Die deutschen TV-Flops des Jahres 2017

    Fernseh-Tiefpunkte im Rückblick

    27.12.2017, 09:00 Uhr (erstmals veröffentlicht am 22.12.2017) – Glenn Riedmeier

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    Wo Licht ist, ist meist noch mehr Schatten. Auf welche Flops hätte so mancher Fernsehmacher in diesem Jahr am liebsten verzichtet, und welche Formate haben die meisten Zuschauer schon wieder verdrängt? Wir erinnern an die nennenswertesten Flops des deutschen TV-Jahres 2017.

    SERIEN – Teil 1

    Frau Temme sucht das Glück


    Mit „Frau Temme sucht das Glück“ schickte Das Erste Anfang des Jahres eine neue Comedyserie mit Meike Droste am Dienstagabend an den Start. Doch nach einem noch vielversprechenden Start mit 4,36 Millionen Zuschauern sank die Reichweite Woche für Woche, so dass bei der letzten Folgen nur noch 1,07 Millionen Zuschauer übrig waren. Es bleibt die Erkenntnis, dass das ARD-Publikum am Dienstagabend mehrheitlich Altbewährtes wie „In aller Freundschaft“ und „Um Himmels Willen“ bevorzugt und Experimenten mit etwas schrägeren Serien nur wenig aufgeschlossen ist.

    Das Pubertier


    Das ZDF hat offenbar aufs falsche Pferd bzw. Tier gesetzt: Der neue Seriendonnerstag kam im Herbst bei den meisten Zuschauern nicht gut an. Nur zwei Folgen lang hielt das ZDF an seiner ursprünglichen Programmierung fest. Die erste Folge der klischeebehafteten Romanverfilmung „Das Pubertier“ sahen noch 3,34 Millionen Zuschauer, die zweite Folge fiel auf eine Reichweite von 2,55 Millionen. Der Mainzer Sender entschied sich kurzerhand, die restlichen vier Episoden im Doppelpack zu versenden.

    Zarah – Wilde Jahre


    Im Anschluss an „Das Pubertier“ strahlte das ZDF „Zarah – Wilde Jahre“ aus. Die Kombination aus der mittelmäßigen Familiencomedy und der deutlich ambitionierteren historischen Dramedy erwies sich als komplette Fehlentscheidung. Bereits die erste Folge kam nur auf 2,12 Millionen Zuschauer, Folge 2 stürzte auf 1,64 Millionen. Daraufhin wurde das ZDF panisch und verbannte die Serie ins Nachtprogramm und zu ZDFneo. Schade, denn die Serie über die Journalistin Zarah Wolf (Claudia Eisinger), die sich Anfang der 1970er Jahre gegen die alltäglichen Macho-Allüren ihrer Kollegen durchsetzen muss, wusste durchaus zu gefallen. Sie wurde zu einem Opfer einer absoluten Fehlplanung des ZDF, das im Vorfeld noch davon sprach, dass man bei ambitionierten Serien langen Atem beweisen müsse …

    Nicht tot zu kriegen


    Im Frühjahr strahlte RTL die ersten drei Serien seiner Comedy-Offensive aus. Während „Magda macht das schon!“ hervorragend funktionierte, lief es für die anderen beiden Neustarts alles andere als rosig. „Nicht tot zu kriegen“ mit Jochen Busse kam nur auf enttäuschende Werte und wurde deshalb nach einer Staffel wieder eingestellt. Die Serie handelte von dem griesgrämigen alten Villenbesitzer Helmut Kraft (Busse), der seinen Grundbesitz zu einem extrem günstigen Preis an zwei Paare verkauft – lebenslanges Wohnrecht im Dachgeschoss inklusive.

    Triple Ex


    Auch mit der Comedy „Triple Ex“ hatte RTL kein Glück. Die Serie drehte sich um die alleinerziehende Mutter Anna Holzinger (Diana Staehly). Die Zahnarzthelferin pflegt einen eher unkonventionellen Umgang mit den täglichen Herausforderungen des Lebens. Sie ist zudem Mutter dreier Kinder zwischen acht und 15 Jahren, die von drei grundverschiedenen Männern stammen. Acht Folgen wurden im Februar und März mit enttäuschenden Quoten ausgestrahlt. Nach einer Staffel war deshalb wieder Schluss.

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