklung
    Eingangs der Serie steht der Widerstand gegen das böse Imperium im Zentrum, das zu der Zeit vor allem von als tumb dargestellten Schergen repräsentiert wird, denen man beliebig Streiche spielen kann. Später zog die Handlung an und die Crew der Ghost traf auf andere Widerstandskämpfer, mit denen man zusammenarbeitete. Ein Schwerpunkt war das Gewinnen neuer Verbündeter, aber auch das Beschaffen von Ausrüstung. Gezeigt wurde etwa, wie die Crew der Ghost in den Diebstahl der ersten sogenannten Y-Wings involviert war, die das Imperium eigentlich gerade verschrotten wollte. Daneben wurden auch die Geschichten der Crew-Mitglieder weiter erforscht, etwa als bestätigt wurde, dass Ezras Eltern in Gefangenschaft umgekommen waren.

    In der ersten Staffel war der Grand Inquisitor der große Gegenspieler, ein in der Macht fähiger Mann, der im Auftrag Darth Vaders und des Imperiums überlebende Jedi jagen sollte. Nach dessen Niederlage am Ende der ersten Staffel traten seine Schergen auf, verschiedene Inquisitoren, die der Crew der Ghost eben durch ihre zahlenmäßige Übermacht gefährlich werden konnten.

    14.03.2018, 17:30 Uhr – Bernd Krannich/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

      weitere Meldungen