Quoten: Starkes Triell siegt bei Jüngeren, „Tatort“ aber insgesamt vorn

    „Grill den Henssler“ fällt zurück, „Yes we camp!“ mit neuem Rekord

    Dennis Braun
    Dennis Braun – 30.08.2021, 09:47 Uhr

    Das TV-Triell bei RTL: (v. l.) Pinar Atalay, Armin Laschet, Annalena Baerbock, Olaf Scholz, Peter Kloeppel – Bild: TVNOW/Jörg Carstensen
    Das TV-Triell bei RTL: (v. l.) Pinar Atalay, Armin Laschet, Annalena Baerbock, Olaf Scholz, Peter Kloeppel

    Über 16 Millionen Menschen hatten 2017 das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz verfolgt – das jedoch auf vier Sendern gleichzeitig lief. Am gestrigen Sonntagabend stand bei RTL im Vorfeld der Bundestagswahl zum ersten Mal ein Triell auf dem Programm, an dem neben den Spitzenkandidaten von Union (Armin Laschet) und SPD (Olaf Scholz) aufgrund der nach wie vor hohen Umfragewerte auch die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, teilnahm. Die Quoten fielen sehr stark aus.

    Natürlich kam man nicht an die Werte von vor vier Jahren heran, insgesamt sahen aber 5,05 Millionen Menschen den knapp zweistündigen Schlagabtausch der drei Politiker, die für tolle 16,4 Prozent sorgten. 2,18 Millionen davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt, mit hervorragenden 25,9 Prozent sicherte man sich den ungefährdeten Zielgruppensieg. Die nachfolgende Analyse mit einer prominenten Talkrunde wollten noch 3,85 Millionen Gesamtzuschauer (16,7 Prozent) sehen, womit man sich sehr deutlich gegen „Anne Will“ durchsetzte. Bei den Jüngeren standen zu diesem Zeitpunkt gar fantastische 27,4 Prozent zu Buche. Nun bleibt abzuwarten, wie die beiden noch ausstehenden Trielle bei ARD/​ZDF sowie ProSieben/​Sat.1 sowohl inhaltlich wie auch aus Quotensicht abschneiden werden.

    Im Ersten meldete sich derweil der „Tatort“ aus der Sommerpause und mit dem standesgemäßen Tagessieg zurück. Nichtsdestotrotz kostete das Triell der Krimireihe dann doch einige Zuschauer, mit 7,19 Millionen und stolzen 22,9 Prozent kann man aber sehr zufrieden sein. Bei den 14- bis 49-Jährigen war man zudem erster RTL-Verfolger und kam auf 16,2 Prozent bei 1,40 Millionen. „Anne Will“ musste sich der Konkurrenz wie erwähnt geschlagen geben und fiel bei ihrer Rückkehr auf insgesamt 2,99 Millionen sowie 11,7 Prozent zurück. Die „Tagesthemen“ informierten schließlich noch 2,48 Millionen und steigerten den Marktanteil auf 12,9 Prozent.

    Das ZDF schickte eine neue Folge der Schmonzetten-Reihe „Inga Lindström“ ins Rennen und unterhielt damit immerhin 4,01 Millionen Menschen, die 12,8 Prozent entsprachen. Deutlich weniger Interesse herrschte erwartungsgemäß beim jungen Publikum, wo es nur zu 4,9 Prozent reichte. Das „heute journal“ litt im Anschluss ebenfalls unter dem Triell und brachte es auf 3,30 Millionen sowie unterdurchschnittliche 11,9 Prozent. Meistgesehene Sendung der Mainzer waren bereits die „heute“-Nachrichten um 19:00 Uhr, bei denen 4,31 Millionen (18,8 Prozent) gezählt wurden.

    Recht ordentlich schlug sich zur Primetime ProSieben, wenngleich der Zielgruppen-Marktanteil angesichts 9,7 Prozent für den Science-Fiction-Thriller „Meg“ einstellig ausfiel. Insgesamt waren 1,78 Millionen Zuschauer dabei. Der Horrorstreifen „Crawl“ tat sich später mit 7,9 Prozent schon schwerer. Sat.1 hatte bereits um 20:15 Uhr nichts zu bestellen und blieb mit der Komödie „100 Dinge“ bei enttäuschenden 5,8 Prozent sowie 890.000 Gesamtzuschauern hängen. Über „Der Nanny“ konnten nachfolgend sogar bloß noch 3,5 Prozent der Werberelevanten lachen.

    Einen neuen Reichweitenrekord fuhr die Doku-Soap „Yes we camp!“ bei Kabel Eins ein: Erstmals konnte die Millionenmarke knapp übersprungen wurden, genauer gesagt hatten 1,01 Millionen Menschen ab drei Jahren eingeschaltet. Bei den Zusehern zwischen 14 und 49 Jahren wurden gute 5,3 Prozent erzielt, für „Abenteuer Leben am Sonntag“ waren danach sogar 5,9 Prozent drin. Nach über neun Prozent in den Vorwochen musste sich das Sommer-Special von „Grill den Henssler“ bei VOX diesmal mit mauen 6,2 Prozent begnügen – hier gingen wohl einige Fans ans Triell und den „Tatort“ verloren. „Prominent!“ holte zu später Stunde dafür bärenstarke 9,8 Prozent. Richtig mies präsentierte sich RTL Zwei: Zunächst erlitt „Lethal Weapon III – Die Profis sind zurück“ mit 3,5 Prozent Schiffbruch, ehe die kurzlebige Serie „Six“ mit 2,7 und 3,1 Prozent äußerst schwach zu Ende ging.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1976) am

      Ich kann mir keinen der 3 Kandidaten als Kanzler vorstellen.

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